Saturday, April 30, 2011

9 einfache Schritte, wie man das erste und zweite Date vermasselt

...eine hilfreiche und leicht zu handhabende Anleitung, um ein drittes Treffen zielsicher zu verhindern.

Schritt 1: Erwähne möglichst oft, dass das (von dir) gewählte Abendprogramm vermutlich nicht einmal halb so gut ist, wie das (auch von dir erwogene, aber schlussendlich von dir selbst abgelehnte) Alternativprogramm, um den Abend für den Mann/die Frau, mit der du nichts reißen wirst, möglichst angenehm zu gestalten.

Schritt 2: Sprich nicht von dir, sondern ausschließlich von deinen Freunden. Schließlich willst du ja nicht, dass dein(e) nicht-zukünftige(r) dich eventuell besser kennenlernt. Selbst auf seine/ihre Fragen wird dir irgendeine vollkommen irrelevante Anekdote deines Freundes XY einfallen. Auch sehr gut zu kombinieren mit Schritt 3.

Schritt 3: Anstatt den konventionellen Skripten zu folgen, die gemeinsame Interessen zu erforschen vorschlagen, versuche deinen Gesprächspartner/die Gesprächspartnerin möglichst über persönliche Dinge auszufragen - vor allem in Punkten, über die der-/diejenige offenbar gerade nicht unbedingt reden will. Damit tust du jeder lockeren, zwanglosen Atmosphäre, die aufzukeimen droht, Abbruch.

Schritt 4: Sprich dich offen gegen die Zukunftspläne und Ideen der anderen Person aus. Ihr kennt euch ja immerhin schon so gut *hust*, dass du darauf Einfluss nehmen kannst. So verhilfst du ihr schneller zu der Erkenntnis, dass du wohl nicht der geeignete Partner bist.

Schritt 5: Vermittle der Person mit deinen eigenen Zukunftsplänen, die die andere Person bereits als Fixum eines größeren Konstrukts inkludieren, einen gewissen Besitzanspruch.
Sätze wie: "Wir müssen unbedingt mal ...."+Urlaubspläne kommen bei einem ersten Treffen immer sehr gut an. Auch den eigenen Wohnort als für die Gesprächspartnerin anzustrebendes Ziel anzupreisen, ist bei einem Initialgespräch eine gute Idee. Sie erlegt Druck auf und bewirkt bei der anderen Person einen Griff zum imaginären Schutzschild.

Normalerweise reichen diese 5 Schritte vollkommen aus, um jeglichen weiteren Kontakt zu unterbinden. Wenn man aber an eine besonders freundliche Person gelangt, die sich eventuell Gedanken macht, dass sie einfach zu voreingenommen war und die außerdem der Meinung ist, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient, dann sollte man wie folgt vorgehen:

Schritt 6: Obwohl dir eine klare Abfuhr erteilt wurde (in Worten: mit uns wird das nichts - untermalt von schlüssigen Begründungen) bleib auf jeden Fall am Ball: Versuche, die Person mindestens einmal pro Woche dazu zu bringen, mit dir auszugehen. Auch wenn sie dir jedesmal absagt - bleib dran!

Schritt 7: Wenn die Person dann doch einwilligt, dich noch einmal zu treffen (der Himmel weiß, was sie dazu geritten hat...), mach ihr klar, dass du sie zu dir nach Hause bringen willst. Und vergiss nicht: "Nein" ist nicht "nein" - 7-8x nachzufragen und zu bitten ist überhaupt keine Schande. Vielleicht hat sie es sich ja in den letzten 15 Minuten nochmal überlegt, oder überlegt es sich in den nächsten 15 Minuten.... Versuch ihr mit den Worten "Du bist gemein!" ein schlechtes Gewissen zu machen.
Jegliche gute Stimmung, die sich in der Zwischenzeit vielleicht aufgebaut hat, wird durch impertinentes Drängen zielsicher zerstört.

Schritt 8: Suche den Körperkontakt: Auch wenn die andere Person dir eigentlich
- zuerst subtil durch Körperhaltung und Gestik, dann auch in Worten - zu verstehen gegeben hat , dass sie das nicht will. Begründung, siehe Schritt 7: Immerhin will doch jeder mit einem Grashalm gekitzelt werden, verdammt nochmal! (vor allem von einer Person, die vorher Schritte 1-7 durchgegangen ist)

Schritt 9 - der Killer: Nachdem bei der Verabschiedung die andere Person immer noch nicht eingewilligt hat, mit dir mit nach Hause zu gehen (sei es weil die Idee mit dem Rad eine halbe Stunde lang durch strömenden Regen zu fahren nicht sonderlich ansprechend ist, v.a. wenn man eine Viertelstunde später dieselbe Strecke durch den strömenden Regen wieder zurückfahren müsste; sei es, weil sie einfach nicht will), sondern lieber im trockenen Café sitzenbleibt, dann geh einfach und lass sie deine Rechnung mitbezahlen.

Gratuliere: Du kannst dir nun sicher sein, dass du all deine Chancen effizient verbaut hast.

5 comments:

Kathi said...

so schlimm?

El / Mo said...

Oh, "Du bist gemein." hast du gar nicht erwähnt. *lol* Oder ich hab schlecht aufgepasst.

Ich muss grad wieder über die generelle Abstrusität der Situation lachen. Aaalter, wie lernresistent kann man sein?

Kristina said...

@Kathi: Eigentlich ist nichts davon überzogen dargestellt. Nur halt mit etwas Sarkasmus gewürzt ^^.

@Mo: Ist mir auch erst heut wieder eingefallen :-D.

Kathi said...

Erzähl mir mehr!

Nina said...

Ernsthaft?! OMG.