Friday, June 13, 2008

Rädliches Debakel

Ich mag mein Minirad recht gerne und aus diesem Grund fahr ich so gut wie täglich damit. Allabentlich schleppe ich es dann in mein grausliches, dunkles, staubiges Kellerabteil. Und so leicht ist das Trum gar nicht. Aus diesem Grund war ich so dreist, es an das - wohlgemerkt: nie genutzte - Teppichausklopfgestell im Hof zu binden.
Das ging einige Wochen lang gut, bis ich von der Hausverwalterin erwischt wurde, die mir diese Aktion untersagte, denn "sonst habe sie ja bald den ganzen Hof voll mit Fahrrädern". Ich solle es also bitte immer runterstellen.

*grml*

So schnell fällt mir natürlich nix gescheites ein und ich stimme halt zu. Halte mich jedoch nur bedingt daran, denn wie gesagt, das Ding ist schwer und wenn ich erst um eins nächtens mit dem Rad heimkomm, dann bin ich meist eher minder motiviert, in die gefängnisartigen Irrgärten des Kellers abzutauchen. Und hängs wieder draußen an. -- Eh nur ganz selten.

Jetzt verhielt es sich so, dass auch gestern das Rad heraußen angehängt war, da die Frau M. ein essentielles und dann doch nicht gebrauchtes Kabel für ihre Festplatte holen fahren musste und ich ihr daher mein Rad lieh. Und ihr sagte, sie solle es unten halt anhängen.
Blöderweise erwischte mich am nächsten Tag die grasmähende Hausverwalterin, wachelte wild mit den Armen und stellte den Rasenmäher ab:

"Frau Hammer, so geht das nicht! Jetzt hab ich ihnen das eh schon gesagt und Sie machen das wieder nicht! Jetzt muss ich Sie bald von der Verwaltung anschreiben lassen, weil schaun's, da hat schon eine zweite ihr Rad dazugehängt... bla bla bla..!"

Ich zeige mich einsichtig, frage aber gleich an, ob man nicht in den (riesig großen) Hof eventuell einen Radständer stellen könnte, da ja offensichtlich sehr viele Leute hier Fahrräder haben.

Die Gegenbegründung war interessant:

"Da stellen dann auch die Leute von den Nachbarhäusern ihre Räder her und meine (!) Leute haben wieder keinen Platz dafür." --> hä? Na gut, und wenn man was absperrbares machen würd? Irgendsoein kleines Häuschen?
"Na wissen's was das kostet?" --> Also ich zahl gern bissl was dafür.

"Nein das geht nicht und dann ist der ganze Hof mit Rädern angestellt, und wie das ausschaut... bla bla.."

Ich hab dann eingesehen, dass die Diskussion nirgendwohin führt und versucht, das Weite anzupeilen -- was mir erst gelang, nachdem ich mir einen Sermon über die bösen, bösen Ausländer anhören musste und was die nicht alles dreistes machen: z.b. ihre Kinderwagen in das (ungenutzte) Eck unter der Stiege stellen. Ich mein', wie kann man nur!

Egal, ich hab' jedenfalls beschlossen, mich zur nächsten Mieterversammlung zu begeben und diesen Punkt mal anzudiskutieren. Denn ich zahl genug an Betriebskosten monatlich und da kann ein Radständer ja wohl drin sein!

Saturday, June 07, 2008

Tag questions

So, aus Langeweile und mangels interessanterer Dinge hab ich jetzt einfach einen Teil von Kates Blog kopiert... weil ich mir gedacht hab, ich mag das auch machen:

1. Pick up the nearest book.
2. Open on page 123.
3. Find the fifth sentence.
4. Post the next three sentences.
5. Tag five people, and acknowledge who tagged you.

Dann fangen wir mal bei Frage 5 an: Niemand hat mich getagged - ich nehm mir dieses Recht jetzt einfach mal, denn ich glaub, wenn man nicht bei Live Journal ist hat man sonst eh keine Chance getagged zu werden... Ich hoff, das geht trotzdem in Ordnung, aber dem Hinweis And I tag whoever wants to be tagged. musste ich einfach Folge leisten.

Na dann sehen wir uns mal um (im Büro meines Vaters) ... das könnte spannend werden....

Ok, auch ich bin unfähig: Das nächste Buch wäre Ackerunkräuter (Martin Hanf) . (Man beachte die namentliche Prädestination dieses Herrn für seine Beschäftigung.)... aber der Herr Hanf schreibt nicht in ganzen Sätzen (--> Endfieder groß, nierenförmig. Spärlich wimprig behaart. ...). Lieber nicht.

*weiterschau*

A-ha! DuPont Pflanzenschutz - Erfolg mit System (ein Katalog der Firma DuPont). Na dann schaun wir da mal rein:

DEBUT(R) besteht aus zwei Komponenten (wasserdispergierbaren Granulat und Formulierungshilfsstoff). Geben Sie zuerst die benötigte Menge der DEBUT(R) - Komponente a (Granulat) in den zu 1/4 bis 1/2 gefüllten Spritztank. Das Granulat löst sich innerhalb weniger Minuten im Wasser auf.

Spannend, spannend! Aber immerhin in ganzen Sätzen und somit gültig...

(Shit - ich hab jetztdurch irgendeine Tastenkombi die Halbblindenansicht erwischt -- alles voll riesig.. damn!)

Aja, und um diverse Blogs von diversen Leuten zu beleben, mögen sich bitte E.G., B.G. und T.T. getagged fühlen (damit ich nicht immer die einzige bin, die nix zum Lesen hat ;-)).

Sunday, June 01, 2008

Rückzug

Man kenne das Lied von Mondscheiner, das denselben Namen trägt, um hier den Konnex zum Blog zu verstehen: Es geht darin um Rückzug zu den Kindheitstagen. Hier in diesem Blog zu den meinen und vielmehr denen meiner Mutter.

Gestern waren wir bei den Großeltern. Und um eine fixe Uhrzeit wurde dann unvermeidlich der Fernseher eingeschalten, denn die Oldies müssen sich ja unbedingt die schwachsinnige Seniorensendung "Bingo" anschauen. Wir wissen also, dass man uns Besucher die kommende halbe Stunde über vollkommen ignorieren oder hin und wieder mit einem "Losts!" (= hört zu!) bedenken wird.
Aus diesem Grund beschließen wir, das Wetter zu nutzen und einen Spaziergang durch Kellergassen und (Ex-)Weinberge zu machen.

Mal abgesehen davon, dass sich in den letzten Jahren einiges verändert hat (gewisse unsterbliche Bäume wurden abgeholzt, die Weingärten schwinden, man lässt die Hohlwege verkommen etc.) war es einfach nur schön, wieder mal auf den Wegen zu gehen, wo Lisa und ich früher Kastanien gesammelt haben und uns am großelterlichen Kirschbaum satt zu essen (bis mir die viele Vogelscheiße den Appetit geraubt hat).
Der Blick über den Ort, der in der Senke liegt: Man sieht nur die Dächer und den Kirchturm. Wenn man in die andere Richtung blickt liegen da am Horizont - so blau, dass sie fast mit dem Himmel verschmelzen - die Karpaten ....
Außerdem ist es einfach ein Wahnsinnsgefühl, bloßfüßig auf dem warmen Feldweg zu gehen: Staub zwischen den Zehen :-) --> herrlich!
Mum hat uns als Untermalung lauter Geschichten aus ihrer Kindheit erzählt, wo vieles noch so ganz anders und natürlich landschaftlich noch viel viel schöner war.

Da kommt fast so eine Art Heimweh nach dem Ort auf von dem ich nie gedacht habe, dass ich ihn irgendwanneinmal vermissen könnte, wenn ich mich so zwischen all den Windrädern in der unendlichen Ebene befinde...

Saturday, May 31, 2008

Umgeben von Mais

Also, nein, ich laufe nicht das ganze Jahr auf einem Maisfeld herum und zähle die Pflanzen -- das hinterließe vermutlich bleibende Schäden...
Nein, ich war in dem Land mit den lustigsten Ortsnamen - nämlich Deutschland, genauer gesagt Bayern. Und dort gibt es verschiedenste Maissorten: Reinhartsmais, Bischofsmais, Bodenmais und natürlich Mais. (Auch anglophil sind die Bayern scheinbar und so gibt es Orte namens Egg oder Rain -- in der Nähe von Bierhütte... Ach, egal).

Bodenmais war das Ziel. Begonnen hat's für die Eva und mich allerdings in Wien, indem wir uns in den Zug nach Passau setzten. Wir hatten vor, uns dort ein Ticket für die Weiterfahrt nach Plattling zu kaufen, als wir bemerkten, dass wir genau in dem Zug bereits saßen, in den wir eigentlich umsteigen wollten. Also springt die Kristina raus, saust zum Schalter und gibt hysterisch dem Mädel dort zu verstehen, dass sie 2 Tickets nach Plattling brauche und dafür nur 3 Minuten Zeit habe. Nun, es ging sich aus, Kristina saust zurück und kurz darauf ist man in Plattling.
Aufgrund von Geldnöten und Knausrigkeit entschließen K und E, mit ausgestrecktem Daumen bis nach Zwiesel zu reisen, wo man den Rest der Truppe antreffen wird. Und es haut hin - 3 Autos und eine Stunde später steigen wir aus dem Lieferwagen eines netten Bayern aus und begrüßen Stephan, Bénédict und Michi, die schon seit Ewigkeiten am Bahnhof herumstehen und auf uns warten. --- puh, ich brauch einen Zeitraffer, sonst wird das da zu lang --
Auf in die sehr hübsche, neue, kruzifixlastige Augustinerpension und ab zum Abendessen. (Gutes und recht preiswertes Bier haben sie in Zwiesel *note*).

Es wurde Abend und es wurde Morgen, zweiter Tag:
Sehr leckeres und ausgiebiges Frühstück, nachdem man die Probleme mit der Kaffeemaschine überwand und die dann sehr tolle Getränke herstellte. (Ein ältlicher Mann in blauem Pullunder und weißem Hemd hatte dennoch seine Schwierigkeiten, da er offenbar dachte, die Kaffeemaschine stellt sich die Häferl selber zu... --> Ein Cappuccino für die Abfließtasse.)

Dann gings los: Auf den Falkenstein hinauf (den großen, wenn ich nicht irre, denn irgendwie gibts in der Gegend alle Berge in 2 verschiedenen Größen und Passformen). Das Wetter war fein, der Weg führte zum Glück durch den Wald und teilweise war's recht anstrengend weil steil und weil ich mich erst an die ~11 Kilo meines Rucksacks erst gewöhnen musste. Gleich am Anfang fürchteten wir schon, dass unser Unternehmen zum Scheitern verurteilt ist, denn man hatte den Weg abgesperrt, und ließ hinter dem rot-weiß-roten Band Bäume fallen. Aber wir wurden durchgewunken und wir schafften es in einer passablen Zeit auf den Berg rauf. Dort oben aßen wir zu Mittag und dank meiner unglaublichen Wurf-und-Ziel-Fertigkeit landete das Ende meiner Karotte nicht unbedingt da, wo ich es hinhaben wollte, sondern eher genau dort, wo 2 andere Wanderer saßen... oops...
Jo, und dann wieder runter, aber nicht zurück nach Zwiesel, sondern nach Bayrisch Eisenstein, gleich an der tschechischen Grenze. Man latscht müde durch den Ort (im Tal) und den nächsten Berghang wieder hinauf - ohne viel Motivation mehr (ich spreche v. mir) - denn da oben liegt die Jugendherberge. Und am Anfang hat es gleich mal den Anschein, als wären wir zu spät angekommen und könnten nicht mehr aufgenommen werden --- was sich zum Glück als Fehlbefürchtung erwies.
Man bekam ein nettes Zimmerchen und suchte die Duschen: die waren zu. Also duschten wir nicht. :-) ... Nein, wir fanden dann - fast vis-a-vis von unserem Zimmer - andere, offene Duschen in lustigen grünen Kabinen, die mich sehr an das Gänserndorfer Hallenbad denken ließen.
Dann: Essen und ab ins Bett.

Es wurde Abend und es wurde Morgen. Dritter Tag:
Aus irgendeinem mir nicht ersichtlichen Grund will Stephan schon um 7 aufstehen, obwohl um 8 erst Frühstück ist. Nun, er tut es auch - der Rest bleibt noch eine halbe Stunde liegen.
Auch hier hauen wir erst mal ordentlich rein, bevor es weiter geht - immer brav den Berg hinauf. Die geschätzten 3 Stunden zum Gipfel des Großen Arber wurden dann doch eher 4, aber wir erreichten ihn über etwas wüst aussehende, gatschige Berghänge (nachdem wir vorher am kleinen Arbersee Enten gefüttert hatten.) Saukalt war's da oben... brrr....
Und deshalb traten wir nach dem Mittagessen auch wieder den Abstieg nach Bodenmais an. Sine Michi, der die Gondel nahm und den wir in Bodenmais am Bahnhof wieder einsammelten.

Und dann begann die Rückfahrt: Zug nach Zwiesel und dann mit Michis Auto zum Plattlinger Bahnhof (Danke!!!) und dann -- haha -- dann begannen die nächsten Probleme: es folgte eine lange Zugfahrt mit viel Umsteigen, Verspätungen und Herumgerenne. Aber wir kamen in Wien an. Voll fertig (ich). Der Italienisch Unterricht am nächsten Morgen wurde mit Absicht verschlafen...

But the whole weekend was fun, ich hab's ohne Muskelkater überstanden und es freut mich vor allem, an diesem Wochenende eine weitere äußerst liebe Person kennengelernt zu haben!

Thursday, May 22, 2008

Das Problem der Transparenz von Glastüren

Glas ist so ein tolles Material, dass man es jetzt für alle Elemente eines Hauses verwenden muss: Außenverkleidung, Teile vom Dach, Innenwände, freilich Fenster und nicht zuletzt Türen.
Dass das eher unangenehm werden kann, lehrte uns vor nicht allzu vielen Tagen das immer wieder spektakuläre allmonatliche BB-Meeting.
In einem gewissen Museum hat man nämlich den Eingangsbereich verlegt und die auftretende Lücke mit einem (!) Stück Glas verschlossen, das normalerweise dem Besucher einseitig (und nicht sich mittig trennend) ausweicht. Genau diese Einseitigkeit und die gute Arbeit der Putzfrauen führt aber offenbar dazu, dass die transparente Barriere nicht immer wahrgenommen wird, was dann weiters Platzwunden, gebrochene Nasen und halb bewusstlose Kinder verursacht.
Kam also die Anfrage an den Chef, ob man eventuell was hinkleben könnte (Eventuell eine Silhouette eines Mörders? Anstatt des schwarzen Falken... Oder auch einfach ein Schild "Ich bin eine Tür").

Ja - hier erwartet man das erste Wort dieser Zeile und den Übergang zum nächsten Diskussionspunkt. Doch! Wer hätte es gedacht? Weit gefehlt! Die Antwort schoss etwa 2 Kilometer daneben, indem sie sich um die rechtliche Absegnung, bauliche Genehmigung und vollkommen richtige Funktionsweise der Tür drehte und so lediglich die damit gewährleistete rechtliche Unbelangbarkeit des Vereins zum Inhalt hatte. Nun, da würde entgegnend die Phrase "Ja, aber..." ganz gut passen und fiel auch einige Male.
Der Effekt der obigen Antwort war also, dass alle Anwesenden die Verlässlichkeit ihrer Lauscher hinterfragten und nachdem sie sich von dieser überzeugt hatten ging dann die richtige Diskussion los.

Lächerlich. Lachhaft. Ridikulös das Ganze.

Nach etwa 5 Minuten dann, steht eine der dort arbeitenden Kassenkräfte auf, hält in leicht anklagendem Ton einen Sermon auf die Verantwortlichkeit der BBs, die doch den Kindern sagen sollen, dass sie nicht laufen sollen, sich nicht an der Wand entlang schleichen sollen, keine Zuckerlpapierln liegen lassen sollen etc. und zum krönenden Abschluss kommt, dass sie bereits einen Zettel an die Tür geklebt habe und somit weiteren Vorfällen vorgebeugt sein sollte.

Ja und das hätte man nicht schon etliche A4-Dialog-Seiten vorher machen können?!? Aber sonst wäre wohl kein Meeting notwendig - für so kurze Zeit würde sich ja die Anreise kaum auszahlen...

Wednesday, May 21, 2008

Volkstümliches

Ein ganz kurzer Eintrag heute nur, der einen Spruch zum Inhalt hat, den ich unlängst bei meiner liebsten unbezahlten Arbeit (i.e. Schriftführertum) aufgeschnappt und -geschrieben habe.
Ich stell das mal einfach so hier rein (in möglichst authentischem Wortlaut):

Jedesmoi, waun i den siech geht ma da Feitl im Sock auf!
[Jedesmal, wenn ich den seh', öffnet sich mein Klappmesser in der Hosentasche selbstständig!]

Hat mir einfach gefallen und darum mag ich die Aussage gern teilen, auf dass auch andere sie erheiternd/anregend/interessant/... finden.

Monday, May 12, 2008

Huhn mit Reis und Äpfel

Diese sind nicht nur eine Anspielung auf einen Film*, sondern haben (bis auf die Äpfel) die Hauptkomponente des uns vorgesetzten Essens in der Türkei dargestellt. Mal abgesehen von dem herrlichen Salatbuffet, das uns in manchen Hotels vergönnt war...
(*The Secret Life of Words)


Andere Eindrücke aus der Türkei sind:

  • Viele Katzen - zerzauste und verlauste und auch andere
  • Etliche Hunde - generell anhänglicher Natur: Besonders an den Vorträgen unseres Professors interessiert
  • Die Befehle "Schnell, schnell!", "Kommen Sie, Kommen Sie!" und "Keiner verlässt den Bus!"
  • Die Worte "Korbkapitell" und "Porphyrogenetos"
  • 2 Handtuchsets statt 3 - welches Problem ich einmal zu lösen versuchte, indem ich den nicht englischsprachigen (Deutsch vermutlich noch weniger) Kellner nach einem "Towel" fragte, er mich zuerst auf die Toiletten und dann den Speisesaal verwies, was mich zu einer pantomimischen Vorstellung verleitete, die er scheinbar begriff. Er fragte immerhin nach der Zimmernummer woraufhin ich zufrieden von dannen zog. Handtuch bekamen wir dennoch keines.
  • Toiletten aller Art - meistens bestehend aus einem Loch im Boden
  • Lustige Teenager, die uns scheinbar so interessant fanden, dass sie sich schließlich überwanden und uns fragten, ob sie uns fotografieren dürfen.
  • Süßigkeiten jeder Art - mit Hauptbestandteil Sirup *würg* *spei*
  • Sehr anregende Live Musik (vor allem zu dummen Ideen) - Zuerst vertrieb der Sänger durch seine Darbietung unseren Professor, hernach wir durch unseren Mitgesang wiederum den Sänger
  • Samba! Na-naaa-na-naaa-na-na-naaa-na-naa....
  • Vampirgeschichten und Zeiträtsel
  • Spaaannnende Lektüre jeden Abend
  • Erfolgreiche Handeleien am Basar (Apfeltee von 4 Lira das Stück auf 2 Lira - das zahlt sich bei 3 Packungen schon aus!)
Fazit: Gerne wieder hin, aber bitte mit ein bisschen Freizeit und weniger Stress!

Thursday, April 24, 2008

Die Frau mit dem komplizierten Namen

Warum auch immer, hatten an den vergangenen beiden Tagen diverse Leute Probleme mit meinem Namen, an welchem ich (mal abgesehen von dem eventuell etwas lästigen "K") wirklich kein potentielles Problem finden kann.
Aber so wie Schönheit auch, liegt wohl Schwierigkeit genauso im Auge - oder Hirn - des Betrachters/Artikulators:

Fall 1:
Dienstvergabe in der alten Römerstadt.
Mal abgesehen davon, dass mich niemand kannte, obwohl ich jetzt ja doch schon seit einem Jahr bei dem Verein bin, überraschte mich die Einteilende, als ich mich für eine "Erlebnistour" meldete mit der Aussage:
"Ah, Sie sind die Frau mit dem komplizierten Namen."
Etwas verwirrt und verständnislos blicke ich sie an.
Dann entgegne ich:
"Naja -- Hammer..."
Was mir Gelächter aus dem Publikum einbringt - Scheinbar ist auch diesen die Komplexität an meinem Namen entgangen.


Fall 2:
Der Italienischkurs.
Unser Professor versucht nun schon seit Wochen, sich unsere Namen zu merken und um ihn ein bisschen zu quälen, verwenden wir unsere tollen Namensschilder einfach nicht mehr.
Bis heute nannte er mich meist Katharina, doch heute wurde er gleich noch kreativer:

"Allora, das nächste Beispiel (oder so)... "
- fragender Blick -
Ich warte.
"Elisabeth?"
"No."
"Hm.. Katharina?"
"No - Kristina!"

Und die nächste Runde gleich wieder:
"Katharina"
Böser Blick meinerseits.
"Ach nein! Kristina!"
Ich biete ihm mit leicht zynischem Unterton an, mein Namensschild wieder aufzustellen, was ich dann auch tue.

Aber siehe da, die nächste Runde:
"Katharina?"
Wortlos tippe ich nur mehr mit dem Stift an das Namensschild.
"Kristina!" - der Lehrer sichtlich total verzweifelt: "Das ist so peinlich!"

Im weiteren Verlauf der Stunde hat er vermieden, mich beim Namen zu nennen und mich einfach nur immer angeschaut, wenn er etwas wollte...


Mehrsilbige Namen sind also scheinbar eine potentielle Fehlerquelle - vor allem, wenn es viele gibt, die mit demselben Buchstaben beginnen.
Aus diesen tiefgreifenden, schmerzlichen Erfahrungen werde ich also Konsequenzen ziehen und meinen Kindern dann mal möglichst einfache, einsilbige Namen verpassen: Zum Beispiel "Ruth" oder "Horst"oder "Karl" oder irgendetwas total ausgefallenes, wie beispielsweise "Darwin" - aber das ist eine andere Geschichte...

Saturday, April 12, 2008

Wie man Gallensteine als Motivationsmittel einsetzt

Meine liebe Nachhilfeschülerin hat - nicht unbedingt zu meiner Überraschung - bei der letzten Schularbeit nicht gerade die allerbeste der möglichen Noten abgesahnt und ist dafür aber umso entschlossener (vermutlich gefördert durch elterliche Drohungen), ihre Kenntnisse zu verbessern.
Blöderweise fehlen ihr genau die Basics und ich quäle sie deshalb stundenlang mit Deklinationsübungen aller Art. Ist müh-, aber wirksam.
Zwischendurch schimpft sie immer wieder über die Unnötigkeit und Schwierigkeit dieser Dinge - von mir natürlich stets dementiert - und regt sich darüber auf, dass die lateinischen Texte alle so langweilige und uninteressante Themen behandeln. Da musste ich freilich gleich widersprechen und sie mit ein paar netten Anekdoten wieder aufmuntern.
Und dann hatte ich die Idee: Das liebe Mädel ist absolut tiernärrisch und mag mal Veterinärmedizin studieren....

-- Mit-Lateiner werden nun schon wissen, worauf ich hinauswill (sie dürfen den nächsten Absatz überspringen) ...Für die anderen: --

Die Prüfung letzten Freitag ist noch nicht ganz in Vergessenheit gerückt (Spätlatein als Grundlage der romanischen Sprachen) und außer diversen, immer wieder auftretenden Nachwirkungen (i.e. Eva und ich stören den Italienischunterricht durch permanente Diskussionen, wie ein bestimmtes Wort entstanden ist, und anschließende Freudenausbrüche ob unseres Wissens) sind vor allem auch die Texte, die wir zur Illustration der Sprachwandlung vorgesetzt bekamen noch nicht ganz verdaut. Bzw. haben sie sich in mein Hirn eingebrannt.
Ein toller Text, die Mulomedicina, behandelt relativ ausführlich und v.a. total g'schmackig veterinärmedizinische Themen der Sorte: Was macht man, wenn ein Viech einen wehen Haxen hat, oder wenn ein Schweinderl Muskelkater hat, oder wenn einem Viech schwindlig ist... und auch - und das ist der leckerste Text überhaupt - wie man am besten Gallensteine in einem "Großtier" aufspürt und diese dann auch entfernt.

Ebendiese Mulomedicina hab ich mir also hergenommen und ins klassische Latein umformuliert.

Kaum zu glauben, bekam ich doch tatsächlich nach jedem Halbsatz von meiner Nachhilfeschülerin ein "Cool!" oder "Warum macht man sowas nicht in der Schule?" oder "Gibt's noch mehr solche Texte?" zu hören.
Und wie staunte ich erst, als sie, als ich ihr den Rest zur Hausübung aufgab, doch tatsächlich meinte: "Das ist cool, das mach ich jetzt gleich, wenn du dann weg bist." -- arg.
Arg, arg, arg.
Also dass sie das interessiert hab ich mir schon gedacht - aber so sehr, dass sie das sofort freiwillig übersetzt und sogar noch mehr verlangt? Hui!

Nun, dann werd ich mich gleich mal im Internet auf die Suche nach möglichst grauenvollen Tier-OP-Gustostückerln machen. Denn was tut man nicht alles, um Leute für eine Sache zu begeistern!

Wednesday, April 09, 2008

Reisefieber

Warm wirds.
Die Vögel zwitschern.
Die Blüten auf den Bäumen duften.
Die Radlfahrer fahren einen über'n Haufen.
Die Jogger rennen einen nieder.
Alle wollen raus.

Und ich will fort.

Nicht, dass ich es hier nicht aushalten würde - ganz im Gegenteil, ich bin so vergnügt und fröhlich wie seit dem letzten sonnigen Herbsttag nicht mehr. Und auch ich habe mein Rad ausgegraben und mähe seitdem gnadenlos Fußgänger um.

Allerdings habe ich auch wieder Lust bekommen zu verreisen. (In 3 Wochen wird dieser Wunsch dann in Form einer Exkursion in Erfüllung gehen.)

Alle meine Gedanken kreisen nun um den Sommer und meine bislang längste Abwesenheit von home, sweet home. (Das dient dazu, den aufkommenden Unistress zu verdrängen und ein Ziel vor Augen zu haben.)

Was erwartet mich dort? Wie werden die Leute sein? Wie wird mir die Arbeit gefallen? Wird mir auf der kleinen Insel fad? Stimmen diese ganzen Hotelgerüchte, die mir meine Mutter immer wieder erzählt? etc. etc.
Hauptsächlich ist da eine riesige Vorfreude und Neugierde.

Um letztere zu bekämpfen hat wieder mal der Zufall zugeschlagen, der es so wollte, dass vor einer uninahen Buchhandlung, an der ich vorbeimusste, recht viele Reiseführer zu einem sehr günstigen Preis feilgeboten wurden und freilich auch einer von den Kanalinseln dabei war.
Da musste ich zuschlagen, denn man kann ja nicht ganz und gar unvorbereitet und unwissend unbekannte Lande aufsuchen.

Also hab ich nachgelesen und bin jetzt gescheiter:

Herm ist 2 Quadratkilometer groß, es gibt ca. 10 Familien dort, 2 Restaurants, ein Caf'e und eine Post. Außerdem eine Kirche, wo jeden Sonntag eine 30minütige Messe abgehalten wird und natürlich - nicht zu vergessen - das White House Hotel.
Landschaftlich dürfte das Fleckerl ein breites Spektrum bieten: sowohl etliche Sandstrände (tw. mit vielen Muscheln) als auch bis zu 70 m hohe Klippen. --- gut, das hab ich vorher schon gewusst.

Aber das ist neu:
Es gibt Austern. Es gibt Kühe. Es gibt keine kleinen Känguruhs mehr *schnief*.
Die Kühe geben viel Milch, sodass diese auf die Nachbarinsel Guernsey exportiert wird.
Die kleinen Känguruhs sind tot weil der besoffene Koch und der besoffene Butler sie abgeknallt haben *schnief*, obwohl der Inselbesitzer Schießverbot erteilt hatte.
Die Austern machen glaub ich gar nix Spannendes, aber man kann sie essen.

Auch die Pflanzen dort sind interessant: Wälder, Palmen, Farne, Hyacinthen (oder so)...

Es gibt keine Autos, man darf nicht im Freien Radio hören und überhaupt ist es ruhig, beschaulich und entspannend.

Den Großteil der Bevölkerung machen im Sommer Saisonarbeiter aus *g*

*Märchenbuch-zuklapp*


Das könnte also recht nett werden - aber um die kleinen Känguruhs tut's mir leid...

Bis ich allerdings mich dorthin begebe, steht mir ein Haufen Stress bevor, den ich einfach ausblenden werde, indem ich in diversen Parks herumliege oder mit dem Rad weiterhin Menschen erschrecke :o).

Sunday, April 06, 2008

Über's Dürfen

Unlängst durfte ich mal wieder nur so zum Spaß im Marchfeld herumfahren. Ist ja ganz nett, die Gegend: Landschaftlich hat sie ein unglaublich breites und abwechslungsreiches Spektrum zu bieten und der Überblick geht einem nie verloren (soll heißen: um von Gänserndorf nach Hainburg zu kommen, kann man sich einen von schätzungsweise 5 miteinander verknüpften Wegen wählen, was dazu führt, dass ich unabsichtlich - wegen der irreführenden Beschilderung - stets in irgendeiner noch nie gesehenen Ortschaft lande. Die kurvenreiche Strecke verhindert zudem nicht nur ein rasches Vorankommen - weil immer mit Traktoren verstopft - sondern prüft den Orientierungssinn schwer. Ich plane also immer einen Zeitpuffer von mindestens 15 min ein...). Zumindest war das Wetter schön und die Musik, die FM4 so hergegeben hat, war gut.

Unterwegs war ich in Wirklichkeit zu meiner Lieblingsarbeitsstelle, in deren Museum nun eine neue Ausstellung eingerichtet wurde. Um zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter sich dort auch auskennen usw. gab's so eine Art Einschulung. Begonnen hat's um 10:00, also dachte ich mir, werd ich wohl um 1 wieder zuhause sein... Ja, dachte. Ich hatte leider die Person, die dieses veranstaltet hat, wieder mal unterschätzt:
Es kam ein 1 1/2 stündiger Vortrag über die Baugeschichte des Museums, das alte Inventar, die scheiß-Akustik, die Monarchie, komische Erlebnisse gleicher Person mit irgendwelchen Besuchern (wie die fette alte Dame, die sich auf den (nachgebenden) Weidenkorb setzte etc.) und schließlich vieles über den Mithraskultteil der Ausstellung (hierbei sei bemerkt: Der Mithraskultteil ist nach wie vor der gleiche, also NICHT neu!). Mal abgesehen von der Unnötigkeit des Inhalts - weil eh schon bekannt und viel zu ausführlich -, hat mich außerdem die Vortragsweise sehr gestört:
So war der Mithraskult. Wir glauben das, was der sagt, alles andere ist zweifellos falsch. Und als Führer darf man auch sonst nix erzählen.
Dazu meine Frage, welche Quellen es denn gibt.
Naja - den Laktanz.
Nur den Laktanz?
Ja, nur den Laktanz, und der schimpft drüber.
--> Aha, dacht' ich mir, aha... also SO war der Mithraskult und wir wissen alles drüber, alles klar.

Nach besagten 1 1/2 Stunden - es war also bereits 11:40 - und dem Ärger über die Unwissenschaftlichkeit hat's mir gereicht und ich bin gefahren - Sonst wär auch noch der ganze Nachmittag dahin gewesen. Bevor ich endgültig den Heimweg angetreten hab, gab's noch einen Abstecher in die herzige, kleine romanisch-gotische Wehrkirche aus dem 11. Jahrhundert, die sich dort in der Nähe befindet. Die wollt ich eh schon immer mal ansehen.

Und dann weiters zum Spar, um gleich Lebensmittel für das Wochenende zu beschaffen.
Dort am Parkplatz sprang mir was in's Auge: Auf der Heckscheibe des Autos vor mir prangte eine Aussage: "Ich darf dass [sic!]" -- Aha, und was? Falsch rechtschreiben? Gratulation!
(v.a. interessant, da ich auf der Anreise bereits ein Auto mit "I derf des" erspäht hatte...)

Um den Tag aber dennoch gut und sinnvoll ausklingen zu lassen, durfte ich mich der (z. Abwechslung fremdfinanzierten) Familienexkursion ins Kino anschließen, um uns endlich "Die Fälscher" anzusehen. Guter Film. Wirklich gut. Aber dafür hat er ja den Oskar bekommen...

Saturday, March 29, 2008

Neulich im Zug...

Also ich bin ja selbst ansatzweise recht konservativ und finde auch, dass Traditionen hochgehalten und gefeiert gehören (natürlich nicht alle, Gott bewahre!). Z.B. Sollte man die deutsche Sprache nicht zu sehr mit Anglizismen vermischen - shame on me, es passiert mir blöderweise selber immer wieder. (Aber ich könnt mich auf mein Studium ausreden...)
Aber halt! Ich schweife vom Thema ab:

Also neulich im Zug saß ich und schlief - bzw. hab ich es versucht, aber so bequem sind Züge auch wieder nicht. So, habe ich also an jeder Station die Augen kurz aufgemacht - offenbar ein Reflex, damit man nicht zu weit fährt (auch wenn Gänserndorf die Endstation ist).
Wie dem auch sei: Als ein neuerlicher Fahrgast einstieg, nahm ich diesen zuerst einmal olfaktorisch wahr - obwohl er sich, zum Glück, nicht zu mir gesetzt hat. Also hab ich kurz die Augen geöffnet und bin Zeugin von etwas geworden, dass ich - zumindest hier in den wohlbegüterten westlichen Landen, und vor allem in einer Stadt (geschweige denn einem Zug!!) - für ausgestorben gehalten hatte: Dem Bauernschneuzer. (Ich hoffe, ein jeder weiß sich mit dem Begriff etwas anzufangen, denn ich will ihn eigentlich nicht näher erläutern...)
Mit vor Schreck geweiteten Augen saß ich da, als jener alte, etwas versandelte Mann, von dem ich durch den Spalt zwischen Kopf- und Nackenlehne anfangs nur die schwarzen Lederhandschuhe sehen konnte, sich auf höchst unappetitliche Art und Weise seines Naseninhalts entledigte. Mahlzeit!

Man kann nur froh sein, ihm nicht gegenüber gesessen zu sein, denn das wäre vermutlich noch etwas ungustiöser gewesen....

Monday, March 24, 2008

40 Tage Fastenzeit - Ein Resummee

Gute Vorsätze und Pläne sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Die Einhaltung bzw. Durchführung davon ist ein anderes Kapitel, das oftmals gar nicht aufgeschlagen wird. In seltenen Fällen aber funktioniert das Gesamtkonzept...
Aber zurück zum Titel und der Fastenzeit. Allzu Arges hab ich mir ja gar nicht auferlegt: Den Verzicht von Süßigkeiten und Mahlzeiten nach 19 Uhr.

Wenn ich meinen Erfolg graphisch veranschaulichen müsste, dann gliche die entstehende Kurve dem Graphen einer Kosinusfunktion: Die erste Woche war ich noch ganz brav, in der zweiten hab ich dann begonnen, die 19 Uhr zu ignorieren und die letzten beiden Wochen hab ich's dann mit den Süßigkeiten auch nicht mehr so genau genommen, zusätzlich bin ich noch Müsliabhängig geworden - was bestimmt auf die leckere, frische, nicht homogenisierte Milch, die wir in letzter Zeit zuhause haben, zurückzuführen ist -- somit hat die ganze Idee eigentlich nix gebracht, außer, dass ich mir wieder mal selber bewiesen habe, dass ich ein unglaublich inkonsequenter, willensschwacher Mensch bin. Hmpf..... Aber ich werde nicht aufgeben. Spätestens nächstes Jahr kommt wieder eine Fastenzeit und damit eine neue Chance...

Thursday, March 20, 2008

Verzichtsinkompetenz und Suchtpotentiale

Die Fastenzeit - Zeit in der alle Süchte wieder mal zum Vorschein kommen...

Jo-jo Effekt -- was für ein schöner Begriff. Und wie groß ist doch sein Anwendungsbereich! Ob jetzt - so wie am Beliebtesten - verwendet, um von Gewichtsveränderung oder sonstigen Gewohnheitsänderungsversuchen zu sprechen, ist das Wort wahrhaft vielseitig einsetzbar. Eine Fallstudie:

Aus lauter Freude, dass ich mir ja jetzt sooo viel Geld erspart hab, hab ich das natürlich auch gleich ordentlich feiern müssen und mir wieder mal hier ein Buch ("Muffins - 140 Backideen". Um die Backsucht zu befriedigen und auch in der Fastenzeit andere Leute - und mich selbst... leider zu erfolgreich... - zum Sündigen zu verleiten) und dort eine DVD geleistet und schließlich auch - das verheerendste aller Übel! - ein paar Kinobesuche. Und zwar derer gleich vier. Alle im März. Gratuliere, meine Liebe, du hast es wieder mal geschafft, dich selbst zu übertreffen.

Ich könnte jetzt natürlich versuchen, die Schuld auf andere abzuwälzen, die mich zu diesen Kinobesuchen überredet haben, aber das käme mir freilich nie in den Sinn. Ich bekenne mich schuldig: Bedauerlicherweise ist nämlich aus diesen Kinobesuchen schon wieder eine neue Sucht im Entstehen begriffen - nämlich die, jede Woche mich in die Sneak Preview zu setzen, um mich dort überraschen zu lassen. Diese Spannung! Welchen Film wird es wohl spielen? Hm... Man schließt vorher Wetten mit den Freunden ab (Wer zahlt die nächsten Popcorn etc.... Nein, eh nicht... wobei.... na egal....). Staunend stelle ich Mal um Mal fest, dass der riesige Saal mit seinen 30 Reihen oder so voll ist - kaum zu glauben, wie faszinierend das Ungewisse ist. Noch dazu zu einem erhöhten Preis, dafür, dass eig. Kinotag ist.

So gehen also diese Dinge dezent ins Geld und ich werd mir entweder noch irgendeine weitere Zuverdienstmöglichkeit suchen müssen oder meinen ausschweifenden, viel zu luxuriösen Lebensstil irgendwie abändern und mich nur mehr von uraltem und steinharten Brot, das von der Vorwoche in Aktion ist, und leckerem Wiener Wasser ernähren, um irgendwie Geld für die heißersehnte dienstägliche Kinokarte aufzutreiben. Oder aber, ich hör damit auf, bevor ich wirklich süchtig werde. Hm...

Sunday, March 09, 2008

Wie man erfolgreich Geld spart

HA! Ich hab's geschafft, ich bin die perfekte Finanzenmanagerin. Hier das 3-Punkte-Easy-Sparen-Mitmach-Programm:

Punkt 1:
Buche mit Freunden eine Reise und werde rechtzeitig krank. So kannst du simulieren, ein sehr sozialer Mensch zu sein, hast aber eine gute Entschuldigung, doch nicht mitfahren zu müssen.
(Achte aber darauf, dass du rechtzeitig Ersatz findest bzw. rechtzeitig Ersatz gefunden wird, sonst könnte es sein, dass du unnötig um 70 Euro ärmer bist!)

Punkt 2:
Beginne, deine Wohnung zu sanieren und achte darauf, einen Handwerker zu finden, der schon etwas blass ist und voraussichtlich auch bald krank werden wird. Schau aber, dass du die Wohnung vorher in Baustellenzustand versetzt, damit du dort unmöglich wohnen kannst.
Stattdessen wohne bei deinen Eltern, denn das bietet dir folgende Vorteile:
* Du musst das Essen nicht selber zahlen
* Du musst immer den letzten Zug von Wien raus erwischen und kannst daher leider weder Geld für diverse Eintritte, noch für Bier ausgeben
* Du kannst leider nicht mit Leuten auf einen Kaffee / ein Mittagessen /... gehen, weil du erst nach Wien fahren müsstest
* Du hast keine Geschäfte in der Nähe, bei denen du in Versuchung geraten könntest, etwas zu kaufen

Punkt 3:
Wolle unbedingt zu einem Konzert gehen und warte 2 Tage zu lang, dir Karten dafür zu kaufen. Du kannst dann in ganz Wien herumlaufen (Sport!) und vorgeben, verzweifelt auf der Suche nach Karten zu sein und am Abend ganz zufrieden die 26 Euro, die du dir dabei erspart hast, auf die Seite legen. (Es sei denn, du kaufst dir aus lauter Frust eine CD, dann sinds nur 12 Euro, die du zur Seite legen darfst.)


Wie gesagt, ganz einfache Tipps, die für jeden sehr leicht zu befolgen sein sollten. Führt auf jeden Fall dazu, dass man im Endeffekt absolut glücklich ist! (v.a. wenn man hier zuhause von lauter kranken Familienmitgliedern umgeben ist und nur hoffen kann, dass einen das Virus nicht auch erwischt...)

Sunday, March 02, 2008

Wie erstellt man einen Studienplan?

Man nehme so ziemlich alle nützlichen Fächer die man finden kann und teile sie ein in "eher einfach" (1. Studienabschnitt) und "eher schwierig" (2. Studienabschnitt). Dann stellt man fest, dass die Absolvierung all dieser Lehrveranstaltungen bei weitem noch nicht genug Jahre im Leben eines Studenten in Anspruch nimmt. Also beginnt man krampfhaft, anderes unnötiges Zeug zu finden, über das irgendjemand sich mal Gedanken gemacht hat und dieses dann auch noch so uninteressant und verworren wie möglich zu präsentieren. Dies fällt in die Kategorie "abschreckend" (v.a. in der Studieneingangsphase zu finden). Immerhin will man, dass nur die nervlich starken und im Auswendiglernen talentierten Studenten durchkommen.

Man kann also beispielsweise Anglistikstudenten lernen lassen, was sich andere Menschen über den Begriff "Kultur" gedacht haben, welche Begriffe sie erfunden haben, um auch anspruchsvoll darüber diskutieren zu können und wer was jetzt eigentlich wie betrachtet und warum. Alles recht nette Denkansätze, aber warum muss man sowas abprüfen? Es gibt ja ohnehin keine allgemein akzeptierte Antwort. Schon gar nicht, wenn "Wahrheit" sowieso nicht existiert, sondern von der dominierenden Gesellschaftsschicht definiert wird*...


Eine zweite, recht populäre Möglichkeit besteht darin, ein eigenes Institut für diese LVs zu schaffen - das wäre dann das "Institut für Bildungswissenschaften" - und einer großen Masse an Lehramtskandidaten vorzuschreiben, einen gewissen Prozentsatz ihrer Zeit damit zu verbringen, sich unnötige - und wenn einmal interessante, dann unmöglich formulierte (Wortwahl, Satzbau, Rechtschreibung), wenn geht noch von Feminismus triefende - Skripten in's Hirn zu brennen. Diese Aktion rechtfertigt man mit dem Argument, dass zukünftige Lehrer doch irgendeine Form von pädagogischer Ausbildung benötigen, um gut unterrichten zu können.
(Ob das gebotene Programm dazu der beste Weg ist, wird unter Studenten gerne heiß diskutiert, wobei eine generelle Tendenz zu "NEIN!!!" stark überwiegt.)

Jedem Lesenden wird nun klar sein, womit ich momentan meine Freizeit verbringe(n muss). Bloß habe ich irgendwelche Hemmungen, mich mit den diversen Themen so zu beschäftigen, wie ich eigentlich sollte (i.e. lernen), sondern ver(sch)wende lieber die Zeit damit, alle Leute deshalb anzuraunzen. Sorry!

*Auszug aus meiner Mitschrift

Friday, February 22, 2008

Immer Ärger mit dem Tee

Oh, da sitzt sie ganz allein daheim, zieht sich einen Film nach dem anderen rein und denkt über die verschiedensten Sachen nach, während sie sich Tee macht und auch während ALLE ANDEREN IN PRAG SIND!! Ja, das ist schon bitter... Aber eigentlich mag sie sich eh gerade nirgends hinbegeben --> zu anstrengend.
Stattdessen schaut sie lieber, wie gesagt, Filme (und auch die alten Staffeln von Dawson's Creek, wenn der ORF nicht lieber Schispringen zeigt *grmpf*), löst Sudokus und trinkt viel Tee. Und während sie sich ihren Salbeitee mit sprudelndem, kochendem Wasser aufgießt, kommt ihr in den Sinn, dass sie sich ja über eine bestimmte Sache noch gar nicht öffentlich aufgeregt hat:

Die Art, wie in vielen Kaffeehäusern, Restaurants, etc. der Tee serviert wird!

Es wird nämlich scheinbar als viel edler und gleichzeitig auch höflicher erachtet, das heiße Wasser zu servieren, mit dem Teebeutel daneben, den sich der Gast dann gerne selber in's mittlerweile abgekühlte Wasser hängen darf. Auf dass der Tee seine Aromastoffe best möglich entfalte! Bei Grüntee ist das ja noch einzusehen - der soll ja nicht kochend aufgegossen werden - aber bei Schwarztees und Co. ist es eigentlich eine Frechheit, dass man den Gast um den Genuss eines perfekt gebrauten Tees betrügt, noch dazu, wenn man eigentlich genug dafür zahlt, dass der Tee dort angerichtet wird. Es käme ja wohl auch keiner auf die Idee, einen kleinen Filteraufsatz (samt Filter, versteht sich) auf der Kaffeetasse zu servieren und dazu noch ein Kännchen mit heißem Wasser, mit dem man sich seinen Kaffee selber aufgießen darf....mhhhh!Oder noch stilvoller: das heiße Wasser zu servieren und dazu, gleich neben dem Zucker, ein Päckchen Löskaffee, das sich der Gast gerne selber hineinrühren darf ...

Bis jetzt habe ich jedesmal vergessen, vorher eventuell dazuzusagen, dass ich den Tee gern kochend aufgegossen hätte - bzw. komm ich mir da auch irgendwie leicht snobbisch vor - aber andererseits zahle ich ja, oder? Und ich denke da darf ich Qualität erwarten?
(Denn manche Tees schmecken einfach wirklich anders, wenn man sie nicht aufgießt, sondern reinhängt, das bilde ich mir nicht nur ein!)

Sunday, February 17, 2008

Fieberschub

Puh... Krank sein ist echt so ziemlich das Letzte! Ich mein', für 1-2 Tage ist es ja ganz nett, nur herumzuliegen und sich bedienen zu lassen... aber irgendwann wird's dann bald mal fad und unaushaltbar. V.a. da eine Prüfung näherrückt, für die zu lernen ich mich natürlich gerade nicht so imstande fühle, werde ich langsam ein bisschen nervös.

Aber ganz gebe ich mich nicht geschlagen und versuche zumindest, irgendwas Konstruktives zu tun. Langsam zwar, und in kleinen Schritten, aber immerhin:
So habe ich nun endlich mal begonnen, meine letztsommerliche Schottlandtour aufzuarbeiten; i.e. Ein Fotoalbum mit Fotos, Reisetagebuch und sonstigen lustigen Dingen zu füllen. Schleppend geht's voran, aber wer weiß, ob ich es sonst je gemacht hätte...
Weiters habe ich Shakespeares "Tragedy of Julius Caesar" zur Seite gelegt, zugunsten des weitaus erheiternderen Wälzers "Latein ist tot, es lebe Latein", das dank der deutschen Sprache, dem sprachlichen Humor und der relativ groß gedruckten Schrift ;-) auch halbwegs krankenfreundlich ist.
Ja, und dann versuche ich noch, zwischendurch - wenn sowohl Zeit als auch Kopfschmerzen es erlauben - ein bisschen an der Verwirklichung meiner Pläne für den kommenden Sommer zu arbeiten. Mal schaun...

So nett, harmonisch und friedlich das vielleicht klingen mag, würd ich viel lieber rausgehen, an die frische Luft -- mich in den Gänserndorfer Wind stürzen! -- und irgendeine Form von Bewegung machen.

Aber hoffentlich dann in 1-2 Tagen!

Friday, February 08, 2008

Wenn Archäologen zum Pinsel greifen...

...dann hat man gewöhnlich das Bild eines in einer Grube hockenden, der erbarmungslosen Sonneneinstrahlung ausgesetzten Menschen, der dort vorsichtig die Erde wegpinselt um irgendwelche darunterliegenden Schätze nicht zu zerstören.

Ja, das ist eine Möglichkeit.

Es könnte sich aber genausogut um zwei junge Studentinnen in unglaublich gut aussehender Arbeitskleidung handeln, die versuchen, 3 Räume in den hübschesten Farben auszumalen.

Wählen wir einmal Zweiteres:

Um der floralen Wanddekoration in meiner Wohnung entgegenzuwirken haben Eva und ich uns mit hübschen Farben, Pinseln, Walzen und schließlich auch Klebeband ausgerüstet und dem Gewächs den Kampf angesagt. Die Tapete hat sich aber so sehr geschreckt, dass sie gleich einen Fluchtversuch unternommen hat --> sie hat sich abgelöst. Und das nicht unbedingt zu unserer Freude, denn das Tapete-von-der-Wand-Kletzeln hat ewig gedauert, Mist in Hülle und Fülle fabriziert und außerdem nicht einmal annähernd so viel Spaß gemacht wie das Streichen der Wände.
(Gut, ich bin zugegebenermaßen selber schuld, weil man mir ja nie was recht machen kann und die weiße Farbe einfach nur schiach ausgesehen hat, sodass ich einen Viertelliter Rapsgelb beigemengt habe. Dummerweise haben wir das bei feuchter Tapete dann drübergestrichen.... nun, da fällt mir nur Oscar Wilde ein: "Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Fehlern gibt." ... so schnell wird mir das wohl nicht mehr passieren.)

Aber nach 2 Tagen, an denen wir (oder eher ich, da Chronometerprobleme der Eva...) laaange gearbeitet haben, erstrahlt nun das Wohnzimmer in gelb-orange und das Vorzimmer in weiß-orange, während der kleine Gang von Vorraum zur Küche durch sein betoniges Aussehen noch nicht das Auge erfreut. Das wird dann das heutige Projekt. Ich hab sogar meine Schwester dafür motivieren können, mir zu helfen und mein lieber Vater war so nett, den grässlichen Beton durch Spachtelmasse abzudecken, somit sollte das heute die letzte Streichaktion werden.

Dank der richtigen Musik und leckerem Kaffee macht das Ganze eh recht viel Spaß.

Und nächste Woche kommt Schritt 2 der Sanierungsaktion: Die Böden. Man ist gespannt!

Sunday, February 03, 2008

Über Psychobücher, Tauben, den Hass auf Blogger und was mir sonst noch alles so einfällt...

Dieses verdammte Ding! (gemeint ist diese Bloganbieterseite) Unlängst hab ich voller Emotion einen Beitrag verfasst über Themen, die mir wirklich am Herzen liegen bzw. mir zu der Zeit grad eher auf die Nerven gegangen sind (Neonkapperl und Épistémè) und Blogger hat ihn mit einer simplen Fehlermeldung in's Jenseits befördert. Und das, obwohl das letzte halbe Jahr über groß und fett ständig aufscheint, dass Blogger meine Entwürfe nun automatisch alle halben Minuten abspeichert! Deshalb mein kurzer Streik. (Und eventuell auch wegen der Prüfungen...).

Weiters mag ich bezugnehmen auf den letzten Kommentar der Eva: Es ist natürlich bedenklich, dass man so Bücher wie "Hannibal" mag.... Aber andererseits hab ich mich dann erinnert, dass ich letztes Jahr eine Psychobuchphase hatte (--> Afrika Safari, Are you experienced, Ein Sommer Ende 20 -- wobei letzteres eigentlich eh nicht so wirklich Psycho ist...und gemordet wird eigentlich in keinem davon).

Und als ich auf der Suche nach den Psychobuchkritiken dann die letztjährigen Beiträge so durchgeschaut habe, ist mir einer mit dem Titel "Faeces" ins Auge gehüpft und ich wurde an bereits wieder verdrängte Ereignisse erinnert:
Offenbar war das Jahr 2006 das Jahr der Hundefäkalien (was sich durch einige Glückstritte meinerseits als solches auszeichnet).
Das Jahr 2007 war dann das Jahr der Federviehfäkalien (4 Mal!! Ich bin immer noch fassungslos....).
Ein Muster zeichnet sich ab und das stimmt mich eher nachdenklich. Jetzt fürcht ich mich irgendwie schon vom Verlauf des Jahrs 2008...... hm....