Warum auch immer, hatten an den vergangenen beiden Tagen diverse Leute Probleme mit meinem Namen, an welchem ich (mal abgesehen von dem eventuell etwas lästigen "K") wirklich kein potentielles Problem finden kann.
Aber so wie Schönheit auch, liegt wohl Schwierigkeit genauso im Auge - oder Hirn - des Betrachters/Artikulators:
Fall 1:
Dienstvergabe in der alten Römerstadt.
Mal abgesehen davon, dass mich niemand kannte, obwohl ich jetzt ja doch schon seit einem Jahr bei dem Verein bin, überraschte mich die Einteilende, als ich mich für eine "Erlebnistour" meldete mit der Aussage:
"Ah, Sie sind die Frau mit dem komplizierten Namen."
Etwas verwirrt und verständnislos blicke ich sie an.
Dann entgegne ich:
"Naja -- Hammer..."
Was mir Gelächter aus dem Publikum einbringt - Scheinbar ist auch diesen die Komplexität an meinem Namen entgangen.
Fall 2:
Der Italienischkurs.
Unser Professor versucht nun schon seit Wochen, sich unsere Namen zu merken und um ihn ein bisschen zu quälen, verwenden wir unsere tollen Namensschilder einfach nicht mehr.
Bis heute nannte er mich meist Katharina, doch heute wurde er gleich noch kreativer:
"Allora, das nächste Beispiel (oder so)... "
- fragender Blick -
Ich warte.
"Elisabeth?"
"No."
"Hm.. Katharina?"
"No - Kristina!"
Und die nächste Runde gleich wieder:
"Katharina"
Böser Blick meinerseits.
"Ach nein! Kristina!"
Ich biete ihm mit leicht zynischem Unterton an, mein Namensschild wieder aufzustellen, was ich dann auch tue.
Aber siehe da, die nächste Runde:
"Katharina?"
Wortlos tippe ich nur mehr mit dem Stift an das Namensschild.
"Kristina!" - der Lehrer sichtlich total verzweifelt: "Das ist so peinlich!"
Im weiteren Verlauf der Stunde hat er vermieden, mich beim Namen zu nennen und mich einfach nur immer angeschaut, wenn er etwas wollte...
Mehrsilbige Namen sind also scheinbar eine potentielle Fehlerquelle - vor allem, wenn es viele gibt, die mit demselben Buchstaben beginnen.
Aus diesen tiefgreifenden, schmerzlichen Erfahrungen werde ich also Konsequenzen ziehen und meinen Kindern dann mal möglichst einfache, einsilbige Namen verpassen: Zum Beispiel "Ruth" oder "Horst"oder "Karl" oder irgendetwas total ausgefallenes, wie beispielsweise "Darwin" - aber das ist eine andere Geschichte...
Hallo an alle, die sich irgendwie auf diese Seite verirrt haben. Dies ist eine Halde persönlicher Anekdoten, Reiseberichte und sonstigen Allerleis, angelegt, als ich zu studieren begonnen habe. Leider habe ich diese Gedankenlagerstätte schon lange nicht mehr regelmäßig neu befüllt - es ergibt sich manchmal schlecht - doch vielleicht ergibt es sich jetzt wieder öfter.
Thursday, April 24, 2008
Saturday, April 12, 2008
Wie man Gallensteine als Motivationsmittel einsetzt
Meine liebe Nachhilfeschülerin hat - nicht unbedingt zu meiner Überraschung - bei der letzten Schularbeit nicht gerade die allerbeste der möglichen Noten abgesahnt und ist dafür aber umso entschlossener (vermutlich gefördert durch elterliche Drohungen), ihre Kenntnisse zu verbessern.
Blöderweise fehlen ihr genau die Basics und ich quäle sie deshalb stundenlang mit Deklinationsübungen aller Art. Ist müh-, aber wirksam.
Zwischendurch schimpft sie immer wieder über die Unnötigkeit und Schwierigkeit dieser Dinge - von mir natürlich stets dementiert - und regt sich darüber auf, dass die lateinischen Texte alle so langweilige und uninteressante Themen behandeln. Da musste ich freilich gleich widersprechen und sie mit ein paar netten Anekdoten wieder aufmuntern.
Und dann hatte ich die Idee: Das liebe Mädel ist absolut tiernärrisch und mag mal Veterinärmedizin studieren....
-- Mit-Lateiner werden nun schon wissen, worauf ich hinauswill (sie dürfen den nächsten Absatz überspringen) ...Für die anderen: --
Die Prüfung letzten Freitag ist noch nicht ganz in Vergessenheit gerückt (Spätlatein als Grundlage der romanischen Sprachen) und außer diversen, immer wieder auftretenden Nachwirkungen (i.e. Eva und ich stören den Italienischunterricht durch permanente Diskussionen, wie ein bestimmtes Wort entstanden ist, und anschließende Freudenausbrüche ob unseres Wissens) sind vor allem auch die Texte, die wir zur Illustration der Sprachwandlung vorgesetzt bekamen noch nicht ganz verdaut. Bzw. haben sie sich in mein Hirn eingebrannt.
Ein toller Text, die Mulomedicina, behandelt relativ ausführlich und v.a. total g'schmackig veterinärmedizinische Themen der Sorte: Was macht man, wenn ein Viech einen wehen Haxen hat, oder wenn ein Schweinderl Muskelkater hat, oder wenn einem Viech schwindlig ist... und auch - und das ist der leckerste Text überhaupt - wie man am besten Gallensteine in einem "Großtier" aufspürt und diese dann auch entfernt.
Ebendiese Mulomedicina hab ich mir also hergenommen und ins klassische Latein umformuliert.
Kaum zu glauben, bekam ich doch tatsächlich nach jedem Halbsatz von meiner Nachhilfeschülerin ein "Cool!" oder "Warum macht man sowas nicht in der Schule?" oder "Gibt's noch mehr solche Texte?" zu hören.
Und wie staunte ich erst, als sie, als ich ihr den Rest zur Hausübung aufgab, doch tatsächlich meinte: "Das ist cool, das mach ich jetzt gleich, wenn du dann weg bist." -- arg.
Arg, arg, arg.
Also dass sie das interessiert hab ich mir schon gedacht - aber so sehr, dass sie das sofort freiwillig übersetzt und sogar noch mehr verlangt? Hui!
Nun, dann werd ich mich gleich mal im Internet auf die Suche nach möglichst grauenvollen Tier-OP-Gustostückerln machen. Denn was tut man nicht alles, um Leute für eine Sache zu begeistern!
Blöderweise fehlen ihr genau die Basics und ich quäle sie deshalb stundenlang mit Deklinationsübungen aller Art. Ist müh-, aber wirksam.
Zwischendurch schimpft sie immer wieder über die Unnötigkeit und Schwierigkeit dieser Dinge - von mir natürlich stets dementiert - und regt sich darüber auf, dass die lateinischen Texte alle so langweilige und uninteressante Themen behandeln. Da musste ich freilich gleich widersprechen und sie mit ein paar netten Anekdoten wieder aufmuntern.
Und dann hatte ich die Idee: Das liebe Mädel ist absolut tiernärrisch und mag mal Veterinärmedizin studieren....
-- Mit-Lateiner werden nun schon wissen, worauf ich hinauswill (sie dürfen den nächsten Absatz überspringen) ...Für die anderen: --
Die Prüfung letzten Freitag ist noch nicht ganz in Vergessenheit gerückt (Spätlatein als Grundlage der romanischen Sprachen) und außer diversen, immer wieder auftretenden Nachwirkungen (i.e. Eva und ich stören den Italienischunterricht durch permanente Diskussionen, wie ein bestimmtes Wort entstanden ist, und anschließende Freudenausbrüche ob unseres Wissens) sind vor allem auch die Texte, die wir zur Illustration der Sprachwandlung vorgesetzt bekamen noch nicht ganz verdaut. Bzw. haben sie sich in mein Hirn eingebrannt.
Ein toller Text, die Mulomedicina, behandelt relativ ausführlich und v.a. total g'schmackig veterinärmedizinische Themen der Sorte: Was macht man, wenn ein Viech einen wehen Haxen hat, oder wenn ein Schweinderl Muskelkater hat, oder wenn einem Viech schwindlig ist... und auch - und das ist der leckerste Text überhaupt - wie man am besten Gallensteine in einem "Großtier" aufspürt und diese dann auch entfernt.
Ebendiese Mulomedicina hab ich mir also hergenommen und ins klassische Latein umformuliert.
Kaum zu glauben, bekam ich doch tatsächlich nach jedem Halbsatz von meiner Nachhilfeschülerin ein "Cool!" oder "Warum macht man sowas nicht in der Schule?" oder "Gibt's noch mehr solche Texte?" zu hören.
Und wie staunte ich erst, als sie, als ich ihr den Rest zur Hausübung aufgab, doch tatsächlich meinte: "Das ist cool, das mach ich jetzt gleich, wenn du dann weg bist." -- arg.
Arg, arg, arg.
Also dass sie das interessiert hab ich mir schon gedacht - aber so sehr, dass sie das sofort freiwillig übersetzt und sogar noch mehr verlangt? Hui!
Nun, dann werd ich mich gleich mal im Internet auf die Suche nach möglichst grauenvollen Tier-OP-Gustostückerln machen. Denn was tut man nicht alles, um Leute für eine Sache zu begeistern!
Wednesday, April 09, 2008
Reisefieber
Warm wirds.
Die Vögel zwitschern.
Die Blüten auf den Bäumen duften.
Die Radlfahrer fahren einen über'n Haufen.
Die Jogger rennen einen nieder.
Alle wollen raus.
Und ich will fort.
Nicht, dass ich es hier nicht aushalten würde - ganz im Gegenteil, ich bin so vergnügt und fröhlich wie seit dem letzten sonnigen Herbsttag nicht mehr. Und auch ich habe mein Rad ausgegraben und mähe seitdem gnadenlos Fußgänger um.
Allerdings habe ich auch wieder Lust bekommen zu verreisen. (In 3 Wochen wird dieser Wunsch dann in Form einer Exkursion in Erfüllung gehen.)
Alle meine Gedanken kreisen nun um den Sommer und meine bislang längste Abwesenheit von home, sweet home. (Das dient dazu, den aufkommenden Unistress zu verdrängen und ein Ziel vor Augen zu haben.)
Was erwartet mich dort? Wie werden die Leute sein? Wie wird mir die Arbeit gefallen? Wird mir auf der kleinen Insel fad? Stimmen diese ganzen Hotelgerüchte, die mir meine Mutter immer wieder erzählt? etc. etc.
Hauptsächlich ist da eine riesige Vorfreude und Neugierde.
Um letztere zu bekämpfen hat wieder mal der Zufall zugeschlagen, der es so wollte, dass vor einer uninahen Buchhandlung, an der ich vorbeimusste, recht viele Reiseführer zu einem sehr günstigen Preis feilgeboten wurden und freilich auch einer von den Kanalinseln dabei war.
Da musste ich zuschlagen, denn man kann ja nicht ganz und gar unvorbereitet und unwissend unbekannte Lande aufsuchen.
Also hab ich nachgelesen und bin jetzt gescheiter:
Herm ist 2 Quadratkilometer groß, es gibt ca. 10 Familien dort, 2 Restaurants, ein Caf'e und eine Post. Außerdem eine Kirche, wo jeden Sonntag eine 30minütige Messe abgehalten wird und natürlich - nicht zu vergessen - das White House Hotel.
Landschaftlich dürfte das Fleckerl ein breites Spektrum bieten: sowohl etliche Sandstrände (tw. mit vielen Muscheln) als auch bis zu 70 m hohe Klippen. --- gut, das hab ich vorher schon gewusst.
Aber das ist neu:
Es gibt Austern. Es gibt Kühe. Es gibt keine kleinen Känguruhs mehr *schnief*.
Die Kühe geben viel Milch, sodass diese auf die Nachbarinsel Guernsey exportiert wird.
Die kleinen Känguruhs sind tot weil der besoffene Koch und der besoffene Butler sie abgeknallt haben *schnief*, obwohl der Inselbesitzer Schießverbot erteilt hatte.
Die Austern machen glaub ich gar nix Spannendes, aber man kann sie essen.
Auch die Pflanzen dort sind interessant: Wälder, Palmen, Farne, Hyacinthen (oder so)...
Es gibt keine Autos, man darf nicht im Freien Radio hören und überhaupt ist es ruhig, beschaulich und entspannend.
Den Großteil der Bevölkerung machen im Sommer Saisonarbeiter aus *g*
*Märchenbuch-zuklapp*
Das könnte also recht nett werden - aber um die kleinen Känguruhs tut's mir leid...
Bis ich allerdings mich dorthin begebe, steht mir ein Haufen Stress bevor, den ich einfach ausblenden werde, indem ich in diversen Parks herumliege oder mit dem Rad weiterhin Menschen erschrecke :o).
Die Vögel zwitschern.
Die Blüten auf den Bäumen duften.
Die Radlfahrer fahren einen über'n Haufen.
Die Jogger rennen einen nieder.
Alle wollen raus.
Und ich will fort.
Nicht, dass ich es hier nicht aushalten würde - ganz im Gegenteil, ich bin so vergnügt und fröhlich wie seit dem letzten sonnigen Herbsttag nicht mehr. Und auch ich habe mein Rad ausgegraben und mähe seitdem gnadenlos Fußgänger um.
Allerdings habe ich auch wieder Lust bekommen zu verreisen. (In 3 Wochen wird dieser Wunsch dann in Form einer Exkursion in Erfüllung gehen.)
Alle meine Gedanken kreisen nun um den Sommer und meine bislang längste Abwesenheit von home, sweet home. (Das dient dazu, den aufkommenden Unistress zu verdrängen und ein Ziel vor Augen zu haben.)
Was erwartet mich dort? Wie werden die Leute sein? Wie wird mir die Arbeit gefallen? Wird mir auf der kleinen Insel fad? Stimmen diese ganzen Hotelgerüchte, die mir meine Mutter immer wieder erzählt? etc. etc.
Hauptsächlich ist da eine riesige Vorfreude und Neugierde.
Um letztere zu bekämpfen hat wieder mal der Zufall zugeschlagen, der es so wollte, dass vor einer uninahen Buchhandlung, an der ich vorbeimusste, recht viele Reiseführer zu einem sehr günstigen Preis feilgeboten wurden und freilich auch einer von den Kanalinseln dabei war.
Da musste ich zuschlagen, denn man kann ja nicht ganz und gar unvorbereitet und unwissend unbekannte Lande aufsuchen.
Also hab ich nachgelesen und bin jetzt gescheiter:
Herm ist 2 Quadratkilometer groß, es gibt ca. 10 Familien dort, 2 Restaurants, ein Caf'e und eine Post. Außerdem eine Kirche, wo jeden Sonntag eine 30minütige Messe abgehalten wird und natürlich - nicht zu vergessen - das White House Hotel.
Landschaftlich dürfte das Fleckerl ein breites Spektrum bieten: sowohl etliche Sandstrände (tw. mit vielen Muscheln) als auch bis zu 70 m hohe Klippen. --- gut, das hab ich vorher schon gewusst.
Aber das ist neu:
Es gibt Austern. Es gibt Kühe. Es gibt keine kleinen Känguruhs mehr *schnief*.
Die Kühe geben viel Milch, sodass diese auf die Nachbarinsel Guernsey exportiert wird.
Die kleinen Känguruhs sind tot weil der besoffene Koch und der besoffene Butler sie abgeknallt haben *schnief*, obwohl der Inselbesitzer Schießverbot erteilt hatte.
Die Austern machen glaub ich gar nix Spannendes, aber man kann sie essen.
Auch die Pflanzen dort sind interessant: Wälder, Palmen, Farne, Hyacinthen (oder so)...
Es gibt keine Autos, man darf nicht im Freien Radio hören und überhaupt ist es ruhig, beschaulich und entspannend.
Den Großteil der Bevölkerung machen im Sommer Saisonarbeiter aus *g*
*Märchenbuch-zuklapp*
Das könnte also recht nett werden - aber um die kleinen Känguruhs tut's mir leid...
Bis ich allerdings mich dorthin begebe, steht mir ein Haufen Stress bevor, den ich einfach ausblenden werde, indem ich in diversen Parks herumliege oder mit dem Rad weiterhin Menschen erschrecke :o).
Sunday, April 06, 2008
Über's Dürfen
Unlängst durfte ich mal wieder nur so zum Spaß im Marchfeld herumfahren. Ist ja ganz nett, die Gegend: Landschaftlich hat sie ein unglaublich breites und abwechslungsreiches Spektrum zu bieten und der Überblick geht einem nie verloren (soll heißen: um von Gänserndorf nach Hainburg zu kommen, kann man sich einen von schätzungsweise 5 miteinander verknüpften Wegen wählen, was dazu führt, dass ich unabsichtlich - wegen der irreführenden Beschilderung - stets in irgendeiner noch nie gesehenen Ortschaft lande. Die kurvenreiche Strecke verhindert zudem nicht nur ein rasches Vorankommen - weil immer mit Traktoren verstopft - sondern prüft den Orientierungssinn schwer. Ich plane also immer einen Zeitpuffer von mindestens 15 min ein...). Zumindest war das Wetter schön und die Musik, die FM4 so hergegeben hat, war gut.
Unterwegs war ich in Wirklichkeit zu meiner Lieblingsarbeitsstelle, in deren Museum nun eine neue Ausstellung eingerichtet wurde. Um zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter sich dort auch auskennen usw. gab's so eine Art Einschulung. Begonnen hat's um 10:00, also dachte ich mir, werd ich wohl um 1 wieder zuhause sein... Ja, dachte. Ich hatte leider die Person, die dieses veranstaltet hat, wieder mal unterschätzt:
Es kam ein 1 1/2 stündiger Vortrag über die Baugeschichte des Museums, das alte Inventar, die scheiß-Akustik, die Monarchie, komische Erlebnisse gleicher Person mit irgendwelchen Besuchern (wie die fette alte Dame, die sich auf den (nachgebenden) Weidenkorb setzte etc.) und schließlich vieles über den Mithraskultteil der Ausstellung (hierbei sei bemerkt: Der Mithraskultteil ist nach wie vor der gleiche, also NICHT neu!). Mal abgesehen von der Unnötigkeit des Inhalts - weil eh schon bekannt und viel zu ausführlich -, hat mich außerdem die Vortragsweise sehr gestört:
So war der Mithraskult. Wir glauben das, was der sagt, alles andere ist zweifellos falsch. Und als Führer darf man auch sonst nix erzählen.
Dazu meine Frage, welche Quellen es denn gibt.
Naja - den Laktanz.
Nur den Laktanz?
Ja, nur den Laktanz, und der schimpft drüber.
--> Aha, dacht' ich mir, aha... also SO war der Mithraskult und wir wissen alles drüber, alles klar.
Nach besagten 1 1/2 Stunden - es war also bereits 11:40 - und dem Ärger über die Unwissenschaftlichkeit hat's mir gereicht und ich bin gefahren - Sonst wär auch noch der ganze Nachmittag dahin gewesen. Bevor ich endgültig den Heimweg angetreten hab, gab's noch einen Abstecher in die herzige, kleine romanisch-gotische Wehrkirche aus dem 11. Jahrhundert, die sich dort in der Nähe befindet. Die wollt ich eh schon immer mal ansehen.
Und dann weiters zum Spar, um gleich Lebensmittel für das Wochenende zu beschaffen.
Dort am Parkplatz sprang mir was in's Auge: Auf der Heckscheibe des Autos vor mir prangte eine Aussage: "Ich darf dass [sic!]" -- Aha, und was? Falsch rechtschreiben? Gratulation!
(v.a. interessant, da ich auf der Anreise bereits ein Auto mit "I derf des" erspäht hatte...)
Um den Tag aber dennoch gut und sinnvoll ausklingen zu lassen, durfte ich mich der (z. Abwechslung fremdfinanzierten) Familienexkursion ins Kino anschließen, um uns endlich "Die Fälscher" anzusehen. Guter Film. Wirklich gut. Aber dafür hat er ja den Oskar bekommen...
Unterwegs war ich in Wirklichkeit zu meiner Lieblingsarbeitsstelle, in deren Museum nun eine neue Ausstellung eingerichtet wurde. Um zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter sich dort auch auskennen usw. gab's so eine Art Einschulung. Begonnen hat's um 10:00, also dachte ich mir, werd ich wohl um 1 wieder zuhause sein... Ja, dachte. Ich hatte leider die Person, die dieses veranstaltet hat, wieder mal unterschätzt:
Es kam ein 1 1/2 stündiger Vortrag über die Baugeschichte des Museums, das alte Inventar, die scheiß-Akustik, die Monarchie, komische Erlebnisse gleicher Person mit irgendwelchen Besuchern (wie die fette alte Dame, die sich auf den (nachgebenden) Weidenkorb setzte etc.) und schließlich vieles über den Mithraskultteil der Ausstellung (hierbei sei bemerkt: Der Mithraskultteil ist nach wie vor der gleiche, also NICHT neu!). Mal abgesehen von der Unnötigkeit des Inhalts - weil eh schon bekannt und viel zu ausführlich -, hat mich außerdem die Vortragsweise sehr gestört:
So war der Mithraskult. Wir glauben das, was der sagt, alles andere ist zweifellos falsch. Und als Führer darf man auch sonst nix erzählen.
Dazu meine Frage, welche Quellen es denn gibt.
Naja - den Laktanz.
Nur den Laktanz?
Ja, nur den Laktanz, und der schimpft drüber.
--> Aha, dacht' ich mir, aha... also SO war der Mithraskult und wir wissen alles drüber, alles klar.
Nach besagten 1 1/2 Stunden - es war also bereits 11:40 - und dem Ärger über die Unwissenschaftlichkeit hat's mir gereicht und ich bin gefahren - Sonst wär auch noch der ganze Nachmittag dahin gewesen. Bevor ich endgültig den Heimweg angetreten hab, gab's noch einen Abstecher in die herzige, kleine romanisch-gotische Wehrkirche aus dem 11. Jahrhundert, die sich dort in der Nähe befindet. Die wollt ich eh schon immer mal ansehen.
Und dann weiters zum Spar, um gleich Lebensmittel für das Wochenende zu beschaffen.
Dort am Parkplatz sprang mir was in's Auge: Auf der Heckscheibe des Autos vor mir prangte eine Aussage: "Ich darf dass [sic!]" -- Aha, und was? Falsch rechtschreiben? Gratulation!
(v.a. interessant, da ich auf der Anreise bereits ein Auto mit "I derf des" erspäht hatte...)
Um den Tag aber dennoch gut und sinnvoll ausklingen zu lassen, durfte ich mich der (z. Abwechslung fremdfinanzierten) Familienexkursion ins Kino anschließen, um uns endlich "Die Fälscher" anzusehen. Guter Film. Wirklich gut. Aber dafür hat er ja den Oskar bekommen...
Saturday, March 29, 2008
Neulich im Zug...
Also ich bin ja selbst ansatzweise recht konservativ und finde auch, dass Traditionen hochgehalten und gefeiert gehören (natürlich nicht alle, Gott bewahre!). Z.B. Sollte man die deutsche Sprache nicht zu sehr mit Anglizismen vermischen - shame on me, es passiert mir blöderweise selber immer wieder. (Aber ich könnt mich auf mein Studium ausreden...)
Aber halt! Ich schweife vom Thema ab:
Also neulich im Zug saß ich und schlief - bzw. hab ich es versucht, aber so bequem sind Züge auch wieder nicht. So, habe ich also an jeder Station die Augen kurz aufgemacht - offenbar ein Reflex, damit man nicht zu weit fährt (auch wenn Gänserndorf die Endstation ist).
Wie dem auch sei: Als ein neuerlicher Fahrgast einstieg, nahm ich diesen zuerst einmal olfaktorisch wahr - obwohl er sich, zum Glück, nicht zu mir gesetzt hat. Also hab ich kurz die Augen geöffnet und bin Zeugin von etwas geworden, dass ich - zumindest hier in den wohlbegüterten westlichen Landen, und vor allem in einer Stadt (geschweige denn einem Zug!!) - für ausgestorben gehalten hatte: Dem Bauernschneuzer. (Ich hoffe, ein jeder weiß sich mit dem Begriff etwas anzufangen, denn ich will ihn eigentlich nicht näher erläutern...)
Mit vor Schreck geweiteten Augen saß ich da, als jener alte, etwas versandelte Mann, von dem ich durch den Spalt zwischen Kopf- und Nackenlehne anfangs nur die schwarzen Lederhandschuhe sehen konnte, sich auf höchst unappetitliche Art und Weise seines Naseninhalts entledigte. Mahlzeit!
Man kann nur froh sein, ihm nicht gegenüber gesessen zu sein, denn das wäre vermutlich noch etwas ungustiöser gewesen....
Aber halt! Ich schweife vom Thema ab:
Also neulich im Zug saß ich und schlief - bzw. hab ich es versucht, aber so bequem sind Züge auch wieder nicht. So, habe ich also an jeder Station die Augen kurz aufgemacht - offenbar ein Reflex, damit man nicht zu weit fährt (auch wenn Gänserndorf die Endstation ist).
Wie dem auch sei: Als ein neuerlicher Fahrgast einstieg, nahm ich diesen zuerst einmal olfaktorisch wahr - obwohl er sich, zum Glück, nicht zu mir gesetzt hat. Also hab ich kurz die Augen geöffnet und bin Zeugin von etwas geworden, dass ich - zumindest hier in den wohlbegüterten westlichen Landen, und vor allem in einer Stadt (geschweige denn einem Zug!!) - für ausgestorben gehalten hatte: Dem Bauernschneuzer. (Ich hoffe, ein jeder weiß sich mit dem Begriff etwas anzufangen, denn ich will ihn eigentlich nicht näher erläutern...)
Mit vor Schreck geweiteten Augen saß ich da, als jener alte, etwas versandelte Mann, von dem ich durch den Spalt zwischen Kopf- und Nackenlehne anfangs nur die schwarzen Lederhandschuhe sehen konnte, sich auf höchst unappetitliche Art und Weise seines Naseninhalts entledigte. Mahlzeit!
Man kann nur froh sein, ihm nicht gegenüber gesessen zu sein, denn das wäre vermutlich noch etwas ungustiöser gewesen....
Monday, March 24, 2008
40 Tage Fastenzeit - Ein Resummee
Gute Vorsätze und Pläne sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Die Einhaltung bzw. Durchführung davon ist ein anderes Kapitel, das oftmals gar nicht aufgeschlagen wird. In seltenen Fällen aber funktioniert das Gesamtkonzept...
Aber zurück zum Titel und der Fastenzeit. Allzu Arges hab ich mir ja gar nicht auferlegt: Den Verzicht von Süßigkeiten und Mahlzeiten nach 19 Uhr.
Wenn ich meinen Erfolg graphisch veranschaulichen müsste, dann gliche die entstehende Kurve dem Graphen einer Kosinusfunktion: Die erste Woche war ich noch ganz brav, in der zweiten hab ich dann begonnen, die 19 Uhr zu ignorieren und die letzten beiden Wochen hab ich's dann mit den Süßigkeiten auch nicht mehr so genau genommen, zusätzlich bin ich noch Müsliabhängig geworden - was bestimmt auf die leckere, frische, nicht homogenisierte Milch, die wir in letzter Zeit zuhause haben, zurückzuführen ist -- somit hat die ganze Idee eigentlich nix gebracht, außer, dass ich mir wieder mal selber bewiesen habe, dass ich ein unglaublich inkonsequenter, willensschwacher Mensch bin. Hmpf..... Aber ich werde nicht aufgeben. Spätestens nächstes Jahr kommt wieder eine Fastenzeit und damit eine neue Chance...
Aber zurück zum Titel und der Fastenzeit. Allzu Arges hab ich mir ja gar nicht auferlegt: Den Verzicht von Süßigkeiten und Mahlzeiten nach 19 Uhr.
Wenn ich meinen Erfolg graphisch veranschaulichen müsste, dann gliche die entstehende Kurve dem Graphen einer Kosinusfunktion: Die erste Woche war ich noch ganz brav, in der zweiten hab ich dann begonnen, die 19 Uhr zu ignorieren und die letzten beiden Wochen hab ich's dann mit den Süßigkeiten auch nicht mehr so genau genommen, zusätzlich bin ich noch Müsliabhängig geworden - was bestimmt auf die leckere, frische, nicht homogenisierte Milch, die wir in letzter Zeit zuhause haben, zurückzuführen ist -- somit hat die ganze Idee eigentlich nix gebracht, außer, dass ich mir wieder mal selber bewiesen habe, dass ich ein unglaublich inkonsequenter, willensschwacher Mensch bin. Hmpf..... Aber ich werde nicht aufgeben. Spätestens nächstes Jahr kommt wieder eine Fastenzeit und damit eine neue Chance...
Thursday, March 20, 2008
Verzichtsinkompetenz und Suchtpotentiale
Die Fastenzeit - Zeit in der alle Süchte wieder mal zum Vorschein kommen...
Jo-jo Effekt -- was für ein schöner Begriff. Und wie groß ist doch sein Anwendungsbereich! Ob jetzt - so wie am Beliebtesten - verwendet, um von Gewichtsveränderung oder sonstigen Gewohnheitsänderungsversuchen zu sprechen, ist das Wort wahrhaft vielseitig einsetzbar. Eine Fallstudie:
Aus lauter Freude, dass ich mir ja jetzt sooo viel Geld erspart hab, hab ich das natürlich auch gleich ordentlich feiern müssen und mir wieder mal hier ein Buch ("Muffins - 140 Backideen". Um die Backsucht zu befriedigen und auch in der Fastenzeit andere Leute - und mich selbst... leider zu erfolgreich... - zum Sündigen zu verleiten) und dort eine DVD geleistet und schließlich auch - das verheerendste aller Übel! - ein paar Kinobesuche. Und zwar derer gleich vier. Alle im März. Gratuliere, meine Liebe, du hast es wieder mal geschafft, dich selbst zu übertreffen.
Ich könnte jetzt natürlich versuchen, die Schuld auf andere abzuwälzen, die mich zu diesen Kinobesuchen überredet haben, aber das käme mir freilich nie in den Sinn. Ich bekenne mich schuldig: Bedauerlicherweise ist nämlich aus diesen Kinobesuchen schon wieder eine neue Sucht im Entstehen begriffen - nämlich die, jede Woche mich in die Sneak Preview zu setzen, um mich dort überraschen zu lassen. Diese Spannung! Welchen Film wird es wohl spielen? Hm... Man schließt vorher Wetten mit den Freunden ab (Wer zahlt die nächsten Popcorn etc.... Nein, eh nicht... wobei.... na egal....). Staunend stelle ich Mal um Mal fest, dass der riesige Saal mit seinen 30 Reihen oder so voll ist - kaum zu glauben, wie faszinierend das Ungewisse ist. Noch dazu zu einem erhöhten Preis, dafür, dass eig. Kinotag ist.
So gehen also diese Dinge dezent ins Geld und ich werd mir entweder noch irgendeine weitere Zuverdienstmöglichkeit suchen müssen oder meinen ausschweifenden, viel zu luxuriösen Lebensstil irgendwie abändern und mich nur mehr von uraltem und steinharten Brot, das von der Vorwoche in Aktion ist, und leckerem Wiener Wasser ernähren, um irgendwie Geld für die heißersehnte dienstägliche Kinokarte aufzutreiben. Oder aber, ich hör damit auf, bevor ich wirklich süchtig werde. Hm...
Jo-jo Effekt -- was für ein schöner Begriff. Und wie groß ist doch sein Anwendungsbereich! Ob jetzt - so wie am Beliebtesten - verwendet, um von Gewichtsveränderung oder sonstigen Gewohnheitsänderungsversuchen zu sprechen, ist das Wort wahrhaft vielseitig einsetzbar. Eine Fallstudie:
Aus lauter Freude, dass ich mir ja jetzt sooo viel Geld erspart hab, hab ich das natürlich auch gleich ordentlich feiern müssen und mir wieder mal hier ein Buch ("Muffins - 140 Backideen". Um die Backsucht zu befriedigen und auch in der Fastenzeit andere Leute - und mich selbst... leider zu erfolgreich... - zum Sündigen zu verleiten) und dort eine DVD geleistet und schließlich auch - das verheerendste aller Übel! - ein paar Kinobesuche. Und zwar derer gleich vier. Alle im März. Gratuliere, meine Liebe, du hast es wieder mal geschafft, dich selbst zu übertreffen.
Ich könnte jetzt natürlich versuchen, die Schuld auf andere abzuwälzen, die mich zu diesen Kinobesuchen überredet haben, aber das käme mir freilich nie in den Sinn. Ich bekenne mich schuldig: Bedauerlicherweise ist nämlich aus diesen Kinobesuchen schon wieder eine neue Sucht im Entstehen begriffen - nämlich die, jede Woche mich in die Sneak Preview zu setzen, um mich dort überraschen zu lassen. Diese Spannung! Welchen Film wird es wohl spielen? Hm... Man schließt vorher Wetten mit den Freunden ab (Wer zahlt die nächsten Popcorn etc.... Nein, eh nicht... wobei.... na egal....). Staunend stelle ich Mal um Mal fest, dass der riesige Saal mit seinen 30 Reihen oder so voll ist - kaum zu glauben, wie faszinierend das Ungewisse ist. Noch dazu zu einem erhöhten Preis, dafür, dass eig. Kinotag ist.
So gehen also diese Dinge dezent ins Geld und ich werd mir entweder noch irgendeine weitere Zuverdienstmöglichkeit suchen müssen oder meinen ausschweifenden, viel zu luxuriösen Lebensstil irgendwie abändern und mich nur mehr von uraltem und steinharten Brot, das von der Vorwoche in Aktion ist, und leckerem Wiener Wasser ernähren, um irgendwie Geld für die heißersehnte dienstägliche Kinokarte aufzutreiben. Oder aber, ich hör damit auf, bevor ich wirklich süchtig werde. Hm...
Sunday, March 09, 2008
Wie man erfolgreich Geld spart
HA! Ich hab's geschafft, ich bin die perfekte Finanzenmanagerin. Hier das 3-Punkte-Easy-Sparen-Mitmach-Programm:
Punkt 1:
Buche mit Freunden eine Reise und werde rechtzeitig krank. So kannst du simulieren, ein sehr sozialer Mensch zu sein, hast aber eine gute Entschuldigung, doch nicht mitfahren zu müssen.
(Achte aber darauf, dass du rechtzeitig Ersatz findest bzw. rechtzeitig Ersatz gefunden wird, sonst könnte es sein, dass du unnötig um 70 Euro ärmer bist!)
Punkt 2:
Beginne, deine Wohnung zu sanieren und achte darauf, einen Handwerker zu finden, der schon etwas blass ist und voraussichtlich auch bald krank werden wird. Schau aber, dass du die Wohnung vorher in Baustellenzustand versetzt, damit du dort unmöglich wohnen kannst.
Stattdessen wohne bei deinen Eltern, denn das bietet dir folgende Vorteile:
* Du musst das Essen nicht selber zahlen
* Du musst immer den letzten Zug von Wien raus erwischen und kannst daher leider weder Geld für diverse Eintritte, noch für Bier ausgeben
* Du kannst leider nicht mit Leuten auf einen Kaffee / ein Mittagessen /... gehen, weil du erst nach Wien fahren müsstest
* Du hast keine Geschäfte in der Nähe, bei denen du in Versuchung geraten könntest, etwas zu kaufen
Punkt 3:
Wolle unbedingt zu einem Konzert gehen und warte 2 Tage zu lang, dir Karten dafür zu kaufen. Du kannst dann in ganz Wien herumlaufen (Sport!) und vorgeben, verzweifelt auf der Suche nach Karten zu sein und am Abend ganz zufrieden die 26 Euro, die du dir dabei erspart hast, auf die Seite legen. (Es sei denn, du kaufst dir aus lauter Frust eine CD, dann sinds nur 12 Euro, die du zur Seite legen darfst.)
Wie gesagt, ganz einfache Tipps, die für jeden sehr leicht zu befolgen sein sollten. Führt auf jeden Fall dazu, dass man im Endeffekt absolut glücklich ist! (v.a. wenn man hier zuhause von lauter kranken Familienmitgliedern umgeben ist und nur hoffen kann, dass einen das Virus nicht auch erwischt...)
Punkt 1:
Buche mit Freunden eine Reise und werde rechtzeitig krank. So kannst du simulieren, ein sehr sozialer Mensch zu sein, hast aber eine gute Entschuldigung, doch nicht mitfahren zu müssen.
(Achte aber darauf, dass du rechtzeitig Ersatz findest bzw. rechtzeitig Ersatz gefunden wird, sonst könnte es sein, dass du unnötig um 70 Euro ärmer bist!)
Punkt 2:
Beginne, deine Wohnung zu sanieren und achte darauf, einen Handwerker zu finden, der schon etwas blass ist und voraussichtlich auch bald krank werden wird. Schau aber, dass du die Wohnung vorher in Baustellenzustand versetzt, damit du dort unmöglich wohnen kannst.
Stattdessen wohne bei deinen Eltern, denn das bietet dir folgende Vorteile:
* Du musst das Essen nicht selber zahlen
* Du musst immer den letzten Zug von Wien raus erwischen und kannst daher leider weder Geld für diverse Eintritte, noch für Bier ausgeben
* Du kannst leider nicht mit Leuten auf einen Kaffee / ein Mittagessen /... gehen, weil du erst nach Wien fahren müsstest
* Du hast keine Geschäfte in der Nähe, bei denen du in Versuchung geraten könntest, etwas zu kaufen
Punkt 3:
Wolle unbedingt zu einem Konzert gehen und warte 2 Tage zu lang, dir Karten dafür zu kaufen. Du kannst dann in ganz Wien herumlaufen (Sport!) und vorgeben, verzweifelt auf der Suche nach Karten zu sein und am Abend ganz zufrieden die 26 Euro, die du dir dabei erspart hast, auf die Seite legen. (Es sei denn, du kaufst dir aus lauter Frust eine CD, dann sinds nur 12 Euro, die du zur Seite legen darfst.)
Wie gesagt, ganz einfache Tipps, die für jeden sehr leicht zu befolgen sein sollten. Führt auf jeden Fall dazu, dass man im Endeffekt absolut glücklich ist! (v.a. wenn man hier zuhause von lauter kranken Familienmitgliedern umgeben ist und nur hoffen kann, dass einen das Virus nicht auch erwischt...)
Sunday, March 02, 2008
Wie erstellt man einen Studienplan?
Man nehme so ziemlich alle nützlichen Fächer die man finden kann und teile sie ein in "eher einfach" (1. Studienabschnitt) und "eher schwierig" (2. Studienabschnitt). Dann stellt man fest, dass die Absolvierung all dieser Lehrveranstaltungen bei weitem noch nicht genug Jahre im Leben eines Studenten in Anspruch nimmt. Also beginnt man krampfhaft, anderes unnötiges Zeug zu finden, über das irgendjemand sich mal Gedanken gemacht hat und dieses dann auch noch so uninteressant und verworren wie möglich zu präsentieren. Dies fällt in die Kategorie "abschreckend" (v.a. in der Studieneingangsphase zu finden). Immerhin will man, dass nur die nervlich starken und im Auswendiglernen talentierten Studenten durchkommen.
Man kann also beispielsweise Anglistikstudenten lernen lassen, was sich andere Menschen über den Begriff "Kultur" gedacht haben, welche Begriffe sie erfunden haben, um auch anspruchsvoll darüber diskutieren zu können und wer was jetzt eigentlich wie betrachtet und warum. Alles recht nette Denkansätze, aber warum muss man sowas abprüfen? Es gibt ja ohnehin keine allgemein akzeptierte Antwort. Schon gar nicht, wenn "Wahrheit" sowieso nicht existiert, sondern von der dominierenden Gesellschaftsschicht definiert wird*...
Eine zweite, recht populäre Möglichkeit besteht darin, ein eigenes Institut für diese LVs zu schaffen - das wäre dann das "Institut für Bildungswissenschaften" - und einer großen Masse an Lehramtskandidaten vorzuschreiben, einen gewissen Prozentsatz ihrer Zeit damit zu verbringen, sich unnötige - und wenn einmal interessante, dann unmöglich formulierte (Wortwahl, Satzbau, Rechtschreibung), wenn geht noch von Feminismus triefende - Skripten in's Hirn zu brennen. Diese Aktion rechtfertigt man mit dem Argument, dass zukünftige Lehrer doch irgendeine Form von pädagogischer Ausbildung benötigen, um gut unterrichten zu können.
(Ob das gebotene Programm dazu der beste Weg ist, wird unter Studenten gerne heiß diskutiert, wobei eine generelle Tendenz zu "NEIN!!!" stark überwiegt.)
Man kann also beispielsweise Anglistikstudenten lernen lassen, was sich andere Menschen über den Begriff "Kultur" gedacht haben, welche Begriffe sie erfunden haben, um auch anspruchsvoll darüber diskutieren zu können und wer was jetzt eigentlich wie betrachtet und warum. Alles recht nette Denkansätze, aber warum muss man sowas abprüfen? Es gibt ja ohnehin keine allgemein akzeptierte Antwort. Schon gar nicht, wenn "Wahrheit" sowieso nicht existiert, sondern von der dominierenden Gesellschaftsschicht definiert wird*...
Eine zweite, recht populäre Möglichkeit besteht darin, ein eigenes Institut für diese LVs zu schaffen - das wäre dann das "Institut für Bildungswissenschaften" - und einer großen Masse an Lehramtskandidaten vorzuschreiben, einen gewissen Prozentsatz ihrer Zeit damit zu verbringen, sich unnötige - und wenn einmal interessante, dann unmöglich formulierte (Wortwahl, Satzbau, Rechtschreibung), wenn geht noch von Feminismus triefende - Skripten in's Hirn zu brennen. Diese Aktion rechtfertigt man mit dem Argument, dass zukünftige Lehrer doch irgendeine Form von pädagogischer Ausbildung benötigen, um gut unterrichten zu können.
(Ob das gebotene Programm dazu der beste Weg ist, wird unter Studenten gerne heiß diskutiert, wobei eine generelle Tendenz zu "NEIN!!!" stark überwiegt.)
Jedem Lesenden wird nun klar sein, womit ich momentan meine Freizeit verbringe(n muss). Bloß habe ich irgendwelche Hemmungen, mich mit den diversen Themen so zu beschäftigen, wie ich eigentlich sollte (i.e. lernen), sondern ver(sch)wende lieber die Zeit damit, alle Leute deshalb anzuraunzen. Sorry!
*Auszug aus meiner Mitschrift
Friday, February 22, 2008
Immer Ärger mit dem Tee
Oh, da sitzt sie ganz allein daheim, zieht sich einen Film nach dem anderen rein und denkt über die verschiedensten Sachen nach, während sie sich Tee macht und auch während ALLE ANDEREN IN PRAG SIND!! Ja, das ist schon bitter... Aber eigentlich mag sie sich eh gerade nirgends hinbegeben --> zu anstrengend.
Stattdessen schaut sie lieber, wie gesagt, Filme (und auch die alten Staffeln von Dawson's Creek, wenn der ORF nicht lieber Schispringen zeigt *grmpf*), löst Sudokus und trinkt viel Tee. Und während sie sich ihren Salbeitee mit sprudelndem, kochendem Wasser aufgießt, kommt ihr in den Sinn, dass sie sich ja über eine bestimmte Sache noch gar nicht öffentlich aufgeregt hat:
Die Art, wie in vielen Kaffeehäusern, Restaurants, etc. der Tee serviert wird!
Es wird nämlich scheinbar als viel edler und gleichzeitig auch höflicher erachtet, das heiße Wasser zu servieren, mit dem Teebeutel daneben, den sich der Gast dann gerne selber in's mittlerweile abgekühlte Wasser hängen darf. Auf dass der Tee seine Aromastoffe best möglich entfalte! Bei Grüntee ist das ja noch einzusehen - der soll ja nicht kochend aufgegossen werden - aber bei Schwarztees und Co. ist es eigentlich eine Frechheit, dass man den Gast um den Genuss eines perfekt gebrauten Tees betrügt, noch dazu, wenn man eigentlich genug dafür zahlt, dass der Tee dort angerichtet wird. Es käme ja wohl auch keiner auf die Idee, einen kleinen Filteraufsatz (samt Filter, versteht sich) auf der Kaffeetasse zu servieren und dazu noch ein Kännchen mit heißem Wasser, mit dem man sich seinen Kaffee selber aufgießen darf....mhhhh!Oder noch stilvoller: das heiße Wasser zu servieren und dazu, gleich neben dem Zucker, ein Päckchen Löskaffee, das sich der Gast gerne selber hineinrühren darf ...
Bis jetzt habe ich jedesmal vergessen, vorher eventuell dazuzusagen, dass ich den Tee gern kochend aufgegossen hätte - bzw. komm ich mir da auch irgendwie leicht snobbisch vor - aber andererseits zahle ich ja, oder? Und ich denke da darf ich Qualität erwarten?
(Denn manche Tees schmecken einfach wirklich anders, wenn man sie nicht aufgießt, sondern reinhängt, das bilde ich mir nicht nur ein!)
Stattdessen schaut sie lieber, wie gesagt, Filme (und auch die alten Staffeln von Dawson's Creek, wenn der ORF nicht lieber Schispringen zeigt *grmpf*), löst Sudokus und trinkt viel Tee. Und während sie sich ihren Salbeitee mit sprudelndem, kochendem Wasser aufgießt, kommt ihr in den Sinn, dass sie sich ja über eine bestimmte Sache noch gar nicht öffentlich aufgeregt hat:
Die Art, wie in vielen Kaffeehäusern, Restaurants, etc. der Tee serviert wird!
Es wird nämlich scheinbar als viel edler und gleichzeitig auch höflicher erachtet, das heiße Wasser zu servieren, mit dem Teebeutel daneben, den sich der Gast dann gerne selber in's mittlerweile abgekühlte Wasser hängen darf. Auf dass der Tee seine Aromastoffe best möglich entfalte! Bei Grüntee ist das ja noch einzusehen - der soll ja nicht kochend aufgegossen werden - aber bei Schwarztees und Co. ist es eigentlich eine Frechheit, dass man den Gast um den Genuss eines perfekt gebrauten Tees betrügt, noch dazu, wenn man eigentlich genug dafür zahlt, dass der Tee dort angerichtet wird. Es käme ja wohl auch keiner auf die Idee, einen kleinen Filteraufsatz (samt Filter, versteht sich) auf der Kaffeetasse zu servieren und dazu noch ein Kännchen mit heißem Wasser, mit dem man sich seinen Kaffee selber aufgießen darf....mhhhh!Oder noch stilvoller: das heiße Wasser zu servieren und dazu, gleich neben dem Zucker, ein Päckchen Löskaffee, das sich der Gast gerne selber hineinrühren darf ...
Bis jetzt habe ich jedesmal vergessen, vorher eventuell dazuzusagen, dass ich den Tee gern kochend aufgegossen hätte - bzw. komm ich mir da auch irgendwie leicht snobbisch vor - aber andererseits zahle ich ja, oder? Und ich denke da darf ich Qualität erwarten?
(Denn manche Tees schmecken einfach wirklich anders, wenn man sie nicht aufgießt, sondern reinhängt, das bilde ich mir nicht nur ein!)
Sunday, February 17, 2008
Fieberschub
Puh... Krank sein ist echt so ziemlich das Letzte! Ich mein', für 1-2 Tage ist es ja ganz nett, nur herumzuliegen und sich bedienen zu lassen... aber irgendwann wird's dann bald mal fad und unaushaltbar. V.a. da eine Prüfung näherrückt, für die zu lernen ich mich natürlich gerade nicht so imstande fühle, werde ich langsam ein bisschen nervös.
Aber ganz gebe ich mich nicht geschlagen und versuche zumindest, irgendwas Konstruktives zu tun. Langsam zwar, und in kleinen Schritten, aber immerhin:
So habe ich nun endlich mal begonnen, meine letztsommerliche Schottlandtour aufzuarbeiten; i.e. Ein Fotoalbum mit Fotos, Reisetagebuch und sonstigen lustigen Dingen zu füllen. Schleppend geht's voran, aber wer weiß, ob ich es sonst je gemacht hätte...
Weiters habe ich Shakespeares "Tragedy of Julius Caesar" zur Seite gelegt, zugunsten des weitaus erheiternderen Wälzers "Latein ist tot, es lebe Latein", das dank der deutschen Sprache, dem sprachlichen Humor und der relativ groß gedruckten Schrift ;-) auch halbwegs krankenfreundlich ist.
Ja, und dann versuche ich noch, zwischendurch - wenn sowohl Zeit als auch Kopfschmerzen es erlauben - ein bisschen an der Verwirklichung meiner Pläne für den kommenden Sommer zu arbeiten. Mal schaun...
So nett, harmonisch und friedlich das vielleicht klingen mag, würd ich viel lieber rausgehen, an die frische Luft -- mich in den Gänserndorfer Wind stürzen! -- und irgendeine Form von Bewegung machen.
Aber hoffentlich dann in 1-2 Tagen!
Aber ganz gebe ich mich nicht geschlagen und versuche zumindest, irgendwas Konstruktives zu tun. Langsam zwar, und in kleinen Schritten, aber immerhin:
So habe ich nun endlich mal begonnen, meine letztsommerliche Schottlandtour aufzuarbeiten; i.e. Ein Fotoalbum mit Fotos, Reisetagebuch und sonstigen lustigen Dingen zu füllen. Schleppend geht's voran, aber wer weiß, ob ich es sonst je gemacht hätte...
Weiters habe ich Shakespeares "Tragedy of Julius Caesar" zur Seite gelegt, zugunsten des weitaus erheiternderen Wälzers "Latein ist tot, es lebe Latein", das dank der deutschen Sprache, dem sprachlichen Humor und der relativ groß gedruckten Schrift ;-) auch halbwegs krankenfreundlich ist.
Ja, und dann versuche ich noch, zwischendurch - wenn sowohl Zeit als auch Kopfschmerzen es erlauben - ein bisschen an der Verwirklichung meiner Pläne für den kommenden Sommer zu arbeiten. Mal schaun...
So nett, harmonisch und friedlich das vielleicht klingen mag, würd ich viel lieber rausgehen, an die frische Luft -- mich in den Gänserndorfer Wind stürzen! -- und irgendeine Form von Bewegung machen.
Aber hoffentlich dann in 1-2 Tagen!
Friday, February 08, 2008
Wenn Archäologen zum Pinsel greifen...
...dann hat man gewöhnlich das Bild eines in einer Grube hockenden, der erbarmungslosen Sonneneinstrahlung ausgesetzten Menschen, der dort vorsichtig die Erde wegpinselt um irgendwelche darunterliegenden Schätze nicht zu zerstören.
Ja, das ist eine Möglichkeit.
Es könnte sich aber genausogut um zwei junge Studentinnen in unglaublich gut aussehender Arbeitskleidung handeln, die versuchen, 3 Räume in den hübschesten Farben auszumalen.
Wählen wir einmal Zweiteres:
Um der floralen Wanddekoration in meiner Wohnung entgegenzuwirken haben Eva und ich uns mit hübschen Farben, Pinseln, Walzen und schließlich auch Klebeband ausgerüstet und dem Gewächs den Kampf angesagt. Die Tapete hat sich aber so sehr geschreckt, dass sie gleich einen Fluchtversuch unternommen hat --> sie hat sich abgelöst. Und das nicht unbedingt zu unserer Freude, denn das Tapete-von-der-Wand-Kletzeln hat ewig gedauert, Mist in Hülle und Fülle fabriziert und außerdem nicht einmal annähernd so viel Spaß gemacht wie das Streichen der Wände.
(Gut, ich bin zugegebenermaßen selber schuld, weil man mir ja nie was recht machen kann und die weiße Farbe einfach nur schiach ausgesehen hat, sodass ich einen Viertelliter Rapsgelb beigemengt habe. Dummerweise haben wir das bei feuchter Tapete dann drübergestrichen.... nun, da fällt mir nur Oscar Wilde ein: "Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Fehlern gibt." ... so schnell wird mir das wohl nicht mehr passieren.)
Aber nach 2 Tagen, an denen wir (oder eher ich, da Chronometerprobleme der Eva...) laaange gearbeitet haben, erstrahlt nun das Wohnzimmer in gelb-orange und das Vorzimmer in weiß-orange, während der kleine Gang von Vorraum zur Küche durch sein betoniges Aussehen noch nicht das Auge erfreut. Das wird dann das heutige Projekt. Ich hab sogar meine Schwester dafür motivieren können, mir zu helfen und mein lieber Vater war so nett, den grässlichen Beton durch Spachtelmasse abzudecken, somit sollte das heute die letzte Streichaktion werden.
Dank der richtigen Musik und leckerem Kaffee macht das Ganze eh recht viel Spaß.
Und nächste Woche kommt Schritt 2 der Sanierungsaktion: Die Böden. Man ist gespannt!
Ja, das ist eine Möglichkeit.
Es könnte sich aber genausogut um zwei junge Studentinnen in unglaublich gut aussehender Arbeitskleidung handeln, die versuchen, 3 Räume in den hübschesten Farben auszumalen.
Wählen wir einmal Zweiteres:
Um der floralen Wanddekoration in meiner Wohnung entgegenzuwirken haben Eva und ich uns mit hübschen Farben, Pinseln, Walzen und schließlich auch Klebeband ausgerüstet und dem Gewächs den Kampf angesagt. Die Tapete hat sich aber so sehr geschreckt, dass sie gleich einen Fluchtversuch unternommen hat --> sie hat sich abgelöst. Und das nicht unbedingt zu unserer Freude, denn das Tapete-von-der-Wand-Kletzeln hat ewig gedauert, Mist in Hülle und Fülle fabriziert und außerdem nicht einmal annähernd so viel Spaß gemacht wie das Streichen der Wände.
(Gut, ich bin zugegebenermaßen selber schuld, weil man mir ja nie was recht machen kann und die weiße Farbe einfach nur schiach ausgesehen hat, sodass ich einen Viertelliter Rapsgelb beigemengt habe. Dummerweise haben wir das bei feuchter Tapete dann drübergestrichen.... nun, da fällt mir nur Oscar Wilde ein: "Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Fehlern gibt." ... so schnell wird mir das wohl nicht mehr passieren.)
Aber nach 2 Tagen, an denen wir (oder eher ich, da Chronometerprobleme der Eva...) laaange gearbeitet haben, erstrahlt nun das Wohnzimmer in gelb-orange und das Vorzimmer in weiß-orange, während der kleine Gang von Vorraum zur Küche durch sein betoniges Aussehen noch nicht das Auge erfreut. Das wird dann das heutige Projekt. Ich hab sogar meine Schwester dafür motivieren können, mir zu helfen und mein lieber Vater war so nett, den grässlichen Beton durch Spachtelmasse abzudecken, somit sollte das heute die letzte Streichaktion werden.
Dank der richtigen Musik und leckerem Kaffee macht das Ganze eh recht viel Spaß.
Und nächste Woche kommt Schritt 2 der Sanierungsaktion: Die Böden. Man ist gespannt!
Sunday, February 03, 2008
Über Psychobücher, Tauben, den Hass auf Blogger und was mir sonst noch alles so einfällt...
Dieses verdammte Ding! (gemeint ist diese Bloganbieterseite) Unlängst hab ich voller Emotion einen Beitrag verfasst über Themen, die mir wirklich am Herzen liegen bzw. mir zu der Zeit grad eher auf die Nerven gegangen sind (Neonkapperl und Épistémè) und Blogger hat ihn mit einer simplen Fehlermeldung in's Jenseits befördert. Und das, obwohl das letzte halbe Jahr über groß und fett ständig aufscheint, dass Blogger meine Entwürfe nun automatisch alle halben Minuten abspeichert! Deshalb mein kurzer Streik. (Und eventuell auch wegen der Prüfungen...).
Weiters mag ich bezugnehmen auf den letzten Kommentar der Eva: Es ist natürlich bedenklich, dass man so Bücher wie "Hannibal" mag.... Aber andererseits hab ich mich dann erinnert, dass ich letztes Jahr eine Psychobuchphase hatte (--> Afrika Safari, Are you experienced, Ein Sommer Ende 20 -- wobei letzteres eigentlich eh nicht so wirklich Psycho ist...und gemordet wird eigentlich in keinem davon).
Und als ich auf der Suche nach den Psychobuchkritiken dann die letztjährigen Beiträge so durchgeschaut habe, ist mir einer mit dem Titel "Faeces" ins Auge gehüpft und ich wurde an bereits wieder verdrängte Ereignisse erinnert:
Offenbar war das Jahr 2006 das Jahr der Hundefäkalien (was sich durch einige Glückstritte meinerseits als solches auszeichnet).
Das Jahr 2007 war dann das Jahr der Federviehfäkalien (4 Mal!! Ich bin immer noch fassungslos....).
Ein Muster zeichnet sich ab und das stimmt mich eher nachdenklich. Jetzt fürcht ich mich irgendwie schon vom Verlauf des Jahrs 2008...... hm....
Weiters mag ich bezugnehmen auf den letzten Kommentar der Eva: Es ist natürlich bedenklich, dass man so Bücher wie "Hannibal" mag.... Aber andererseits hab ich mich dann erinnert, dass ich letztes Jahr eine Psychobuchphase hatte (--> Afrika Safari, Are you experienced, Ein Sommer Ende 20 -- wobei letzteres eigentlich eh nicht so wirklich Psycho ist...und gemordet wird eigentlich in keinem davon).
Und als ich auf der Suche nach den Psychobuchkritiken dann die letztjährigen Beiträge so durchgeschaut habe, ist mir einer mit dem Titel "Faeces" ins Auge gehüpft und ich wurde an bereits wieder verdrängte Ereignisse erinnert:
Offenbar war das Jahr 2006 das Jahr der Hundefäkalien (was sich durch einige Glückstritte meinerseits als solches auszeichnet).
Das Jahr 2007 war dann das Jahr der Federviehfäkalien (4 Mal!! Ich bin immer noch fassungslos....).
Ein Muster zeichnet sich ab und das stimmt mich eher nachdenklich. Jetzt fürcht ich mich irgendwie schon vom Verlauf des Jahrs 2008...... hm....
Sunday, January 13, 2008
A little Princess
Hui, sind wir dieses Wochenende nicht produktiv? Gleich zwei Beiträge...
Ja, das liegt an der Jahreszeit. In meinem Hirn hängt eine fette, rot blinkende To-Do-Liste, die mir sagt ich soll Martial übersetzen, gleichzeitig meine Archäologiearbeit fertigstellen und außerdem dann noch beginnen, für die Englisch-Prüfungen was zu tun. Soviel zu den eigentlich wichtigen Dingen...Themenwechsel! (Da schau, wie leicht man Dinge verdrängen kann, wenn man nur will...)
*Lufthol*
Aaaaalso: Eigentlich habe ich ja dem Verfassen von Buchrezensionen abgeschworen (mangels öffentlichem und eigenem Interesse), jedoch habe ich in dieser Woche mein Lieblingsbuch entdeckt, das sogar den "Baroque Cycle" in den Schatten stellt, was ich nicht für möglich gehalten hätte. (Allerdings kann man diese beiden Werke wohl überhaupt nicht vergleichen!)
Die Rede ist von "A little princess", einem (Kinder-)Buch der Secret-Garden-Autorin Frances Hodgson Burnett.
Man möge sich jetzt denken - paaah, ein Kinderbuch! Nun ja, ich finde Kinderbücher durchaus nicht schlecht. Nein-nein, ich bin vielmehr der Meinung, dass Erwachsene sich in weit größerem Ausmaße mit ebensolchen beschäftigen sollten, da ich finde, dass Kinderbücher recht persönlichkeitsbildend sind!
Nun, genug damit, auf zum Inhalt:
Die kleine Sara Crewe, ein höchst intelligentes und fantasiereiches Mädchen, das es versteht, andere Kinder mit spannenden Geschichten zu unterhalten, wird von ihrem Vater, dem in Indien lebenden Captain Crewe, in ein londoner Erziehungsinternat für kleine Mädchen gesteckt. Es soll ihr dort an Luxus nicht mangeln, der Vater bezahlt ja gut.
Miss Minchin, die Leiterin des Internats, macht die kluge und gut gekleidete Sara zum Vorzeigeobjekt der Schule, obwohl sie das Mädchen, das nie in Rage gerät und nie irgendeinen Blödsinn macht, suspekt findet. Sara lebt nämlich in einer Fantasiewelt, erzählt sich selber und den anderen Mädchen viele spannende und fantastische Geschichten und macht dadurch alles um sich herum wunderschön. Außerdem sieht sie sich selbst als eine kleine Prinzessin und versucht, sich anderen Leuten gegenüber äußerst nobel und großzügig zu verhalten und alle fair zu behandeln. So schließt sie auch Freundschaft mit dem "servant girl" Becky.
Als ihr Vater dann aber stirbt und Sara ohne Verwandte und ohne Besitz bleibt, entzieht ihr Miss Minchin all die schönen Dinge, die sie besitzt und degradiert sie zur Putzsklavin, die neben Becky im schimmligen, brüchigen Dachboden leben muss. Es wird nun hart für sie, sich in ihrer Fantasie trotzdem alles schönzureden und zurechtzurücken, aber sie versucht dennoch jeden Tag ihr Bestes zu geben und geduldig alle Ungerechtigkeiten von Miss Minchin und dem höherrangigen Personal über sich ergehen zu lassen. Im Herzen bleibt sie trotz ihrer misslichen Lage immer noch eine kleine Prinzessin, die, obwohl sie selber kaum zu essen bekommt, mit einem Bettlerkind auf der Straße teilt.
Das ungewöhnliche Mädchen fällt auf, unter anderem dem reichen, aber schwer kranken "Indian gentleman", der im Nachbarhaus einzieht...
Jetzt zu erläutern, wieso ich das Buch so gerne mag, wäre ein psychologisches Portrait meiner selbst und wird deshalb an dieser Stelle ausgelassen.
Jedenfalls dachte ich mir dann: Zu diesem Buch muss es wohl auch einen Film geben.
Ja, gibt es. Ich fand ihn auf Amazon und am selben Tag dann zufällig beim Libro, als ich Wahllos in die Wühlkiste griff... ein Zeichen?
Freilich habe ich mir den Film gleich angesehen und muss sagen: So enttäuscht war ich vermutlich noch nie über die filmische Umsetzung eines Buches. Zuersteinmal spielt der Film in New York anstatt in London (Hallo?!? Wie kann man nur!?). Dann wird teilweise künstlich dramatisiert, der Vater stirbt gar nicht, und vor allem ist die kleine Sara ÜBERHAUPT nicht so wie im Buch beschrieben. Ts...
Ich würde den Film ja gerne als vom Buch getrenntes Einzelkunststück loben, aber selbst dazu ist er nicht gut genug. Eine Enttäuschung.
Wie auch immer, das Buch hat's also sofort geschafft in der Rige der Lieblingsbücher Platz eins einzunehmen und wird dort vermutlich eine Weile bleiben.
Ja, das liegt an der Jahreszeit. In meinem Hirn hängt eine fette, rot blinkende To-Do-Liste, die mir sagt ich soll Martial übersetzen, gleichzeitig meine Archäologiearbeit fertigstellen und außerdem dann noch beginnen, für die Englisch-Prüfungen was zu tun. Soviel zu den eigentlich wichtigen Dingen...Themenwechsel! (Da schau, wie leicht man Dinge verdrängen kann, wenn man nur will...)
*Lufthol*
Aaaaalso: Eigentlich habe ich ja dem Verfassen von Buchrezensionen abgeschworen (mangels öffentlichem und eigenem Interesse), jedoch habe ich in dieser Woche mein Lieblingsbuch entdeckt, das sogar den "Baroque Cycle" in den Schatten stellt, was ich nicht für möglich gehalten hätte. (Allerdings kann man diese beiden Werke wohl überhaupt nicht vergleichen!)
Die Rede ist von "A little princess", einem (Kinder-)Buch der Secret-Garden-Autorin Frances Hodgson Burnett.
Man möge sich jetzt denken - paaah, ein Kinderbuch! Nun ja, ich finde Kinderbücher durchaus nicht schlecht. Nein-nein, ich bin vielmehr der Meinung, dass Erwachsene sich in weit größerem Ausmaße mit ebensolchen beschäftigen sollten, da ich finde, dass Kinderbücher recht persönlichkeitsbildend sind!
Nun, genug damit, auf zum Inhalt:
Die kleine Sara Crewe, ein höchst intelligentes und fantasiereiches Mädchen, das es versteht, andere Kinder mit spannenden Geschichten zu unterhalten, wird von ihrem Vater, dem in Indien lebenden Captain Crewe, in ein londoner Erziehungsinternat für kleine Mädchen gesteckt. Es soll ihr dort an Luxus nicht mangeln, der Vater bezahlt ja gut.
Miss Minchin, die Leiterin des Internats, macht die kluge und gut gekleidete Sara zum Vorzeigeobjekt der Schule, obwohl sie das Mädchen, das nie in Rage gerät und nie irgendeinen Blödsinn macht, suspekt findet. Sara lebt nämlich in einer Fantasiewelt, erzählt sich selber und den anderen Mädchen viele spannende und fantastische Geschichten und macht dadurch alles um sich herum wunderschön. Außerdem sieht sie sich selbst als eine kleine Prinzessin und versucht, sich anderen Leuten gegenüber äußerst nobel und großzügig zu verhalten und alle fair zu behandeln. So schließt sie auch Freundschaft mit dem "servant girl" Becky.
Als ihr Vater dann aber stirbt und Sara ohne Verwandte und ohne Besitz bleibt, entzieht ihr Miss Minchin all die schönen Dinge, die sie besitzt und degradiert sie zur Putzsklavin, die neben Becky im schimmligen, brüchigen Dachboden leben muss. Es wird nun hart für sie, sich in ihrer Fantasie trotzdem alles schönzureden und zurechtzurücken, aber sie versucht dennoch jeden Tag ihr Bestes zu geben und geduldig alle Ungerechtigkeiten von Miss Minchin und dem höherrangigen Personal über sich ergehen zu lassen. Im Herzen bleibt sie trotz ihrer misslichen Lage immer noch eine kleine Prinzessin, die, obwohl sie selber kaum zu essen bekommt, mit einem Bettlerkind auf der Straße teilt.
Das ungewöhnliche Mädchen fällt auf, unter anderem dem reichen, aber schwer kranken "Indian gentleman", der im Nachbarhaus einzieht...
Jetzt zu erläutern, wieso ich das Buch so gerne mag, wäre ein psychologisches Portrait meiner selbst und wird deshalb an dieser Stelle ausgelassen.
Jedenfalls dachte ich mir dann: Zu diesem Buch muss es wohl auch einen Film geben.
Ja, gibt es. Ich fand ihn auf Amazon und am selben Tag dann zufällig beim Libro, als ich Wahllos in die Wühlkiste griff... ein Zeichen?
Freilich habe ich mir den Film gleich angesehen und muss sagen: So enttäuscht war ich vermutlich noch nie über die filmische Umsetzung eines Buches. Zuersteinmal spielt der Film in New York anstatt in London (Hallo?!? Wie kann man nur!?). Dann wird teilweise künstlich dramatisiert, der Vater stirbt gar nicht, und vor allem ist die kleine Sara ÜBERHAUPT nicht so wie im Buch beschrieben. Ts...
Ich würde den Film ja gerne als vom Buch getrenntes Einzelkunststück loben, aber selbst dazu ist er nicht gut genug. Eine Enttäuschung.
Wie auch immer, das Buch hat's also sofort geschafft in der Rige der Lieblingsbücher Platz eins einzunehmen und wird dort vermutlich eine Weile bleiben.
Saturday, January 12, 2008
Organverwertung
Kochkurse sind doch was Nettes. Vor allem die von der Landwirtschaftskammer in Gänserndorf abgehaltenen. Die Rezepte sind kreativ, die Leute interessant und das Essen dann gut.
Zum zweiten Mal schon traten Pia, Lilly und ich an einem Abend zur kollektiven Küchenverwüstung an.
Als wir den Raum betraten, sahen wir uns einem Schwadron mittel-älterer, gut genährter Damen aus dem bäurischen Milieu gegenüber. Wir senkten also wieder mal den Altersdurchschnitt von 50+.
Das Thema diesmal: Schnelle Pfannengerichte. Klingt gut, kann man immer brauchen.
Einer theoretischen Einleitung über Fleischqualität, bei der wir erstmals erfuhren, wie das AMA-Gütesiegel aussieht, folgte die Rezeptbesprechung und -verteilung.
Das 6-gängige Menü sollte aus Gemüsepalatschinke mit Rieslingsauce und Salat, Gartenwok mit geräuchertem Tofu, Puten-Champignon-Ragout mit Erdäpfel-Topinamburgröstel, Schweinswangerl in Senfsauce, Schweinslebermedaillons in Schwarzbiersauce und als Abschluss einer Vanille-Topfen-Pfanne mit Beeren und Vanilleeis bestehen.
Als es um die Rezeptverteilung ging, rissen sich gleich mal alle um die Palatschinken etc.
Dann fragte die Kursleiterin: "Wer macht die Leber?"
Schweigen
Pia zu mir: "Machen wir die Leber?"
(Ich nicke, Lilly im Hintergrund verzieht das Gesicht.)
Pia und ich zur Kursleiterin: "Wir machen die Leber!"
Alle Blicke schweifen in unsere Richtung.
Ein erstauntes: "IHR wollt's die Leber machen?!" - "Die jungen Damen machen die Leber!?"
"Ja!"
Nun, da wurde uns gleich mal die Anerkennung der Kursleiterin zuteil, habe sie doch angeblich tags zuvor kaum jemanden für dieses Rezept motivieren können...
Und dann gings ans Zubereiten.
Witzig, auf einmal mit Schweinsnetz und rohen Leberscheiben zu hantieren. Die schauen recht interessant aus...
Das Ganze hat irgendwie was von einem Bastelkurs: Leber klopfen, auf Schweinsnetz legen, würzen, Speck drauf, Äpfel drauf, schön einrollen, im Netz einschlagen, nochmal würzen und ab in die Pfanne.
Danach hab ich ausgesehen wie eine Schlächterin: mit blutbeschmieren Unterarmen...
However, das Ergebnis war zufriedenstellend, und von so ziemlich allen wurde gegessen, was wir da servierten.
Aufgrund unserer stylischen grünen Kellnerschürzen, die wir netterweise immer wieder von Pia's mum zur Verfügung gestellt bekommen, wurde der Verdacht erhoben, dass wir eine Hotelfachschule absolviert hätten oder zumindest irgendwo öfters kellnerieren würden... naja, falsch gedacht...
Wie gesagt, geschmeckt hat's nicht so schlecht, wenngleich ich potentielle zukünftige Opfer meiner Kochkünste enttäuschen muss: Daheim werd ich dieses Rezept wohl kaum nachkochen... Dann schon eher den Gartenwok!
Zum zweiten Mal schon traten Pia, Lilly und ich an einem Abend zur kollektiven Küchenverwüstung an.
Als wir den Raum betraten, sahen wir uns einem Schwadron mittel-älterer, gut genährter Damen aus dem bäurischen Milieu gegenüber. Wir senkten also wieder mal den Altersdurchschnitt von 50+.
Das Thema diesmal: Schnelle Pfannengerichte. Klingt gut, kann man immer brauchen.
Einer theoretischen Einleitung über Fleischqualität, bei der wir erstmals erfuhren, wie das AMA-Gütesiegel aussieht, folgte die Rezeptbesprechung und -verteilung.
Das 6-gängige Menü sollte aus Gemüsepalatschinke mit Rieslingsauce und Salat, Gartenwok mit geräuchertem Tofu, Puten-Champignon-Ragout mit Erdäpfel-Topinamburgröstel, Schweinswangerl in Senfsauce, Schweinslebermedaillons in Schwarzbiersauce und als Abschluss einer Vanille-Topfen-Pfanne mit Beeren und Vanilleeis bestehen.
Als es um die Rezeptverteilung ging, rissen sich gleich mal alle um die Palatschinken etc.
Dann fragte die Kursleiterin: "Wer macht die Leber?"
Schweigen
Pia zu mir: "Machen wir die Leber?"
(Ich nicke, Lilly im Hintergrund verzieht das Gesicht.)
Pia und ich zur Kursleiterin: "Wir machen die Leber!"
Alle Blicke schweifen in unsere Richtung.
Ein erstauntes: "IHR wollt's die Leber machen?!" - "Die jungen Damen machen die Leber!?"
"Ja!"
Nun, da wurde uns gleich mal die Anerkennung der Kursleiterin zuteil, habe sie doch angeblich tags zuvor kaum jemanden für dieses Rezept motivieren können...
Und dann gings ans Zubereiten.
Witzig, auf einmal mit Schweinsnetz und rohen Leberscheiben zu hantieren. Die schauen recht interessant aus...
Das Ganze hat irgendwie was von einem Bastelkurs: Leber klopfen, auf Schweinsnetz legen, würzen, Speck drauf, Äpfel drauf, schön einrollen, im Netz einschlagen, nochmal würzen und ab in die Pfanne.
Danach hab ich ausgesehen wie eine Schlächterin: mit blutbeschmieren Unterarmen...
However, das Ergebnis war zufriedenstellend, und von so ziemlich allen wurde gegessen, was wir da servierten.
Aufgrund unserer stylischen grünen Kellnerschürzen, die wir netterweise immer wieder von Pia's mum zur Verfügung gestellt bekommen, wurde der Verdacht erhoben, dass wir eine Hotelfachschule absolviert hätten oder zumindest irgendwo öfters kellnerieren würden... naja, falsch gedacht...
Wie gesagt, geschmeckt hat's nicht so schlecht, wenngleich ich potentielle zukünftige Opfer meiner Kochkünste enttäuschen muss: Daheim werd ich dieses Rezept wohl kaum nachkochen... Dann schon eher den Gartenwok!
Friday, December 21, 2007
Philematium berichtet...
... vom Krampuskränzchen, welches unpassend zu seiner Namensgebung dieses Jahr erst am 19. Dezember über die Bühne ging. Und an welchem ich mich heuer etwas exzessiver beteiligte.
Viele Theaterproben gingen dem Ganzen voraus, die sich immer wieder lustig - ab und zu auch anstrengend gestalteten, was vermutlich teilweise an der Uhrzeit lag. Aber Kaffee wirkt bekanntlich Wunder!
Jedenfalls: Alle Teilnehmenden/-habenden fanden sich um halb 12 am Institut ein, um an diesem ersten Ferientag nochmals das Theaterstück 3-5 Mal durchzuspielen und zu verbessern und um die heiligen Hallen des Instituts für Klassische Philologie möglichst weihnachtlich aussehen zu lassen: Goldsterne wurden ausgeschnitten und aufgehängt, Mistelzweige kamen über jede Tür (sind wir alle so verzweifelt, oder was?) und die in grün und rot gehaltenen Tische wurden mit Lebkuchen, Mandarinen und Erdnüssen besprengt. Hübsch.
Dann ging's langsam los. Wir warfen uns in Schale, bzw. in jutesackähnliche Tuniken, kaffeebefleckte oder knackig-enge Togen, nachklassische Kleider im 70er Style, Jägerhüte, Turban etc. Langsam füllte sich der Hörsaal - leider nicht voll genug für unser Ermessen.
Das Theaterstück lief besser als bei allen Proben und man hörte das Publikum immer wieder in Gelächter ausbrechen, was bestimmt nicht zuletzt an den beiden genialen, pantomimisch im Hintergrund agierenden Bodyguards lag.
Bei meinem Auftritt war ich offenbar doch nervös genug, um mit dem in der Hand gehaltenen Spiegel ein recht wackeliges Bild meiner selbst vor Augen zu haben... Immerhin hat meine Stimme mich nicht im Stich gelassen...nicht mal bei der allgemeinen Gesangseinlage.
Meine Mutter war auch da, um das Geschehen filmisch festzuhalten. Ja, äh, die Kameraführung ist interessant..... sprich, das Video ist leider sehr wenig brauchbar, außer man hätte gern einen Überblick über die bauliche Anordnung des Hörsaals - aber ok, der Wille zählt...
Nach der prickelnden Rede unseres Institutsvorstandes, der auch nicht davor zurückschreckte, uns ein Ständchen zu singen (und zwar mehrere Strophen) ging's an's große Fressen:
Das Buffet war wieder mal ein Wahnsinn und die Helferlein in der Küche kamen mit dem Brotschneiden gar nicht nach.
Ja, den ganzen Verlauf des Abends will ich hier gar nicht auflisten, wäre viel zu lang und zu mühsam. Von der des öfteren auftretenden Schlüsselsucherei (der Nummer 11) und behinderten Wegräumaktionen, der Bieraufwischerei, derer ich mich nicht annahm, usw usw. nein-nein... begraben wir das alles im Sumpf der Erinnerung.
Irgendwann konnte ich meine Müdigkeit nicht mehr ignorieren und fuhr um 5 Uhr morgens mit dem Citybike gen Wohnung. Mein Zeug hab ich noch nicht ganz beisammen, denn diverse Armreifen, Lipgloss etc. haben den Weg zu mir zurück nicht mehr gefunden... aber irgendwie ist mir das grad egal - Hauptsache der Stress hat ein Ende.
Nächstes Jahr jedoch, nächstes Jahr, werd ich mich nicht mehr zum Wegräumen einteilen, sondern mich mit Theaterspielen und Backen (wenn auch nicht mehr bis in die Morgenstunden hinein) begnügen. Und ich werde meinen Spint auch nicht mehr teilen, glaub ich...
Viele Theaterproben gingen dem Ganzen voraus, die sich immer wieder lustig - ab und zu auch anstrengend gestalteten, was vermutlich teilweise an der Uhrzeit lag. Aber Kaffee wirkt bekanntlich Wunder!
Jedenfalls: Alle Teilnehmenden/-habenden fanden sich um halb 12 am Institut ein, um an diesem ersten Ferientag nochmals das Theaterstück 3-5 Mal durchzuspielen und zu verbessern und um die heiligen Hallen des Instituts für Klassische Philologie möglichst weihnachtlich aussehen zu lassen: Goldsterne wurden ausgeschnitten und aufgehängt, Mistelzweige kamen über jede Tür (sind wir alle so verzweifelt, oder was?) und die in grün und rot gehaltenen Tische wurden mit Lebkuchen, Mandarinen und Erdnüssen besprengt. Hübsch.
Dann ging's langsam los. Wir warfen uns in Schale, bzw. in jutesackähnliche Tuniken, kaffeebefleckte oder knackig-enge Togen, nachklassische Kleider im 70er Style, Jägerhüte, Turban etc. Langsam füllte sich der Hörsaal - leider nicht voll genug für unser Ermessen.
Das Theaterstück lief besser als bei allen Proben und man hörte das Publikum immer wieder in Gelächter ausbrechen, was bestimmt nicht zuletzt an den beiden genialen, pantomimisch im Hintergrund agierenden Bodyguards lag.
Bei meinem Auftritt war ich offenbar doch nervös genug, um mit dem in der Hand gehaltenen Spiegel ein recht wackeliges Bild meiner selbst vor Augen zu haben... Immerhin hat meine Stimme mich nicht im Stich gelassen...nicht mal bei der allgemeinen Gesangseinlage.
Meine Mutter war auch da, um das Geschehen filmisch festzuhalten. Ja, äh, die Kameraführung ist interessant..... sprich, das Video ist leider sehr wenig brauchbar, außer man hätte gern einen Überblick über die bauliche Anordnung des Hörsaals - aber ok, der Wille zählt...
Nach der prickelnden Rede unseres Institutsvorstandes, der auch nicht davor zurückschreckte, uns ein Ständchen zu singen (und zwar mehrere Strophen) ging's an's große Fressen:
Das Buffet war wieder mal ein Wahnsinn und die Helferlein in der Küche kamen mit dem Brotschneiden gar nicht nach.
Ja, den ganzen Verlauf des Abends will ich hier gar nicht auflisten, wäre viel zu lang und zu mühsam. Von der des öfteren auftretenden Schlüsselsucherei (der Nummer 11) und behinderten Wegräumaktionen, der Bieraufwischerei, derer ich mich nicht annahm, usw usw. nein-nein... begraben wir das alles im Sumpf der Erinnerung.
Irgendwann konnte ich meine Müdigkeit nicht mehr ignorieren und fuhr um 5 Uhr morgens mit dem Citybike gen Wohnung. Mein Zeug hab ich noch nicht ganz beisammen, denn diverse Armreifen, Lipgloss etc. haben den Weg zu mir zurück nicht mehr gefunden... aber irgendwie ist mir das grad egal - Hauptsache der Stress hat ein Ende.
Nächstes Jahr jedoch, nächstes Jahr, werd ich mich nicht mehr zum Wegräumen einteilen, sondern mich mit Theaterspielen und Backen (wenn auch nicht mehr bis in die Morgenstunden hinein) begnügen. Und ich werde meinen Spint auch nicht mehr teilen, glaub ich...
Tuesday, December 11, 2007
Von Zwangsbeglückungen und Hindernissen
Trat ich heute vor die Türe, / sapperlott, was sah ich da? Lag da doch eine Kronenzeitung (ja, eine Kronenzeitung!) auf meiner Fußmatte.
Naja, mein Staunen darüber hielt sich in Grenzen, hatte ich immerhin ein vorwarnendes email bekommen, das mich darauf hinwies, dass ich nun mein Testabo, das ich bestellt hätte (hab ich nämlich mit Sicherheit nicht!) geliefert bekommen würde. Auf dieses hatte ich geantwortet, dass ich die Krone nicht lese, mich nicht dafür angemeldet habe und ich die Zeitung deshalb nicht zugestellt bekommen will, da meine Familie schon von selbiger Plage heimgesucht werde und ich somit bereits daheim die Möglichkeit habe, mich darüber zu erbosen (nicht wörtlich).
In meinem Ärger darüber, dass mein email offenbar ignoriert worden war, lief ich gleich mal die Stufen hinunter, was mein Knie mir bereits im zweiten Stock mit einem Stich dankte. Mist.
Dieser Schmerz wollte mich den ganzen Tag nicht loslassen, da ich eine beträchtliche Anzahl an Stiegen zu überwinden hatte. Offenbar hatten die Rolltreppen es nämlich auf mich abgesehen und rächten sich nun an meiner sonstigen Ignoranz ihnen gegenüber mit einem Streik. Und das zu einem Zeitpunkt, wo es mich am meisten trifft. Säcke! Sie dürften sich schon gestern gegen mich verschworen haben, denn von etwa 6 Rolltreppen, die ich benutzen wollte, waren 3 kaputt. Wie nett. Nun, immerhin mag mich der Lift in meinem Wohnbau noch und ich hoffe, dass morgen alle Rolltreppen wieder repariert sind, sonst werd ich wohl in Vermeidung der U-Bahnen die Straßenbahn nehmen müssen und damit dann stets eine Viertelstunde zu spät mein Ziel erreichen....
Zumindest habe ich heute in meinem Posteingang eine Antwort des Krone-Aboservice bekommen, die mir mitteilte, das Testabo werde storniert. Damit hat die Zeitung wieder einen Funken Ansehen bei mir gewonnen.
Naja, mein Staunen darüber hielt sich in Grenzen, hatte ich immerhin ein vorwarnendes email bekommen, das mich darauf hinwies, dass ich nun mein Testabo, das ich bestellt hätte (hab ich nämlich mit Sicherheit nicht!) geliefert bekommen würde. Auf dieses hatte ich geantwortet, dass ich die Krone nicht lese, mich nicht dafür angemeldet habe und ich die Zeitung deshalb nicht zugestellt bekommen will, da meine Familie schon von selbiger Plage heimgesucht werde und ich somit bereits daheim die Möglichkeit habe, mich darüber zu erbosen (nicht wörtlich).
In meinem Ärger darüber, dass mein email offenbar ignoriert worden war, lief ich gleich mal die Stufen hinunter, was mein Knie mir bereits im zweiten Stock mit einem Stich dankte. Mist.
Dieser Schmerz wollte mich den ganzen Tag nicht loslassen, da ich eine beträchtliche Anzahl an Stiegen zu überwinden hatte. Offenbar hatten die Rolltreppen es nämlich auf mich abgesehen und rächten sich nun an meiner sonstigen Ignoranz ihnen gegenüber mit einem Streik. Und das zu einem Zeitpunkt, wo es mich am meisten trifft. Säcke! Sie dürften sich schon gestern gegen mich verschworen haben, denn von etwa 6 Rolltreppen, die ich benutzen wollte, waren 3 kaputt. Wie nett. Nun, immerhin mag mich der Lift in meinem Wohnbau noch und ich hoffe, dass morgen alle Rolltreppen wieder repariert sind, sonst werd ich wohl in Vermeidung der U-Bahnen die Straßenbahn nehmen müssen und damit dann stets eine Viertelstunde zu spät mein Ziel erreichen....
Zumindest habe ich heute in meinem Posteingang eine Antwort des Krone-Aboservice bekommen, die mir mitteilte, das Testabo werde storniert. Damit hat die Zeitung wieder einen Funken Ansehen bei mir gewonnen.
Friday, December 07, 2007
Fiat Lux
Ganz was Neues: Weihnachten kommt.
(A geh, denken sich die Leser, jetzt kommt schon wieder irgendsoeine zache Bestandsaufnahme von Eindrücken. Naja: Stimmt. Es drängt sich einfach auf.)
Man schlendert also so durch Wien. Vor allem freilich durch die Innenstadt und über die Christkindlmärkte und saugt die Atmosphäre ein (Punschdämpfe, hauptsächlich).
Auffallend sind nicht die ganzen Touristen. Nein, die sind nur ca. so nervig wie diese blöden kleinen Hündchen: Man muss aufpassen, dass man nicht in sie reinrennt. Oder ihnen ins Bild läuft, wenn sie das Rathaus, den (momentan gräßlichst beleuchteten) Stephansdom oder sonst irgendwas mehr oder weniger festhaltenswertes fotografieren. Zumindest Letzteres lässt sich nicht vermeiden, wenn man sich doch halbwegs flüssig bewegen will.
Was sie vor allem fotografieren - und was auch vor allem auffällt - ist die extravagante Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt. Da haut's einem förmlich die Augen raus:
Die protzigen Luster am Graben, goldener Lichterregen am Kohlmarkt, blaue Wölkchen in der Währingerstraße, Sternschnuppen in der Kärntnerstraße, ein fetter Schriftzug "Spiegelgasse" in ebenderselben und - und das ist die Krönung - leuchtende, fette, rote Christbaumkugeln von 2m Durchmesser in der Rotenturmstraße, flankiert von roten Banden mit golden leuchtenden Spiralen, die mitunter mal blau blitzen, wie die Insektenfallen in südlichen Ländern. Und als ob das noch nicht rot genug wäre, wurden die 3 Bäume, die in dieser Straße stehen, noch mit roten Lichterketten behängt. Puh...
(Wie paradox erscheint es da, als die liebe Eva mich wiederum dran erinnert, dass Politiker und sonstige Prominente morgen um 20:00 mal für 5 Minuten das Licht abdrehen wollen, um ein Zeichen zu setzen. Um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Blah-blah-blubb.)
Ja, unglaublich weihnachtlich ist dieser ganze Licht-Überfluss. Er hat nur den Vorteil, dass er den Blick von den sackartig-hässlichen, von Hausmauern baumelnden und in Scharen auftretenden rotgewandeten Bartmännern ablenkt, bei deren Anblick ich mir stets eine Harpune wünsche....
Außerdem graust mir, wenn ich bei der Uni ums Eck biege und mir am Stand des dort ansässigen Maronibraters eine Palette mit rosafarbenen(!) und schokolierten Schaumbechern (!!) ins Auge springt. So viel zu: Das passt nicht. Zerstörung der Nostalgie usw....
Oh du schöne Vorweihnachtszeit!
(A geh, denken sich die Leser, jetzt kommt schon wieder irgendsoeine zache Bestandsaufnahme von Eindrücken. Naja: Stimmt. Es drängt sich einfach auf.)
Man schlendert also so durch Wien. Vor allem freilich durch die Innenstadt und über die Christkindlmärkte und saugt die Atmosphäre ein (Punschdämpfe, hauptsächlich).
Auffallend sind nicht die ganzen Touristen. Nein, die sind nur ca. so nervig wie diese blöden kleinen Hündchen: Man muss aufpassen, dass man nicht in sie reinrennt. Oder ihnen ins Bild läuft, wenn sie das Rathaus, den (momentan gräßlichst beleuchteten) Stephansdom oder sonst irgendwas mehr oder weniger festhaltenswertes fotografieren. Zumindest Letzteres lässt sich nicht vermeiden, wenn man sich doch halbwegs flüssig bewegen will.
Was sie vor allem fotografieren - und was auch vor allem auffällt - ist die extravagante Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt. Da haut's einem förmlich die Augen raus:
Die protzigen Luster am Graben, goldener Lichterregen am Kohlmarkt, blaue Wölkchen in der Währingerstraße, Sternschnuppen in der Kärntnerstraße, ein fetter Schriftzug "Spiegelgasse" in ebenderselben und - und das ist die Krönung - leuchtende, fette, rote Christbaumkugeln von 2m Durchmesser in der Rotenturmstraße, flankiert von roten Banden mit golden leuchtenden Spiralen, die mitunter mal blau blitzen, wie die Insektenfallen in südlichen Ländern. Und als ob das noch nicht rot genug wäre, wurden die 3 Bäume, die in dieser Straße stehen, noch mit roten Lichterketten behängt. Puh...
(Wie paradox erscheint es da, als die liebe Eva mich wiederum dran erinnert, dass Politiker und sonstige Prominente morgen um 20:00 mal für 5 Minuten das Licht abdrehen wollen, um ein Zeichen zu setzen. Um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Blah-blah-blubb.)
Ja, unglaublich weihnachtlich ist dieser ganze Licht-Überfluss. Er hat nur den Vorteil, dass er den Blick von den sackartig-hässlichen, von Hausmauern baumelnden und in Scharen auftretenden rotgewandeten Bartmännern ablenkt, bei deren Anblick ich mir stets eine Harpune wünsche....
Außerdem graust mir, wenn ich bei der Uni ums Eck biege und mir am Stand des dort ansässigen Maronibraters eine Palette mit rosafarbenen(!) und schokolierten Schaumbechern (!!) ins Auge springt. So viel zu: Das passt nicht. Zerstörung der Nostalgie usw....
Oh du schöne Vorweihnachtszeit!
Thursday, November 29, 2007
Ausgegangen
Grundsätzlich finde ich Stufen ja super! Sie sind vielseitig verwendbar (als Sitzfläche, zum Dehnen, als Ablage für Socken/Bücher/Rechnungen/...) und führen meist ohne Zwischenfälle und Steckenbleibmöglichkeiten an's Ziel.
So empfand ich es bis Montag.
Ab Dienstag dann begann ich Lifte zu suchen, wo es nur geht, denn Stufensteigen begann, eine Qual für mich zu werden, da mein linkes Knie mir dankenswerterweise seit Wochenbeginn seinen Dienst versagt bzw nur sehr sporadisch denselben auch tut. Warum es auf einmal eine Auszeit mag, weiß ich nicht, aber es ist dabei sehr stur...
Furchtbar, wenn man in die Innenstadt will und es daran scheitert, dass nach 20 Schritten das Knie pocht, als würde es auseinanderspringen wollen.
Furchtbar auf einmal, dass man um zum Institut für klassische Philologie zu gelangen ca. 30 Stufen hinter sich bringen muss und 20, wenn man zum Kaffeeautomaten im Untergeschoß am Campus mag.
Schrecklich, dass die Gänge im Hörsaal keine Rampen sind, sondern Stufen.
Furchtbar, wenn dir jemand sagt: "Da gehst einfach darunter und so und so und nach 10 Minuten bist du da", da man weiß, dass es einfach und schnell sicher nicht geht.
In diese dunkle und nicht länger tragbare Situation musste ich etwas Licht bringen und bin deshalb zum Arzt gehumpelt. Dieser hat mir dann - nachdem er einige Minuten lang auf meinem Knie herumgedrückt und - gedreht hat, mit der Absicht, mir möglichst einen Schmerzensschrei zu entlocken - seine Vermutung einer laesio des meniscus am genu sinistrum kundgetan und mir eine Überweisung für eine Magnetresonanz geschrieben. Zusätzlich bekam ich ein Päckchen Schmerzmittel + Magenschoner - ein nettes vorweihnachtliches Geschenk... lässt keine Wünsche offen.
Sportverbot hat er mir auch erteilt, der Gute.... etwas paradox in Anbetracht der Tatsache, dass schon das normale Gehen jetzt nicht unbedingt zu einer Ausschüttung der Glückshormone führt. Was bin ich, eine fanatische Masochistin?
Bleibt nur zu hoffen, dass der blöde Meniskus nix Ärgeres hat und von allein wieder heilt, denn wenn ich nicht gehen kann, bin ich nicht ich.
So empfand ich es bis Montag.
Ab Dienstag dann begann ich Lifte zu suchen, wo es nur geht, denn Stufensteigen begann, eine Qual für mich zu werden, da mein linkes Knie mir dankenswerterweise seit Wochenbeginn seinen Dienst versagt bzw nur sehr sporadisch denselben auch tut. Warum es auf einmal eine Auszeit mag, weiß ich nicht, aber es ist dabei sehr stur...
Furchtbar, wenn man in die Innenstadt will und es daran scheitert, dass nach 20 Schritten das Knie pocht, als würde es auseinanderspringen wollen.
Furchtbar auf einmal, dass man um zum Institut für klassische Philologie zu gelangen ca. 30 Stufen hinter sich bringen muss und 20, wenn man zum Kaffeeautomaten im Untergeschoß am Campus mag.
Schrecklich, dass die Gänge im Hörsaal keine Rampen sind, sondern Stufen.
Furchtbar, wenn dir jemand sagt: "Da gehst einfach darunter und so und so und nach 10 Minuten bist du da", da man weiß, dass es einfach und schnell sicher nicht geht.
In diese dunkle und nicht länger tragbare Situation musste ich etwas Licht bringen und bin deshalb zum Arzt gehumpelt. Dieser hat mir dann - nachdem er einige Minuten lang auf meinem Knie herumgedrückt und - gedreht hat, mit der Absicht, mir möglichst einen Schmerzensschrei zu entlocken - seine Vermutung einer laesio des meniscus am genu sinistrum kundgetan und mir eine Überweisung für eine Magnetresonanz geschrieben. Zusätzlich bekam ich ein Päckchen Schmerzmittel + Magenschoner - ein nettes vorweihnachtliches Geschenk... lässt keine Wünsche offen.
Sportverbot hat er mir auch erteilt, der Gute.... etwas paradox in Anbetracht der Tatsache, dass schon das normale Gehen jetzt nicht unbedingt zu einer Ausschüttung der Glückshormone führt. Was bin ich, eine fanatische Masochistin?
Bleibt nur zu hoffen, dass der blöde Meniskus nix Ärgeres hat und von allein wieder heilt, denn wenn ich nicht gehen kann, bin ich nicht ich.
Saturday, November 24, 2007
ein Mando Fragment
Der Sänger Björn Dixgard macht einen auf Solo-Sänger, ganz ohne seine Band Mando Diao aber dafür mit seiner Schwester, einem Trompeter und einem recht guten Percussionisten.
Gestern Abend hat er im Flex gespielt, der Gute. Überraschenderweise war das Konzert sogar restlos ausverkauft, man sollte es kaum glauben. Wie gut, dass die liebe Pia sich schon Monate zuvor um Karten gekümmert hat :o).
[Eigentlich wollte ich ja ursprünglich da gar nicht wirklich hin, aber so kleine Konzerte sind immer ganz nett (außer es ist die Gegenpartie Sugarplum Fairy... siehe Blogeintrag vor ca. 1 Jahr) und leistbar war's auch.]
Kaum hat Björn die Bühne betreten (nach der vergessenswerten Vorband Point Leonard) da leuchten auch schon in den ersten 10 Reihen so an die 20 Kamera-/Handydisplays auf. Als würde man ordentliche Fotos zusammenbekommen... Aber offenbar muss man irgendwie ja beweisen, dass man dort war oder was weiß ich...
Gesungen hat er gut - das kann er ja zweifelsohne. Überraschenderweise - oder aber auch nicht (siehe das Lied "Ochrasy") dürfte er einen ziemlichen Hang zu Balladen haben, was ihn dazu veranlasste, die Mando Diao Lieder, die er zum Besten gab, gleich um die Hälfte zu verlangsamen.... Wenn er das bei einem Lied macht, ok, aber bei 3 gleich... das zaht sich dann schon dezent. (v.a. Wenn's von Haus aus ein langsameres Lied ist...).
Fad werden sollte dem Publikum jedoch nicht, denn neben den entschleunigten bekannten Liedern hat er auch etliche selbstgeschriebene vorgetragen - wieder hauptsächlich Balladen, teilweise in Schlager-/Countrystyle hinüberkippend.
Kreativ auch, dass das Schlagzeug stellenweise durch Congas ersetzt wurde, was den Liedern einen Hauch von Jack Johnson verlieh. Man kann nicht klagen.
Schließlich hat der hübsche Schwede dann noch seine Schwester auf die Bühne geholt um jetzt eindeutig auf Country umzusteigen. Zum Glück nur für drei Lieder, denn ihre Stimme war bisschen sehr durchdringend...
Gelungener AusKlang dann mit ein paar "Klassikern" und zum Schluss natürlich obligat "Ochrasy". Schön.
Alles in allem sehr nettes Konzertlein, v.a. da das Flex durch seine Größe eine recht angenehme Atmosphäre schafft.
Interessant noch zu erwähnen, dass Björn Dixgard zwar keine CDs zum Verkauf mit in der Tasche hatte, man stattdessen jedoch einen USB-Stick des gerade gehörten Konzerts erstehen konnte, der ganz elegant in eine CD-hüllen-artige Box gesteckt wurde... wie praktisch!
Gestern Abend hat er im Flex gespielt, der Gute. Überraschenderweise war das Konzert sogar restlos ausverkauft, man sollte es kaum glauben. Wie gut, dass die liebe Pia sich schon Monate zuvor um Karten gekümmert hat :o).
[Eigentlich wollte ich ja ursprünglich da gar nicht wirklich hin, aber so kleine Konzerte sind immer ganz nett (außer es ist die Gegenpartie Sugarplum Fairy... siehe Blogeintrag vor ca. 1 Jahr) und leistbar war's auch.]
Kaum hat Björn die Bühne betreten (nach der vergessenswerten Vorband Point Leonard) da leuchten auch schon in den ersten 10 Reihen so an die 20 Kamera-/Handydisplays auf. Als würde man ordentliche Fotos zusammenbekommen... Aber offenbar muss man irgendwie ja beweisen, dass man dort war oder was weiß ich...
Gesungen hat er gut - das kann er ja zweifelsohne. Überraschenderweise - oder aber auch nicht (siehe das Lied "Ochrasy") dürfte er einen ziemlichen Hang zu Balladen haben, was ihn dazu veranlasste, die Mando Diao Lieder, die er zum Besten gab, gleich um die Hälfte zu verlangsamen.... Wenn er das bei einem Lied macht, ok, aber bei 3 gleich... das zaht sich dann schon dezent. (v.a. Wenn's von Haus aus ein langsameres Lied ist...).
Fad werden sollte dem Publikum jedoch nicht, denn neben den entschleunigten bekannten Liedern hat er auch etliche selbstgeschriebene vorgetragen - wieder hauptsächlich Balladen, teilweise in Schlager-/Countrystyle hinüberkippend.
Kreativ auch, dass das Schlagzeug stellenweise durch Congas ersetzt wurde, was den Liedern einen Hauch von Jack Johnson verlieh. Man kann nicht klagen.
Schließlich hat der hübsche Schwede dann noch seine Schwester auf die Bühne geholt um jetzt eindeutig auf Country umzusteigen. Zum Glück nur für drei Lieder, denn ihre Stimme war bisschen sehr durchdringend...
Gelungener AusKlang dann mit ein paar "Klassikern" und zum Schluss natürlich obligat "Ochrasy". Schön.
Alles in allem sehr nettes Konzertlein, v.a. da das Flex durch seine Größe eine recht angenehme Atmosphäre schafft.
Interessant noch zu erwähnen, dass Björn Dixgard zwar keine CDs zum Verkauf mit in der Tasche hatte, man stattdessen jedoch einen USB-Stick des gerade gehörten Konzerts erstehen konnte, der ganz elegant in eine CD-hüllen-artige Box gesteckt wurde... wie praktisch!
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