Although a bit short on the pecuniary side, I went on my last trip but one the previous weekend: a second journey to Nottingham.
Here's the story: The main motivation for going AGAIN - besides seeing Katie, of course - came to me when I was having a cup of tea. Sitting around in a small and cosy tea room in Nottingham last time and lacking any kind of entertaining literature I worked my way through a pile of flyers and leaflets and eventually dug up one that excited my interest: Riverdance were to perform in Notts! I had wanted to visit their show in Vienna but had been deterred effectively by the horrendous prices. People seem to be more sensible in the UK and when I saw the price of the tickets (a ridiculous £22!) my choice was made: I'd be back.
Before Katie and I got a taste of Irish footwork, though, we went further north to the Kaiser Chiefs' home town: Leeds. Seems a bit random? Well, it was. But to explore the city was not our primary aim - we went to visit a concert of the band Dinosaur Jr. (Yes, neither have I. Heard of them before, I mean.); getting to see the city was only a very pleasant side effect.
Leeds more than lived up to my meagre expectations by presenting itself as a clean, lovely and sunny city with plenty of shops, shopping arcades, markets in- and out of doors, museums (which we did not visit), churches (which we did) and a vast and slightly confusing uni campus.
We spent the day shopping and went to our hotel to get some rest after a night of not enough sleep, before making our way into the city centre again. After some oily food in a most unlovingly decorated Italian place we got our tickets, ready for the concert. But alas! I could not really enjoy it: the volume was turned up way too high and it was impossible to understand the lyrics over the droning of the instruments. After I had sealed my ears with tissues it was far better. (And the supporting act was good, too.)
The night was spent in a comfy hotel bed and finished off with a nice hotel breakfast and so a new eventful day was to begin: We went back to Nottingham, got changed, had some lovely Sunday roast in England's oldest pub and Katie and I hurried off to the Royal Concert Hall.
Riverdance were beyond great! I had not known what to expect but they definitely exceeded the vague expectations I had had: a mystic mixture of multimedia, mist, celtic song, fairy-like dresses, light-footed dancing and the overwhelming staccato sound of rapidly stepping and tapping feet, all together telling Ireland's history in a slightly different way! Wow!
We regained our breath in a brief visit to the middle age themed market that just started to close when we got there and were rejoined by the lads. Together we went to the next "sit-and-watch" event: the new Robin Hood film. What is the place to watch it if not Nottingham?
Despite some historical inaccuracies I found the film enjoyable - not as good as Gladiator, but nobody expected that anyway.
Well rested after so much sitting and watching we were ready to spend a good night out - several stunts included - and I finally collapsed on my bedstead and fell into long, deep and well-deserved slumber. (My sleeping bag is paying off more and more.)
Shortly after noon I boarded my train and forced my tired brain to accept and store some relevant information for my last exam. As a consequence of this eventful weekend I had resolved to get into bed early that day, but I had hardly stepped into the kitchen when my flatmates jumped on me with the proposition to go out. Hard as I tried I could not resist their charms, pushed the looming exam to the back of my mind and ended up in Time sipping drinks and shaking away for hours. Happy nights!!
PS: The exam went alright and I'm enjoying academic freedom now.
Hallo an alle, die sich irgendwie auf diese Seite verirrt haben. Dies ist eine Halde persönlicher Anekdoten, Reiseberichte und sonstigen Allerleis, angelegt, als ich zu studieren begonnen habe. Leider habe ich diese Gedankenlagerstätte schon lange nicht mehr regelmäßig neu befüllt - es ergibt sich manchmal schlecht - doch vielleicht ergibt es sich jetzt wieder öfter.
Friday, May 21, 2010
Tuesday, May 11, 2010
Tale #22 (dau deg dau) - von Seklusion, suizidgefährdeten Lämmern und ein bisschen Glück
Langweilige Zeiten sind angebrochen in Dinas Dysg (=City of Learning), wie Bangor dem Ankömmling auf manchen Straßenschildern angekündigt wird: Die Straßen sind wie leergefegt, in der Nacht herrscht relative Ruhe vor meinem Fenster und Studenten zeichnen sich durch blassen Teint und das Tragen von Ringen aus. Ringen unter den Augen. Der Grund dafür ist, dass die nächsten beiden Wochen voll und ganz im Zeichen der Aufsatzkompilation und Prüfungsbewältigung stehen und soziale Bedürfnisse hinten im Kasten verstaut werden.
Mir geht es da natürlich nicht anders und ich verbringe die meiste Zeit in meinen vier Wänden und hoffe, dass mir Einstein auf der einen und die britische Landkarte auf der anderen Seite Inspiration bringen. Funktioniert leider nur bedingt, wenn das Wetter so absolut nicht klischeebritisch sein will und mir das Gefühl gibt, dass ich meine Zeit besser nützen könnte.
Wenn ich es deshalb also zwischen konstruktiven Phasen gar nicht mehr aushalte und die Frischluftsucht zu Entzugserscheinungen führt, schwinge ich mich auf mein gehassliebtes Fahrrad und setze es und mich neuen Herausforderungen aus.

Strahlender Sonnenschein am Sonntag und ein frisch getipptes Essay haben mich übermütig gemacht und so bin ich sonntags mit meinem lieben Mitbewohner Tom zu den etliche Kilometer entfernten Aber Falls gefahren.

Wenn ich sage "gefahren" meine ich, dass wir uns über Gras, Kiesel, Wurzeln, Steine, Stufen Bäche und Schafweiden zu unserer Destination durchgekämpft haben. Inklusive Räder über Stacheldrahtzäune heben tragen und Schafe jagen. Die Wollballen auf vier Beinen sind ja bekannt für ihre Panikattacken und dass sie dabei komplett zu denken vergessen ist auch nicht sonderlich überraschend. Dennoch bekam ich einen ordentlichen Schrecken als ein Lamm, anstatt nach links auf die Weide (und damit weg von mir) zu laufen, über den Weg galoppieren wollte und einen halben Meter vor mir gestürzt ist, sodass es zu einer Kollision gekommen wäre, wenn meine Bremsen nicht wider Erwartung gut funktioniert hätten und mich zu einem halben Vorwärtssalto gedrängt hätten. Puh.

Trotz dieser und anderer (unten erwähnter) Vorkommnisse haben wir nach nicht allzu langer Zeit unser Ziel erreicht:
Durch ein hübsches schmiedeisernes Gitter betraten wir das Areal um die Aber Falls.
Dort haben wir erstmal pausiert und ich habe heimatbewusst eine Packung Mannerschnitten aus dem Rucksack gezogen. Da ich diese raren Schätze immer zu Ausflügen mitnehme, glauben meine Mitbewohner schon, dass sich irgendwo in meinem Zimmer endlose Reserven befinden bzw ich sie heimlich importiere. Nun, dem ist nicht so: Einteilung ist alles.
Da Sonntag war und die Wasserfälle ein beliebtes Ausflugsziel sind, haben wir uns nicht allzu lange aufgehalten und haben schleunigst die Flucht ergriffen als eine berockte Mädchenschulgruppe invasionsmäßig von den herumliegenden Felsen Besitz ergriffen hat. Wir trugen die Räder viele steile Naturstufen hinauf, schwangen uns in die Sättel und rasten im Eiltempo den Hügel hinunter, vorbei an landschaftlichen eye candies...
Mein Fahrrad ist schon etwas betagt und reagiert auf Stress leider nicht sonderlich gut. Es kann mit harten Gegebenheiten (Wurzeln, Steinen, querliegenden Bäumchen...) ganz gut umgehen, lässt sich aber in den Erholungsphasen (i.e. beim Bergabfahren) zu sehr gehen. Innerhalb von 3 Stunden ist mir deshalb 6x (in Worten SECHSMAL!!!!) die Kette rausgesprungen. Uuuuunheiiiiiimlich mühsam: Runter vom Rad, Kette rein, Finger abwischen, weiter. Nun ja, jetzt muss das Ding ja nur mehr einen Monat heil und funktionstüchtig überstehen und dann darf es von mir aus sterben gehen.
Nach diesem neuen Abenteuer und den allerbesten Lammbratwürsteln, die ich JE gegessen habe (vom lokalen Bauernmarkt) war ich entspannt genug, das letzte essay in Angriff zu nehmen. Nächste Woche kommt dann noch eine Prüfung über Umgangsformen und dann ist das akademische Jahr auch schon wieder vorbei und der Spaß kann erneut beginnen! Und zwar am Besten mit dem Eröffnen der Festivalsaison in Großbritannien:
BBC 1 sucht sich jedes Jahr einen Ort irgendwo in der britischen Pampa und veranstaltet dort ein zweitägiges Megafest mit den wichtigsten Festivalbands des Jahres. Und auf welche Stadt ist die Wahl heuer gefallen?
Ja, ganz genau: Ausgerechnet auf Bangor bach*! Ausgerechnet wenn ich hier bin!
*bach = klein
Die Problematik an der ganzen Sache sind die Karten. Sie sind nämlich nicht käuflich erwerbbar sondern werden verlost, wobei Ortsansässigen der Vorzug gegeben wird. Vergangene Woche gab es deshalb einen riesigen studentischen Ansturm auf die Registrierungsplatform. All meine hiesigen Freunde und Mitbewohner haben teilgenommen und tagelang wurde gefiebert und gezittert. Mailboxeingänge wurden alle 5 Minuten neu geladen. Bald begannen sich erste Statusnachrichten auf Facebook zu verbreiten: viele enttäuschte und wenige hocherfreute, und schließlich erreichte die Welle auch unser Haus. Mein Mitbewohner hatte Pech und dämpfte damit auch meine Erwartungen, doch die gute Nachricht kam 5 Minuten später in Form eines Emails mit dem Betreff "Congratulations!" Ich hab's fast nicht glauben können! Auf ein britisches Festival zu gehen war eh so ein kleiner geheimer und für unerfüllbar gehaltener Wunschtraum... Womit hab ich das schon wieder verdient?
Gestern sind die Tickets ins Haus geflattert: Ach, manchmal ist das Leben eben einfach nur schön.
.. so und jetzt zurück zum Essay, auf dass die Freude mit fortschreitender Zeit größer werde und nicht der Angst weiche.
Mir geht es da natürlich nicht anders und ich verbringe die meiste Zeit in meinen vier Wänden und hoffe, dass mir Einstein auf der einen und die britische Landkarte auf der anderen Seite Inspiration bringen. Funktioniert leider nur bedingt, wenn das Wetter so absolut nicht klischeebritisch sein will und mir das Gefühl gibt, dass ich meine Zeit besser nützen könnte.
Wenn ich es deshalb also zwischen konstruktiven Phasen gar nicht mehr aushalte und die Frischluftsucht zu Entzugserscheinungen führt, schwinge ich mich auf mein gehassliebtes Fahrrad und setze es und mich neuen Herausforderungen aus.

Strahlender Sonnenschein am Sonntag und ein frisch getipptes Essay haben mich übermütig gemacht und so bin ich sonntags mit meinem lieben Mitbewohner Tom zu den etliche Kilometer entfernten Aber Falls gefahren.

Wenn ich sage "gefahren" meine ich, dass wir uns über Gras, Kiesel, Wurzeln, Steine, Stufen Bäche und Schafweiden zu unserer Destination durchgekämpft haben. Inklusive Räder über Stacheldrahtzäune heben tragen und Schafe jagen. Die Wollballen auf vier Beinen sind ja bekannt für ihre Panikattacken und dass sie dabei komplett zu denken vergessen ist auch nicht sonderlich überraschend. Dennoch bekam ich einen ordentlichen Schrecken als ein Lamm, anstatt nach links auf die Weide (und damit weg von mir) zu laufen, über den Weg galoppieren wollte und einen halben Meter vor mir gestürzt ist, sodass es zu einer Kollision gekommen wäre, wenn meine Bremsen nicht wider Erwartung gut funktioniert hätten und mich zu einem halben Vorwärtssalto gedrängt hätten. Puh.

Trotz dieser und anderer (unten erwähnter) Vorkommnisse haben wir nach nicht allzu langer Zeit unser Ziel erreicht:
Durch ein hübsches schmiedeisernes Gitter betraten wir das Areal um die Aber Falls.Dort haben wir erstmal pausiert und ich habe heimatbewusst eine Packung Mannerschnitten aus dem Rucksack gezogen. Da ich diese raren Schätze immer zu Ausflügen mitnehme, glauben meine Mitbewohner schon, dass sich irgendwo in meinem Zimmer endlose Reserven befinden bzw ich sie heimlich importiere. Nun, dem ist nicht so: Einteilung ist alles.
Da Sonntag war und die Wasserfälle ein beliebtes Ausflugsziel sind, haben wir uns nicht allzu lange aufgehalten und haben schleunigst die Flucht ergriffen als eine berockte Mädchenschulgruppe invasionsmäßig von den herumliegenden Felsen Besitz ergriffen hat. Wir trugen die Räder viele steile Naturstufen hinauf, schwangen uns in die Sättel und rasten im Eiltempo den Hügel hinunter, vorbei an landschaftlichen eye candies...
Mein Fahrrad ist schon etwas betagt und reagiert auf Stress leider nicht sonderlich gut. Es kann mit harten Gegebenheiten (Wurzeln, Steinen, querliegenden Bäumchen...) ganz gut umgehen, lässt sich aber in den Erholungsphasen (i.e. beim Bergabfahren) zu sehr gehen. Innerhalb von 3 Stunden ist mir deshalb 6x (in Worten SECHSMAL!!!!) die Kette rausgesprungen. Uuuuunheiiiiiimlich mühsam: Runter vom Rad, Kette rein, Finger abwischen, weiter. Nun ja, jetzt muss das Ding ja nur mehr einen Monat heil und funktionstüchtig überstehen und dann darf es von mir aus sterben gehen.
Nach diesem neuen Abenteuer und den allerbesten Lammbratwürsteln, die ich JE gegessen habe (vom lokalen Bauernmarkt) war ich entspannt genug, das letzte essay in Angriff zu nehmen. Nächste Woche kommt dann noch eine Prüfung über Umgangsformen und dann ist das akademische Jahr auch schon wieder vorbei und der Spaß kann erneut beginnen! Und zwar am Besten mit dem Eröffnen der Festivalsaison in Großbritannien:
BBC 1 sucht sich jedes Jahr einen Ort irgendwo in der britischen Pampa und veranstaltet dort ein zweitägiges Megafest mit den wichtigsten Festivalbands des Jahres. Und auf welche Stadt ist die Wahl heuer gefallen?
Ja, ganz genau: Ausgerechnet auf Bangor bach*! Ausgerechnet wenn ich hier bin!
*bach = klein
Die Problematik an der ganzen Sache sind die Karten. Sie sind nämlich nicht käuflich erwerbbar sondern werden verlost, wobei Ortsansässigen der Vorzug gegeben wird. Vergangene Woche gab es deshalb einen riesigen studentischen Ansturm auf die Registrierungsplatform. All meine hiesigen Freunde und Mitbewohner haben teilgenommen und tagelang wurde gefiebert und gezittert. Mailboxeingänge wurden alle 5 Minuten neu geladen. Bald begannen sich erste Statusnachrichten auf Facebook zu verbreiten: viele enttäuschte und wenige hocherfreute, und schließlich erreichte die Welle auch unser Haus. Mein Mitbewohner hatte Pech und dämpfte damit auch meine Erwartungen, doch die gute Nachricht kam 5 Minuten später in Form eines Emails mit dem Betreff "Congratulations!" Ich hab's fast nicht glauben können! Auf ein britisches Festival zu gehen war eh so ein kleiner geheimer und für unerfüllbar gehaltener Wunschtraum... Womit hab ich das schon wieder verdient?
Gestern sind die Tickets ins Haus geflattert: Ach, manchmal ist das Leben eben einfach nur schön... so und jetzt zurück zum Essay, auf dass die Freude mit fortschreitender Zeit größer werde und nicht der Angst weiche.
Tuesday, May 04, 2010
Tale #21 (dau deg un) - A bit on food
Erlebnismäßig stagniert es bei mir gerade ein bisschen und mit weiteren Berichten von Wanderungen und Radtouren will ich euch eigentlich nicht langweilen, so aufregend sie für mich auch sein mögen (vor allem wenn die Kette zweimal rausgehüpft ist, weil sie mit den Wurzeln am Waldweg nicht umgehen konnte und...ok.aus.) . Ausflüge anderer Art sind allerdings momentan nicht drin, denn jetzt ist exam time und ich verbringe die Tage zu 90% in meinem Zimmer / hot house und zwinge mein Hirn zu Ergüssen zu diversen Themen. Noch 10 Tage für 3000 Worte über den Akzent in Newcastle, 1500 Worte über Sprachphänomene irgendeiner language community mit der ich vertraut bin, 3500 Worte über ein Buch und Thema meiner Wahl. Puh. Aber das muss halt auch getan werden, immerhin ist das ja kein Urlaub hier und soll sich deshalb nicht zu sehr danach anfühlen.
Aus diesem Grund kommt jetzt ein allgemeiner Beitrag über die Kulinarik - immer wieder ein spannendes Thema. Hier ein paar Dinge, die ich beobachtet habe:
Es spricht überhaupt nichts dagegen zu Pasta jeglicher Art Knoblauchbrot als ausgleichende Beilage zu servieren. Will man doch lieber was "Gemüsiges" nimmt man halt den Klassiker: chips. Salat ist dabei, ja, aber meist nur in Dekorationsmengen.
Was ist Salatdressing? Salat, wenn er als Beilage fungiert, besteht grundsätzlich aus ein bissl Blattsalat, ein paar Scheiben Gurke, Zwiebel und Paradeiser. Keine Kräuter oder sonstige Würze. Für derartige Notfälle tut's dann auch der malt vinegar, der auf allen Tischen herumsteht.
Curry ist aufgrund der vielen indischen und pakistanischen Immigranten die inoffizielle Nationalspeise in Großbritannien. Zu Curry gibt's entweder Reis oder chips oder Reis UND chips. (Natürlich nicht, wenn man in einem indischen Restaurant isst. Obwohl sglodiophile* dort diese Option auch haben.)
*sglodion = walisisch: chips
Chips kann man auch mit Käse drüber haben: chips 'n' cheese - eine vollwertige Mahlzeit.
Die Nacht ist die Zeit der take-aways: Wenn man tagsüber eine Pizza haben will und sich mit den Fertigscheiben nicht zufrieden gibt, hat man Pech - die Pizzaausgabestätten sperren erst abends auf. Dafür gibts auch um 2 Uhr Nachts noch was. Alternative zu Pizza ist chinesisches essen (auf Wunsch mit chips).
Chips - diesmal crisps - gehören auf den ausgewogenen täglichen Speiseplan eines jeden Briten: entweder als Vormittagssnack, oder zum Mittagssandwich (wird in Cafés und Restaurants so serviert) oder einfach irgendwann zwischendurch. Crisps kann man immer essen. Zu diesem Zweck werden sie in kleinen 50g-Packungen verkauft und damit's nichtlangweilig wird gibt es genug verschiedene Geschmacksrichtungen: prawn cocktail, bbq, roast chicken, bacon, cheddar, mature cheddar, stilton und nicht zu vergessen: vinegar. Bin gespannt, wann süße Chips aufkommen werden. Süßes Popcorn gibt's ja immerhin schon.
Tea ist...
a) auf der Speisekarte ganz normaler Schwarztee und generell billiger als jeder andere Tee. Er ist mit Milch zu trinken - alles andere ist weird. Genauso wie jeder Tee, der von Schwarztee abweicht. (Wegen meiner vielfältigen Teesammlung werde ich deshalb beinah täglich ausgelacht)
b) die nordenglische Bezeichnung für dinner. Have you had tea? ist somit eine indirekte Einladung zum Abendessen und in unserem Haus des Öfteren zu hören.
Zum Tee (Achtung: nicht dinner, sondern Nachmittagstee) isst man entweder scones mit butter/cream und Erdbeermarmelade oder hier in Wales Welshcakes (sowas wie flache Scones, mit Rosinen) oder bara brith, eine Art Früchtebrot, das ich bis jetzt zu abstoßend fand um es zu testen. Kuchen bekommt man in Wales außerdem mit einem Messer anstatt einer Gabel serviert.
Pie beschreibt verschiedene Dinge die
a) in einer kleinen Terrine mit Käse überbacken wurden, oder
b) sich in einer Teighülle befinden.
Beispiele für ersteres sind Fish Pie, Shepherds Pie, Cottage Pie; Beispiele für zweiteres: Steak and Ale Pie, Pork Pie, Chicken and Mushroom Pie und mein favourite: Steak and Kidney Pie. Erstere sind generell lecker, zweitere eher grindig. Ratet was die gängige Beilage ist!
Pudding ist noch schwerer zu fassen als pie und beschreibt generell folgendes:
a) Ein Stück Kuchen von biskuitartiger Konsistenz, meist mikrowellengewärmt und mit irgendeiner Soße übergossen (e.g. Sticky Toffee Pudding: mit Toffee- und Vanillesauce, Bakewell Pudding: mit Kirsch- und Vanillesauce)
b) Zeug aus Fleisch oder tierischen Abfallstoffen (e.g. Black Pudding = Blunzn, White Pudding: auch irgendwas Fleischiges, vorwiegend in Irland und Schottland zu finden), das man zum Frühstück(!) isst
c) ganz was anderes (e.g. Yorkshire Pudding - Brandteigdinger, die aussehen wie eingedätschte Muffins; sehr lecker zum Sunday Roast)
d) Desserts im Allgemeinen (What's for pudding?)
Letztere Frage konnte ich vor einer Woche mit einem Lächeln und einem Teller voll frisch-gebackener Brownies beantworten, die trotz der hier im Hause herrschenden Aversion gegen dunkle Schokolade überraschend schnell verzehrt wurden. Als Kompliment wurde ich von meinem griechischen Mitbewohner angeregt, doch mehr Zeit in der Küche zu verbringen. Danke auch.
Aber ich hab tatsächlich schon wieder Pläne, denn wenn man so brave Abnehmer hat macht Backen ja gleich noch viel mehr Spaß - und wenn ich ihnen österreichische Speisen unterjubeln kann: umso besser! Allerdings nicht, bevor diverse essays geschrieben sein werden...
Aus diesem Grund kommt jetzt ein allgemeiner Beitrag über die Kulinarik - immer wieder ein spannendes Thema. Hier ein paar Dinge, die ich beobachtet habe:
Es spricht überhaupt nichts dagegen zu Pasta jeglicher Art Knoblauchbrot als ausgleichende Beilage zu servieren. Will man doch lieber was "Gemüsiges" nimmt man halt den Klassiker: chips. Salat ist dabei, ja, aber meist nur in Dekorationsmengen.
Was ist Salatdressing? Salat, wenn er als Beilage fungiert, besteht grundsätzlich aus ein bissl Blattsalat, ein paar Scheiben Gurke, Zwiebel und Paradeiser. Keine Kräuter oder sonstige Würze. Für derartige Notfälle tut's dann auch der malt vinegar, der auf allen Tischen herumsteht.
Curry ist aufgrund der vielen indischen und pakistanischen Immigranten die inoffizielle Nationalspeise in Großbritannien. Zu Curry gibt's entweder Reis oder chips oder Reis UND chips. (Natürlich nicht, wenn man in einem indischen Restaurant isst. Obwohl sglodiophile* dort diese Option auch haben.)
*sglodion = walisisch: chips
Chips kann man auch mit Käse drüber haben: chips 'n' cheese - eine vollwertige Mahlzeit.
Die Nacht ist die Zeit der take-aways: Wenn man tagsüber eine Pizza haben will und sich mit den Fertigscheiben nicht zufrieden gibt, hat man Pech - die Pizzaausgabestätten sperren erst abends auf. Dafür gibts auch um 2 Uhr Nachts noch was. Alternative zu Pizza ist chinesisches essen (auf Wunsch mit chips).
Chips - diesmal crisps - gehören auf den ausgewogenen täglichen Speiseplan eines jeden Briten: entweder als Vormittagssnack, oder zum Mittagssandwich (wird in Cafés und Restaurants so serviert) oder einfach irgendwann zwischendurch. Crisps kann man immer essen. Zu diesem Zweck werden sie in kleinen 50g-Packungen verkauft und damit's nichtlangweilig wird gibt es genug verschiedene Geschmacksrichtungen: prawn cocktail, bbq, roast chicken, bacon, cheddar, mature cheddar, stilton und nicht zu vergessen: vinegar. Bin gespannt, wann süße Chips aufkommen werden. Süßes Popcorn gibt's ja immerhin schon.
Tea ist...
a) auf der Speisekarte ganz normaler Schwarztee und generell billiger als jeder andere Tee. Er ist mit Milch zu trinken - alles andere ist weird. Genauso wie jeder Tee, der von Schwarztee abweicht. (Wegen meiner vielfältigen Teesammlung werde ich deshalb beinah täglich ausgelacht)
b) die nordenglische Bezeichnung für dinner. Have you had tea? ist somit eine indirekte Einladung zum Abendessen und in unserem Haus des Öfteren zu hören.
Zum Tee (Achtung: nicht dinner, sondern Nachmittagstee) isst man entweder scones mit butter/cream und Erdbeermarmelade oder hier in Wales Welshcakes (sowas wie flache Scones, mit Rosinen) oder bara brith, eine Art Früchtebrot, das ich bis jetzt zu abstoßend fand um es zu testen. Kuchen bekommt man in Wales außerdem mit einem Messer anstatt einer Gabel serviert.
Pie beschreibt verschiedene Dinge die
a) in einer kleinen Terrine mit Käse überbacken wurden, oder
b) sich in einer Teighülle befinden.
Beispiele für ersteres sind Fish Pie, Shepherds Pie, Cottage Pie; Beispiele für zweiteres: Steak and Ale Pie, Pork Pie, Chicken and Mushroom Pie und mein favourite: Steak and Kidney Pie. Erstere sind generell lecker, zweitere eher grindig. Ratet was die gängige Beilage ist!
Pudding ist noch schwerer zu fassen als pie und beschreibt generell folgendes:
a) Ein Stück Kuchen von biskuitartiger Konsistenz, meist mikrowellengewärmt und mit irgendeiner Soße übergossen (e.g. Sticky Toffee Pudding: mit Toffee- und Vanillesauce, Bakewell Pudding: mit Kirsch- und Vanillesauce)
b) Zeug aus Fleisch oder tierischen Abfallstoffen (e.g. Black Pudding = Blunzn, White Pudding: auch irgendwas Fleischiges, vorwiegend in Irland und Schottland zu finden), das man zum Frühstück(!) isst
c) ganz was anderes (e.g. Yorkshire Pudding - Brandteigdinger, die aussehen wie eingedätschte Muffins; sehr lecker zum Sunday Roast)
d) Desserts im Allgemeinen (What's for pudding?)
Letztere Frage konnte ich vor einer Woche mit einem Lächeln und einem Teller voll frisch-gebackener Brownies beantworten, die trotz der hier im Hause herrschenden Aversion gegen dunkle Schokolade überraschend schnell verzehrt wurden. Als Kompliment wurde ich von meinem griechischen Mitbewohner angeregt, doch mehr Zeit in der Küche zu verbringen. Danke auch.
Aber ich hab tatsächlich schon wieder Pläne, denn wenn man so brave Abnehmer hat macht Backen ja gleich noch viel mehr Spaß - und wenn ich ihnen österreichische Speisen unterjubeln kann: umso besser! Allerdings nicht, bevor diverse essays geschrieben sein werden...
Thursday, April 22, 2010
Tales of Bangor #20 (rhif dau deg) - Trampling on well-trodden tracks and scrambling over scree
Sol continues to smile on North Wales and with all the snow gone (except for a few resistant patches on the mountains) I laced up my hiking boots again. Twice.
Last weekend the train brought the last visitors for the moment: Vicky, Sean and Gin - Herm acquaintances from last summer - found their way to remote, rural Bangor. They came for one reason only - well, no, 2 reasons to be precise:
1. to have a little reunion before Gin and Sean go back to Malaysia
2. to climb Snowdon (1085m)
Elzelien joined us as well and we set out early Saturday morning - having slept about 4 hours each. At 11 o'clock it was so hot that I felt the need to zip off the legs of my hiking pants. I did so and in the same second cursed myself: I had completely forgotten to change my shoes after meeting Sean and Gin at the train station and was still wearing my trainers. (Oh, never again will I make fun of people hiking in trainers!) But it should not matter: Snowdon is very amateur-friendly and trainers are still better than the Converse-sneakers I had seen other people wear.
Having been up Snowdon twice already, the thought of ambling up the same broad touristy path again was not really appealing to me, especially on a hot and sunny Saturday, so I chose a different track this time: the PYG track, a very scenic path that is slightly more challenging than the "high-way" most people take up from Llanberis.
Steep stone steps are a main feature
...looking down on lakes - water glistening in the sunshine...
With my burden lessened and the hunger postponed till evening, we faced the last bit: a steep climb to Snowdon's summit.

We took the last few (icy) steps and reached the plateau that gradually rose to the peak. As I lifted my head above the ledge I could hardly believe my eyes:
Snowdon was absolutely littered with people! Many tried to squeeze onto the small platform right on top, others were losely spread on the grass and rocks around and below, enjoying the sun and the amazing views, chewing on Sandwiches, sipping beers. Horrible!
We weren't better, of course. After snapping a pic on top we found a nice stretch of coarse yet soft mountain grass and let our gazes rest on mountains and lakes, admiring the seagulls (or mountaingulls) that were soaring and floating in the wind, ready to dive down and feast on discarded sandwiches and biscuit crumbs.

After a while we descended again and what remained with me from this marvellous day are pleasant memories, beautiful pictures and an awfully painful sunburn. Ouch!
wheeeeeeeeeee!
As soon as we had sat down to have a snack we heard the distinctive cry of seagulls and soon two of the scavenging birds where perched on nearby rocks, eyeing us curiously, waiting tor us to "accidentally" drop some food. Sam felt generous and chucked half his sandwich at them; it was greedily devoured by the fatter of the two birds. I felt sorry for the other...
After an hour of relaxing in the sun we decided to make our way down again - a task much harder than getting up, as my knee kindly reminded me after one of several awkward leaps. Thankfully it shut up after a while and down we got - somehow...

Last weekend the train brought the last visitors for the moment: Vicky, Sean and Gin - Herm acquaintances from last summer - found their way to remote, rural Bangor. They came for one reason only - well, no, 2 reasons to be precise:
1. to have a little reunion before Gin and Sean go back to Malaysia
2. to climb Snowdon (1085m)
Elzelien joined us as well and we set out early Saturday morning - having slept about 4 hours each. At 11 o'clock it was so hot that I felt the need to zip off the legs of my hiking pants. I did so and in the same second cursed myself: I had completely forgotten to change my shoes after meeting Sean and Gin at the train station and was still wearing my trainers. (Oh, never again will I make fun of people hiking in trainers!) But it should not matter: Snowdon is very amateur-friendly and trainers are still better than the Converse-sneakers I had seen other people wear.
Having been up Snowdon twice already, the thought of ambling up the same broad touristy path again was not really appealing to me, especially on a hot and sunny Saturday, so I chose a different track this time: the PYG track, a very scenic path that is slightly more challenging than the "high-way" most people take up from Llanberis.
Steep stone steps are a main feature
...looking down on lakes - water glistening in the sunshine...Shortly after noon I felt the weight of my backpack heavy on my shoulders and decided to solve the problem by announcing lunchbreak and handing out self-made cheese and cucumber sandwiches, apples and delicious chocolate-coated Hobnobs.
With my burden lessened and the hunger postponed till evening, we faced the last bit: a steep climb to Snowdon's summit.

The peak on the right is our destination.
We took the last few (icy) steps and reached the plateau that gradually rose to the peak. As I lifted my head above the ledge I could hardly believe my eyes:
Snowdon was absolutely littered with people! Many tried to squeeze onto the small platform right on top, others were losely spread on the grass and rocks around and below, enjoying the sun and the amazing views, chewing on Sandwiches, sipping beers. Horrible!
We weren't better, of course. After snapping a pic on top we found a nice stretch of coarse yet soft mountain grass and let our gazes rest on mountains and lakes, admiring the seagulls (or mountaingulls) that were soaring and floating in the wind, ready to dive down and feast on discarded sandwiches and biscuit crumbs.
After a while we descended again and what remained with me from this marvellous day are pleasant memories, beautiful pictures and an awfully painful sunburn. Ouch!
-------.'.'.'.'.'.'.'.'.'.-------
The second hike was more spectacular: A new day, a new mountain, a new challenge: Tryfan (915m). (If you go back to Tale #12 you will find a beautiful picture of this particular mountain, taken in February.) Ever since I had seen it and since my flatmate Tom had talked to me about it I've been wanting to get up there. We (finally!) found a day where both of us were free AND the weather forecast - unreliable as it may often be - promised sunshine: I could hardly have been happier!
Buses to Tryfan are scarce, so we just persuaded my other flatmate Sam to come with us. Conveniently, Sam owns a car and we did not depend on the lousy bus connection.
We got up early this Thursday morning and off we went. This time I was well prepared: wearing proper hiking boots and smelling of sun lotion.

The hike was absolutely AWESOME!! As it was the middle of the week we met hardly any people. The weather was just perfect: We climbed up in the shade and enjoyed the sun at the top and on our way down. I can safely say that I haven't had that much fun getting up a mountain in a long time!
...of course all the other hikes were nice as well, but finally I got the challenge I had been longing for all these months: rocks, scree, sun, hiking with two strong guys who move my speed or faster. Swiftly, we climbed, scrambled, slid and jumped from rock to rock. Nature's just a big playground after all!
The second hike was more spectacular: A new day, a new mountain, a new challenge: Tryfan (915m). (If you go back to Tale #12 you will find a beautiful picture of this particular mountain, taken in February.) Ever since I had seen it and since my flatmate Tom had talked to me about it I've been wanting to get up there. We (finally!) found a day where both of us were free AND the weather forecast - unreliable as it may often be - promised sunshine: I could hardly have been happier!
Buses to Tryfan are scarce, so we just persuaded my other flatmate Sam to come with us. Conveniently, Sam owns a car and we did not depend on the lousy bus connection.
We got up early this Thursday morning and off we went. This time I was well prepared: wearing proper hiking boots and smelling of sun lotion.

The hike was absolutely AWESOME!! As it was the middle of the week we met hardly any people. The weather was just perfect: We climbed up in the shade and enjoyed the sun at the top and on our way down. I can safely say that I haven't had that much fun getting up a mountain in a long time!
...of course all the other hikes were nice as well, but finally I got the challenge I had been longing for all these months: rocks, scree, sun, hiking with two strong guys who move my speed or faster. Swiftly, we climbed, scrambled, slid and jumped from rock to rock. Nature's just a big playground after all!
Steep drops everywhere afford even more spectacular views
Tryfan is crowned with two large standing stones, the Adam and Eve rocks. Custom demands that hikers who made it to the top jump from one to the other. And customs must, of course, be followed...
Tryfan is crowned with two large standing stones, the Adam and Eve rocks. Custom demands that hikers who made it to the top jump from one to the other. And customs must, of course, be followed...
wheeeeeeeeeee!As soon as we had sat down to have a snack we heard the distinctive cry of seagulls and soon two of the scavenging birds where perched on nearby rocks, eyeing us curiously, waiting tor us to "accidentally" drop some food. Sam felt generous and chucked half his sandwich at them; it was greedily devoured by the fatter of the two birds. I felt sorry for the other...
After an hour of relaxing in the sun we decided to make our way down again - a task much harder than getting up, as my knee kindly reminded me after one of several awkward leaps. Thankfully it shut up after a while and down we got - somehow...

Who needs comfy chairs when you can have soft grass, sunshine and a nice view?
The whole mountain experience was completed by the appereance of a little mountain goat kid that looked like a fluffy little cotton ball on legs. It bleated in quest for it's mother who promptly answered, hopped over a stone wall, trotted across the road and happily joined the young one: A perfect finish for a perfect morning!
The whole mountain experience was completed by the appereance of a little mountain goat kid that looked like a fluffy little cotton ball on legs. It bleated in quest for it's mother who promptly answered, hopped over a stone wall, trotted across the road and happily joined the young one: A perfect finish for a perfect morning!
Tuesday, April 20, 2010
Tales of Bangor #19 (rhif un deg naw) - Heimatliche Experimente
PROLOG
Nach etlichen Abenden der fröhlichen Spaghettikocherei war unserer kleinen Erasmengruppe mal nach etwas anderem. Fiepje und Elzelien hatten uns schon vor Längerem einen holländischen Kochabend versprochen und da die Länderverteilung sehr gleichmäßig ist (2 Deutsche, 2 Niederländer, 2 Österreicher) haben wir diese Idee gleich ausgedehnt zu 3 verschiedenen themenspezifischen Veranstaltungen.
Wir kauften Schweinsfilets, Erdäpfel, Äpfel und Vanillepuddingpulver und gleich einem britischen Archäologen auf Feldtour beraubte ich die Küche im Hause Cadnant (in dem ich wohne) aller Essenzialien und stahl mich damit klamheimlich zu Ellis Studentenheim - natürlich nicht, ohne pflichtbewusst eine Nachricht am weißen Brett hinterlassen zu haben.
Zeit verging....... sehr meditativ diese Aufgabe.
Irgendwann hatte der Teig eine Konsistenz erreicht mit der ich glücklich war und Elli und ich begannen ein irres Geschirrabwaschen und Herumtauschen - wir hatten nämlich recht wenig davon zur Verfügung, aber alles ging sich dann irgendwie aus.
Der Teig wurde zur Seite gestellt und ich widmete mich dem Fleische. Leute, die mich kennen, wissen, dass das nicht unbedingt meine area of expertise ist und deshalb sah ich diese Aufgabe als besondere Herausforderung. Sorgsam entfernte ich die zentimeterdicke Fettschicht von den rohen Schweinsmuskeln und ging dann dazu über, sie in Ermangelung eines Schnitzelklopfers mit einem Kartoffelstampfer zu malträtieren. (Die sonderbaren Blicke einige anderer Studenten, die immer wieder kurz in die Küche kamen, ignorierte ich.) Überraschenderweise hat das Schnitzelstampfen ganz gut funktioniert und nach einer gefühlten halben Stunde, als ich dann schon einen Krampf im Arm hatte, waren sie dünner als zuvor. - Inzwischen waren auch unsere Gäste eingetroffen: Miriam, Rebecca und Elzelien. - Ich würzte die Schnitzel und zog sie traditionsgemäß durch Mehl, Ei und Brösel und Elli übernahm die Aufgabe des Rausbackens, während ich mich dem vernachlässigten Strudelteig zuwandte.
Also wenn meine Oma den zieht sieht das immer so leicht aus und er wird hauchdünn ohne zu reißen...nun ja: hauchdünn wurde er nicht. Gerissen ist er außerdem. Hingehaut hat's trotzdem und man hat dem Strudel halt angesehen, dass er mit Liebe und von Hand fabriziert wurde.
-> Strudel ins Rohr, Schnitzel auf den Teller und los geht's.
Runde 1 erfolgreich absolviert. Auf zum Dessert!
Der Strudel sah gebacken ganz gut aus und während er ein bisschen abkühlte fabrizierten Elli und ich die Vanillesauce. Auf die waren wir besonders stolz, da sie ob ihres Freiseins von Laktose von allen gleichsam genossen werden konnte. (Wozu man in custard allerdings tonnenweise orangen Farbstoff kippt ist mir ein Rätsel. So ein grauslich künstliches Orange! Zum Glück hat die Sauce diese Farbe dann verloren, sonst wären uns vielleicht noch ein paar Optikpunkte abgezogen worden). In Wiener Kaffeehausmanier bekam jeder ein schönes Stück Strudel in einem See von Vanillesauce auf die wiedergesäuberten Teller. Hübsch. Ein Austrophiler britischer Student, der unsere Handlungen die ganze Zeit neugierig beäugt hatte, kommentierte das Aussehen sehr positiv und berichtete uns von seinen Strudelerfahrungen in Windischgarsten (habe ich da ein sehnsüchtiges Glitzern in seinen Augen entdeckt?). Unsere Gäste haben wiederum ganz brav gegessen - abgesehen von der zahnqualitätprüfenden Kruste hat der Strudel auch ganz gut geschmeckt - und man kann wohl auch diese zweite Runde als Erfolg deklarieren. High five, Elli!
Nach etlichen Abenden der fröhlichen Spaghettikocherei war unserer kleinen Erasmengruppe mal nach etwas anderem. Fiepje und Elzelien hatten uns schon vor Längerem einen holländischen Kochabend versprochen und da die Länderverteilung sehr gleichmäßig ist (2 Deutsche, 2 Niederländer, 2 Österreicher) haben wir diese Idee gleich ausgedehnt zu 3 verschiedenen themenspezifischen Veranstaltungen.
Die Vertretung Österreichs präsentiert:
Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat
gefolgt von
Apfelstrudel mit Vanillesauce
mit
Elisabeth Pfister
und
Kristina Hammer
in den Hauptrollen
Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat
gefolgt von
Apfelstrudel mit Vanillesauce
mit
Elisabeth Pfister
und
Kristina Hammer
in den Hauptrollen
*Vorhang auf*
ACTUS I - Vorbereitung
Elli, eine Tirolerin und somit trotz Regional- und Sprachdifferenzen Landskumpanin, brachte von ihrem Osterurlaub eine Packung Semmelbrösel mit und gestern gingen wir ans Werk:Wir kauften Schweinsfilets, Erdäpfel, Äpfel und Vanillepuddingpulver und gleich einem britischen Archäologen auf Feldtour beraubte ich die Küche im Hause Cadnant (in dem ich wohne) aller Essenzialien und stahl mich damit klamheimlich zu Ellis Studentenheim - natürlich nicht, ohne pflichtbewusst eine Nachricht am weißen Brett hinterlassen zu haben.
ACTUS II - Zubereitung
Während Elli sich um die Erdäpfel kümmerte, begann ich den Strudelteig vorzubereiten, denn der sollte eine Stunde rasten. Wieder einmal waagenlos schüttete ich Mehl, Öl und Salz in eine große Schüssel und begann mit dem Stiel eines Holzlöffels zu rühren und Wasser beizumengen (Carnuntum lässt grüßen).Zeit verging....... sehr meditativ diese Aufgabe.
Irgendwann hatte der Teig eine Konsistenz erreicht mit der ich glücklich war und Elli und ich begannen ein irres Geschirrabwaschen und Herumtauschen - wir hatten nämlich recht wenig davon zur Verfügung, aber alles ging sich dann irgendwie aus.
Der Teig wurde zur Seite gestellt und ich widmete mich dem Fleische. Leute, die mich kennen, wissen, dass das nicht unbedingt meine area of expertise ist und deshalb sah ich diese Aufgabe als besondere Herausforderung. Sorgsam entfernte ich die zentimeterdicke Fettschicht von den rohen Schweinsmuskeln und ging dann dazu über, sie in Ermangelung eines Schnitzelklopfers mit einem Kartoffelstampfer zu malträtieren. (Die sonderbaren Blicke einige anderer Studenten, die immer wieder kurz in die Küche kamen, ignorierte ich.) Überraschenderweise hat das Schnitzelstampfen ganz gut funktioniert und nach einer gefühlten halben Stunde, als ich dann schon einen Krampf im Arm hatte, waren sie dünner als zuvor. - Inzwischen waren auch unsere Gäste eingetroffen: Miriam, Rebecca und Elzelien. - Ich würzte die Schnitzel und zog sie traditionsgemäß durch Mehl, Ei und Brösel und Elli übernahm die Aufgabe des Rausbackens, während ich mich dem vernachlässigten Strudelteig zuwandte.
Also wenn meine Oma den zieht sieht das immer so leicht aus und er wird hauchdünn ohne zu reißen...nun ja: hauchdünn wurde er nicht. Gerissen ist er außerdem. Hingehaut hat's trotzdem und man hat dem Strudel halt angesehen, dass er mit Liebe und von Hand fabriziert wurde.
-> Strudel ins Rohr, Schnitzel auf den Teller und los geht's.
ACTUS III - facing the critics
Unsere Mühen schienen sich gelohnt zu haben, denn die Schnitzel wurden allseits approbiert. Die Optik des Kartoffelsalats wurde zwar in Frage gestellt, allerdings gleichzeitig mit hohen Geschmacksnoten relativiert. Alles wurde restlos verspeist - wenn auch mit ein bisschen Überredungskunst und Drohungen - und die Teller wurden der rituellen Waschung unterzogen.Runde 1 erfolgreich absolviert. Auf zum Dessert!
Der Strudel sah gebacken ganz gut aus und während er ein bisschen abkühlte fabrizierten Elli und ich die Vanillesauce. Auf die waren wir besonders stolz, da sie ob ihres Freiseins von Laktose von allen gleichsam genossen werden konnte. (Wozu man in custard allerdings tonnenweise orangen Farbstoff kippt ist mir ein Rätsel. So ein grauslich künstliches Orange! Zum Glück hat die Sauce diese Farbe dann verloren, sonst wären uns vielleicht noch ein paar Optikpunkte abgezogen worden). In Wiener Kaffeehausmanier bekam jeder ein schönes Stück Strudel in einem See von Vanillesauce auf die wiedergesäuberten Teller. Hübsch. Ein Austrophiler britischer Student, der unsere Handlungen die ganze Zeit neugierig beäugt hatte, kommentierte das Aussehen sehr positiv und berichtete uns von seinen Strudelerfahrungen in Windischgarsten (habe ich da ein sehnsüchtiges Glitzern in seinen Augen entdeckt?). Unsere Gäste haben wiederum ganz brav gegessen - abgesehen von der zahnqualitätprüfenden Kruste hat der Strudel auch ganz gut geschmeckt - und man kann wohl auch diese zweite Runde als Erfolg deklarieren. High five, Elli!
*Vorhang*
*Musik setzt ein*
Abspann
Teigziehen muss geübt werden, in allem anderen sind Elli und ich würdig, unser Heimatland kulinarisch zu vertreten. (Für mich persönlich war die ganze Aktion ein Probelauf, denn ich habe vor, meine lads demnächst mal auf ähnliche Art zu bekochen. Mal schaun, ob's dann genauso gut wird.) Entspannt nach Absolvierung unserer Aufgabe blicken Elli und ich nun voller Vorfreude und Spannung dem deutschen und dem holländischen Megaevent entgegen. Es wird an uns sein, sich bekochen zu lassen, zu genießen und zu urteilen. Bin schon sehr gespannt...**
Credits
gedankt sei
gedankt sei
- unseren Müttern, die uns beratend telefonisch zur Seite standen
- den Bewohnern des Hauses Cadnant, die für einen Abend diverser Utensilien - darunter eines Kartoffelstampfers - entbehren mussten
- den Bewohnern des Studentenheims, die uns die Küche versauen ließen
- Elli - für die tolle Zusammenarbeit
Wednesday, April 14, 2010
Tales of Bangor #18 (rhif un deg wyth) - Sticking out thumbs, sipping Guinness and sleeping on benches
The last week of my Easter holidays brought some more travels and visitations of and by friends: Nina and Kathi started their little Odyssey in Austria, picked up Katie on their way through Nottingham, and all three of them eventually alighted from the train in little rural Bangor where I met them with open arms.
After transferring the limited floor space of my room into a big camp that hardly left any piece of floor clear to stand on (the bike got displaced for the night) I showed them everything noteworthy in this little town before we eventually gravitated towards the kitchen table and started a fierce battle of Uno.
The next day we decided to leave Bangor and walk to Beaumaris. After about 2km we doubted that we would reach our destination within reasonable time (it was 12 already) and made up our minds to take the bus. So we went to the next bus stop and waited.
...
...
...
...
No bus would come and I suggested to hitch a ride. Us being four people and therefore more than the average car could take on, we were afraid that nobody might stop, but eventually someone did. The Belgian woman and her husband offered to take two of us, so Kathi and Katie got in. Nina and I were left standing with our arms outstretched, thumbs hopefully pointing skywards. A few minutes passed and I just started to get annoyed, when an elderly lady pulled up and offered to take us to our destination. She was sweet: apologised for the mess in her car and on dropping us off told us to give her a thumb next time we'd see her. Thanks for the offer, I might.
Beaumaris Jail is not my friend. For the second time I was trying to visit it was closed. So we snapped a few pics of the exterior, had lunch in a pub, walked around town and finally back to the mainland (i.e. Bangor). Walking back took a bit longer than it would have, due to my unique talent of getting lost when people rely on me (let me walk on my own and I will immediately find the right way).
We got back to Bangor and in total fatigue collapsed in my flat to gather some energy for our next adventure: our bus to Dublin was scheduled to leave Bangor shortly before midnight.
00:00 The bus was late and we started to get worried, but friendly Welsh tacsi drivers assured me that we were waiting at the right place. Finally we got on the bus and fell asleep for the first time that night.
02:00 We woke up in Holyhead, got out of the bus to have our passports controlled, got on another bus and with it onto the ferry. There, we ascended to Deck 7 where we found a big, quiet lounge area with well-cushioned benches. Katie immediately went on an explorative trip to familiarise herself with the surroundings and reported back to us: The ferry had a restaurant, a VIP lounge, playing areas for all ages and even a cinema! When our first excitement had subsided we made ourselves as comfortable as we possibly could on benches that were about half a metre too short to prevent aches and stiffness in various places and dozed off again.
~05:30 A voice over loudspeakers brought us back to life and we trudged back to the bus.
06:30ish - Arrival at the bus station in Dublin. I went off to ask directions while the others became acquainted with an unkempt, bearded Irish lad who urgently needed to tell somebody about the benefits of owning a bicycle. Luckily, he also knew where we had to go.
07:00ish: We reached the hostel and were permitted to leave our stuff in the luggage room. The friendly receptionist offered that we could stay in the common room until check-in at 2pm. We gladly took the offer, only to lie down on the sofas and sleep for a couple of hours. (Comfort-factor: benches were long enough this time but sagged, so that the already existing stiffness and pain were doubled).
Hostel room... erm: luggage store
Later we rose, fresh as dew, stretched and went for a nice oily fry-up (or Irish breakfast) and brainstormed on what to do with the day. The Writer's Museum caught our eye by clever marketing: unobtrusively, a little voucher was lurking in the corner of our map: 2 for 1 on entry fees. Lack of sleep and better ideas makes people susceptible to offers of this kind, so we directed our steps to the museum.
An interpretation of this sculpure is welcomed - I failed.

The girl behind the counter of the Writer's Museum handed us Audio guides and we began our tour only to be interrupted after 5 minutes: The fire alarm went off and we were kindly asked to hand back the audio device and evacuate the building. So we did.
After about 10 minutes of waiting the alarm had not stopped but we were let in again and resumed trying to process the abundant information on the panels. (The audio guides were rubbish.) An information-packed two hours later we emerged from the building just in time to witness a general demonstration against racism and all kinds of other bad things.
The Spire: highest sculpture in the world with lots of interesting nicknames (the Stiffy at the Liffy, Stiletto in the Ghetto &c.)
The day passed and in the evening we went to The Academy to see and listen to Laura Marling live. The location was rather small with not too many people and the whole concert was absolutely great: The Australian support act Boy&Bear were one of the best supporting acts I have seen perform so far and Laura Marling is not only a really good singer with an amazing voice but also comes across as an amiable, witty, down-to-earth girl.
The pint of Bulmers for €5,50 was less impressive.
Katie and I decided we could not visit Dublin without going out and went on a quest for a suitable bar. Following our intuition we found our way to Temple Bar - Dublin's cultural and artistic quarter. Pubs and bars galore! And all equally crowded. Foggy Dew was the one we chose and on entering we had this little Tardis-moment, when we realised that the place was much much bigger than it had looked. We found a nice little corner and I finally got my Guinness.
I stared at it for a minute or two, taking in all it's aesthetic value before I actually took a sip. Mmmmh.
+.+.+.+
The next day I found a flyer advertising free guided tours through Dublin. I had already taken this kind of tour in Edinburgh (twice) and persuaded the others to give it a go.
Us and that guy:
"Could you take a picture of us?"
"Can I be on your picture?"
"Yeah...right."
...I was joking, he wasn't ...
After a bit of morning sunbathing at the Liffy we met our young guide Chris and for three hours looked at sites and listened to the stories he told us. The funniest moment was when he informed us about the Vikings' lifestyle. He was just telling us that no Viking helmets have ever been found with horns attached, when a yellow boat on wheels shot round the corner: it was filled with tourists carrying cameras and wearing plastic helmets WITH horns. Hilarious!
Dublin castle: Lego style blended with Georgian architecture and medieval structures
Justice: unimpeded eyesight, back turned to the city, ready to strike - a masterpiece...
other acquaintances
After the tour we wanted to get into Christ Church Cathedral, but failed. Twice. Because at first it was closed for a rehearsal of some kind and when we returned after dinner it was already closed again for the day. We were gutted: So badly had we wanted to see the cat and rat that once got stuck in an organ pipe and were mummified by the metal and dry conditions. They are now on display in the crypt. Maybe next time...
After some more sunbathing and a few more games of UNO it was time for Katie and me to pack our stuff and get on our bus back. This time we left at 8pm, a slightly more humane time than two nights before. On the ferry we gave the cinema a chance and watched the terribly bad movie "Jennifer's Bones".
2 am: Arrival in Bangor. The busdriver was so nice as to drop us off just 50 metres from my house. I like Welsh bus drivers.
Conclusio: Dublin is a nice city, although extremely expensive, and Ireland is probably the country with the best marketing and most souvenir shops. Haven't seen enough of it yet but there are already plans for returning...

After transferring the limited floor space of my room into a big camp that hardly left any piece of floor clear to stand on (the bike got displaced for the night) I showed them everything noteworthy in this little town before we eventually gravitated towards the kitchen table and started a fierce battle of Uno.
The next day we decided to leave Bangor and walk to Beaumaris. After about 2km we doubted that we would reach our destination within reasonable time (it was 12 already) and made up our minds to take the bus. So we went to the next bus stop and waited.
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......
No bus would come and I suggested to hitch a ride. Us being four people and therefore more than the average car could take on, we were afraid that nobody might stop, but eventually someone did. The Belgian woman and her husband offered to take two of us, so Kathi and Katie got in. Nina and I were left standing with our arms outstretched, thumbs hopefully pointing skywards. A few minutes passed and I just started to get annoyed, when an elderly lady pulled up and offered to take us to our destination. She was sweet: apologised for the mess in her car and on dropping us off told us to give her a thumb next time we'd see her. Thanks for the offer, I might.
Beaumaris Jail is not my friend. For the second time I was trying to visit it was closed. So we snapped a few pics of the exterior, had lunch in a pub, walked around town and finally back to the mainland (i.e. Bangor). Walking back took a bit longer than it would have, due to my unique talent of getting lost when people rely on me (let me walk on my own and I will immediately find the right way).
We got back to Bangor and in total fatigue collapsed in my flat to gather some energy for our next adventure: our bus to Dublin was scheduled to leave Bangor shortly before midnight.
00:00 The bus was late and we started to get worried, but friendly Welsh tacsi drivers assured me that we were waiting at the right place. Finally we got on the bus and fell asleep for the first time that night.
02:00 We woke up in Holyhead, got out of the bus to have our passports controlled, got on another bus and with it onto the ferry. There, we ascended to Deck 7 where we found a big, quiet lounge area with well-cushioned benches. Katie immediately went on an explorative trip to familiarise herself with the surroundings and reported back to us: The ferry had a restaurant, a VIP lounge, playing areas for all ages and even a cinema! When our first excitement had subsided we made ourselves as comfortable as we possibly could on benches that were about half a metre too short to prevent aches and stiffness in various places and dozed off again.
~05:30 A voice over loudspeakers brought us back to life and we trudged back to the bus.
06:30ish - Arrival at the bus station in Dublin. I went off to ask directions while the others became acquainted with an unkempt, bearded Irish lad who urgently needed to tell somebody about the benefits of owning a bicycle. Luckily, he also knew where we had to go.
07:00ish: We reached the hostel and were permitted to leave our stuff in the luggage room. The friendly receptionist offered that we could stay in the common room until check-in at 2pm. We gladly took the offer, only to lie down on the sofas and sleep for a couple of hours. (Comfort-factor: benches were long enough this time but sagged, so that the already existing stiffness and pain were doubled).
Hostel room... erm: luggage storeLater we rose, fresh as dew, stretched and went for a nice oily fry-up (or Irish breakfast) and brainstormed on what to do with the day. The Writer's Museum caught our eye by clever marketing: unobtrusively, a little voucher was lurking in the corner of our map: 2 for 1 on entry fees. Lack of sleep and better ideas makes people susceptible to offers of this kind, so we directed our steps to the museum.
An interpretation of this sculpure is welcomed - I failed.
The girl behind the counter of the Writer's Museum handed us Audio guides and we began our tour only to be interrupted after 5 minutes: The fire alarm went off and we were kindly asked to hand back the audio device and evacuate the building. So we did.
After about 10 minutes of waiting the alarm had not stopped but we were let in again and resumed trying to process the abundant information on the panels. (The audio guides were rubbish.) An information-packed two hours later we emerged from the building just in time to witness a general demonstration against racism and all kinds of other bad things.
The Spire: highest sculpture in the world with lots of interesting nicknames (the Stiffy at the Liffy, Stiletto in the Ghetto &c.)The day passed and in the evening we went to The Academy to see and listen to Laura Marling live. The location was rather small with not too many people and the whole concert was absolutely great: The Australian support act Boy&Bear were one of the best supporting acts I have seen perform so far and Laura Marling is not only a really good singer with an amazing voice but also comes across as an amiable, witty, down-to-earth girl.
The pint of Bulmers for €5,50 was less impressive.
Katie and I decided we could not visit Dublin without going out and went on a quest for a suitable bar. Following our intuition we found our way to Temple Bar - Dublin's cultural and artistic quarter. Pubs and bars galore! And all equally crowded. Foggy Dew was the one we chose and on entering we had this little Tardis-moment, when we realised that the place was much much bigger than it had looked. We found a nice little corner and I finally got my Guinness.
I stared at it for a minute or two, taking in all it's aesthetic value before I actually took a sip. Mmmmh.+.+.+.+
The next day I found a flyer advertising free guided tours through Dublin. I had already taken this kind of tour in Edinburgh (twice) and persuaded the others to give it a go.
Us and that guy:"Could you take a picture of us?"
"Can I be on your picture?"
"Yeah...right."
...I was joking, he wasn't ...
After a bit of morning sunbathing at the Liffy we met our young guide Chris and for three hours looked at sites and listened to the stories he told us. The funniest moment was when he informed us about the Vikings' lifestyle. He was just telling us that no Viking helmets have ever been found with horns attached, when a yellow boat on wheels shot round the corner: it was filled with tourists carrying cameras and wearing plastic helmets WITH horns. Hilarious!
Dublin castle: Lego style blended with Georgian architecture and medieval structures
Justice: unimpeded eyesight, back turned to the city, ready to strike - a masterpiece...
other acquaintancesAfter some more sunbathing and a few more games of UNO it was time for Katie and me to pack our stuff and get on our bus back. This time we left at 8pm, a slightly more humane time than two nights before. On the ferry we gave the cinema a chance and watched the terribly bad movie "Jennifer's Bones".
2 am: Arrival in Bangor. The busdriver was so nice as to drop us off just 50 metres from my house. I like Welsh bus drivers.
Conclusio: Dublin is a nice city, although extremely expensive, and Ireland is probably the country with the best marketing and most souvenir shops. Haven't seen enough of it yet but there are already plans for returning...

Monday, April 05, 2010
Tales of Bangor #17 (rhif un deg saith) - Familiäre Visitation
Pünktlich zur Halbzeit meines Aufenthalts kamen drei Dinge: Die Osterferien, meine liebe Familie und typisch walisisches Wetter. Während ich mich über erstere beide gefreut habe, war letzteres eher verdrießlich, vor allem in Kombination mit zweiterem, aber von vorne:
Die erste Woche verbrachte ich mit Wanderungen, reifenzerfetzenden Fahrradtouren, Ausflügen und, ob der Abwesenheit von sowohl Co-Erasmen als auch Mitbewohnern, mit universitären Arbeiten.
Dann kam die liebe Familie und sie hatten einen einzigen Wunsch, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Woche ziehen sollte: Irgendwohin gehen wo's warm ist. Das taten wir auch in überhöhter Frequenz und tranken Kaffee und Tee in eher außergewöhnlichen Mengen. Aber das war natürlich nicht die einzige Beschäftigung, der wir nachgingen.
Auf mein Drängen hin hatte mein hochgeschätzer Vater sich bereiterklärt, ein Auto zu mieten und sich der Schwierigkeit des Linksfahrens und v.a. -schaltens zu stellen. Hut ab! (Nach ein paar Tagen haben wir auch die Kreisverkehre und das richtige Verhalten in selbigen verstanden.) Dadurch einigermaßen mobil klapperten wir alle Punkte auf meiner imaginären "Da-will-ich-unbedingt-hin-Liste" ab, hier eine kurze Zusammenfassung:
~ Beaumaris: Castle & Jail
Der Eingang zur Haftanstalt: wegen massenhaft Schülergruppen brauchte es zwei Anläufe, bis wir hineinkamen
Das Schloss findet sich bereits in einem meiner ersten Einträge zu Bangor, also sei dazu nichts mehr gesagt. Das Gefängnis hingegen war mir selber noch unbekannt und sollte sich als sehr sehenswert herausstellen: Wasseranschluss und Wasserklosetts in allen Zellen, die durch einen Wassertank in einem der oberen Stöcke betrieben wurden. Dieser Wassertank wurde von den Gefangenen durch das Betreiben einer Tretmühle gefüllt - erstmals eine "sinnvolle" Bestrafung, da sie auch einen Zweck erfüllt - im Gegensatz zum Drehen eines Mühlrads, das nichts mahlt sondern nur dazu dient den Gefangenen mürbe zu machen. Quite advanced for the 19th century.
Eine der niedrigen Eisengittertüren sollte mir dann zum Verhängnis werden...
... Autsch. Es war auch die einzige Tür an der nicht groß "Mind your head" stand und da ich im Hinausgehen meinen Kopf dem aus Schiefer gefertigten Wassertank zu meiner Rechten zugewandt hatte, sah ich das Hindernis nicht kommen. Zum Glück ist keine Beule draus geworden...
~ Llanberis: Slate Museum

Das tägliche Arbeiterleben in Nord-Wales war bis vor etwa 40 Jahre vom Schieferabbau (Schiefer = slate) geprägt und in der mystisch-schöne Landschaft des Nationalparks Snowdonia reißen Steinbrüch an manchen Stellen große, klaffende Wunden in die Bergflanken: hässliche, stumme Zeugen von hart verdientem Brot, Arbeitsunfällen, Staublungen und relativer Armut. Diese Zeiten sind vorbei, aber das Schiefermuseum in Llanberis lässt den Besucher einen Blick auf die nicht so schöne Vergangenheit werfen. (Wie in allen wirklich guten Museen im UK ist der Eintritt frei.)
~ Penrhyn Castle
...wohl die einzige wirkliche Sehenswürdigkeit, die Bangor selber zu bieten hat.

Penrhyn Castle unterscheidet sich von allen anderen hier präsentierten Schlössern dadurch, dass es kein "echtes" Schloss ist. Es wurde von Lord Pennant (Herrscher über viele Steinbrüche in der Gegend und damit auch Besitzer riesiger Gebiete und Anwesen in Nord-West Wales) Anfang des 19. Jahrhunderts als sein Wohnhaus in Auftrag gegeben und vom Profit der Schieferindustrie und seiner Zuckerplantagen in Jamaica finanziert.
Schon beim Betreten der opulenten Eingangshalle hat mir gegraust: Dass jemand sich in einem derartig protzigen Bauwerk wohlfühlen kann, während die Arbeiter für ein Fünftel der geleisteten Arbeit nicht bezahlt werden (weil ja eh immer was zu Bruch geht und man deshalb sicherheitshalber gleich um 28% mehr produzieren muss. Unbezahlt. Denn im Zweifelsfalle ist der Arbeiter schuld.)! Das geht mir nicht ein. Ich hoffe Familie Pennant wurde von Albträumen geplagt!
Höchst faszinierend war es dennoch die beiden wuchtigen Treppenhäuser (eins für die Diener und eins für die Herrschaften und deren Gäste), die aufwendig gestalteten Räume und das Klingelsystem (jeder Raum hat einen versteckten Schalter, der eine Glocke im Dienertrakt auslöst) zu sehen und mit einer Mischung aus Staunen und Verachtung ließ ich mich via Audioguide von den "Dienern" der Herrschaften von Raum zu Raum lotsen und musste oft den Kopf schütteln ob der romantischen Schilderung des Dienerlebens.
~ CAT - Centre of Alternative Technology
Bleiben wir doch noch ein bisschen beim Schiefer und Steinbrüchen. In einem alten snowdonischen Steinbruch hat sich nämlich in den 70ern eine Hippiekommune niedergelassen: Ein Grüppchen von Idealisten die von der Schnelllebigkeit der wachsenden Wegwerfgesellschaft Abstand suchten schlug ausgerechnet in einem alten Steinbruch ihre Zelte auf (fruchtbareren Boden findet man wohl kaum wo... aber warum sich's leicht machen, wenn's auch kompliziert geht?) und begann, sich in der Verwirklichung eines nachhaltigeren Lebensstils zu versuchen. Gemüse wird selber angebaut; was wiederverwertbar ist wird recycled; was kompostierbar ist, kompostiert; was ohne Strom machbar ist, wird ohne Strom gemacht (z.B. ein Kühlhaus in der Erde und eine stromlos betriebene Seilbahn, die mit Wasser und der Ausnutzung der Schwerkraft funktioniert); ein Stausee zur Betreibung der Toiletten wurde angelegt und natürlich entsprechende chemikalienfreie Kläranlagen. Es las sich in meinem Reiseführer hochinteressant und deshalb ließen wir uns von der weiten Strecke nicht abschrecken und lagen meinen Eltern so lange in den Ohren bis wir schließlich hinfuhren.
Kräutergarten: alles in kleinen Containern auf der eigenen Terrasse möglich (wenn man doch nur eine hätte!)
Mülltrennung ist essentiell
Conwy Castle, erbaut 1283-1289 vom englischen König Edward I, ist wieder mal ein klassisches Iron Ring* Castle - eines der wichtigeren und vermutlich sogar das schönste. Aus diesem Grund (und der Vollständigkeit halber) musste es besichtigt werden. Zur Abwechslung lächelte die Sonne vom Himmel und wir verbrachten den Vormittag mit dem Abschreiten der Stadtmauern, die die Altstadt von Conwy komplett umgeben und der Besichtigung des Schlosses.
* Zur Erinnerung: in seinem Bestreben die Waliser gefügig zu machen und Aufständen vorzubeugen (bzw diese niederzuschlagen) ließ Edward innerhalb weniger Jahre manche Schlösser, die sein Vater Henry III erbaut hatte, verstärken und andere (Harlech, Caernarfon, Conwy und Beaumaris) selbst erbauen.
... und in die Schlosskapelle
Die Regenwolken kamen näher und nach einem flinken Rundgang durch das Mittelalterstädtchen beschlossen wir, dass es wohl an der Zeit war, uns an einen trockenbleibenden Ort zu begeben:

Wir besuchten Plas Mawr, ein Herrenhaus aus der Zeit Königin Elisabeths (erbaut 1576-1585), das man mit neuen Methoden wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt hat. Wie in Penrhyn Castle führte mich ein Audioguide in der Rolle des Oberdieners durch das Gebäude und erzählte mir allerhand Geschichte(n). Im Gegensatz zu Penrhyn musste ich hier allerdings keine horrenden Eintrittsgebühren zahlen, sondern hatte mit meiner CADW-Karte freien Zutritt, weshalb es sich gewissermaßen doppelt lohnte.
Küche: alle Lebensmittel waren echt und durch die vielen Gewürze hat's toll geduftet.
Die Woche verging erwartungsgemäß und so fand ich mich am Ostersonntag im Bed&Breakfast der Eltern zu einem gemeinsamen deftigen Frühstück ein und nahm kurz darauf Abschied. Eine schöne Woche - ein nettes Halbzeiterlebnis. Und obgleich ich nicht will, dass die nächsten beiden Monate schnell vergehen freue ich mich dennoch auch schon wieder ein kleines Bisschen auf die Heimat! Und damit ich so lange durchhalte, brachte meine Familie die Heimat in Form von Schwarzbrot, Speck, Kernöl und Mozartkugeln zu mir. Gratias ago vobis!
Die erste Woche verbrachte ich mit Wanderungen, reifenzerfetzenden Fahrradtouren, Ausflügen und, ob der Abwesenheit von sowohl Co-Erasmen als auch Mitbewohnern, mit universitären Arbeiten.
Dann kam die liebe Familie und sie hatten einen einzigen Wunsch, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Woche ziehen sollte: Irgendwohin gehen wo's warm ist. Das taten wir auch in überhöhter Frequenz und tranken Kaffee und Tee in eher außergewöhnlichen Mengen. Aber das war natürlich nicht die einzige Beschäftigung, der wir nachgingen.
Auf mein Drängen hin hatte mein hochgeschätzer Vater sich bereiterklärt, ein Auto zu mieten und sich der Schwierigkeit des Linksfahrens und v.a. -schaltens zu stellen. Hut ab! (Nach ein paar Tagen haben wir auch die Kreisverkehre und das richtige Verhalten in selbigen verstanden.) Dadurch einigermaßen mobil klapperten wir alle Punkte auf meiner imaginären "Da-will-ich-unbedingt-hin-Liste" ab, hier eine kurze Zusammenfassung:
~ Beaumaris: Castle & Jail
Der Eingang zur Haftanstalt: wegen massenhaft Schülergruppen brauchte es zwei Anläufe, bis wir hineinkamenDas Schloss findet sich bereits in einem meiner ersten Einträge zu Bangor, also sei dazu nichts mehr gesagt. Das Gefängnis hingegen war mir selber noch unbekannt und sollte sich als sehr sehenswert herausstellen: Wasseranschluss und Wasserklosetts in allen Zellen, die durch einen Wassertank in einem der oberen Stöcke betrieben wurden. Dieser Wassertank wurde von den Gefangenen durch das Betreiben einer Tretmühle gefüllt - erstmals eine "sinnvolle" Bestrafung, da sie auch einen Zweck erfüllt - im Gegensatz zum Drehen eines Mühlrads, das nichts mahlt sondern nur dazu dient den Gefangenen mürbe zu machen. Quite advanced for the 19th century.
Eine der niedrigen Eisengittertüren sollte mir dann zum Verhängnis werden...
... Autsch. Es war auch die einzige Tür an der nicht groß "Mind your head" stand und da ich im Hinausgehen meinen Kopf dem aus Schiefer gefertigten Wassertank zu meiner Rechten zugewandt hatte, sah ich das Hindernis nicht kommen. Zum Glück ist keine Beule draus geworden...~ Llanberis: Slate Museum

Das tägliche Arbeiterleben in Nord-Wales war bis vor etwa 40 Jahre vom Schieferabbau (Schiefer = slate) geprägt und in der mystisch-schöne Landschaft des Nationalparks Snowdonia reißen Steinbrüch an manchen Stellen große, klaffende Wunden in die Bergflanken: hässliche, stumme Zeugen von hart verdientem Brot, Arbeitsunfällen, Staublungen und relativer Armut. Diese Zeiten sind vorbei, aber das Schiefermuseum in Llanberis lässt den Besucher einen Blick auf die nicht so schöne Vergangenheit werfen. (Wie in allen wirklich guten Museen im UK ist der Eintritt frei.)
~ Penrhyn Castle
...wohl die einzige wirkliche Sehenswürdigkeit, die Bangor selber zu bieten hat.

Penrhyn Castle unterscheidet sich von allen anderen hier präsentierten Schlössern dadurch, dass es kein "echtes" Schloss ist. Es wurde von Lord Pennant (Herrscher über viele Steinbrüche in der Gegend und damit auch Besitzer riesiger Gebiete und Anwesen in Nord-West Wales) Anfang des 19. Jahrhunderts als sein Wohnhaus in Auftrag gegeben und vom Profit der Schieferindustrie und seiner Zuckerplantagen in Jamaica finanziert.
Schon beim Betreten der opulenten Eingangshalle hat mir gegraust: Dass jemand sich in einem derartig protzigen Bauwerk wohlfühlen kann, während die Arbeiter für ein Fünftel der geleisteten Arbeit nicht bezahlt werden (weil ja eh immer was zu Bruch geht und man deshalb sicherheitshalber gleich um 28% mehr produzieren muss. Unbezahlt. Denn im Zweifelsfalle ist der Arbeiter schuld.)! Das geht mir nicht ein. Ich hoffe Familie Pennant wurde von Albträumen geplagt!
Höchst faszinierend war es dennoch die beiden wuchtigen Treppenhäuser (eins für die Diener und eins für die Herrschaften und deren Gäste), die aufwendig gestalteten Räume und das Klingelsystem (jeder Raum hat einen versteckten Schalter, der eine Glocke im Dienertrakt auslöst) zu sehen und mit einer Mischung aus Staunen und Verachtung ließ ich mich via Audioguide von den "Dienern" der Herrschaften von Raum zu Raum lotsen und musste oft den Kopf schütteln ob der romantischen Schilderung des Dienerlebens.
Die postpluviale Lichtstimmung inszenierte das Schloss horrorfilmreif - fehlt nur noch ein zuckender Blitz!
~ CAT - Centre of Alternative Technology
Bleiben wir doch noch ein bisschen beim Schiefer und Steinbrüchen. In einem alten snowdonischen Steinbruch hat sich nämlich in den 70ern eine Hippiekommune niedergelassen: Ein Grüppchen von Idealisten die von der Schnelllebigkeit der wachsenden Wegwerfgesellschaft Abstand suchten schlug ausgerechnet in einem alten Steinbruch ihre Zelte auf (fruchtbareren Boden findet man wohl kaum wo... aber warum sich's leicht machen, wenn's auch kompliziert geht?) und begann, sich in der Verwirklichung eines nachhaltigeren Lebensstils zu versuchen. Gemüse wird selber angebaut; was wiederverwertbar ist wird recycled; was kompostierbar ist, kompostiert; was ohne Strom machbar ist, wird ohne Strom gemacht (z.B. ein Kühlhaus in der Erde und eine stromlos betriebene Seilbahn, die mit Wasser und der Ausnutzung der Schwerkraft funktioniert); ein Stausee zur Betreibung der Toiletten wurde angelegt und natürlich entsprechende chemikalienfreie Kläranlagen. Es las sich in meinem Reiseführer hochinteressant und deshalb ließen wir uns von der weiten Strecke nicht abschrecken und lagen meinen Eltern so lange in den Ohren bis wir schließlich hinfuhren.
Kräutergarten: alles in kleinen Containern auf der eigenen Terrasse möglich (wenn man doch nur eine hätte!)
Mülltrennung ist essentiellViele ausführliche Informationstafeln, Schauhäuser und -systeme und Konstrukte, an denen man Funktionsweisen gewisser physikalischer Prinzipien selber ausprobieren und erleben kann (Solaranlagen, Dynamos, ein Modell eines Glashauses ...) gestalteten den Besuch des Zentrums trotz nasskaltem Regenwetter zugleich lehrreich und unterhaltsam. In so Manchem wurde ich bestärkt, zu einigem Anderen bekam ich Denkanstöße.
Insektenwohnungen: Insekten werden nicht abgelehnt sondern sind wichtig für ein gesundes Ökosystem
(zb zur Pflanzenbestäubung, Kompostierung, Bodenaufarbeitung etc, aber das weiß man ja)
Die Menschen, die in dem Zentrum arbeiten, wohnen auch dort - es ist immer noch eine Kommune - und finanzieren mit dem Eintrittsgeld neue Projekte und den Ausbau des Zentrums.
Sie bieten auch Lehrgänge zum Bau eines energieeffizienten Hauses, Gartenbau, Wasserkraft und diverse andere, höchst interessante Programme für Schulklassen und Einzelpersonen an. Löblich! Vor Allem, weil's funktioniert. (Mehr Infos auf www.cat.org.uk)
Fazit: Eindeutig das Sehenswürdigkeits-Highlight der ganzen Woche.
Ein Bissl was zum Nachdenken und sich zum Herzen nehmen, als moralischer Abschluss:

~ Conwy: Castle & Plas Mawr
Insektenwohnungen: Insekten werden nicht abgelehnt sondern sind wichtig für ein gesundes Ökosystem(zb zur Pflanzenbestäubung, Kompostierung, Bodenaufarbeitung etc, aber das weiß man ja)
Die Menschen, die in dem Zentrum arbeiten, wohnen auch dort - es ist immer noch eine Kommune - und finanzieren mit dem Eintrittsgeld neue Projekte und den Ausbau des Zentrums.
Sie bieten auch Lehrgänge zum Bau eines energieeffizienten Hauses, Gartenbau, Wasserkraft und diverse andere, höchst interessante Programme für Schulklassen und Einzelpersonen an. Löblich! Vor Allem, weil's funktioniert. (Mehr Infos auf www.cat.org.uk)
Fazit: Eindeutig das Sehenswürdigkeits-Highlight der ganzen Woche.
Ein Bissl was zum Nachdenken und sich zum Herzen nehmen, als moralischer Abschluss:

~ Conwy: Castle & Plas Mawr
Conwy Castle, erbaut 1283-1289 vom englischen König Edward I, ist wieder mal ein klassisches Iron Ring* Castle - eines der wichtigeren und vermutlich sogar das schönste. Aus diesem Grund (und der Vollständigkeit halber) musste es besichtigt werden. Zur Abwechslung lächelte die Sonne vom Himmel und wir verbrachten den Vormittag mit dem Abschreiten der Stadtmauern, die die Altstadt von Conwy komplett umgeben und der Besichtigung des Schlosses.
* Zur Erinnerung: in seinem Bestreben die Waliser gefügig zu machen und Aufständen vorzubeugen (bzw diese niederzuschlagen) ließ Edward innerhalb weniger Jahre manche Schlösser, die sein Vater Henry III erbaut hatte, verstärken und andere (Harlech, Caernarfon, Conwy und Beaumaris) selbst erbauen.
... und in die SchlosskapelleDie Regenwolken kamen näher und nach einem flinken Rundgang durch das Mittelalterstädtchen beschlossen wir, dass es wohl an der Zeit war, uns an einen trockenbleibenden Ort zu begeben:

Wir besuchten Plas Mawr, ein Herrenhaus aus der Zeit Königin Elisabeths (erbaut 1576-1585), das man mit neuen Methoden wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt hat. Wie in Penrhyn Castle führte mich ein Audioguide in der Rolle des Oberdieners durch das Gebäude und erzählte mir allerhand Geschichte(n). Im Gegensatz zu Penrhyn musste ich hier allerdings keine horrenden Eintrittsgebühren zahlen, sondern hatte mit meiner CADW-Karte freien Zutritt, weshalb es sich gewissermaßen doppelt lohnte.
Küche: alle Lebensmittel waren echt und durch die vielen Gewürze hat's toll geduftet.Die Woche verging erwartungsgemäß und so fand ich mich am Ostersonntag im Bed&Breakfast der Eltern zu einem gemeinsamen deftigen Frühstück ein und nahm kurz darauf Abschied. Eine schöne Woche - ein nettes Halbzeiterlebnis. Und obgleich ich nicht will, dass die nächsten beiden Monate schnell vergehen freue ich mich dennoch auch schon wieder ein kleines Bisschen auf die Heimat! Und damit ich so lange durchhalte, brachte meine Familie die Heimat in Form von Schwarzbrot, Speck, Kernöl und Mozartkugeln zu mir. Gratias ago vobis!
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