Hallo an alle, die sich irgendwie auf diese Seite verirrt haben. Dies ist eine Halde persönlicher Anekdoten, Reiseberichte und sonstigen Allerleis, angelegt, als ich zu studieren begonnen habe. Leider habe ich diese Gedankenlagerstätte schon lange nicht mehr regelmäßig neu befüllt - es ergibt sich manchmal schlecht - doch vielleicht ergibt es sich jetzt wieder öfter.
Wednesday, March 25, 2009
Bürokratische Unmöglichkeiten?
Umso erstaunter war ich, als ich per Mail aufgefordert wurde, mir diverse Formulare aus dem Internet auszudrucken (und erstaunlicherweise fand man die alle zusammen an derselben Stelle!), welche ich hernach innerhalb von zwei Tagen zu drei Leuten tragen und spätestens am Folgetag abgeben müsse.
Ich drucke also brav aus (und fülle aus) und pilgere zu
Station 1: Abklären der Kursanrechnung:
Keine Warteschlangen, die Professorin telefoniert noch für eine halbe Minute und ruft mich dann auch schon herein. Sicherheitshalber habe ich mir so an die 10 Kurse (3 werde ich machen) herausgesucht, sollte es bei meinen Favoriten irgendwelche unerwarteten Probleme geben. Aber nein, siehe da, alles klappt reibungslos. Nein noch viel besser! Die Professorin zeigt sich erstaunt, dass die Bangorschen Kurse je 10 ECTS bei 2 Stunden Unizeit pro Woche haben:
Das ist jetzt etwas schwierig. Verdammt, ich hab's ja gewusst. Die müssen wir Ihnen hier dann dreistündig anrechnen. Brauchen Sie noch Wahlfächer?
Naja, es geht vermutlich nicht, dass ich mir den Kurs hier als einen einstündigen und einen zweistündigen anrechne, oder? Denn die brauch ich noch...
Ach so. Nein, das ist überhaupt kein Problem. Das können wir ohne weiteres machen. Tragen Sie das gleich in's Formular ein.
Was, wirklich?! Na wunderbar!
...
So auch bei den anderen Kursen. Das gefällt mir!
An diesem Tag kann ich nichts mehr tun, aber als nächstes pilgere ich zu
Station 2: Unterschrift meiner Koordinatorin
Auch hier keine Warteschlangen. Ich klopfe, werde hereingerufen und bekomme in Windeseile zwei Unterschriften und die Androhung, dass sie nach meiner Rückkehr überprüfen werde, ob ich tatsächlich Gälisch gelernt habe. :-)
Um das Ganze selber ein bisschen aufwendiger zu gestalten, lasse ich mir von ihr noch den Weg zum Erasmus-Büro beschreiben, wo mein Papierstoß dann innerhalb der nächsten 4 Tage landen sollte und bin schon wieder draußen...
...und begebe mich zwei Türen weiter zu
Station 3: Unterschrift der Vize-Studienprogrammleiterin
Erstmals! Eine Warteschlange! Und ich war schon ganz enttäuscht... 3 Leute warten tatsächlich am Gang. Als ich komme und frage, ob die Professorin schon da ist antwortet man mir positiv und mit der Gegenfrage, ob ich nur eine Unterschrift brauche.
Ja.
Gut, dann kannst du vor.
Nett... Eine Minute später stehe ich auch schon im Büro (Ah, Sie sind die, die nach Wales geht!) und zehn Sekunden später bin ich auch schon wieder draußen und frage mich, was ich mit der ganzen unverbrauchten, aber eingeplanten Pufferzeit wohl machen solle und nach kurzem Überlegen begebe ich mich zur eigentlich für den nächsten Tag vorgesehenen
Station 4: Einreichen der Formulare im Erasmus-Büro
Trotz der Wirren im Hauptgebäude erweist sich diese Institution nach Nachfrage beim gelangweilten Portier, der vermutlich die ganze Zeit irgendwelche Internetspiele spielt, als leicht zu finden. Ich trete ein und sehe mich wieder mit einer Schlange von etwa 2 Leuten konfrontiert. Heiß ist es und die brauchen alle relativ lang (SO hab ich mir das vorgestellt!).
Als das nächste Mädel hineingerufen wird höre ich die für sie zuständige Person fragen, ob sie alle Formulare kopiert habe. AHA! Na gut, dass ich das jetzt schon weiß, dann muss ich nicht noch eine Viertelstunde warten...
Ich gehe schnell kopieren und bin nach 5 Minuten schon wieder zurück. Wieder 2 (diesmal andere) Leute vor mir, aber hinter mir tritt gleich eine ganze Horde ein. Darunter ein Bekannter, der mich gleich mit der Information, dass er schon zum dritten Mal hier sei, beängstigt. Und da bin ich auch schon dran.
Die Formulare werden sortiert, teilweise werden die Kopien von mir verlangt, es wird gestempelt, unterschrieben. Und das war's:
In einer Woche ca. bekommen Sie dann die nächste Infomail - aber dann tut sich eine Weile nichts. Nett. Das war doch einfacher als gedacht - und hat mich nicht mehr als eine 3/4 Stunde gekostet. Wenn's so weitergeht ist es mir auch recht :-).
Monday, March 23, 2009
Backe backe Fladenbrot
Das ganze beinhaltet nebst dem Vermengen von Mehl, Wasser, Olivenöl und Salz noch den Aufenthalt in einer rekonstruierten römischen Villa (bzw deren dunkler, gemütlicher Küche) und authentische Kleidung.
Als brave Küchensklavin habe ich dort bei Öllämpchenflackern also auf dem massiven Küchentisch Teig angemacht (umrahmt von staunenden Besuchern, die offenbar alle dachten man braucht dafür eine Schüssel und einen Mixer / eine Küchenmaschine), geknetet, in die Pfanne geschmissen und geröstet. Hernach wurde es zum Verzehr freigegeben und man hatte den Eindruck, dass die Besucher alle kein Frühstück zu sich genommen haben... Vermutlich lag es aber hautsächlich an der leckeren Knoblauch-Apfel-Honig-Sauce auf Olivenölbasis, die meine Kollegin am zweiten Tag produziert hat und die wir stolz dazu reichten. (Den ersten Tag habe ich wegen kältebedingter Ungemütlichkeit schon wieder aus meinem Gedächtnis gestrichen.)
Da uns auch unsere Mitarbeiter am Herzen lagen und man von Brot allein auch nicht leben kann, haben wir uns zur Mittagszeit am Dekogemüse (Bio!!) vergriffen und dieses einmal zu einem Gemüse- und dann zu einem Linseneintopf gemacht / addiert. Beide sind bei unseren Mitsklaven recht gut angekommen, auch wenn sie optisch weniger hergaben als kulinarisch (das Essen jetzt, nicht die Leute). Auch nach deren Rezept wurden wir von den Leuten gefragt.... Also, sie sehen das ganze Gemüse das da so herumsteht? Im Prinzip ist von jedem dieser Sachen was drin. ... Nein, wir haben da kein Rezept mit Mengenangaben, wir haben das einfach nach Gefühl gemacht...
Sehr lässig jedenfalls, dieser Holzofen, der den ganzen (biologischen) Abfall und die extrem verbrannten Fladen frisst und uns gleichzeitig warmhält.
Was weniger lässig ist, ist die Last der Paenula auf den Schultern, die gemeinsam mit der ganzen Knettätigkeit und meiner scheinbar doch irgendwie gebeugten Haltung zu einer massiven, immer noch andauernden Verspannung geführt hat.
Aber für 2-4 Tage im Jahr und (sklavenuntypischen) guten Lohn nimmt man so manchen Schmerz in Kauf.
Sunday, March 15, 2009
Green Hell Blog Tour
... zum Beispiel meinen iPod, den ich über alles liebe, auch wenn die Kopfhörer schon recht desolat sind...
Aja, um nicht ganz auf die Reihenfolge zu vergessen:
vor mir -> Broken (http://kelirikko.blogspot.com/2009/03/vihrea.html)
und nach mir -> EL (http://oreas.livejournal.com/)
Tales from a bread seller's life - No. 2
Heute hatte ich eine Unterrichtseinheit zu "Wie schmeiße ich Leute raus?" Ist ganz praktisch, sowas hin und wieder zu üben...
Kommt da so ein abgesandelter Typ Mitte 20 daher, der auch in diesem Gemeindebau wohnt, aus dem die Stammgäste allsonntäglich zu mir ins Café strömen, und schnorrt ebendiese um Zigaretten an. Setzt sich dann weiters zu denen und quatscht sie an.
Meine Lieblingsstammgästin kommt zu mir und ersucht mich, ihn rauszuwerfen. Na toll. Ich bin ja eh unheimlich gut in sowas... juhuu....
Ich atme also durch, geh zu dem Typen und sag ihm er könne nicht hierbleiben, wenn er nichts konsumiert und bitte ihn, das Lokal zu verlassen. Was sagt der drauf?
Ich tu ja eh nix. und Ich hab mich schnell hinsetzen müssen, mir ist schwindlig.
Grandios.
Ich biete ihm ein Glas Wasser an - man will ja immerhin Leute mit Kreislaufproblemen ernst nehmen und ihnen helfen (v.a. wenn man das von einem selbst kennt) - und ersuche ihn, nach Einnahme desselben zu gehen.
Was ein Fehler war... denn der Typ denkt natürlich gar nicht daran, das Wasser schnell zu trinken und sitzt 10 Minuten später immer noch da. Und nervt die anderen.
Also muss ich nochmal hin.
Ich ersuche ihn das Wasser schnell zu leeren und sich dann zu schl... also dann bitte zu gehen.
Regt der sich auf, dass das unhöflich von mir ist, er wolle ja nur hier sitzen und er störe ja keinen (aso?) und ich sei wirklich unfair, weil ich ihn rauswerfe. Ich erkläre ihm daraufhin (zum 2. oder 3. Mal), dass die Idee hinter einem Kaffeehaus die ist, dass Leute hier einen Kaffee oder ähnliches KONSUMIEREN können und dass das keineswegs ein Wartehäuschen ist oder Wohnzimmerersatz mit Zigarettenschnorrgelegenheit für Leute, denen langweilig ist oder die nicht wissen, wo sie sich sonst aufhalten sollen (mit etwas anderer Wortwahl). Als er wieder aufmuckt, sehe ich mich gezwungen, ihm mit der Polizei zu drohen - - was mir höchst unangenehm ist, aber nötig scheint.
Hilft: Ein paar Minuten später geht er; allerdings nicht, ohne mich nochmals von seiner Meinung in Kenntnis zu setzen (as if I cared...).
Aaaaber: Um 1 steht er schon wieder da. Ich hatte zum Glück gerade 2 Minuten vorher die Tür verschlossen und ihn dann einfach ignoriert.
Macht mir aber schon Angst irgendwie.....
Saturday, March 14, 2009
Von Coca-Cola trinkenden Nachhilfeschülern und dem entspanntesten Bewerbungsgespräch bislang
So hatte ich mir am Freitag einen Termin mit Nachhilfeschüler 2 ("der Neue") ausgemacht, und zwar um halb 1: der Gedanke dahinter war, dass ich bis 12 Uni habe und um halb 1 locker daheim sein können würde - ja-haa, es kam natürlich ein bisschen anders:
Professor schwafelt und schwafelt - durchaus interessantes Zeug - als die Glocken der Votivkirche die Mittagsstunde einläuten.
Professor: Haben Sie noch 10 Minuten?
Ich: Ich muss leider schon weg.
Warum?
Ich gebe jetzt Nachhilfe und will den Schüler nicht vor der Tür warten lassen.
Schicken Sie ihm ein SMS: Versprechen Sie ihm ein Coca-Cola dafür, dass er 10 Minuten wartet. Das macht ihm bestimmt nichts aus. Ich bezahle Ihnen auch das Cola.
Ich wundere mich .... oder irgendwie auch nicht .. und verfasse ein entsprechendes SMS (ohne den Cola-Teil). Als der Professor nach einer Viertelstunde immer noch spricht, packe ich zusammen und erhebe mich um zu gehen.
Bleiben Sie noch da, ich bin eh gleich fertig.
Ich kann den Schüler nicht eine halbe Stunde warten lassen. Ich kopiere mir dann alles von meinen Kollegen.
Sie brauchen sich nichts zu kopieren, ich sag' eh nur mehr 3 Sätze.
Ok, ich bleibe also, höre mir die 3 Sätze noch schnell an (Gut, dann gehen Sie. Ich will ja nicht, dass Ihr Schüler während er wartet Koma-trinkt...) und sprinte dann los.
Zum Glück kenne ich den Schüler und es ist kein Problem, ihn um eine Viertelstunde zu vertrösten. (Im Endeffekt wär's eh egal gewesen, da er nicht zu meiner Wohnung gefunden hat und somit nochmal eine Viertelstunde zu spät dran war.) Das nächste Mal plane ich gleich eine c.t. Beginnzeit ein.... schlimm ist das...
~~~
Let's take one step back in time:
Einen Tag vor dieser Begebenheit gab es etwas weitaus interessanteres, nämlich mein ERASMUS Interview:
Ich erscheine rechtzeitig, nur um zu erfahren, dass das ganze Procedere um eine Viertelstunde im Verzug ist... Eh klar. Also setze ich mich mal hin und rede mit den allesamt eher deprimiert und verängstigt dreinschauenden Mitstreitern. Vor allem, die aus dem Interviewzimmer heraustretenden schauen völlig verstört aus und informieren uns Wartende, dass die Kommission sehr genau nachfragt, vor allem in kausalem Stil (warum? warum? warum? immer wieder). Sie vermitteln mir den Eindruck, mich gleich vor recht strengen und unbarmherzigen Leuten erklären zu müssen... Witzigerweise werde ich dennoch nicht nervös - nur ungeduldig...
*tap-tap-tap*
Endlich werde ich hineingerufen und sehe mich vier netten, lächelnden Leuten gegenüber, die mich bitten, meine Wahl zu erklären und mich nach meiner Offenheit Alternativen gegenüber zu befragen. Sehr freundlich, keineswegs unangenehm oder in die Ecke drängend. Ich war komplett entspannt und mir kam es eher wie ein netter Kaffeeplausch vor. Irgendwann war dann alles zu meiner persönlichen und akademischen Motivation und meiner Uniwahl gesagt und sie stellten mir eine letzte Frage:
You mentioned that you want to learn Welsh. Would you like to fill us in on the background?
*grins* Tat ich und fügte hinzu, dass ich eine besondere Affinität zu toten und seltenen Sprachen habe, wie man ja am Zweitfach erkennt. Allgemeines Gelächter, das bis draußen gehört wird ist die Antwort. Ja, wir hatten's recht lustig und mit einem guten Gefühl verließ ich die "Kammer des Grauens" wieder. .... Was sich als gerechtfertigt herausstellen sollte:
Nach einem Nachmittag, an dem sich bei mir immer mehr Zweifel einschlichen, dass ich nicht überzeugend genug für meine Traumuni argumentiert habe, ließ mich ein abendlicher Blick auf die Nominiertenliste beinahe Luftsprünge machen:
Von 40 Bewerbern war ich an zweiter Stelle gereiht: Vor mir nur ein Mädl, das nach Edinburgh will und somit keine Konkurrenz darstellt. WOOHOO!! Mein Gesicht gefror zu einem Grinsen, dass ich den ganzen Abend über nicht mehr richtig loswurde.
Tja, die Zuweisung der Plätze am nächsten Tag war für mich verständlicherweise recht entspannt -- aber es war schon hart, die Enttäuschung vieler anderer Bewerber zu sehen, denen ihre Favoriten und Alternativen vor der Nase weggeschnappt wurden...
Nachdem die Entscheidung gefallen ist, geht jetzt also für mich die Erkundungs-, Formularausfüll- und Planungsphase los und ich habe bereits einige Erfahrungsberichte gelesen und bin über Google auf einige entsprechende Blogs gestoßen. Die werde ich nun durchackern und versuchen, darüber hinwegzusehen, dass die Walisen ständig als "Engländer" bezeichnet werden.... Ich kenne jemanden, der sich darüber nur sehr sehr bedingt freuen würde...
Sunday, March 08, 2009
Tales from a bread seller's life - No. 1
Draußen ist es immer noch dunkel, als ich im Wohnzimmer sitze und halbmotiviert mein Müsli löffle (Status: körperliche Wachheit ~ 70 %, geistige Wachheit ~ 40 % des möglichen Ausmaßes; also immer noch beim Hochfahren.) 5 Stunden sind eindeutig zu wenig.
Ich verlasse schließlich das Haus - mit Musik im Ohr (Anm.: Bright Eyes sind zu depressiv so früh in der Früh) - und staune, denn es dämmert bereits. Das ist neu. Das habe ich in meiner Karriere als Backwarenverkäuferin noch nicht erlebt.
Als ich die Bäckerei erreiche ist es tatsächlich hell und mein Körper hat sich komplett hochgefahren und ist somit einsatzfähig.
...Überspringen wir ein paar Stunden...
Es ist 10:30 als die Türe sich öffnet und ein hochmotivierter, freundlich lächelnder Mann von nicht unhübschem Gesicht eintritt:
"Eine Melange und einen Kaffee, bitte."
Ich runzle die Stirn, weil ich mich verhört zu haben glaube und frage sicherheitshalber nochmal nach:
"Eine Melange und....?"
"Einen Kaffee." Also doch.
"Und was für einen? Verlängerten?"
"Ähm...nein, einen Krapfen. Oder doch eine Topfengolatsche .... Ich nehm ein Brioche!"
Hä? Jetzt bin ich tatsächlich verwirrt: Also Krapfen war das.... nicht Kaffee... Auch gut.
"Und geben's ma statt dem Kaffee doch einen Kakao."
Was?! Hat er doch von Anfang an Kaffee gesagt? Kenn mich nicht mehr aus. Na gut, wie er will...
Ich mache also Melange (die zu dem Zeitpunkt bereits fertig ist) und Kakao und serviere es ihm zusammen mit einem Briochekipferl und den Worten
"Jetzt haben's mich ein bisserl verwirrt."
Da wusste ich noch nicht, dass ich gleich noch viel verwirrter sein würde....
Ich gehe also nach vor an den Tresen (wie heißt das nochmal auf österreichisch?) und bediene ein paar andere Leute, als 5 Minuten später besagter verwirrender Mensch an die Kasse kommt um zu zahlen. (Was, hat der das jetzt so schnell runtergeschlungen?)
Er zahlt also alles ganz brav und geht.
Ich bewege mich meinerseits in den Gastraum, um das leere Geschirr abzuräumen - und erstarre beim Anblick des Tisches:
Alles steht da genauso, wie ich es deponiert habe. Nichts hat er angerührt: Das Briochekipferl ganz. Der Kakao noch da. Die Melange voll. Im Aschenbecher zwei Zigarettenstummel.
Kurioserweise ist eines der Zuckersackerl aufgerissen und der Zucker über den halben Tisch versankert.
Komisch.
Die Stammgäste am Nebentisch sind genauso baff wie ich und erklären mir, der Typ hätte nichts angerührt (eine Diagnose, die ich dank meinem Sehsinn selber schon gestellt hatte. Trotzdem danke.)
Sachen gibt's..... Was denken sich solche Menschen? bzw. Aus welchem Antrieb handeln sie so, wie sie es taten? Fragen über Fragen....
Aber der Typ hat bezahlt, also ist mir das egal. (Ich hab schon befürchtet, dass er wiederkommt - tat er aber nicht... gut so.)
Nachdem ich aus lauter Verwirrung eine Weile später den Tortenheber in einer Spalte der Kühlvitrine versenkt habe, aus der man ihn unmöglich wieder rausbekommt, weil man das Ding nicht öffnen kann, hat auch dieser Tag sein Ende gefunden. (Und zwar erstmals ohne ewig langes Aufwaschen, da es heute draußen trocken war -- juhuu!)
Interessant, wie jeder neue Tag dort neue seltsame Gestalten zu mir hereintreibt. Mal schauen, was nächstes Mal so kommt...
Friday, February 27, 2009
Es gibt Dinge, mit denen spielt man nicht...
Wenn man schon seit 2 Monaten nicht mehr top gesund war und sich des Tages nicht mehr entsinnen kann an dem man zuletzt ohne Taschentücher das Haus verlassen hat bzw. von Hustenanfällen geplagt wurde, dann sollte man vielleicht ein bisschen kürzer treten und die Abende mit Tee daheim am Sofa verbringen.
Ganz schlecht ist es hingegen, wenn man die Warnsignale des Körpers missachtet und sich für unverwundbar hält und den werten Antikörpern zu den bestehenden Herausforderungen noch zusätzlich eins reinwürgt, indem man beispielsweise nächtens bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt einen Fußmarsch nach Hause einlegt (nicht, dass ich um die Uhrzeit eine andere Wahl gehabt hätte) oder - noch schlimmer - glaubt, dass es schon warm genug ist, das Fahrrad wieder herauszukramen und zum nächtlichen Transportmittel zu machen. (Mal abgesehen davon, dass man sich - wie bereits erwähnt - nächtens gar nicht außer Haus zu bewegen hat!)
Also kam es wieder mal, wie es kommen musste: Die unterdrückte Partei (i.e. mein Immunsystem) hat eine Revolution gestartet, mich umzingelt und beinhart schachmatt gesetzt: Ganz schleichend ist mal große Müdigkeit gekommen und 2 Stunden später - bamm! - hatte ich auch schon Fieber. Das dann natürlich noch gestiegen ist. Und damit ich ja nicht auf die Idee komme, mich weit von Bett oder sonstigen Stätten, die eine horizontale Körperhaltung fördern, wegzubewegen, ist auch mein Kreislauf auf Urlaub gefahren und lässt mich mit komischen Schwindelgefühlen und teilweise schlechter Bildqualität zurück.
Danke!
Aber gut, ist ja alles so weit verständlich und sobald es mir wieder gut geht, werde ich weniger tyrannisch zu meinem Körper sein und ihm mehr Mitspracherecht in meinem Leben einräumen, schließlich bin ich ja doch irgendwie von ihm abhängig....
Friday, February 06, 2009
Hairbands! Hairbands galore!
The reason why I went there was a spontaneous decision to accompany Sanja, a fellow student, who went to Aberdeen to spend the summer term abroad. And I got EL to join us as well :D.
Pre-journey-parations:
EL and I wanted to keep costs low (on unimportant things) and decided to share my beloved rucksack between the two of us. To provide space for potential purchases we took our HUGE Tesco bags, which we had bought in Inverness, with us (Ryanair is great: 10 kg hand luggage!).
About the journey:
The flight to Edinburgh was quite pleasant but got pretty rough at the end ... about 5 minutes before landing.... and I have to admit I got a bit scared.... The pilot landed the aircraft with a couple of bumps and everyone sighed in relief... when suddenly a flourish startled us all (‘Congratulations, you have survived?’ - EL): “Congratulations, you have been on another on-time flight!” Nice one! *grin*
We reached Edinburgh at about 11 pm and took the bus to the city centre. Fortunately, the (MacBackpackers) hostel keeps its reception open for 24 hours each day, so it was ok to arrive late without giving notice. The hostel itself was interesting -- as generally hostels of the “MacBackpackers’” company seem to be: The interior was decorated with suits of armour, interesting middle-age style tapestry and the like. We were nicely received by the (cute) receptionist and his weird colleague...
(“Hey Ladies. Are you waiting for your keys?”
“Yeah”
“Cool” nodding with a weird smile ... hey, is he on drugs?)
The rooms had interesting names as well: Our 12 bed female dorm was called "Mr. Men" and our beds had names like “Mr. Small”, “Mr. Bounce”, “Mr. Messy”,... Another room was called “Underwear”. (I shall come back to that.)
We went to bed early because we were so fagged and got up late the next morning for the same reason. My primary concern then was to find that *beeeeeeep* bank HSBC to turn my cheque into proper money. Sounds like a good and easy plan, but it wouldn’t be HSBC if it actually was easy:
I: “Hi. Can I get money for my cheque here?”
HSBC lady: “Do you have an account with us?”
I: “Yes.” (‘why?’)
HSBC lady: “You have to transfer the money to your acount and it will be available after 3 working days.”
I: “So,... on Wednesday I have access to my money?”
HSBC lady: “No, on Thursday.”
Great... I leave on Wednesday....
Let’s leave this disillusioning and slightly frustrating situation behind and forget about the fact that I’ve got a nice massive overdraft on my Austrian account now... lalala... and turn to something nice: The free city tour that I’ve already taken once and therefore recommended to my two friends:
We met our lovely American tourguide Mark at Starbucks', where we got a size upgrade on our drinks on showing our free tickets. Holding tight onto our hot Grande Caramel Macchiatos we rejoined the tour.
Mark invited us to participate as much as possible with guesswork - which was knowledge in my case - to make it “more interesting”. When I "guessed" the numbers of stories of the average building on the Royal Mile correctly and identified a stone thistle as such (because pineapple just doesn’t make sense in Scotland!) he attacked me directly:
“Oh someone has read the tour book closely.”
“No, I’ve just been on this tour before.”
“Allright - do you wanna lead the tour instead?”
“Ok, I’ll keep my mouth shut...”
He kept picking on me... (“Who of you has already tried haggis?”... “Ah you - Is there anything you haven’t done?”) ‘Twas fun, though and he didn't say all that in a mean way :-). Apparently his bad conscience got the better of him nevertheless, and when we were sitting in “Biddy Mulligan’s”, enjoying our cider, he came up to me and apologised for “giving [me] such a hard time” :-D.
Slightly intoxicated and freezing more than ever we went on, giggling at all the jokes and taking loads of pics...
We didn’t go out that evening, because Sanja preferred to get some sleep before travelling to Aberdeen the next day.
(Before that I met a funny American guy: I was sitting in the lounge with Sanja’s laptop when he asked me, where I was from:
“Austria”
“Austria! Interesting. My governor as well....”)
Sunday
After a “delicious” breakfast at Subway’s (because everything decent was still closed) we set out to find the bus station where Sanja’s bus left. We walked ‘round St. Andrew’s Square, which was one big construction site, and finally saw the bus station (labelled in HUGE letters). We couldn’t imagine the bus would leave from there because the entire road was blocked. So Sanja approached a girl:
“Excuse me. Can you tell us where the bus station is?”
“The bus station? Well... can you see the big building over there that says “Bus Station”?”
... fair enough - ask a stupid question, get a stupid answer. We told her that we HAD seen it but we couldn’t imagine that the buses left from there but apparently there was an escalator leading to a lower level where we found the stances. After a lot of hugging and waving, Sanja was finally gone and EL and I proceeded to M&S and Top Shop to buy a lot of stuff that we actually didn’t need (apart from the flip flops -- they are vital when you want to have a shower in a hostel...).
In the afternoon we climbed Arthur’s Seat (215m) - the summit of the “mountain” or whatever you want to call it - in Holyrood Park. The wind quickly blew us down again and once again we landed in a pub - “The World’s End” this time, with "friendly, Scottish staff". I gave in to my curiosity there and then and tried the national dish of Haggis with neeps and tatties (that is haggis with mashed potato and similarly treated turnips) and discovered that it actually DOES taste nice! (I swear, I was not drunk or otherwise influenced when I made this assessment.)
Ok, I’ll cut all this blether short now: We spent most of our time at Starbucks, reading, but of course not ALL the time:
Monday
I got up, went down and had breakfast: I took one of the newspapers and read something about a snow storm in Great Britain. This puzzled me a bit, because there was no sign of snow... or was there? I took a glimpse out of the window and was surprised to see nothing but big fat snow flakes being blown past it. Whoa!
EL slept about 2 hours longer than me and so I had time to make a new aquaintance: Gary, an Australian of Chinese descent, who was very talkative and added me on facebook half an hour later - to his already existing 1000 and odd friends... I've got a feeling that this will become a very intimate friendship... ;-)
EL and I paid a visit to the Scottish National Gallery. And a short visit it was because we found most paintings... hm... what’s the right expression... well, very ugly indeed. So after about an hour we once again went to our favourite coffee shop. We hoped to find it nice and warm there, but after about an hour it got really draughty and we moved. To HMV’s. and then to “The Tron”, a pub-like facility with the most kitschy toilets...

We didn’t go out that day either, because EL had caught a cold (“too many vitamins and fresh air”) and so we went to bed early once more.
Tuesday
I got up early once again and went down for breakfast -- as the only member of the "group" with a desire for food in the morning. There I met my friend Gary again and had a lengthy chat with him about teaching, English, travelling, metabolisms etc. He also supplied me with useful information (i.e. where to find the cinema). We were then joined by EL and after some more chatting about Ghost tours and nearly getting raped in Finnish youth hostels, EL and I walked to the cinema to check out the programme before progressing to H&M’s and buying lots of (warm) clothes once again. After lunch at Pizza Hut’s (nice staff there, seriously... a bit more attention would have been appropriate, though) I insisted on visiting an exhibition about “6 famous Scots”. Sounded promising, but wasn’t: It turned out that it was only one Scot at a time, changing in the course of the year and for now we could only learn about Billy Connolly. So after about 15 mins we were out on the streets again and on our way to the Akropolis aka Calton Hill, which offered us an amazing view in all directions (“Ich kann das Meer sehen!” - “Nein.” ... oh, that was 2 days ago...).
Of course we felt cold afterwards and ended up at - yes: Starbucks’, once again. There I delivered a rather embarassing performance:
I: “A tall freshly brewed coffee, please, and...”
Girl: “To sit in or take away?”
“Sit in. And...”
“Shall I leave room for milk?”
“No, thanks. And then I...”
“Sorry, but would you rather like strong or mild coffee?”
“Strong... And I’d like the “Very Berry Scone”, please.”
“Blah-blah-blah strawberry jam blah?”
I understood “The one with the berry jam?” (She showed me the scone.) and answered: “Yes....” then my brain had finally decoded her message correctly as: “Would you like some strawberry jam with it?” and I quickly shouted:
“Erm... No! Sorry... I misunderstod you...”
Girl (grinning): “Ok. That’s 3.55, please.”
On handing over the money I dropped a pound coin that quickly ran away and hid from my view. I took my change and started looking for the lost piece of metal. Another Starbucks employee approached me:
“Are you allright there?”
“Yeah, just lost a pound”
“Oh dear...” and she got down on her knees (!) to help me. Suddenly, an elderly man turned towards me. He’d just found a pound coin and thought his wife had dropped it. So he’d put it in his pocket - still more embarassed I took the coin from him, thanked him and buggered off with my stuff as quickly as possible.
But that was not all: Some time afterwards we irritated the guy sitting next to us by discussing whether “arse” was British while “ass” American English (--> triggered by a passage in my book). When we started talking about underwear and what “drawers” might be (Gary sleeps in the “Underwear” dorm, in a bed called “drawers”) the guy threw us another look and left.... Weird, considering that we were talking German and he wasn't supposed to be able to follow our conversation.
Because we were lazy we spent the evening at the ODEON cinema (“Revolutionary Road”), where I bought Ben&Jerry’s ice cream just because I wanted the cotton bag that came with it.
Afterwards we went out. To Whistle Binkies, a bar that I already knew from my first trip to this glorious city. They've got life music every night and young and unknown bands performing each Tuesday. The first band wasn't really what you'd call "young" but the music they played was really good. After them we retreated to the back of the bar, though, because sitting immediately at the speakers is probably not very healthy after some time...
We met some nice guys there (as always) who bought us drinks and after some more or less interesting chat we got back to our hostel - in high spirits, not tired at all and quite drunk. (Not as drunk as one of the girls who we shared our room with... the day before it took her about 2 minutes to get the key into the lock and this night she managed to get it in and seemed to be so happy about the fact that she left it there...).
Wednesday
Not much happened that day... We had a last Semi-Scottish breakfast (declining black pudding and sausage) and rehydrated ourselves before we took the bus to the airport and flew home (flourish on landing in Bratislava included). At the said airport we had to wait a nasty span of 2 hours till we were allowed to get into the bus and another 45 mins before the said bus departed... so it was midnight when I finally closed the door of my flat behind me...
A postscript and note about the headline: This journey’s leitmotif was hairbands: I lost mine on the first day, but that was no problem because they started turning up everywhere: In the pocket of my jeans, on my wrist or just littering the ground.... in masses. (I didn't pick up each one, though...yuck!)
Monday, January 12, 2009
Bankangelegenheiten ctd.
The nice - Scottish - guy I talked to today also confirmed to me that they've changed my address correctly now..... I had reasons to doubt that as again I got a letter that had been directed to Australia first. The envelope bore very annoyed handwritten directions (in energetic capital): NOT AUSTRALIA
TRY AUSTRIA, EUROPA!!
(with Austria underlined once and Europa even twice...)
Hopefully, they'll get it right next time...
Saturday, January 03, 2009
Bankangelegenheiten
Never mind, there are other tales to tell:
I already complained about HSBC's sending my mail to Australia (see blog entry in November). And I mentioned that they should have transferred my money to my Austrian account. This transaction should have happened about 3 weeks ago and still no sign of any balance increase.
So I finally gathered all my courage and phoned them...
A computerised voice asked me to enter my account number, date of birth, sorting code etc. and I already ventured to hope that it might only be a matter of minutes until I could hang up again, satisfied.
Wrong emotion.
Your account information cannot be processed. You will be attended to shortly, please hold...
*gruesome classical music commencing - repetitive - and interrupted every minute by an advert for the bank... for about 7 minutes*
Hi. What can I do for you? (A real person speaking)
I tell her about my problem and that I want to know where my money is. She asks me a few security questions (account number, date of birth, etc) and then takes a look at my account:
Let me just check your balance for you. ..... It's zero.
Right... so, where is my money actually? Because it's not here either....
I'll find out for you. Would you mind waiting for a few minutes? ...yes I would
No problem.
She then put me on a hold again. For about 10 minutes!
Miss H. Are you still there? Thank you so much for holding ...yeah well, what options do I have?... I will now connect you to a colleague of mine. So if you would hold for another 5 minutes.
*pop music now ,.... interesting... again for about 5 minutes*
Hello Miss H.? I've heard about your problem [...] can I ask you some security questions to make sure it's you? ...oh no, not again!
Somehow I missed out on something - it was 3 women all in all that all asked me for identification and stuff... the first 2 not very competent. This third one is nice, though. She is Scottish and her aspirations on certain consonants are so sharp that I get a lot of hissing sounds through the phone and don't quite grasp what she is telling me.
Excuse me, I'm afraid I didn't get most of what you just said....
*laugh* Allright, well [...]
...and she explains everything again, slowly.
The bank apparently forgot to send a request to my Austrian bank, which sadly is not a partner of HSBC's and therefore the whole thing was not processed.
Would you like me to do that now? Your bank might charge you for it, though. .. yeah, well, I don't really care - I just want all that to be settled, so pass it on!
That's ok.
Ok, Miss H., I'll send the request now and will call you back in a few minutes to inform you what's going on. Could you give me a contact number, maybe? [...] And is there anything else I can do for you right now?
Ah yes, there actually is: My address is not correct - you sent the last letter to Australia, but it is Austria :-)
Oh I'm sorry, I'll change that immediately. Anything else?
No, that's everything.
Allright, I'll be back with you in a few minutes.
So she called me back 5 minutes later to inform me that I'll probably get my money in about 10 days. I hang up, relieved.
Phooh.... done. Wasted half an hour and probably a lot of money for a comparatively small sum of British money that even decreased in value MASSIVELY since I left the island.... So, much ado about nothing really, but somehow it feels good to have settled that, anyway :-).
Friday, December 26, 2008
That's the spirit, granny!
Trifft meinen Geschmack sehr!
Tuesday, December 23, 2008
Weihnachten steht vor der Tür...
Ist irgendwie schon seltsam.
Ich hatte erstmals seit Jahren sogar wieder einen Adventkranz und Mama hat mir auf Bitten und Flehen hin auch meinen Adventkalender mal wieder selbst befüllt. Kekse hab ich heut schnell fabriziert - ohne mir dabei, so wie normalerweise, die volle Dröhnung an abgedroschenen Weihnachtsliedern zu geben.
Das Gefühl fehlt einfach, das zu Weihnachten gehört.
Und ich weiß zwar nicht, woran es liegt, aber ich finde es gerade furchtbar schade und hoffe, dass sich dieses fehlende Gefühl bis morgen einstellt! Denn Weihnachten ist sonst nicht das, was es sein soll....
Thursday, December 18, 2008
A weekend trip to Munich
Stephans mehrmals ausgesprochener Einladung endlich folgend hab' ich meinen heißgeliebten Rucksack - der weitaus schlimmeres gewohnt ist - für zwei Übernachtungen gepackt und bin zum Westbahnhof gefahren, wo die Reise ihren Anfang nahm. (Auf die Zugfahrt will ich jetzt gar nicht näher eingehen, das ist schon fast ein Kapitel für sich. Es sei nur gesagt, dass sich die Abfahrt des Zugs um 20 Minuten verzögert hat, weil eine gezogene Notbremse erst gefunden werden musste.... super. Und stehen hab ich auch müssen, bis Salzburg... noch superer....). Irgendwann war ich dann endlich mal da und wurde von Stephan und Sophie abgeholt, die mich gleich mal mit einem Augentest konfrontierten (Die blaue Leuchtschrift ist unschärfer als die weiße, oder?) - eines der Leitmotive dieser Kurzreise ;-).
In rasendem Tempo ging's zur Wohnung, wo ich meine Sachen abwarf, und dann weiter zum Christkindlmarkt, wo sich genau noch ein Glühwein ausging, weil hier alles schon um 9 (!!) schließt... unfassbar ...
Als Alternative hat dann die "Tribühne" in der Studentenstadt hergehalten - sowas wie eine Mensa, nur ca. 100x besser - v.a. bis in die Nacht geöffnet. Andy, den ich bis dato noch nicht kannte, hat uns danach in seinem Wohnkubikel Wein, Tee (Hagebutte war leider aus, sonst wär's interessant geworden) und Lebkuchen serviert bevor wir den Nachtbus zurück genommen haben.
Am nächsten Tag war ich ganz baff, als ich selbstgemachtes Joghurt für mein Müsli bekommen hab. Seither bin ich von der Idee besessen, auch daheim herumzupantschen, sobald ich die nötige Gerätschaft dazu besitze.
So gestärkt sind wir losmarschiert, durch den Westpark, in dem ein Haufen architektonisches Zeug (japan. Teehaus, thailändischer Tempel u.ä.) herumsteht, und dann mit der U-Bahn weiter zur Residenz, wo wir uns die ägyptische Sammlung zu Gemüt geführt haben. Dank meinem angeborenen Waagecharm (dieser dumme Baumkreis hat offenbar bleibende Schäden hinterlassen) konnte ich trotz fehlendem Studentenausweis eine Ermäßigung rausschlagen ("Es ist ja Nikolo.").
Abends haben wir die beiden Erasmen Hélène und Marie - beide aus Frankreich - abgeholt und sind zum "Tollwood", dem ärgsten Weihnachtsmarkt überhaupt, gefahren. Der ist einfach nur riiiiiiiiiiiieeeeeeeesig. Und hat mich irgendwie an den Bazar in Istanbul erinnert - obgleich nicht gar so geheimnisvoll und doch ein bisschen übersichtlicher. Dort sind wir recht lang herumgelatscht, haben diverse Absurditäten betrachtet, und schließlich Heidelbeerpunsch getrunken. Da bin ich dann zum ersten Mal ausgestiegen, da mich eine Flut an französchem Wortgut überrollt hat.
Schließlich sind wir zurück in die Wohnung, wo ich mich Sophies Nähzeug bedient hab, um meinen neuen Baiernaufnäher, für den ich Stephan durch diverse Souvenirläden geschleift hab, auf meinen Rucksack zu nähen - damit die britischen nicht die Überhand behalten. (Das Nähzeug hab ich sowieso gebraucht, da am Zugsklo bei der Herfahrt mein Hosenknopf einen Fluchtversuch unternommen hat.)
Und dann ging's los: Sophie's Geburtstagsfeier, bei der wir uns zuerst mit massenhaft Waffeln, die Andi jeweils mit System und Sinn für Gerechtigkeit aufteilte, vollstopften, EAV Clips schauten und ich dann genötigt wurde, einen Schluck selbstgebrannten Zwetschkenschnapses zu trinken...naja... Bevor ich dann Pokern gelernt habe. Und kläglich verloren habe. :-( Aber zumindest habe ich endlich mal Regeln und Ablauf verstanden :-).
So ruhig wie an diesem Abend war ich, glaub ich, schon lange nicht mehr - da ich der Konversationssprache nicht mächtig war. Noch nicht. Kommt noch. Bald. Muss sein.
Des nächsten Tages stand dann eine Austellung über die europäischen Wurzeln von Disney's Kunst am Programm. Sehr gut gemacht war die und seither will ich diverse Disneyfilme (wieder) sehen. Der Hunger hat uns dann wieder zum Weihnachtsmarkt getrieben - und da gibts interessante kulinarische Sachen: Ochsenfleck zum Beispiel. Klingt irgendwie grauslich und deshalb wollte ich zuerst Schupfnudeln. Bis ich dann gesehen hab was das wirklich ist (u.v.a. es gerochen hab) - dann hab ich noch schnell umbestellt: mhhhh
Als wir schließlich noch auf einen letzten Glühwein waren - und der ist in München deutlich stärker als in Wien - hats zum Schütten begonnen und wir sind geflohen [......] - zum Starbucks.
Und dann bin ich zurückgefahren. Das war auch recht interessant. Also zumindest hatte ich einen Sitzplatz. Es begann problematisch zu werden, als ich Hunger bekam. Großen Hunger. Und im Wissen, dass ich daheim nix zu essen habe, will ich mir im Bord Restaurant was kaufen. Blöderweise habe ich kein Bargeld, also frage ich, bevor ich bestelle, ob ich auch mit Karte zahlen kann. Es wird bejaht und ich bestelle mir einen Ofenerdapfel. Der Kellner richtet das Ding her - es duftet wahnsinnig gut - und ich will zahlen. Tja. Wille bringt einen nicht immer weit. Der Kassierertyp raubt mir die Aussicht auf mein Abendessen mit zwei Worten: Nur Kreditkarte. Scheiße. Nicht nur, dass ich Nahrung brauche, sondern auch der Kellner tut mir leid, der eh so gestresst ist und sich extra die Mühe gemacht hat, das Essen für mich vorzubereiten. Mist, mist, mist. Enttäuscht stecke ich das Geldbörsel wieder ein und verziehe mich an meine Platz. Hab' Hunger, hab' Durst, mag schlafen.
Im Endeffekt hab ich mir dann in Wien noch ein Pizzaeck gekauft...
Tuesday, December 09, 2008
Besuch vom Weihnachtsmann
Nach wieder mal nur so an die 5 Stunden Schlaf bin ich auch an diesem Montag (der ja ein Feiertag war) durchs nächtliche Wien gefahren, um in einem warmen, erleuchteten Raum frische Backwaren feilzubieten. Alles war wie immer - bis auf die Tatsache, dass der Geschirrspüler hin ist und ich mir meine Hände rissig gespült hab... aua!
Einen Gast nach dem anderen hab' ich brav bedient, ohne irgendwelche Peinlichkeiten, Vergesslichkeiten und Beschimpfungen - also alles in allem recht entspannt.
Die Tür geht auf und wieder kommt ein Gast herein. Ein älterer Mann mit einer leicht zylindrischen Haube und einem grauen (Rausche-)bart. Und bild ich mir das ein, oder ist der Bart auf einer Seite blau-gelb gefärbt? Muss wohl an den Lichtverhältnissen liegen... Er bestellt also ein paar Semmeln oder irgendsowas und als ich von ihm 2 Euro irgendwas verlange, gibt er mir 3,50 - passt schon. Bin ich ja gar nicht gewohnt, so viel Trinkgeld! Und noch dazu beim Verkauf über den Tresen!
Als er gerade seine Sachen zusammen packt, kommt aus dem rauchigen Hinterzimmer Stammgästin Maria und spricht ihn auf irgendein Buch an, das er irgendwann mithatte, und fragt ihn, wo man das wohl kaufen könne. Da hat der Alte plötzlich eines dieser Bücher in der Hand und überreicht es ihr. Sie ist ganz baff, freut sich aber auf jeden Fall. Und dann noch besser, zieht er ein zweites aus der Tasche und reicht es mir über den Tresen: Und hier ist auch eines für Sie. Auf Wiedersehen! Wahnsinn. Ich bin komplett perplex - warum gibt der mir ein Buch?
Ich blättere es kurz durch und stelle fest, dass es sich um ein Kochbuch mit traditionellen Wiener Rezepten handelt, das statt Abbildungen der Speisen freie Interpretationen von Künstlern enthält. Kann man immer brauchen. Und jetzt wo Maria mir sagt, dass er ein Künstler ist, erscheint mir auch die Sache mit dem bunten Bart nicht mehr ganz so abwegig.
Nun, obwohl ich nicht an den Weihnachtsmann glaube und demnächst eine Unterschriftensammlung gegen Fassadenverschandelung starten werde: Dieser Mann hatte irgendwie was Nikolausartiges und hat mir durch seinen Besuch den Tag erhellt.
Wednesday, November 26, 2008
Flogging the Gasometer
Die Vorgeschichte:
Letzten März gastierte die Amerikano-Irische Punk Band Flogging Molly in Wien und ich als frischer Fan wollte natürlich unbedingt hin. Allerdings ist mir dann - wie so oft - meine Faulheit dazwischen gekommen und als ich mich endlich aufraffte, Karten zu kaufen, war's natürlich schon zu spät.
Um so größer meine Freude, als ich durch Zufall Ende September auf der HP der Band herumsurfe und feststelle, dass sie am 25. November schon wieder kommen!
Innerhalb der folgenden 15 Minuten hab ich die Kathi motiviert und dann gleich 2 Karten bestellt.
Und jetzt zum Thema:
Den ganzen gestrigen Tag über konnte ich es schon nicht erwarten und hab mir dann genau überlegt, was ich anziehe (nix hagliches, aber auch nix schiaches und nix, das irgendwie belastet) und auch extra keine Tasche mitgenommen, die mir im Weg umgehen hätt' können (hab mein ganzes Klump dann schmarotzerisch in Kathis Tasche geschmissen - DANKE!!).
Endlich fanden wir uns in den Gasometern ein. Der Einlass war eine halbe Stunde vorverlegt worden - was bei 3 Vorbands auch kein Wunder ist...
Erst einmal haben wir gleich die Bank Austria Halle mal nicht gefunden...aber wir hatten Zeit.
Zeit um noch ein Bier zu trinken und uns die Band Shirts anzuschauen. Und da musste ich mich sehr ärgern: Warum bitte haben die Girlie-Shirts immer so hässliche Aufdrucke mit Herzerln und Flügerln und komischer Schrift und in schiachen Farben? Enttäuscht bin ich für's erste abgezogen...... nur um dann wiederzukehren: Ob die Männerleiberl wohl sehr maskulin geschnitten sind? Frag ma mal. Probier ma mal. Na, passt eh - tailliert halt nicht, aber man kann halt nicht alles haben. Dafür ist das Motiv schön. --> Hab ich also mein erstes Bandshirt erstanden :-). Jetzt bin ich glücklich!
Nach dieser ewigen Entscheidungsprozedur hatte natürlich die erste Supporting Band schon zu spielen begonnen (Time again). Nicht zu schlecht. Aber auch nicht mitreißend. Anhörbar aber unkreativ.
Als nächstes kam mit Skindred so ein witziger Rastafarityp auf die Bühne und das erste Lied verzog mir das Gesicht. Allerdings war die Band britisch und (dadurch?) irgendwie verdammt lustig. Der Typ hats geschafft, die ganze Halle zum Tanzen zu bringen:
This is fucking Austria, right? And as far as I know you Austrians fuckin' rock! Is that true?
*cheering*
..and you love to fucking bounce! So I want this whole hall fuckin' bouncing now!
So we all bounced.
Lustig dann etwas später:
I wanna ask you Austrians a question. Do you believe in unity?
*one second of audible silence*
*careful cheering*
Ja, da muss man bei uns ein bisserl vorsichtig sein....
Anyways, to cut it short: Das war eine der besten Vorbands, die ich bislang erlebt habe. Die Leute haben sogar nach Zugabe geschrien! (Es gab allerding keine.)
Nun gut, Zeit wird's um auf die Hauptband zu sprechen zu kommen (Aja, die 3. Vorband - Street Dogs - war zum Vergessen: der Sänger ist von den Instrumenten ertränkt worden und es war einfach nur laut -- also haben wir wieder die Flucht ergriffen und sind noch schnell was trinken gegangen...): Es war plötzlich furchtbar eng, weil alle unbedingt vorne stehen wollten. (Lustig die Leute, die sich entschuldigen, weil sie sich unbedingt durchdrängen wollen, obwohls eh schon gar nicht mehr geht... da entschuldigt man sich nicht, sondern gibt sich mit seinem Platz zufrieden!)
Aber schnell hat sich's gelockert als Flogging Molly schließlich losgelegt haben und die Halle zu toben begann. Da wurde wild gepogt und herumgehüpft und die Leute sind in Scharen aus den vorderen Reihen geflohen.
Wir sind relativ weit vorne gestanden und auf einmal bin ich schon mittendrin im Gewühl. Alle drängen nach links und als ich nach rechts blicke, sehe ich, wie die Menschen dort beginnen, einen weiten Kreis zu ziehen. Und dann ist es so richtig losgegangen. Ich bin gehüpft, gehüpft, gehüpft und weitergehüpft -- sonst wäre ich vermutlich recht schnell gefallen. Von allen Seiten stößt, schubst und drängt es. Ein Stück vor mir haut's einen hin, die Leute rund um ihn ziehen ihn wieder in die Höhe. Ein Typ mit nacktem Oberkörper prallt gegen mich und hopst weitern. Auf einmal eine kleine Öffnung in der Menge. Man schaut auf den Boden: Oje, da hat wer seinen Schuh (einen abgefuckten roten Converse) verloren. Ein Typ hebt in auf und hebt ihn in die Höhe, um dem Besitzer zu helfen.
Nach einigen Liedern hab ich mich dann wieder ein bisschen zurückgezogen und auch die Kathi wiedergefunden, in einer nicht ganz so wilden, aber trotzdem noch recht aufgewühlten Zone. Die Leute sind auch dort voll abgegangen - haben sich allerdings nicht mehr so brutal angerempelt.
Die Band war....IST der Wahnsinn: so richtig schön irisch (mit Fiddle, Tin Whistle, Bodhran und Akkordion - zusätzlich zu Schlagzeug, E-Gitarre und E-Bass) - der Sänger war mit dem Publikum voll auf einer Welle, hat eine super Stimmung erzeugt, gescherzt und an einer Stelle im Konzert sogar einem jungen Mann eine Dose Guinness zukommen lassen (warum hab ich nicht mitbekommen...). (Apropos Bier: Gründlich geduscht wurden wir auch, denn es gibt immer wieder Leute, die auf einmal ihres Getränks überdrüssig werden und es dann in hohem Bogen in die Menge schleudern... aber da ich damit eh gerechnet hab, war es mir wurscht...)
Am Ende des Konzerts hab ich mich gefragt, warum ich je für ein anderes Konzert Geld ausgegeben habe, denn dieses hier hat sie alle weit, weit abgeschlagen!!
Beim Heimfahren mit der U-Bahn haben Kathi und ich kaum mehr gesprochen, denn wir waren nur mehr müde, die Knie buttrig, die Arme schmerzend, das Genick verspannt, außerdem nach Bier stinkend und verschwitzt. Aber glücklich. Sehr glücklich. (Vor allem als ich nach der Dusche in mein Bett gefallen bin!)
Wednesday, November 19, 2008
Lachnummer
Heute zum Beispiel fand ich einen Artikel darüber, dass die österreichischen Unis im internationalen Ranking wieder mal voll ablosen -- vorletzter (=16. Platz)!!! Juhuu!!!
Dann hab ich die Begründung dafür gelesen und ich zitiere wörtlich aus dem Standard (Mi., 19.11.08, S.7):
Das österreichische System ist zu elitär. Es bildet nicht genug Menschen aus. Und jene, die am Ende einen Abschluss haben, sind mit dem Magistertitel oft überqualifiziert. (sprach der Studienautor Paul Hofheinz offenbar im Ö1 Morgenjournal)
(Lustig - zu elitär! Und das bei so mini-Studiengebühren, die eh bald keine mehr sind.... D.h. die Uni ist den meisten Studenten zu hoch, oder was? Dabei wollen's ja immer, dass die Österreicher bei der PISA Studie besser abschneiden. Aber bitte, drückt doch lieber das Niveau, damit die anderen Länder nicht neidisch werden....)
Dazu der Kommentar von Minister Hahn:
Wenn die Kritik dieser Studie lautet, dass wir mehr Akademiker auf geringerem Niveau mit weniger Einkommen produzieren sollten, dann teile ich nur die erste Kategorie und ansonsten bin ich zufrieden. Dass jemand ein zu hohes Ausbildungsniveau kritisiert, habe ich überhaupt noch nie in einer Studie gehört.
Wie gesagt, immer wieder spannend, die Lektüre dieses Blattes -- auch wenn die Zeitung selber nix dafür kann!
Monday, November 17, 2008
There's a bakery in the night sky
Mein erster Arbeitstag war das und ich war mordsnervös (weil alleine) und auch nicht wirklich ausgeschlafen.
Exkurs:
Gestern sind Ina, Jono und Dan (3 hermische Kollegen) nach Wien gekommen und ich hatte die Ehre, den tour guide zu spielen - immer wieder lustig :-). Jedenfalls waren diese der Grund, warum ich nicht wie geplant um 10 schlafenderweise im Bett gelegen, sondern zu der Zeit noch biertrinkend in einem Pub gesessen bin. Im Endeffekt hab ich vermutlich so 3-4 Stunden geschlafen....
Aber ich war schon überzeitig dort und konnte mir mit dem Herrichten Zeit lassen.
Und dann war's auch gleich mal ordentlich stressig: 5 vor 7 stehen die ersten Leute vor der Tür, die Semmeln wollen, und Brot und Salzstangerl und was weiß ich was noch alles.... und genau dieses "was-weiß-ich-was-noch-alles" hat zum Teil die Probleme hervorgerufen: Welche Nummer haben die dummen Semmelbrösel? Sind ja nirgends angeschrieben... Und das Dreh&Trink? Ruhig bleiben. Keine Panik. Alles wird gut. Du kannst das. Du bist gut. Durchatmen... man kann das sicher irgendwo nachschauen... Die Schlange wird länger... Ich auf der Computerkassa herum: aja, da ist sie, die Nummer, endlich. Geht doch :-). Puh!
Die größte Herausforderung aber waren die Stammgäste, die mir beim Hereinkommen "Eine Melange, wenn du Zeit hast!" zugerufen und sich dann in's hintere Eck des Kaffeehauses zurückgezogen haben. Da die Leute vorn am Tresen aber so viele waren, hab ich dann den Kaffee vergessen. Und zwar nicht einmal. Auch nicht zweimal. Damn, damn, damn!!
Sie haben es mir zum Glück verziehen. "Du bist ja neu." Nochmal Glück gehabt... Nächstes Mal mach ich's besser, versprochen!
So richtige Anflüge von Panik bekomme ich erstmals, als mir sowohl Mohnstriezerl als auch Salzstangerl ausgehen. (Außerdem die Golatschen und mürben Kipferl und Kornspitz und Zimtschnecken,....).
Und zwar um halb 11. (Bis 1 ist offen.)
Ich beginne daraufhin, die Gefrierschränke zu durchforsten, da man von mir verlangt, die Sachen, die ich brauche, selber aufzubacken. Keine Mohnstriezerl. Auch keine Salzstangerl. (Plundergebäck sowieso nicht - das ist scheinbar nicht aufbackbar.)
Dafür aber Kornspitze und Schokocroissants. Und massenhaft Semmeln...
Ich nehme also so 15 Kornspitz und 6 Croissants raus und backe sie auf. Mehr kann ich auch nicht tun.
Die Schoko-Croissant Entscheidung war eine gute: bis auf 1 hab ich alle verkauft. Leider bin ich dafür auf ca. 10 Kornspitz sitzen geblieben....blöd... Aber man kann unmöglich abschätzen, wie viele Leute innerhalb von 2 1/2 Stunden um Kornspitz kommen werden.
Alles in allem war's ein ganz brauchbarer erster Arbeitstag: Stress gleich am Anfang - da steh ich drauf :-). Es geht schließlich nix über Herausforderungen!!
Am interessantesten sind immer noch die Kunden: Ich weiß jetzt, dass die eine Dame über einen ganzen Haustierzoo (inklusive Schlangen und Skinks) verfügt, die auch Hunger haben, und so ein netter älterer Herr an einer schon seit einiger Zeit geschlossenen Tankstelle in meiner Nachbarortschaft gearbeitet hat, wo er der beste Frostschutzmittelverkäufer war. Ist doch nett! *smile* Dafür steh ich gern in 2 Wochen wieder um 5 auf - auch wenn's schon ganz schön hart ist.
Sunday, November 09, 2008
Kahlúa Gâteau
(Ich habe ja immerhin mein Special Value "Baking" Buch und das muss verwendet werden.) Das Tia Maria Gâteau hat mich angelacht, aber es ist an der Unerhältlichkeit des Likörs gescheitert und so bin ich auf Kahlúa ausgewichen - is ja eh das Gleiche... Sehr leckere Sache und sehr kaffeelastig. Besonders fasziniert hat mich die Creme aus Topfen, Honig, Kahlúa und frischem Ingwer (bissl zu viel Ingwer f. meinen Geschmack....)...
Hier das Resultat:

Also entweder es hat allen geschmeckt, oder sie waren zu feig, Kritik zu üben...
Vielleicht sollt ich als weiteren Nebenjob Geburtstagstorten auf Bestellung anbieten?
"Kristinas Torten für alle Anlässe"....
Thursday, November 06, 2008
It's Austria, not Australia! Austria! Austria! Austria!
Can I have my money transferred to my Austrian account, lets say in December, after the tax has been refunded?
Yes, you certainly can. You just give us a written request with your account details and the date you wish it to be transferred and we will transfer it to your Australian account.
'AUSTRIAN', I think, but never mind.... (and, hey, was she paying me a compliment because my English sounds like I was a native speaker?... apparently I'm either from South Africa or from Australia, according to British guessers...)
I didn't think about this any longer but went "home" (to my dark and tiny room without view) and wrote the request.
A few days later I went to the bank again to hand in the handwritten piece of paper (I hope they'll do what I want them to and didn't toss it away....). At this moment it occurred to me that this was not the only thing I wanted HSBC to do for me and so I asked, could you maybe also send me my account and balance details to my home address from now on, because I'm leaving in two days ....
Which was of course no problem. Just fill in one of these forms.
Which I did: I put down my home address and I'm pretty sure I DID NOT write "Australia" in the gap labelled "country".
Anyways, I had thought about my bank account recently because I wondered how it was possible that my balance increased between Sept. 10th and Oct. 18th without my doing anything. And I was also wondering if I'd ever get a letter from the bank that would clarify the facts for me...
So today I was taken by surprise when I entered the kitchen and on my part of the table I found an envelope with gigantic permanent marker ornaments on it: Somebody had drawn an arrow from the address and written AUSTRIA - EUROPE across the whole front in huge letters. It had apparently been misdirected first...... to Down Under.
One should think that a bank is well organised and employs people who do things diligently and therefore read carefully... but obviously not.
I think I'll send them a mail.
Wednesday, November 05, 2008
Wer sich auf ehrenhafte Weise seines schlechten Gewissens entledigen will...
Um es anders zu formulieren: Dass ich ein kleiner Schmarotzer bin, wissen die meisten, die das lesen eh -- ich spreche vom Internet.
Jetzt hab ich mir also gedacht, es ist bissl böse, immer nur bei anderen abzuzapfen und als Konsequenz meinen Vater mit der Tatsache konfrontiert, dass ich eventuell doch gerne Internetzugang hätt... und er kommt daraufhin mit dem Vorschlag, mir so einen netten Stick zu kaufen, so eine Art Wertkarte für's Internet, wo man halt nur ein GB hat und wenn das aus ist, muss man sich ein neues kaufen - ist zwar relativ teuer, aber mehr brauch ich nicht und deshalb will ich auch nicht mehr Geld ausgeben.
Ich hab mir also gedacht das ist keine so schlechte Idee und bin deshalb heut zu einem A1 Shop gepilgert (ja, gepilgert, denn zuerst war ich auf der Mariahilferstraße, aber der Shop dort sperrt nach einem Umbau erst morgen wieder neu auf, typisch .... also ab in die Rotenturmstraße) und hab dort ein obengenanntes Gerät erworben.
Daheim hab' ich's (jetzt gerade vorher) angeschlossen und mich gefreut, als es dann auch tatsächlich funktioniert hat.... zu früh, wie sich herausstellen sollte.
Google schafft das Ding noch. Wikipedia auch. Meinen Blog auch - es sei denn, ich will einen neuen Beitrag schreiben; das ist ihm zu heftig - er lädt die Seite nicht. Davon gleich einmal enorm angepisst, versuche ich meinen Emailanbieter Hawaii (denn mit dem haben erfahrungsgemäß so einige Verbindungen ihre Probleme) und was ich erwartet habe tritt natürlich ein: Die Seite kann nicht geladen werden.
Jetzt bin ich also voll sauer und hab das Ding wieder abgezogen (und der Versuchung widerstanden, es gleich an die Wand oder aus dem Fenster zu werfen). Ich hoff' das Problem liegt an der Uhrzeit und ich hoff' zu anderen Stunden gehts dann vielleicht besser - denn was tu ich bitte mit Internet, wenn ich nicht mal auf meine Mails zugreifen kann??? Arrrghlll!!!