Hallo an alle, die sich irgendwie auf diese Seite verirrt haben. Dies ist eine Halde persönlicher Anekdoten, Reiseberichte und sonstigen Allerleis, angelegt, als ich zu studieren begonnen habe. Leider habe ich diese Gedankenlagerstätte schon lange nicht mehr regelmäßig neu befüllt - es ergibt sich manchmal schlecht - doch vielleicht ergibt es sich jetzt wieder öfter.
Saturday, August 02, 2008
Premiere und Halbzeit
Ich gehe also schoen gemuetlich mit einem Teller Fish&Chips und einem Teller mit Reis und einer Pfanne Chicken Tikka Massala zur Tuer hinaus, als ein ploetzlicher und unvorhergesehener Windstosz das hauchduenne indische Brot vom Teller fegt. Irritiert drehe ich mich um, bin dabei natuerlich etwas zu schnell oder bewege mich zu ruckartig und da rutscht auch schon die Tikka-Pfanne und faellt zu Boden, gefolgt von dem Tellerchen mit Reis. Krach! Voll auf die oberste Stiege.
Damn!
Macht nix, ich laechle, serviere die noch intakte Portion Fish&Chips und begebe mich dann in die Kueche, um um eine neue Portion zu bitten. Chef schuettelt nur den Kopf und ich krieg dasselbe nochmal.
Als ich diesmal wieder das Restaurant betrete, bemerke ich, dass alle lachen, denn... Ivana ist auf den Chicken-Tikka-Resten ausgerutscht....
Unfassbar, dieser Tag - wenn man in Betracht zieht, dass die beiden Barmaenner so 2-3 Glaeser zertruemmert haben und einer anderen Kellnerin auch irgendwas runtergefallen ist....
Lustigerweise ist mir diese meine Aktion ziemlich am Arsch vorbeigegangen... ich fand's eigentlich einfach nur lustig... vor allem, als meine Kollegen dann alle gekommen sind um mich zu fragen, ob es mir gut geht und dass ich mir jetzt deswegen nix antun soll :-D
Ja und das zweite fuer das ich bitte gerne eine Trauerminute haette ist der Umstand, dass mir gestern schmerzlich bewusst wurde, dass ich jetzt schon die Haelfte der Zeit hier abgespult hab und dass ich ja in einem Monat das Inselchen schon wieder verlassen muss.
Und das macht mich so richtig traurig, irgendwie, denn jetzt hab ich mich endlich eingelebt und weisz was ich tue und hab weiters sooo gute Freunde gewonnen... Ich werd das alles so vermissen - die Insel, das Wetter, die Straende und natuerlich vor allem die Leute!!! *snief*
Am Liebsten wuerd ich bis Ende der Saison bleiben....
Aber ich freu mich auch schon wieder auf die lieben Menschen zuhause :-). Auszerdem kann ich ja naechstes Jahr einfach wieder kommen...
Monday, July 28, 2008
Warum man sein Fenster immer offen lassen sollte
Sobald ich hinaustrete wird mir aeuszerst (huebsch!) schmerzhaft bewusst, dass irgendetwas anders ist.
Etwas fehlt.
Mein Schluessel!
Weil ich auch immer so herumlungern muss und mich nicht ordentlich hinsetzen kann!... Duerfte mir also aus der Tasche gerutscht sein...
Deshalb bin ich zurueck, hab die Sofas durchgraben und unter die Sofas geschaut... ohne Erfolg.... Mist. Zu lange wollte ich dann auch nicht herumtun, denn der Chefkoch wollte schon laengst zusperren. Also wieder raus...
Panik steigt in mir hoch. Wo soll ich schlafen? Wie komm ich morgen an meine Arbeitskleidung etc. etc.... Ist ein seltsames Gefuehl, wenn man weisz, dass man nicht in sein Zimmer kann...
Doch ploetzlich wird es da Licht am Horizont: Mir faellt zum Glueck ein, dass ich ja mein Zimmerfenster nie schliesze, weil mein Zimmer so minimal ist, dass es da ganz schnell stickig wird, wenn man das Fenster geschlossen laesst.
Sehr aufbauend. Das mulmige Gefuehl verschwindet groszteils - gut. Nicht drauszen schlafen.
Mit meinen Flip Flops habe ich mich also auf den Weg gemacht: Mich zwischen den Baracken durchgequetscht, mich ueber die unebene Wiese zu meinem Block vorgearbeitet und auf den schmalen Balken drauf, der zwischen den beiden Haeusern durchlaeuft und es ermoeglicht, dass man auch die Fenster als Ein-/Ausgang verwendet, anstatt hinunterzufallen (das ist naemlich auf einem Abhang - auf Dachhoehe des anschlieszenden Hauses).
Da gab's auch schon das erste Problem: Irgendwas hat mich gehindert. Wollte mich einfach nicht weitergehen lassen. Ein Dornbusch war's, der an meiner Hose gefallen gefunden hat und dann auch an meinen Haenden... Autsch!
Schlieszlich konnte ich ihn erfolgreich abwimmeln, hab mich zwischen Dach und Hauswand zu meinem Fenster durchgekaempft und mich ruecklinks ueber das (woertlich) beschissene Fensterbrett hochgezogen und mich dann auf mein Bett fallen lassen. Puh! Endlich drin.
20 Minuten spaeter klopft wer an meine Tuer(, die man von drinnen eh immer oeffnen kann).
Es ist Zuzi, mit den Worten:
I've got a present for you!
Oh, das kleine Flaemmchen am Horizont wird auf einmal ein riesiges Lichtermeer:
Is it my key?
Ja, der war's. Sie hatte ihn unabsichtlich eingesteckt, weil sie dachte es sei der ihrige.... Puh, war ich erleichtert!! Man will immerhin keine £20 fuer einen neuen Schluessel ausgeben... Und man will auch seine Zimmertuer nicht den ganzen Tag offen stehen lassen...
Jedenfalls bemuehe ich mich seither, gerade zu sitzen und ueberpruefe bei jedem Aufstehen die Anwesenheit des kleinen Tueroeffners!
Monday, July 21, 2008
Reuegefuehle und Eating Habits 2
Gut, Themenwechsel: Back to eating habits. Dieses Mal nicht die der Gaeste, sondern die unsrigen. Die der niedrigen Arbeiter: Wie bereits eroertert sind die Essenszeiten eher gewoehnungsbeduerftig und das Essen selber auch nicht immer so der Ha... Wahnsinn - meistens sind es naemlich die Reste des Captain's Table oder einer Marquee vom Vortag. Essbar, manchmal auch echt lecker, manchmal aber einfach nur enttaeuschend.
Da man als Kellner jedoch immer supergute Sachen serviert (also nicht immer, aber doch oft), die man zwar sieht, riecht, traegt, aber nicht kosten kann, und von Zeit zu Zeit (=praktisch taeglich) man auch bis Mitternacht arbeiten muss ohne nach 6 noch etwas zu Essen bekommen zu haben, entwickelt man halt gewisse Strategien. Oder uebernimmt sie von anderen.
Man fladert sich einen Scone und leckere Guernsey Cream von der Bar und geht in den Keller essen. Oder biegt in den Backstore ab, bevor man die Kuechentuere durchschreitet, um dort Brot, Kuchen, Pommes oder sonstige Victualien zwischen zu lagern und diese dann unauffaellig zwischendurch zu verzehren (was so ziemlich alle machen, was wiederum von Zeit zu Zeit ein interessantes Bild ist: Wo ist das ganze Personal? Im Backstore. Was tun sie da? Arbeiten? Nein! Jeder hat den Mund voll und versucht, moeglichst unauffaellig dreinzuschauen, wenn mal wer im Vorbeigehen einen Blick hineinwirft).
Auch beliebt ist das Kinderbuffet und das Wegraeumen desselben, bei dem rein zufaellig 5 Erdbeeren und ein Stueck Pizza den Weg in die Kueche zurueck nicht mehr finden....
Interessant ist das. Spannend. Ein Adrenalinkick. Vor allem (oder nur weil) verboten: Die Kuechenchefs machen uns zur Schnecke, wenn sie uns erwischen.... Aber jeder spielt doch gerne mit dem Feuer und jeder isst gerne illegal frisches Essen, das er dann am naechsten Tag verachtet.
Wieder mal ein interessanter Einblick, den ich hier gewonnen habe - diese gemeinsame Conspiration macht irgendwie den Zusammenhalt aus und hat so eine Art von ganz besonderem Charme.
Und, aja, das mit dem Diaeturlaub im ersten diesbezueglichen Blogeintrag nehme ich zurueck!
Tuesday, July 15, 2008
Nicknames
Erstens mal, nennen mich Zuzi und Luki "Kristi", was mich nicht sonderlich stoert, denn das haengt ja noch mit meinem Namen zusammen, aber:
Als Zuzi mich gefragt hat, ob sie mich so nennen kann, weil ihre Schwester auch Kristina heiszt und offenbar, um nicht durcheinander zu kommen, oder was weisz ich, hab ich geantwortet: Sure, you can call me everything you like...*thinking-in-progress*....no! I'm taking that back!
Und da war's auch schon zu spaet, denn da kam's schon von Chris und Adrian: Can we call you Bob? - No, certainly not!
Nun ja, nach einigen dummen Wortspielereien mit diesem Namen (bobilicious, bobtastic,....) nennt Adrian mich jetzt so .... und hoert auch nicht mehr damit auf....Mittlerweile ist es mir egal.
Der Leiter des Ship, Andy, hingegen, spricht mich seit vorgestern nur mehr mit "Aguilera" an, da die ja bekanntlich auch K/Christina heiszt..... puh....
Ja, und einer der Koeche wiederum, Jamie, findet Gefallen daran, mich "Kid" zu nennen, was ganz ok ist.... Erinnert mich irgendwie an Casablanca (Here's looking at you, Kid.)... Hat irgendwie Style.
Bin allerdings recht gespannt, was ich in den naechsten 6 Wochen noch so alles abbekomme.... Aber ich hoffe eigentlich, dass es das dann war, denn eigentlich mag ich meinen Namen, auch wenn er eventuell ein paar Schwierigkeiten birgt....
Friday, July 11, 2008
(Eating) Habits
Ich will hier einfach mal auflisten, was mir so aufgefallen ist, bis jetzt:
- Es gibt crisps als Beilage zu Baguette oder Sandwich
- Die Salatgarnitur zaehlt als Teil des Tellers und wird deshalb schmaehlich verachtet
- Als Getraenke wuenschen sich viele "orange juice with lemonade" oder "wine with lemonade" oder "beer with lemonade" (heiszt dann Lager Top oder auch Shandy)
- Die Top-Seller hier sind Baguettes, Muscheln oder Fish and Chips.... kann mich nicht wirklich erinnern, je etwas anderes serviert zu haben
- Eine Menge Soszen wird von uns verlangt: horseradish sauce, mint sauce, brown sauce, mayonaise, ketchup und natuerlich unvermeidlich: vinegar -- sonst wuerzen die mit nix. Eines Tages hat tatsaechlich ein Mann (Englaender!) eine Pfeffermuehle verlangt!
- Die Briten geben eine Menge Trinkgeld - meist zwei bis fuenf Pfund. Das Highlight war gestern jedoch ein Mann, der £10 drauflegte.... wui! Mit den Worten "Compliments to the kitchen: The food was excellent... And excellent service too..." - wobei letzteres mich besonders gefreut hat, denn den Tisch hab ich betreut :-)
- In die heisze Schoko kommen unvermeidlich Minimarshmallows rein und man kriegt eine Cadbury's 99 Flake dazu.... --> viel zu suesz!
- Die letzten drink orders werden so um 11 entgegen genommen, was eigentlich recht frueh ist, und seit gestern haben wir eine neue Regel, die uns untersagt, uns nach 9 vor den staff quarters aufzuhalten. Neun! Wer schlaeft denn da bitte schon? Jedenfalls, wenn man sich nicht dran haelt und erwischt wird, muss man £75 zahlen..... naja, es gibt ja andere Orte an die man ausweichen kann...wenn die dann auch eher unbeleuchtet, grauslich und kalt sind...
Tuesday, July 08, 2008
Kids and Tattoos
Man gewoehnt sich schnell an das Inseldasein und geht halt dann am Abend in die Mermaid Tavern auf einen Cider oder ein Guinness, denn was will man sonst tun (Es gibt hier keine Straszenbeleuchtung, also ist Spazierengehen z.b. out)?
Schoen langsam gewoehne ich mich auch an die Englaender und ich muss sagen, den best zu verstehenden Akzent hat der Walise Simon... Er freut sich deshalb :-) und lernt mir walisisch :-D. James hingegen, der Koch der mir immer so leckeres und von allen geneidetes Spezialessen kocht, weil ich jetzt die naechsten 2 Monate ueber Vegetarierin bin - er ist von Naehe Manchester - war am Anfang gar nicht zu verstehen (t-dropping, h-dropping, r wird nicht gesprochen: "heart" klingt wie /a:/)
Gestern wollt ich ein paar Leuten Schnapsen lernen... aber sie haben dann aufgegeben.... und mir lieber Kartentricks gezeigt - auch nicht schlecht.
Und ja, wieder mal hab ich festgestellt, dass so gut wie alle Englaender (Burschen) taetowiert sind. Und zwar mit den Namen ihrer Kinder in chinesischen Zeichen o.ae. ... sehr interessante Sache irgendwie.
Na gut, kurzes Vergnuegen, muss schon wieder zur Faehre, denn sonst komm ich zu spaet in die Arbeit -- hoffentlich ist heute mehr los, denn vorgestern und gestern war eine elendige Flaute, sodass wir die ganze Ship Bar geputzt haben.... puh....
Thursday, July 03, 2008
Island Life
Nun, der bloede Computer im Staff Room ist hin - wie es nicht anders zu erwarten war - also hab ich praktisch auszer meinem Handy keine Kommunikationsmoeglichkeit.
Warum kann ich also schreiben? Um mich zu aklimatisieren hat man mir gleich den heutigen Tag frei gegeben... sehr nett. Jetzt bin ich gleich wieder abgedampft nach Guernsey, um ein Lebenszeichen zu schicken und auszerdem ordentliches Muesli (denn 2 Monate nur Cornflakes und Toast sind keine gute Aussicht) und einen Immunsystembooster zu kaufen. Denn so wie auch letztes Jahr fuehle ich mich ein bisschen fertig - auch nach 11 Stunden Schlaf, oder vielleicht gerade deshalb.
Gestern Abend hab ich super Essen bekommen: Gemuese Moussaka, serviert vom General Manager, der uebrigens wahnsinnig nett und bemueht ist. Er hat meine Hoffnungen auf weiteres so tolles Service aber gleich zerstoert ... Die Hoffnung auf weiteres gutes Essen wurde dann heute Vormittag zunichte gemacht. Fruehstueck wie bereits eroertert, und zu Mittag gibts so ein kaltes Pseudobuffet mit Toast als einziger warmer Speise. Aber es verfuegt immerhin ueber einen Haufen frisches Gemuese und Obst, also es geht....
Zwei oesterreichische Maedels hab ich heut auch schon getroffen, die beide recht fertig gewirkt haben und auf Nachfrage eine sehr stressige, schlaffreie Arbeitssituation mir geschildert haben. Allerdings duerfte es sowas wie allabendliche Parties geben.... sie sind also auch ein bisserl selber Schuld ;-).
Morgen geht's dann fuer mich los - allerdings erst um 12, somit kann ich gleich nochmal ewig lang schlafen....
Wer den Vormittag verschlaeft, laeuft allerdings Gefahr zu verhungern, denn die Essenszeiten sind an die Arbeitszeiten angepasst und es gibt demnach von 8-9 Fruehstueck, dann gleich von 11-12 Lunch und von 5-6 Abendessen. Die Zeit dazwischen verbringt man energieschonend am Besten mit Schlafen....
Klingt sehr nach Diaeturlaub... mal schauen...
Die Leute sind freundlich, wollen aber teilweise einfach nur in Ruhe gelassen werden (das ist sicher das Schlafdefizit ...) und somit verbringe ich die Freizeit mit Spazierengehen, Tagebuch mit Details fuellen und brav Hamlet lesen. Bzw fahre so wie jetzt nach Guernsey, denn da gibts immerhin Zivilisation....
Sollte ich wieder mal freikriegen, gibts die Fortsetzung!
Saturday, June 21, 2008
Freeze
Thursday, June 19, 2008
Fryed stuff
Small pox,
sheep pox,
chicken pox.
... sorry, my thoughts are straying.
Also PPOCS, oder auch Practical Phonetics and Oral Communication Skills - ist kein böses Übel (obwohl da die Ansichten auch auseinandergehen), sondern wieder mal so eine Anglistikgeschichte, die dazu da ist, dass die lieben Studenten einen möglichst authentischen (wahl- oder fähigkeitsweise) British oder American accent bekommen.
Natürlich gibt's dafür auch eine Prüfung und was man hört ist die Durchfallsquote relativ hoch. Jedenfalls muss man bei dieser Prüfung ein Stück Textes vorlesen, das man frei wählen darf, und ich - schlau wie ich bin *hehehe* [diabolical laughter] - hab mir gedacht, ich mach das besonders gescheit:
Ms. Kidd, unsere nette walisische Lehrerin, hat mir empfohlen, mir eines der vielen Harry Potter Audiobücher zu kaufen, da ja Stephen Fry einfach wunderbar vorliest. Ich natürlich denk mir "mach's dir leicht, und such dir einen Harry Potter Text und hör dir die Stelle so oft an, bis du sie auswendig kannst".
Gute Idee - hat natürlich einen Haken ... bzw. scheitert's wieder mal an mir und meiner Unfähigkeit, gewisse Dinge zur rechten Zeit zu erledigen: Jedenfalls, ohne näher auf die Details einzugehen, hab ich das Buch daheim liegen lassen - hätte es aber für die Practice Session im Language Lab gebraucht.
Also was macht das panische kleine Mädchen? Es versucht,
- das Buch in einer der Unibibliotheken aufzutreiben - wo natürlich alle Exemplare gerade verlegt sind
- es in einem Buchgeschäft zu finden, um halt eine Seite schnell abzuschreiben - blöderweise gibt es alle Bände, nur nicht den, den ich suche
Also beschließt Kristina (in Anbetracht der Tatsache, dass sie nur mehr eine Stunde Zeit hat, um einen Text vorzubereiten) ein bisschen last Minute Shopping zu betreiben und kauft nach längerem Klappentextscanning dann schließlich das fette Buch "Making History" von (oho, Überraschung, Autor ist er also auch!) Stephen Fry und verzieht sich damit mal für eine Stunde in's Café, wo sie - genauso panisch wie vorher - eine passende Stelle sucht und schließlich findet.
Die Tutorin war von meiner Literaturwahl ganz angetan und gab mir einen symbolischen Kreativitätsbonus :-). Kann ich nur hoffen, dass es mir auch nächste Woche bei der Prüfung so geht und dass ich's endlich mal schaffe, meine Sprechgeschwindigkeit zu drosseln, damit meine Quantities zur Abwechslung mal nicht den Bach runtergehen...
Friday, June 13, 2008
Rädliches Debakel
Das ging einige Wochen lang gut, bis ich von der Hausverwalterin erwischt wurde, die mir diese Aktion untersagte, denn "sonst habe sie ja bald den ganzen Hof voll mit Fahrrädern". Ich solle es also bitte immer runterstellen.
*grml*
So schnell fällt mir natürlich nix gescheites ein und ich stimme halt zu. Halte mich jedoch nur bedingt daran, denn wie gesagt, das Ding ist schwer und wenn ich erst um eins nächtens mit dem Rad heimkomm, dann bin ich meist eher minder motiviert, in die gefängnisartigen Irrgärten des Kellers abzutauchen. Und hängs wieder draußen an. -- Eh nur ganz selten.
Jetzt verhielt es sich so, dass auch gestern das Rad heraußen angehängt war, da die Frau M. ein essentielles und dann doch nicht gebrauchtes Kabel für ihre Festplatte holen fahren musste und ich ihr daher mein Rad lieh. Und ihr sagte, sie solle es unten halt anhängen.
Blöderweise erwischte mich am nächsten Tag die grasmähende Hausverwalterin, wachelte wild mit den Armen und stellte den Rasenmäher ab:
"Frau Hammer, so geht das nicht! Jetzt hab ich ihnen das eh schon gesagt und Sie machen das wieder nicht! Jetzt muss ich Sie bald von der Verwaltung anschreiben lassen, weil schaun's, da hat schon eine zweite ihr Rad dazugehängt... bla bla bla..!"
Ich zeige mich einsichtig, frage aber gleich an, ob man nicht in den (riesig großen) Hof eventuell einen Radständer stellen könnte, da ja offensichtlich sehr viele Leute hier Fahrräder haben.
Die Gegenbegründung war interessant:
"Da stellen dann auch die Leute von den Nachbarhäusern ihre Räder her und meine (!) Leute haben wieder keinen Platz dafür." --> hä? Na gut, und wenn man was absperrbares machen würd? Irgendsoein kleines Häuschen?
"Na wissen's was das kostet?" --> Also ich zahl gern bissl was dafür.
"Nein das geht nicht und dann ist der ganze Hof mit Rädern angestellt, und wie das ausschaut... bla bla.."
Ich hab dann eingesehen, dass die Diskussion nirgendwohin führt und versucht, das Weite anzupeilen -- was mir erst gelang, nachdem ich mir einen Sermon über die bösen, bösen Ausländer anhören musste und was die nicht alles dreistes machen: z.b. ihre Kinderwagen in das (ungenutzte) Eck unter der Stiege stellen. Ich mein', wie kann man nur!
Egal, ich hab' jedenfalls beschlossen, mich zur nächsten Mieterversammlung zu begeben und diesen Punkt mal anzudiskutieren. Denn ich zahl genug an Betriebskosten monatlich und da kann ein Radständer ja wohl drin sein!
Saturday, June 07, 2008
Tag questions
1. Pick up the nearest book.
2. Open on page 123.
3. Find the fifth sentence.
4. Post the next three sentences.
5. Tag five people, and acknowledge who tagged you.
Dann fangen wir mal bei Frage 5 an: Niemand hat mich getagged - ich nehm mir dieses Recht jetzt einfach mal, denn ich glaub, wenn man nicht bei Live Journal ist hat man sonst eh keine Chance getagged zu werden... Ich hoff, das geht trotzdem in Ordnung, aber dem Hinweis And I tag whoever wants to be tagged. musste ich einfach Folge leisten.
Na dann sehen wir uns mal um (im Büro meines Vaters) ... das könnte spannend werden....
Ok, auch ich bin unfähig: Das nächste Buch wäre Ackerunkräuter (Martin Hanf) . (Man beachte die namentliche Prädestination dieses Herrn für seine Beschäftigung.)... aber der Herr Hanf schreibt nicht in ganzen Sätzen (--> Endfieder groß, nierenförmig. Spärlich wimprig behaart. ...). Lieber nicht.
*weiterschau*
A-ha! DuPont Pflanzenschutz - Erfolg mit System (ein Katalog der Firma DuPont). Na dann schaun wir da mal rein:
DEBUT(R) besteht aus zwei Komponenten (wasserdispergierbaren Granulat und Formulierungshilfsstoff). Geben Sie zuerst die benötigte Menge der DEBUT(R) - Komponente a (Granulat) in den zu 1/4 bis 1/2 gefüllten Spritztank. Das Granulat löst sich innerhalb weniger Minuten im Wasser auf.
Spannend, spannend! Aber immerhin in ganzen Sätzen und somit gültig...
(Shit - ich hab jetztdurch irgendeine Tastenkombi die Halbblindenansicht erwischt -- alles voll riesig.. damn!)
Aja, und um diverse Blogs von diversen Leuten zu beleben, mögen sich bitte E.G., B.G. und T.T. getagged fühlen (damit ich nicht immer die einzige bin, die nix zum Lesen hat ;-)).
Sunday, June 01, 2008
Rückzug
Gestern waren wir bei den Großeltern. Und um eine fixe Uhrzeit wurde dann unvermeidlich der Fernseher eingeschalten, denn die Oldies müssen sich ja unbedingt die schwachsinnige Seniorensendung "Bingo" anschauen. Wir wissen also, dass man uns Besucher die kommende halbe Stunde über vollkommen ignorieren oder hin und wieder mit einem "Losts!" (= hört zu!) bedenken wird.
Aus diesem Grund beschließen wir, das Wetter zu nutzen und einen Spaziergang durch Kellergassen und (Ex-)Weinberge zu machen.
Mal abgesehen davon, dass sich in den letzten Jahren einiges verändert hat (gewisse unsterbliche Bäume wurden abgeholzt, die Weingärten schwinden, man lässt die Hohlwege verkommen etc.) war es einfach nur schön, wieder mal auf den Wegen zu gehen, wo Lisa und ich früher Kastanien gesammelt haben und uns am großelterlichen Kirschbaum satt zu essen (bis mir die viele Vogelscheiße den Appetit geraubt hat).
Der Blick über den Ort, der in der Senke liegt: Man sieht nur die Dächer und den Kirchturm. Wenn man in die andere Richtung blickt liegen da am Horizont - so blau, dass sie fast mit dem Himmel verschmelzen - die Karpaten ....
Außerdem ist es einfach ein Wahnsinnsgefühl, bloßfüßig auf dem warmen Feldweg zu gehen: Staub zwischen den Zehen :-) --> herrlich!
Mum hat uns als Untermalung lauter Geschichten aus ihrer Kindheit erzählt, wo vieles noch so ganz anders und natürlich landschaftlich noch viel viel schöner war.
Da kommt fast so eine Art Heimweh nach dem Ort auf von dem ich nie gedacht habe, dass ich ihn irgendwanneinmal vermissen könnte, wenn ich mich so zwischen all den Windrädern in der unendlichen Ebene befinde...
Saturday, May 31, 2008
Umgeben von Mais
Nein, ich war in dem Land mit den lustigsten Ortsnamen - nämlich Deutschland, genauer gesagt Bayern. Und dort gibt es verschiedenste Maissorten: Reinhartsmais, Bischofsmais, Bodenmais und natürlich Mais. (Auch anglophil sind die Bayern scheinbar und so gibt es Orte namens Egg oder Rain -- in der Nähe von Bierhütte... Ach, egal).
Bodenmais war das Ziel. Begonnen hat's für die Eva und mich allerdings in Wien, indem wir uns in den Zug nach Passau setzten. Wir hatten vor, uns dort ein Ticket für die Weiterfahrt nach Plattling zu kaufen, als wir bemerkten, dass wir genau in dem Zug bereits saßen, in den wir eigentlich umsteigen wollten. Also springt die Kristina raus, saust zum Schalter und gibt hysterisch dem Mädel dort zu verstehen, dass sie 2 Tickets nach Plattling brauche und dafür nur 3 Minuten Zeit habe. Nun, es ging sich aus, Kristina saust zurück und kurz darauf ist man in Plattling.
Aufgrund von Geldnöten und Knausrigkeit entschließen K und E, mit ausgestrecktem Daumen bis nach Zwiesel zu reisen, wo man den Rest der Truppe antreffen wird. Und es haut hin - 3 Autos und eine Stunde später steigen wir aus dem Lieferwagen eines netten Bayern aus und begrüßen Stephan, Bénédict und Michi, die schon seit Ewigkeiten am Bahnhof herumstehen und auf uns warten. --- puh, ich brauch einen Zeitraffer, sonst wird das da zu lang --
Auf in die sehr hübsche, neue, kruzifixlastige Augustinerpension und ab zum Abendessen. (Gutes und recht preiswertes Bier haben sie in Zwiesel *note*).
Es wurde Abend und es wurde Morgen, zweiter Tag:
Sehr leckeres und ausgiebiges Frühstück, nachdem man die Probleme mit der Kaffeemaschine überwand und die dann sehr tolle Getränke herstellte. (Ein ältlicher Mann in blauem Pullunder und weißem Hemd hatte dennoch seine Schwierigkeiten, da er offenbar dachte, die Kaffeemaschine stellt sich die Häferl selber zu... --> Ein Cappuccino für die Abfließtasse.)
Dann gings los: Auf den Falkenstein hinauf (den großen, wenn ich nicht irre, denn irgendwie gibts in der Gegend alle Berge in 2 verschiedenen Größen und Passformen). Das Wetter war fein, der Weg führte zum Glück durch den Wald und teilweise war's recht anstrengend weil steil und weil ich mich erst an die ~11 Kilo meines Rucksacks erst gewöhnen musste. Gleich am Anfang fürchteten wir schon, dass unser Unternehmen zum Scheitern verurteilt ist, denn man hatte den Weg abgesperrt, und ließ hinter dem rot-weiß-roten Band Bäume fallen. Aber wir wurden durchgewunken und wir schafften es in einer passablen Zeit auf den Berg rauf. Dort oben aßen wir zu Mittag und dank meiner unglaublichen Wurf-und-Ziel-Fertigkeit landete das Ende meiner Karotte nicht unbedingt da, wo ich es hinhaben wollte, sondern eher genau dort, wo 2 andere Wanderer saßen... oops...
Jo, und dann wieder runter, aber nicht zurück nach Zwiesel, sondern nach Bayrisch Eisenstein, gleich an der tschechischen Grenze. Man latscht müde durch den Ort (im Tal) und den nächsten Berghang wieder hinauf - ohne viel Motivation mehr (ich spreche v. mir) - denn da oben liegt die Jugendherberge. Und am Anfang hat es gleich mal den Anschein, als wären wir zu spät angekommen und könnten nicht mehr aufgenommen werden --- was sich zum Glück als Fehlbefürchtung erwies.
Man bekam ein nettes Zimmerchen und suchte die Duschen: die waren zu. Also duschten wir nicht. :-) ... Nein, wir fanden dann - fast vis-a-vis von unserem Zimmer - andere, offene Duschen in lustigen grünen Kabinen, die mich sehr an das Gänserndorfer Hallenbad denken ließen.
Dann: Essen und ab ins Bett.
Es wurde Abend und es wurde Morgen. Dritter Tag:
Aus irgendeinem mir nicht ersichtlichen Grund will Stephan schon um 7 aufstehen, obwohl um 8 erst Frühstück ist. Nun, er tut es auch - der Rest bleibt noch eine halbe Stunde liegen.
Auch hier hauen wir erst mal ordentlich rein, bevor es weiter geht - immer brav den Berg hinauf. Die geschätzten 3 Stunden zum Gipfel des Großen Arber wurden dann doch eher 4, aber wir erreichten ihn über etwas wüst aussehende, gatschige Berghänge (nachdem wir vorher am kleinen Arbersee Enten gefüttert hatten.) Saukalt war's da oben... brrr....
Und deshalb traten wir nach dem Mittagessen auch wieder den Abstieg nach Bodenmais an. Sine Michi, der die Gondel nahm und den wir in Bodenmais am Bahnhof wieder einsammelten.
Und dann begann die Rückfahrt: Zug nach Zwiesel und dann mit Michis Auto zum Plattlinger Bahnhof (Danke!!!) und dann -- haha -- dann begannen die nächsten Probleme: es folgte eine lange Zugfahrt mit viel Umsteigen, Verspätungen und Herumgerenne. Aber wir kamen in Wien an. Voll fertig (ich). Der Italienisch Unterricht am nächsten Morgen wurde mit Absicht verschlafen...
But the whole weekend was fun, ich hab's ohne Muskelkater überstanden und es freut mich vor allem, an diesem Wochenende eine weitere äußerst liebe Person kennengelernt zu haben!
Thursday, May 22, 2008
Das Problem der Transparenz von Glastüren
Dass das eher unangenehm werden kann, lehrte uns vor nicht allzu vielen Tagen das immer wieder spektakuläre allmonatliche BB-Meeting.
In einem gewissen Museum hat man nämlich den Eingangsbereich verlegt und die auftretende Lücke mit einem (!) Stück Glas verschlossen, das normalerweise dem Besucher einseitig (und nicht sich mittig trennend) ausweicht. Genau diese Einseitigkeit und die gute Arbeit der Putzfrauen führt aber offenbar dazu, dass die transparente Barriere nicht immer wahrgenommen wird, was dann weiters Platzwunden, gebrochene Nasen und halb bewusstlose Kinder verursacht.
Kam also die Anfrage an den Chef, ob man eventuell was hinkleben könnte (Eventuell eine Silhouette eines Mörders? Anstatt des schwarzen Falken... Oder auch einfach ein Schild "Ich bin eine Tür").
Ja - hier erwartet man das erste Wort dieser Zeile und den Übergang zum nächsten Diskussionspunkt. Doch! Wer hätte es gedacht? Weit gefehlt! Die Antwort schoss etwa 2 Kilometer daneben, indem sie sich um die rechtliche Absegnung, bauliche Genehmigung und vollkommen richtige Funktionsweise der Tür drehte und so lediglich die damit gewährleistete rechtliche Unbelangbarkeit des Vereins zum Inhalt hatte. Nun, da würde entgegnend die Phrase "Ja, aber..." ganz gut passen und fiel auch einige Male.
Der Effekt der obigen Antwort war also, dass alle Anwesenden die Verlässlichkeit ihrer Lauscher hinterfragten und nachdem sie sich von dieser überzeugt hatten ging dann die richtige Diskussion los.
Lächerlich. Lachhaft. Ridikulös das Ganze.
Nach etwa 5 Minuten dann, steht eine der dort arbeitenden Kassenkräfte auf, hält in leicht anklagendem Ton einen Sermon auf die Verantwortlichkeit der BBs, die doch den Kindern sagen sollen, dass sie nicht laufen sollen, sich nicht an der Wand entlang schleichen sollen, keine Zuckerlpapierln liegen lassen sollen etc. und zum krönenden Abschluss kommt, dass sie bereits einen Zettel an die Tür geklebt habe und somit weiteren Vorfällen vorgebeugt sein sollte.
Ja und das hätte man nicht schon etliche A4-Dialog-Seiten vorher machen können?!? Aber sonst wäre wohl kein Meeting notwendig - für so kurze Zeit würde sich ja die Anreise kaum auszahlen...
Wednesday, May 21, 2008
Volkstümliches
Ich stell das mal einfach so hier rein (in möglichst authentischem Wortlaut):
Jedesmoi, waun i den siech geht ma da Feitl im Sock auf!
[Jedesmal, wenn ich den seh', öffnet sich mein Klappmesser in der Hosentasche selbstständig!]
Hat mir einfach gefallen und darum mag ich die Aussage gern teilen, auf dass auch andere sie erheiternd/anregend/interessant/... finden.
Monday, May 12, 2008
Huhn mit Reis und Äpfel
(*The Secret Life of Words)
Andere Eindrücke aus der Türkei sind:
- Viele Katzen - zerzauste und verlauste und auch andere
- Etliche Hunde - generell anhänglicher Natur: Besonders an den Vorträgen unseres Professors interessiert
- Die Befehle "Schnell, schnell!", "Kommen Sie, Kommen Sie!" und "Keiner verlässt den Bus!"
- Die Worte "Korbkapitell" und "Porphyrogenetos"
- 2 Handtuchsets statt 3 - welches Problem ich einmal zu lösen versuchte, indem ich den nicht englischsprachigen (Deutsch vermutlich noch weniger) Kellner nach einem "Towel" fragte, er mich zuerst auf die Toiletten und dann den Speisesaal verwies, was mich zu einer pantomimischen Vorstellung verleitete, die er scheinbar begriff. Er fragte immerhin nach der Zimmernummer woraufhin ich zufrieden von dannen zog. Handtuch bekamen wir dennoch keines.
- Toiletten aller Art - meistens bestehend aus einem Loch im Boden
- Lustige Teenager, die uns scheinbar so interessant fanden, dass sie sich schließlich überwanden und uns fragten, ob sie uns fotografieren dürfen.
- Süßigkeiten jeder Art - mit Hauptbestandteil Sirup *würg* *spei*
- Sehr anregende Live Musik (vor allem zu dummen Ideen) - Zuerst vertrieb der Sänger durch seine Darbietung unseren Professor, hernach wir durch unseren Mitgesang wiederum den Sänger
- Samba! Na-naaa-na-naaa-na-na-naaa-na-naa....
- Vampirgeschichten und Zeiträtsel
- Spaaannnende Lektüre jeden Abend
- Erfolgreiche Handeleien am Basar (Apfeltee von 4 Lira das Stück auf 2 Lira - das zahlt sich bei 3 Packungen schon aus!)
Thursday, April 24, 2008
Die Frau mit dem komplizierten Namen
Aber so wie Schönheit auch, liegt wohl Schwierigkeit genauso im Auge - oder Hirn - des Betrachters/Artikulators:
Fall 1:
Dienstvergabe in der alten Römerstadt.
Mal abgesehen davon, dass mich niemand kannte, obwohl ich jetzt ja doch schon seit einem Jahr bei dem Verein bin, überraschte mich die Einteilende, als ich mich für eine "Erlebnistour" meldete mit der Aussage:
"Ah, Sie sind die Frau mit dem komplizierten Namen."
Etwas verwirrt und verständnislos blicke ich sie an.
Dann entgegne ich:
"Naja -- Hammer..."
Was mir Gelächter aus dem Publikum einbringt - Scheinbar ist auch diesen die Komplexität an meinem Namen entgangen.
Fall 2:
Der Italienischkurs.
Unser Professor versucht nun schon seit Wochen, sich unsere Namen zu merken und um ihn ein bisschen zu quälen, verwenden wir unsere tollen Namensschilder einfach nicht mehr.
Bis heute nannte er mich meist Katharina, doch heute wurde er gleich noch kreativer:
"Allora, das nächste Beispiel (oder so)... "
- fragender Blick -
Ich warte.
"Elisabeth?"
"No."
"Hm.. Katharina?"
"No - Kristina!"
Und die nächste Runde gleich wieder:
"Katharina"
Böser Blick meinerseits.
"Ach nein! Kristina!"
Ich biete ihm mit leicht zynischem Unterton an, mein Namensschild wieder aufzustellen, was ich dann auch tue.
Aber siehe da, die nächste Runde:
"Katharina?"
Wortlos tippe ich nur mehr mit dem Stift an das Namensschild.
"Kristina!" - der Lehrer sichtlich total verzweifelt: "Das ist so peinlich!"
Im weiteren Verlauf der Stunde hat er vermieden, mich beim Namen zu nennen und mich einfach nur immer angeschaut, wenn er etwas wollte...
Mehrsilbige Namen sind also scheinbar eine potentielle Fehlerquelle - vor allem, wenn es viele gibt, die mit demselben Buchstaben beginnen.
Aus diesen tiefgreifenden, schmerzlichen Erfahrungen werde ich also Konsequenzen ziehen und meinen Kindern dann mal möglichst einfache, einsilbige Namen verpassen: Zum Beispiel "Ruth" oder "Horst"oder "Karl" oder irgendetwas total ausgefallenes, wie beispielsweise "Darwin" - aber das ist eine andere Geschichte...
Saturday, April 12, 2008
Wie man Gallensteine als Motivationsmittel einsetzt
Blöderweise fehlen ihr genau die Basics und ich quäle sie deshalb stundenlang mit Deklinationsübungen aller Art. Ist müh-, aber wirksam.
Zwischendurch schimpft sie immer wieder über die Unnötigkeit und Schwierigkeit dieser Dinge - von mir natürlich stets dementiert - und regt sich darüber auf, dass die lateinischen Texte alle so langweilige und uninteressante Themen behandeln. Da musste ich freilich gleich widersprechen und sie mit ein paar netten Anekdoten wieder aufmuntern.
Und dann hatte ich die Idee: Das liebe Mädel ist absolut tiernärrisch und mag mal Veterinärmedizin studieren....
-- Mit-Lateiner werden nun schon wissen, worauf ich hinauswill (sie dürfen den nächsten Absatz überspringen) ...Für die anderen: --
Die Prüfung letzten Freitag ist noch nicht ganz in Vergessenheit gerückt (Spätlatein als Grundlage der romanischen Sprachen) und außer diversen, immer wieder auftretenden Nachwirkungen (i.e. Eva und ich stören den Italienischunterricht durch permanente Diskussionen, wie ein bestimmtes Wort entstanden ist, und anschließende Freudenausbrüche ob unseres Wissens) sind vor allem auch die Texte, die wir zur Illustration der Sprachwandlung vorgesetzt bekamen noch nicht ganz verdaut. Bzw. haben sie sich in mein Hirn eingebrannt.
Ein toller Text, die Mulomedicina, behandelt relativ ausführlich und v.a. total g'schmackig veterinärmedizinische Themen der Sorte: Was macht man, wenn ein Viech einen wehen Haxen hat, oder wenn ein Schweinderl Muskelkater hat, oder wenn einem Viech schwindlig ist... und auch - und das ist der leckerste Text überhaupt - wie man am besten Gallensteine in einem "Großtier" aufspürt und diese dann auch entfernt.
Ebendiese Mulomedicina hab ich mir also hergenommen und ins klassische Latein umformuliert.
Kaum zu glauben, bekam ich doch tatsächlich nach jedem Halbsatz von meiner Nachhilfeschülerin ein "Cool!" oder "Warum macht man sowas nicht in der Schule?" oder "Gibt's noch mehr solche Texte?" zu hören.
Und wie staunte ich erst, als sie, als ich ihr den Rest zur Hausübung aufgab, doch tatsächlich meinte: "Das ist cool, das mach ich jetzt gleich, wenn du dann weg bist." -- arg.
Arg, arg, arg.
Also dass sie das interessiert hab ich mir schon gedacht - aber so sehr, dass sie das sofort freiwillig übersetzt und sogar noch mehr verlangt? Hui!
Nun, dann werd ich mich gleich mal im Internet auf die Suche nach möglichst grauenvollen Tier-OP-Gustostückerln machen. Denn was tut man nicht alles, um Leute für eine Sache zu begeistern!
Wednesday, April 09, 2008
Reisefieber
Die Vögel zwitschern.
Die Blüten auf den Bäumen duften.
Die Radlfahrer fahren einen über'n Haufen.
Die Jogger rennen einen nieder.
Alle wollen raus.
Und ich will fort.
Nicht, dass ich es hier nicht aushalten würde - ganz im Gegenteil, ich bin so vergnügt und fröhlich wie seit dem letzten sonnigen Herbsttag nicht mehr. Und auch ich habe mein Rad ausgegraben und mähe seitdem gnadenlos Fußgänger um.
Allerdings habe ich auch wieder Lust bekommen zu verreisen. (In 3 Wochen wird dieser Wunsch dann in Form einer Exkursion in Erfüllung gehen.)
Alle meine Gedanken kreisen nun um den Sommer und meine bislang längste Abwesenheit von home, sweet home. (Das dient dazu, den aufkommenden Unistress zu verdrängen und ein Ziel vor Augen zu haben.)
Was erwartet mich dort? Wie werden die Leute sein? Wie wird mir die Arbeit gefallen? Wird mir auf der kleinen Insel fad? Stimmen diese ganzen Hotelgerüchte, die mir meine Mutter immer wieder erzählt? etc. etc.
Hauptsächlich ist da eine riesige Vorfreude und Neugierde.
Um letztere zu bekämpfen hat wieder mal der Zufall zugeschlagen, der es so wollte, dass vor einer uninahen Buchhandlung, an der ich vorbeimusste, recht viele Reiseführer zu einem sehr günstigen Preis feilgeboten wurden und freilich auch einer von den Kanalinseln dabei war.
Da musste ich zuschlagen, denn man kann ja nicht ganz und gar unvorbereitet und unwissend unbekannte Lande aufsuchen.
Also hab ich nachgelesen und bin jetzt gescheiter:
Herm ist 2 Quadratkilometer groß, es gibt ca. 10 Familien dort, 2 Restaurants, ein Caf'e und eine Post. Außerdem eine Kirche, wo jeden Sonntag eine 30minütige Messe abgehalten wird und natürlich - nicht zu vergessen - das White House Hotel.
Landschaftlich dürfte das Fleckerl ein breites Spektrum bieten: sowohl etliche Sandstrände (tw. mit vielen Muscheln) als auch bis zu 70 m hohe Klippen. --- gut, das hab ich vorher schon gewusst.
Aber das ist neu:
Es gibt Austern. Es gibt Kühe. Es gibt keine kleinen Känguruhs mehr *schnief*.
Die Kühe geben viel Milch, sodass diese auf die Nachbarinsel Guernsey exportiert wird.
Die kleinen Känguruhs sind tot weil der besoffene Koch und der besoffene Butler sie abgeknallt haben *schnief*, obwohl der Inselbesitzer Schießverbot erteilt hatte.
Die Austern machen glaub ich gar nix Spannendes, aber man kann sie essen.
Auch die Pflanzen dort sind interessant: Wälder, Palmen, Farne, Hyacinthen (oder so)...
Es gibt keine Autos, man darf nicht im Freien Radio hören und überhaupt ist es ruhig, beschaulich und entspannend.
Den Großteil der Bevölkerung machen im Sommer Saisonarbeiter aus *g*
*Märchenbuch-zuklapp*
Das könnte also recht nett werden - aber um die kleinen Känguruhs tut's mir leid...
Bis ich allerdings mich dorthin begebe, steht mir ein Haufen Stress bevor, den ich einfach ausblenden werde, indem ich in diversen Parks herumliege oder mit dem Rad weiterhin Menschen erschrecke :o).
Sunday, April 06, 2008
Über's Dürfen
Unterwegs war ich in Wirklichkeit zu meiner Lieblingsarbeitsstelle, in deren Museum nun eine neue Ausstellung eingerichtet wurde. Um zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter sich dort auch auskennen usw. gab's so eine Art Einschulung. Begonnen hat's um 10:00, also dachte ich mir, werd ich wohl um 1 wieder zuhause sein... Ja, dachte. Ich hatte leider die Person, die dieses veranstaltet hat, wieder mal unterschätzt:
Es kam ein 1 1/2 stündiger Vortrag über die Baugeschichte des Museums, das alte Inventar, die scheiß-Akustik, die Monarchie, komische Erlebnisse gleicher Person mit irgendwelchen Besuchern (wie die fette alte Dame, die sich auf den (nachgebenden) Weidenkorb setzte etc.) und schließlich vieles über den Mithraskultteil der Ausstellung (hierbei sei bemerkt: Der Mithraskultteil ist nach wie vor der gleiche, also NICHT neu!). Mal abgesehen von der Unnötigkeit des Inhalts - weil eh schon bekannt und viel zu ausführlich -, hat mich außerdem die Vortragsweise sehr gestört:
So war der Mithraskult. Wir glauben das, was der sagt, alles andere ist zweifellos falsch. Und als Führer darf man auch sonst nix erzählen.
Dazu meine Frage, welche Quellen es denn gibt.
Naja - den Laktanz.
Nur den Laktanz?
Ja, nur den Laktanz, und der schimpft drüber.
--> Aha, dacht' ich mir, aha... also SO war der Mithraskult und wir wissen alles drüber, alles klar.
Nach besagten 1 1/2 Stunden - es war also bereits 11:40 - und dem Ärger über die Unwissenschaftlichkeit hat's mir gereicht und ich bin gefahren - Sonst wär auch noch der ganze Nachmittag dahin gewesen. Bevor ich endgültig den Heimweg angetreten hab, gab's noch einen Abstecher in die herzige, kleine romanisch-gotische Wehrkirche aus dem 11. Jahrhundert, die sich dort in der Nähe befindet. Die wollt ich eh schon immer mal ansehen.
Und dann weiters zum Spar, um gleich Lebensmittel für das Wochenende zu beschaffen.
Dort am Parkplatz sprang mir was in's Auge: Auf der Heckscheibe des Autos vor mir prangte eine Aussage: "Ich darf dass [sic!]" -- Aha, und was? Falsch rechtschreiben? Gratulation!
(v.a. interessant, da ich auf der Anreise bereits ein Auto mit "I derf des" erspäht hatte...)
Um den Tag aber dennoch gut und sinnvoll ausklingen zu lassen, durfte ich mich der (z. Abwechslung fremdfinanzierten) Familienexkursion ins Kino anschließen, um uns endlich "Die Fälscher" anzusehen. Guter Film. Wirklich gut. Aber dafür hat er ja den Oskar bekommen...
Saturday, March 29, 2008
Neulich im Zug...
Aber halt! Ich schweife vom Thema ab:
Also neulich im Zug saß ich und schlief - bzw. hab ich es versucht, aber so bequem sind Züge auch wieder nicht. So, habe ich also an jeder Station die Augen kurz aufgemacht - offenbar ein Reflex, damit man nicht zu weit fährt (auch wenn Gänserndorf die Endstation ist).
Wie dem auch sei: Als ein neuerlicher Fahrgast einstieg, nahm ich diesen zuerst einmal olfaktorisch wahr - obwohl er sich, zum Glück, nicht zu mir gesetzt hat. Also hab ich kurz die Augen geöffnet und bin Zeugin von etwas geworden, dass ich - zumindest hier in den wohlbegüterten westlichen Landen, und vor allem in einer Stadt (geschweige denn einem Zug!!) - für ausgestorben gehalten hatte: Dem Bauernschneuzer. (Ich hoffe, ein jeder weiß sich mit dem Begriff etwas anzufangen, denn ich will ihn eigentlich nicht näher erläutern...)
Mit vor Schreck geweiteten Augen saß ich da, als jener alte, etwas versandelte Mann, von dem ich durch den Spalt zwischen Kopf- und Nackenlehne anfangs nur die schwarzen Lederhandschuhe sehen konnte, sich auf höchst unappetitliche Art und Weise seines Naseninhalts entledigte. Mahlzeit!
Man kann nur froh sein, ihm nicht gegenüber gesessen zu sein, denn das wäre vermutlich noch etwas ungustiöser gewesen....
Monday, March 24, 2008
40 Tage Fastenzeit - Ein Resummee
Aber zurück zum Titel und der Fastenzeit. Allzu Arges hab ich mir ja gar nicht auferlegt: Den Verzicht von Süßigkeiten und Mahlzeiten nach 19 Uhr.
Wenn ich meinen Erfolg graphisch veranschaulichen müsste, dann gliche die entstehende Kurve dem Graphen einer Kosinusfunktion: Die erste Woche war ich noch ganz brav, in der zweiten hab ich dann begonnen, die 19 Uhr zu ignorieren und die letzten beiden Wochen hab ich's dann mit den Süßigkeiten auch nicht mehr so genau genommen, zusätzlich bin ich noch Müsliabhängig geworden - was bestimmt auf die leckere, frische, nicht homogenisierte Milch, die wir in letzter Zeit zuhause haben, zurückzuführen ist -- somit hat die ganze Idee eigentlich nix gebracht, außer, dass ich mir wieder mal selber bewiesen habe, dass ich ein unglaublich inkonsequenter, willensschwacher Mensch bin. Hmpf..... Aber ich werde nicht aufgeben. Spätestens nächstes Jahr kommt wieder eine Fastenzeit und damit eine neue Chance...
Thursday, March 20, 2008
Verzichtsinkompetenz und Suchtpotentiale
Jo-jo Effekt -- was für ein schöner Begriff. Und wie groß ist doch sein Anwendungsbereich! Ob jetzt - so wie am Beliebtesten - verwendet, um von Gewichtsveränderung oder sonstigen Gewohnheitsänderungsversuchen zu sprechen, ist das Wort wahrhaft vielseitig einsetzbar. Eine Fallstudie:
Aus lauter Freude, dass ich mir ja jetzt sooo viel Geld erspart hab, hab ich das natürlich auch gleich ordentlich feiern müssen und mir wieder mal hier ein Buch ("Muffins - 140 Backideen". Um die Backsucht zu befriedigen und auch in der Fastenzeit andere Leute - und mich selbst... leider zu erfolgreich... - zum Sündigen zu verleiten) und dort eine DVD geleistet und schließlich auch - das verheerendste aller Übel! - ein paar Kinobesuche. Und zwar derer gleich vier. Alle im März. Gratuliere, meine Liebe, du hast es wieder mal geschafft, dich selbst zu übertreffen.
Ich könnte jetzt natürlich versuchen, die Schuld auf andere abzuwälzen, die mich zu diesen Kinobesuchen überredet haben, aber das käme mir freilich nie in den Sinn. Ich bekenne mich schuldig: Bedauerlicherweise ist nämlich aus diesen Kinobesuchen schon wieder eine neue Sucht im Entstehen begriffen - nämlich die, jede Woche mich in die Sneak Preview zu setzen, um mich dort überraschen zu lassen. Diese Spannung! Welchen Film wird es wohl spielen? Hm... Man schließt vorher Wetten mit den Freunden ab (Wer zahlt die nächsten Popcorn etc.... Nein, eh nicht... wobei.... na egal....). Staunend stelle ich Mal um Mal fest, dass der riesige Saal mit seinen 30 Reihen oder so voll ist - kaum zu glauben, wie faszinierend das Ungewisse ist. Noch dazu zu einem erhöhten Preis, dafür, dass eig. Kinotag ist.
So gehen also diese Dinge dezent ins Geld und ich werd mir entweder noch irgendeine weitere Zuverdienstmöglichkeit suchen müssen oder meinen ausschweifenden, viel zu luxuriösen Lebensstil irgendwie abändern und mich nur mehr von uraltem und steinharten Brot, das von der Vorwoche in Aktion ist, und leckerem Wiener Wasser ernähren, um irgendwie Geld für die heißersehnte dienstägliche Kinokarte aufzutreiben. Oder aber, ich hör damit auf, bevor ich wirklich süchtig werde. Hm...
Sunday, March 09, 2008
Wie man erfolgreich Geld spart
Punkt 1:
Buche mit Freunden eine Reise und werde rechtzeitig krank. So kannst du simulieren, ein sehr sozialer Mensch zu sein, hast aber eine gute Entschuldigung, doch nicht mitfahren zu müssen.
(Achte aber darauf, dass du rechtzeitig Ersatz findest bzw. rechtzeitig Ersatz gefunden wird, sonst könnte es sein, dass du unnötig um 70 Euro ärmer bist!)
Punkt 2:
Beginne, deine Wohnung zu sanieren und achte darauf, einen Handwerker zu finden, der schon etwas blass ist und voraussichtlich auch bald krank werden wird. Schau aber, dass du die Wohnung vorher in Baustellenzustand versetzt, damit du dort unmöglich wohnen kannst.
Stattdessen wohne bei deinen Eltern, denn das bietet dir folgende Vorteile:
* Du musst das Essen nicht selber zahlen
* Du musst immer den letzten Zug von Wien raus erwischen und kannst daher leider weder Geld für diverse Eintritte, noch für Bier ausgeben
* Du kannst leider nicht mit Leuten auf einen Kaffee / ein Mittagessen /... gehen, weil du erst nach Wien fahren müsstest
* Du hast keine Geschäfte in der Nähe, bei denen du in Versuchung geraten könntest, etwas zu kaufen
Punkt 3:
Wolle unbedingt zu einem Konzert gehen und warte 2 Tage zu lang, dir Karten dafür zu kaufen. Du kannst dann in ganz Wien herumlaufen (Sport!) und vorgeben, verzweifelt auf der Suche nach Karten zu sein und am Abend ganz zufrieden die 26 Euro, die du dir dabei erspart hast, auf die Seite legen. (Es sei denn, du kaufst dir aus lauter Frust eine CD, dann sinds nur 12 Euro, die du zur Seite legen darfst.)
Wie gesagt, ganz einfache Tipps, die für jeden sehr leicht zu befolgen sein sollten. Führt auf jeden Fall dazu, dass man im Endeffekt absolut glücklich ist! (v.a. wenn man hier zuhause von lauter kranken Familienmitgliedern umgeben ist und nur hoffen kann, dass einen das Virus nicht auch erwischt...)
Sunday, March 02, 2008
Wie erstellt man einen Studienplan?
Man kann also beispielsweise Anglistikstudenten lernen lassen, was sich andere Menschen über den Begriff "Kultur" gedacht haben, welche Begriffe sie erfunden haben, um auch anspruchsvoll darüber diskutieren zu können und wer was jetzt eigentlich wie betrachtet und warum. Alles recht nette Denkansätze, aber warum muss man sowas abprüfen? Es gibt ja ohnehin keine allgemein akzeptierte Antwort. Schon gar nicht, wenn "Wahrheit" sowieso nicht existiert, sondern von der dominierenden Gesellschaftsschicht definiert wird*...
Eine zweite, recht populäre Möglichkeit besteht darin, ein eigenes Institut für diese LVs zu schaffen - das wäre dann das "Institut für Bildungswissenschaften" - und einer großen Masse an Lehramtskandidaten vorzuschreiben, einen gewissen Prozentsatz ihrer Zeit damit zu verbringen, sich unnötige - und wenn einmal interessante, dann unmöglich formulierte (Wortwahl, Satzbau, Rechtschreibung), wenn geht noch von Feminismus triefende - Skripten in's Hirn zu brennen. Diese Aktion rechtfertigt man mit dem Argument, dass zukünftige Lehrer doch irgendeine Form von pädagogischer Ausbildung benötigen, um gut unterrichten zu können.
(Ob das gebotene Programm dazu der beste Weg ist, wird unter Studenten gerne heiß diskutiert, wobei eine generelle Tendenz zu "NEIN!!!" stark überwiegt.)
Jedem Lesenden wird nun klar sein, womit ich momentan meine Freizeit verbringe(n muss). Bloß habe ich irgendwelche Hemmungen, mich mit den diversen Themen so zu beschäftigen, wie ich eigentlich sollte (i.e. lernen), sondern ver(sch)wende lieber die Zeit damit, alle Leute deshalb anzuraunzen. Sorry!
*Auszug aus meiner Mitschrift
Friday, February 22, 2008
Immer Ärger mit dem Tee
Stattdessen schaut sie lieber, wie gesagt, Filme (und auch die alten Staffeln von Dawson's Creek, wenn der ORF nicht lieber Schispringen zeigt *grmpf*), löst Sudokus und trinkt viel Tee. Und während sie sich ihren Salbeitee mit sprudelndem, kochendem Wasser aufgießt, kommt ihr in den Sinn, dass sie sich ja über eine bestimmte Sache noch gar nicht öffentlich aufgeregt hat:
Die Art, wie in vielen Kaffeehäusern, Restaurants, etc. der Tee serviert wird!
Es wird nämlich scheinbar als viel edler und gleichzeitig auch höflicher erachtet, das heiße Wasser zu servieren, mit dem Teebeutel daneben, den sich der Gast dann gerne selber in's mittlerweile abgekühlte Wasser hängen darf. Auf dass der Tee seine Aromastoffe best möglich entfalte! Bei Grüntee ist das ja noch einzusehen - der soll ja nicht kochend aufgegossen werden - aber bei Schwarztees und Co. ist es eigentlich eine Frechheit, dass man den Gast um den Genuss eines perfekt gebrauten Tees betrügt, noch dazu, wenn man eigentlich genug dafür zahlt, dass der Tee dort angerichtet wird. Es käme ja wohl auch keiner auf die Idee, einen kleinen Filteraufsatz (samt Filter, versteht sich) auf der Kaffeetasse zu servieren und dazu noch ein Kännchen mit heißem Wasser, mit dem man sich seinen Kaffee selber aufgießen darf....mhhhh!Oder noch stilvoller: das heiße Wasser zu servieren und dazu, gleich neben dem Zucker, ein Päckchen Löskaffee, das sich der Gast gerne selber hineinrühren darf ...
Bis jetzt habe ich jedesmal vergessen, vorher eventuell dazuzusagen, dass ich den Tee gern kochend aufgegossen hätte - bzw. komm ich mir da auch irgendwie leicht snobbisch vor - aber andererseits zahle ich ja, oder? Und ich denke da darf ich Qualität erwarten?
(Denn manche Tees schmecken einfach wirklich anders, wenn man sie nicht aufgießt, sondern reinhängt, das bilde ich mir nicht nur ein!)
Sunday, February 17, 2008
Fieberschub
Aber ganz gebe ich mich nicht geschlagen und versuche zumindest, irgendwas Konstruktives zu tun. Langsam zwar, und in kleinen Schritten, aber immerhin:
So habe ich nun endlich mal begonnen, meine letztsommerliche Schottlandtour aufzuarbeiten; i.e. Ein Fotoalbum mit Fotos, Reisetagebuch und sonstigen lustigen Dingen zu füllen. Schleppend geht's voran, aber wer weiß, ob ich es sonst je gemacht hätte...
Weiters habe ich Shakespeares "Tragedy of Julius Caesar" zur Seite gelegt, zugunsten des weitaus erheiternderen Wälzers "Latein ist tot, es lebe Latein", das dank der deutschen Sprache, dem sprachlichen Humor und der relativ groß gedruckten Schrift ;-) auch halbwegs krankenfreundlich ist.
Ja, und dann versuche ich noch, zwischendurch - wenn sowohl Zeit als auch Kopfschmerzen es erlauben - ein bisschen an der Verwirklichung meiner Pläne für den kommenden Sommer zu arbeiten. Mal schaun...
So nett, harmonisch und friedlich das vielleicht klingen mag, würd ich viel lieber rausgehen, an die frische Luft -- mich in den Gänserndorfer Wind stürzen! -- und irgendeine Form von Bewegung machen.
Aber hoffentlich dann in 1-2 Tagen!
Friday, February 08, 2008
Wenn Archäologen zum Pinsel greifen...
Ja, das ist eine Möglichkeit.
Es könnte sich aber genausogut um zwei junge Studentinnen in unglaublich gut aussehender Arbeitskleidung handeln, die versuchen, 3 Räume in den hübschesten Farben auszumalen.
Wählen wir einmal Zweiteres:
Um der floralen Wanddekoration in meiner Wohnung entgegenzuwirken haben Eva und ich uns mit hübschen Farben, Pinseln, Walzen und schließlich auch Klebeband ausgerüstet und dem Gewächs den Kampf angesagt. Die Tapete hat sich aber so sehr geschreckt, dass sie gleich einen Fluchtversuch unternommen hat --> sie hat sich abgelöst. Und das nicht unbedingt zu unserer Freude, denn das Tapete-von-der-Wand-Kletzeln hat ewig gedauert, Mist in Hülle und Fülle fabriziert und außerdem nicht einmal annähernd so viel Spaß gemacht wie das Streichen der Wände.
(Gut, ich bin zugegebenermaßen selber schuld, weil man mir ja nie was recht machen kann und die weiße Farbe einfach nur schiach ausgesehen hat, sodass ich einen Viertelliter Rapsgelb beigemengt habe. Dummerweise haben wir das bei feuchter Tapete dann drübergestrichen.... nun, da fällt mir nur Oscar Wilde ein: "Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Fehlern gibt." ... so schnell wird mir das wohl nicht mehr passieren.)
Aber nach 2 Tagen, an denen wir (oder eher ich, da Chronometerprobleme der Eva...) laaange gearbeitet haben, erstrahlt nun das Wohnzimmer in gelb-orange und das Vorzimmer in weiß-orange, während der kleine Gang von Vorraum zur Küche durch sein betoniges Aussehen noch nicht das Auge erfreut. Das wird dann das heutige Projekt. Ich hab sogar meine Schwester dafür motivieren können, mir zu helfen und mein lieber Vater war so nett, den grässlichen Beton durch Spachtelmasse abzudecken, somit sollte das heute die letzte Streichaktion werden.
Dank der richtigen Musik und leckerem Kaffee macht das Ganze eh recht viel Spaß.
Und nächste Woche kommt Schritt 2 der Sanierungsaktion: Die Böden. Man ist gespannt!
Sunday, February 03, 2008
Über Psychobücher, Tauben, den Hass auf Blogger und was mir sonst noch alles so einfällt...
Weiters mag ich bezugnehmen auf den letzten Kommentar der Eva: Es ist natürlich bedenklich, dass man so Bücher wie "Hannibal" mag.... Aber andererseits hab ich mich dann erinnert, dass ich letztes Jahr eine Psychobuchphase hatte (--> Afrika Safari, Are you experienced, Ein Sommer Ende 20 -- wobei letzteres eigentlich eh nicht so wirklich Psycho ist...und gemordet wird eigentlich in keinem davon).
Und als ich auf der Suche nach den Psychobuchkritiken dann die letztjährigen Beiträge so durchgeschaut habe, ist mir einer mit dem Titel "Faeces" ins Auge gehüpft und ich wurde an bereits wieder verdrängte Ereignisse erinnert:
Offenbar war das Jahr 2006 das Jahr der Hundefäkalien (was sich durch einige Glückstritte meinerseits als solches auszeichnet).
Das Jahr 2007 war dann das Jahr der Federviehfäkalien (4 Mal!! Ich bin immer noch fassungslos....).
Ein Muster zeichnet sich ab und das stimmt mich eher nachdenklich. Jetzt fürcht ich mich irgendwie schon vom Verlauf des Jahrs 2008...... hm....
Sunday, January 13, 2008
A little Princess
Ja, das liegt an der Jahreszeit. In meinem Hirn hängt eine fette, rot blinkende To-Do-Liste, die mir sagt ich soll Martial übersetzen, gleichzeitig meine Archäologiearbeit fertigstellen und außerdem dann noch beginnen, für die Englisch-Prüfungen was zu tun. Soviel zu den eigentlich wichtigen Dingen...Themenwechsel! (Da schau, wie leicht man Dinge verdrängen kann, wenn man nur will...)
*Lufthol*
Aaaaalso: Eigentlich habe ich ja dem Verfassen von Buchrezensionen abgeschworen (mangels öffentlichem und eigenem Interesse), jedoch habe ich in dieser Woche mein Lieblingsbuch entdeckt, das sogar den "Baroque Cycle" in den Schatten stellt, was ich nicht für möglich gehalten hätte. (Allerdings kann man diese beiden Werke wohl überhaupt nicht vergleichen!)
Die Rede ist von "A little princess", einem (Kinder-)Buch der Secret-Garden-Autorin Frances Hodgson Burnett.
Man möge sich jetzt denken - paaah, ein Kinderbuch! Nun ja, ich finde Kinderbücher durchaus nicht schlecht. Nein-nein, ich bin vielmehr der Meinung, dass Erwachsene sich in weit größerem Ausmaße mit ebensolchen beschäftigen sollten, da ich finde, dass Kinderbücher recht persönlichkeitsbildend sind!
Nun, genug damit, auf zum Inhalt:
Die kleine Sara Crewe, ein höchst intelligentes und fantasiereiches Mädchen, das es versteht, andere Kinder mit spannenden Geschichten zu unterhalten, wird von ihrem Vater, dem in Indien lebenden Captain Crewe, in ein londoner Erziehungsinternat für kleine Mädchen gesteckt. Es soll ihr dort an Luxus nicht mangeln, der Vater bezahlt ja gut.
Miss Minchin, die Leiterin des Internats, macht die kluge und gut gekleidete Sara zum Vorzeigeobjekt der Schule, obwohl sie das Mädchen, das nie in Rage gerät und nie irgendeinen Blödsinn macht, suspekt findet. Sara lebt nämlich in einer Fantasiewelt, erzählt sich selber und den anderen Mädchen viele spannende und fantastische Geschichten und macht dadurch alles um sich herum wunderschön. Außerdem sieht sie sich selbst als eine kleine Prinzessin und versucht, sich anderen Leuten gegenüber äußerst nobel und großzügig zu verhalten und alle fair zu behandeln. So schließt sie auch Freundschaft mit dem "servant girl" Becky.
Als ihr Vater dann aber stirbt und Sara ohne Verwandte und ohne Besitz bleibt, entzieht ihr Miss Minchin all die schönen Dinge, die sie besitzt und degradiert sie zur Putzsklavin, die neben Becky im schimmligen, brüchigen Dachboden leben muss. Es wird nun hart für sie, sich in ihrer Fantasie trotzdem alles schönzureden und zurechtzurücken, aber sie versucht dennoch jeden Tag ihr Bestes zu geben und geduldig alle Ungerechtigkeiten von Miss Minchin und dem höherrangigen Personal über sich ergehen zu lassen. Im Herzen bleibt sie trotz ihrer misslichen Lage immer noch eine kleine Prinzessin, die, obwohl sie selber kaum zu essen bekommt, mit einem Bettlerkind auf der Straße teilt.
Das ungewöhnliche Mädchen fällt auf, unter anderem dem reichen, aber schwer kranken "Indian gentleman", der im Nachbarhaus einzieht...
Jetzt zu erläutern, wieso ich das Buch so gerne mag, wäre ein psychologisches Portrait meiner selbst und wird deshalb an dieser Stelle ausgelassen.
Jedenfalls dachte ich mir dann: Zu diesem Buch muss es wohl auch einen Film geben.
Ja, gibt es. Ich fand ihn auf Amazon und am selben Tag dann zufällig beim Libro, als ich Wahllos in die Wühlkiste griff... ein Zeichen?
Freilich habe ich mir den Film gleich angesehen und muss sagen: So enttäuscht war ich vermutlich noch nie über die filmische Umsetzung eines Buches. Zuersteinmal spielt der Film in New York anstatt in London (Hallo?!? Wie kann man nur!?). Dann wird teilweise künstlich dramatisiert, der Vater stirbt gar nicht, und vor allem ist die kleine Sara ÜBERHAUPT nicht so wie im Buch beschrieben. Ts...
Ich würde den Film ja gerne als vom Buch getrenntes Einzelkunststück loben, aber selbst dazu ist er nicht gut genug. Eine Enttäuschung.
Wie auch immer, das Buch hat's also sofort geschafft in der Rige der Lieblingsbücher Platz eins einzunehmen und wird dort vermutlich eine Weile bleiben.
Saturday, January 12, 2008
Organverwertung
Zum zweiten Mal schon traten Pia, Lilly und ich an einem Abend zur kollektiven Küchenverwüstung an.
Als wir den Raum betraten, sahen wir uns einem Schwadron mittel-älterer, gut genährter Damen aus dem bäurischen Milieu gegenüber. Wir senkten also wieder mal den Altersdurchschnitt von 50+.
Das Thema diesmal: Schnelle Pfannengerichte. Klingt gut, kann man immer brauchen.
Einer theoretischen Einleitung über Fleischqualität, bei der wir erstmals erfuhren, wie das AMA-Gütesiegel aussieht, folgte die Rezeptbesprechung und -verteilung.
Das 6-gängige Menü sollte aus Gemüsepalatschinke mit Rieslingsauce und Salat, Gartenwok mit geräuchertem Tofu, Puten-Champignon-Ragout mit Erdäpfel-Topinamburgröstel, Schweinswangerl in Senfsauce, Schweinslebermedaillons in Schwarzbiersauce und als Abschluss einer Vanille-Topfen-Pfanne mit Beeren und Vanilleeis bestehen.
Als es um die Rezeptverteilung ging, rissen sich gleich mal alle um die Palatschinken etc.
Dann fragte die Kursleiterin: "Wer macht die Leber?"
Schweigen
Pia zu mir: "Machen wir die Leber?"
(Ich nicke, Lilly im Hintergrund verzieht das Gesicht.)
Pia und ich zur Kursleiterin: "Wir machen die Leber!"
Alle Blicke schweifen in unsere Richtung.
Ein erstauntes: "IHR wollt's die Leber machen?!" - "Die jungen Damen machen die Leber!?"
"Ja!"
Nun, da wurde uns gleich mal die Anerkennung der Kursleiterin zuteil, habe sie doch angeblich tags zuvor kaum jemanden für dieses Rezept motivieren können...
Und dann gings ans Zubereiten.
Witzig, auf einmal mit Schweinsnetz und rohen Leberscheiben zu hantieren. Die schauen recht interessant aus...
Das Ganze hat irgendwie was von einem Bastelkurs: Leber klopfen, auf Schweinsnetz legen, würzen, Speck drauf, Äpfel drauf, schön einrollen, im Netz einschlagen, nochmal würzen und ab in die Pfanne.
Danach hab ich ausgesehen wie eine Schlächterin: mit blutbeschmieren Unterarmen...
However, das Ergebnis war zufriedenstellend, und von so ziemlich allen wurde gegessen, was wir da servierten.
Aufgrund unserer stylischen grünen Kellnerschürzen, die wir netterweise immer wieder von Pia's mum zur Verfügung gestellt bekommen, wurde der Verdacht erhoben, dass wir eine Hotelfachschule absolviert hätten oder zumindest irgendwo öfters kellnerieren würden... naja, falsch gedacht...
Wie gesagt, geschmeckt hat's nicht so schlecht, wenngleich ich potentielle zukünftige Opfer meiner Kochkünste enttäuschen muss: Daheim werd ich dieses Rezept wohl kaum nachkochen... Dann schon eher den Gartenwok!
Friday, December 21, 2007
Philematium berichtet...
Viele Theaterproben gingen dem Ganzen voraus, die sich immer wieder lustig - ab und zu auch anstrengend gestalteten, was vermutlich teilweise an der Uhrzeit lag. Aber Kaffee wirkt bekanntlich Wunder!
Jedenfalls: Alle Teilnehmenden/-habenden fanden sich um halb 12 am Institut ein, um an diesem ersten Ferientag nochmals das Theaterstück 3-5 Mal durchzuspielen und zu verbessern und um die heiligen Hallen des Instituts für Klassische Philologie möglichst weihnachtlich aussehen zu lassen: Goldsterne wurden ausgeschnitten und aufgehängt, Mistelzweige kamen über jede Tür (sind wir alle so verzweifelt, oder was?) und die in grün und rot gehaltenen Tische wurden mit Lebkuchen, Mandarinen und Erdnüssen besprengt. Hübsch.
Dann ging's langsam los. Wir warfen uns in Schale, bzw. in jutesackähnliche Tuniken, kaffeebefleckte oder knackig-enge Togen, nachklassische Kleider im 70er Style, Jägerhüte, Turban etc. Langsam füllte sich der Hörsaal - leider nicht voll genug für unser Ermessen.
Das Theaterstück lief besser als bei allen Proben und man hörte das Publikum immer wieder in Gelächter ausbrechen, was bestimmt nicht zuletzt an den beiden genialen, pantomimisch im Hintergrund agierenden Bodyguards lag.
Bei meinem Auftritt war ich offenbar doch nervös genug, um mit dem in der Hand gehaltenen Spiegel ein recht wackeliges Bild meiner selbst vor Augen zu haben... Immerhin hat meine Stimme mich nicht im Stich gelassen...nicht mal bei der allgemeinen Gesangseinlage.
Meine Mutter war auch da, um das Geschehen filmisch festzuhalten. Ja, äh, die Kameraführung ist interessant..... sprich, das Video ist leider sehr wenig brauchbar, außer man hätte gern einen Überblick über die bauliche Anordnung des Hörsaals - aber ok, der Wille zählt...
Nach der prickelnden Rede unseres Institutsvorstandes, der auch nicht davor zurückschreckte, uns ein Ständchen zu singen (und zwar mehrere Strophen) ging's an's große Fressen:
Das Buffet war wieder mal ein Wahnsinn und die Helferlein in der Küche kamen mit dem Brotschneiden gar nicht nach.
Ja, den ganzen Verlauf des Abends will ich hier gar nicht auflisten, wäre viel zu lang und zu mühsam. Von der des öfteren auftretenden Schlüsselsucherei (der Nummer 11) und behinderten Wegräumaktionen, der Bieraufwischerei, derer ich mich nicht annahm, usw usw. nein-nein... begraben wir das alles im Sumpf der Erinnerung.
Irgendwann konnte ich meine Müdigkeit nicht mehr ignorieren und fuhr um 5 Uhr morgens mit dem Citybike gen Wohnung. Mein Zeug hab ich noch nicht ganz beisammen, denn diverse Armreifen, Lipgloss etc. haben den Weg zu mir zurück nicht mehr gefunden... aber irgendwie ist mir das grad egal - Hauptsache der Stress hat ein Ende.
Nächstes Jahr jedoch, nächstes Jahr, werd ich mich nicht mehr zum Wegräumen einteilen, sondern mich mit Theaterspielen und Backen (wenn auch nicht mehr bis in die Morgenstunden hinein) begnügen. Und ich werde meinen Spint auch nicht mehr teilen, glaub ich...
Tuesday, December 11, 2007
Von Zwangsbeglückungen und Hindernissen
Naja, mein Staunen darüber hielt sich in Grenzen, hatte ich immerhin ein vorwarnendes email bekommen, das mich darauf hinwies, dass ich nun mein Testabo, das ich bestellt hätte (hab ich nämlich mit Sicherheit nicht!) geliefert bekommen würde. Auf dieses hatte ich geantwortet, dass ich die Krone nicht lese, mich nicht dafür angemeldet habe und ich die Zeitung deshalb nicht zugestellt bekommen will, da meine Familie schon von selbiger Plage heimgesucht werde und ich somit bereits daheim die Möglichkeit habe, mich darüber zu erbosen (nicht wörtlich).
In meinem Ärger darüber, dass mein email offenbar ignoriert worden war, lief ich gleich mal die Stufen hinunter, was mein Knie mir bereits im zweiten Stock mit einem Stich dankte. Mist.
Dieser Schmerz wollte mich den ganzen Tag nicht loslassen, da ich eine beträchtliche Anzahl an Stiegen zu überwinden hatte. Offenbar hatten die Rolltreppen es nämlich auf mich abgesehen und rächten sich nun an meiner sonstigen Ignoranz ihnen gegenüber mit einem Streik. Und das zu einem Zeitpunkt, wo es mich am meisten trifft. Säcke! Sie dürften sich schon gestern gegen mich verschworen haben, denn von etwa 6 Rolltreppen, die ich benutzen wollte, waren 3 kaputt. Wie nett. Nun, immerhin mag mich der Lift in meinem Wohnbau noch und ich hoffe, dass morgen alle Rolltreppen wieder repariert sind, sonst werd ich wohl in Vermeidung der U-Bahnen die Straßenbahn nehmen müssen und damit dann stets eine Viertelstunde zu spät mein Ziel erreichen....
Zumindest habe ich heute in meinem Posteingang eine Antwort des Krone-Aboservice bekommen, die mir mitteilte, das Testabo werde storniert. Damit hat die Zeitung wieder einen Funken Ansehen bei mir gewonnen.
Friday, December 07, 2007
Fiat Lux
(A geh, denken sich die Leser, jetzt kommt schon wieder irgendsoeine zache Bestandsaufnahme von Eindrücken. Naja: Stimmt. Es drängt sich einfach auf.)
Man schlendert also so durch Wien. Vor allem freilich durch die Innenstadt und über die Christkindlmärkte und saugt die Atmosphäre ein (Punschdämpfe, hauptsächlich).
Auffallend sind nicht die ganzen Touristen. Nein, die sind nur ca. so nervig wie diese blöden kleinen Hündchen: Man muss aufpassen, dass man nicht in sie reinrennt. Oder ihnen ins Bild läuft, wenn sie das Rathaus, den (momentan gräßlichst beleuchteten) Stephansdom oder sonst irgendwas mehr oder weniger festhaltenswertes fotografieren. Zumindest Letzteres lässt sich nicht vermeiden, wenn man sich doch halbwegs flüssig bewegen will.
Was sie vor allem fotografieren - und was auch vor allem auffällt - ist die extravagante Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt. Da haut's einem förmlich die Augen raus:
Die protzigen Luster am Graben, goldener Lichterregen am Kohlmarkt, blaue Wölkchen in der Währingerstraße, Sternschnuppen in der Kärntnerstraße, ein fetter Schriftzug "Spiegelgasse" in ebenderselben und - und das ist die Krönung - leuchtende, fette, rote Christbaumkugeln von 2m Durchmesser in der Rotenturmstraße, flankiert von roten Banden mit golden leuchtenden Spiralen, die mitunter mal blau blitzen, wie die Insektenfallen in südlichen Ländern. Und als ob das noch nicht rot genug wäre, wurden die 3 Bäume, die in dieser Straße stehen, noch mit roten Lichterketten behängt. Puh...
(Wie paradox erscheint es da, als die liebe Eva mich wiederum dran erinnert, dass Politiker und sonstige Prominente morgen um 20:00 mal für 5 Minuten das Licht abdrehen wollen, um ein Zeichen zu setzen. Um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Blah-blah-blubb.)
Ja, unglaublich weihnachtlich ist dieser ganze Licht-Überfluss. Er hat nur den Vorteil, dass er den Blick von den sackartig-hässlichen, von Hausmauern baumelnden und in Scharen auftretenden rotgewandeten Bartmännern ablenkt, bei deren Anblick ich mir stets eine Harpune wünsche....
Außerdem graust mir, wenn ich bei der Uni ums Eck biege und mir am Stand des dort ansässigen Maronibraters eine Palette mit rosafarbenen(!) und schokolierten Schaumbechern (!!) ins Auge springt. So viel zu: Das passt nicht. Zerstörung der Nostalgie usw....
Oh du schöne Vorweihnachtszeit!
Thursday, November 29, 2007
Ausgegangen
So empfand ich es bis Montag.
Ab Dienstag dann begann ich Lifte zu suchen, wo es nur geht, denn Stufensteigen begann, eine Qual für mich zu werden, da mein linkes Knie mir dankenswerterweise seit Wochenbeginn seinen Dienst versagt bzw nur sehr sporadisch denselben auch tut. Warum es auf einmal eine Auszeit mag, weiß ich nicht, aber es ist dabei sehr stur...
Furchtbar, wenn man in die Innenstadt will und es daran scheitert, dass nach 20 Schritten das Knie pocht, als würde es auseinanderspringen wollen.
Furchtbar auf einmal, dass man um zum Institut für klassische Philologie zu gelangen ca. 30 Stufen hinter sich bringen muss und 20, wenn man zum Kaffeeautomaten im Untergeschoß am Campus mag.
Schrecklich, dass die Gänge im Hörsaal keine Rampen sind, sondern Stufen.
Furchtbar, wenn dir jemand sagt: "Da gehst einfach darunter und so und so und nach 10 Minuten bist du da", da man weiß, dass es einfach und schnell sicher nicht geht.
In diese dunkle und nicht länger tragbare Situation musste ich etwas Licht bringen und bin deshalb zum Arzt gehumpelt. Dieser hat mir dann - nachdem er einige Minuten lang auf meinem Knie herumgedrückt und - gedreht hat, mit der Absicht, mir möglichst einen Schmerzensschrei zu entlocken - seine Vermutung einer laesio des meniscus am genu sinistrum kundgetan und mir eine Überweisung für eine Magnetresonanz geschrieben. Zusätzlich bekam ich ein Päckchen Schmerzmittel + Magenschoner - ein nettes vorweihnachtliches Geschenk... lässt keine Wünsche offen.
Sportverbot hat er mir auch erteilt, der Gute.... etwas paradox in Anbetracht der Tatsache, dass schon das normale Gehen jetzt nicht unbedingt zu einer Ausschüttung der Glückshormone führt. Was bin ich, eine fanatische Masochistin?
Bleibt nur zu hoffen, dass der blöde Meniskus nix Ärgeres hat und von allein wieder heilt, denn wenn ich nicht gehen kann, bin ich nicht ich.
Saturday, November 24, 2007
ein Mando Fragment
Gestern Abend hat er im Flex gespielt, der Gute. Überraschenderweise war das Konzert sogar restlos ausverkauft, man sollte es kaum glauben. Wie gut, dass die liebe Pia sich schon Monate zuvor um Karten gekümmert hat :o).
[Eigentlich wollte ich ja ursprünglich da gar nicht wirklich hin, aber so kleine Konzerte sind immer ganz nett (außer es ist die Gegenpartie Sugarplum Fairy... siehe Blogeintrag vor ca. 1 Jahr) und leistbar war's auch.]
Kaum hat Björn die Bühne betreten (nach der vergessenswerten Vorband Point Leonard) da leuchten auch schon in den ersten 10 Reihen so an die 20 Kamera-/Handydisplays auf. Als würde man ordentliche Fotos zusammenbekommen... Aber offenbar muss man irgendwie ja beweisen, dass man dort war oder was weiß ich...
Gesungen hat er gut - das kann er ja zweifelsohne. Überraschenderweise - oder aber auch nicht (siehe das Lied "Ochrasy") dürfte er einen ziemlichen Hang zu Balladen haben, was ihn dazu veranlasste, die Mando Diao Lieder, die er zum Besten gab, gleich um die Hälfte zu verlangsamen.... Wenn er das bei einem Lied macht, ok, aber bei 3 gleich... das zaht sich dann schon dezent. (v.a. Wenn's von Haus aus ein langsameres Lied ist...).
Fad werden sollte dem Publikum jedoch nicht, denn neben den entschleunigten bekannten Liedern hat er auch etliche selbstgeschriebene vorgetragen - wieder hauptsächlich Balladen, teilweise in Schlager-/Countrystyle hinüberkippend.
Kreativ auch, dass das Schlagzeug stellenweise durch Congas ersetzt wurde, was den Liedern einen Hauch von Jack Johnson verlieh. Man kann nicht klagen.
Schließlich hat der hübsche Schwede dann noch seine Schwester auf die Bühne geholt um jetzt eindeutig auf Country umzusteigen. Zum Glück nur für drei Lieder, denn ihre Stimme war bisschen sehr durchdringend...
Gelungener AusKlang dann mit ein paar "Klassikern" und zum Schluss natürlich obligat "Ochrasy". Schön.
Alles in allem sehr nettes Konzertlein, v.a. da das Flex durch seine Größe eine recht angenehme Atmosphäre schafft.
Interessant noch zu erwähnen, dass Björn Dixgard zwar keine CDs zum Verkauf mit in der Tasche hatte, man stattdessen jedoch einen USB-Stick des gerade gehörten Konzerts erstehen konnte, der ganz elegant in eine CD-hüllen-artige Box gesteckt wurde... wie praktisch!
Saturday, November 17, 2007
Snow is falling....
Children play-ing,
having fuuuun....
Endlich winterts wieder. Und es schneit. Und alles ist ruhig. Und weiß. Und schön.
Nur in Wien nicht.
Da meckern alle. Und sind schlecht drauf. Und verziehen ihr Gesicht im Ekel und Unbehagen der weißen Pracht. Und der Kälte. (Dabei ist es dort eh mindestens 2 Grad wärmer als am Land).
Und dann wird der weiße Schnee schiach und gatschig und grauslich.
Aber immerhin: Schnee!
Über dieses Objekt philosophiere ich mit einer Freundin über Spinatknödel und Grillteller und wir kommen überein, dass wir froh sind, wenn es schneit. Und dass es uns auch nicht stört, wenn's windig ist und saukalt.
Besagte Freundin empört sich über den Wetterbericht, in dem die Wetterfrau offenbar mit Grabesstimme verkündet hat, dass es kalt bleiben wird. "Als ob das so was Außergewöhnliches wär! Es ist Winter, da hat's kalt zu sein!" -- so ca. der Wortlaut oben bereits 2x Erwähnter. Und recht hat sie.
Immerhin öffnen nächste Woche die Christkindlmärkte ihre imaginären Pforten und da will ich nicht so ein März-/April-Wetter wie im letzten Jahr. Da schmeckt einem ja der Punsch nicht... denn dann erfüllt er nicht mal den Zweck des Händewärmers (von Genussmittel kann da ja eh teilweise nicht die Rede sein...).
Hoffentlich bleibts also schön kalt und schneit mindestens jeden dritten Tag!
Thursday, November 15, 2007
de libris
Denn dort haben sich furchtbar gemeine und hinterhältige Händler eingenistet, die einen unter dem harmlosen Deckmantel der internationalen Buchwoche ganz bescheiden und unaufdringlich, durch ihre bloße, ausgedehnte Anwesenheit und den Menschenstrom davor auf den blöden Gedanken bringen, dass man ja die 15 Minuten, die man Zeit hat bis die nächste Vorlesung beginnt, damit zubringen könnte, zwischen den Büchern herumzuschlendern.
Bzw.: Nein. Gar nicht. Es waren eher der Anblick eines in grün gehaltenen Tisches und der Drang/Zwang endlich ein bestimmtes Buch (id est: "Hard Times", Charles Dickens), das man ja für die Uni sowieso lesen muss zu erstehen, die mich in diese gefährliche Gegend zogen.
Ein fataler Fehler, dass ich dieser Anziehung nicht widerstehen konnte, denn: - wie könnte es auch anders sein - "Hard Times" war nicht verfügbar. (Und ich bin mir sicher, dass die gewusst haben, dass die Studenten das brauchen und es deshalb nicht angeboten haben!!!)
Jedoch, wenn man sich mal in einen bestimmten Umkreis dieser bösen, bösen Tische gewagt hat, dann ist es schon vorbei: Das Auge huscht herum, blitzschnell und entdeckt lauter tolle Sachen.
Pech, wenn man auch noch Geld dabei hat...
Im Endeffekt war meine Ausbeute dann recht beträchtlich und regalfüllend: Ganzer 10 (in Worten: zehn) Bücher - die verlassen und einsam dalagen, auf der Suche nach einem liebevollen Besitzer und einem netten Zuhause - erbarmte ich mich. Zehn.
Zehn!
Wann soll ich die denn bitte lesen? Liegt ja noch genug anderes daheim herum, das darauf wartet, dass ich's endlich mal in die Hand nehme und mein Hirn mit dessen Inhalt fülle.
Zehn Bücher.
Ein Trost ist nur die Gewissheit, dass ich die meisten davon sowieso fürs Studium noch lesen werde müssen und dass ich nicht mehr als 30 Euro (das entspricht einem Viertel von Georges' Lateinisch-Deutschem Handwörterbuch - also in etwa den Buchstaben A-F) ausgegeben habe.
Als zusätzliche Ausbeute hab' ich außerdem zwei Gratisbücher abgestaubt (u.a. das heurige Gratisbuch der Stadt Wien, i.e. "Fever Pitch" by Nick Hornby), wozu ein Besuch in dem von mir so geliebten Rathaus vonnöten war.
Das Ganze hat sich also eh recht ausgezahlt....
Jetzt hätt ich aber bitte gern 3 Monate Leseferien!!!
Saturday, November 10, 2007
Die Bedeutungswandlung der Taube
Man liest einen Auszug aus "Romeo and Juliet" um anhand dessen die Verwendung von Methaphern zu erlernen. Darin wird Juliet als "a dove trooping with crows" beschrieben und die Frau Professor erklärt, dass die Taube für Reinheit und Unschuld etc. steht.
Meine Gedanken kann ich nicht mehr bei der Vorlesung lassen: Sie driften ab.
Bilder von in Heerscharen auftretenden, den Himmel verdunkelnden Tauben tauchen vor meinem geistigen Auge auf.
Menschen, die durch das Ausleeren eines riesigen Sackes voller Brotbrösel (wo nehmen die diese ganzen Brösel überhaupt her???) einen Massenansturm von Tauben auslösen, sodass man mit dem Fahrrad gar nicht mehr durchkommt.
Statuen, die in ihrer Ehre gekränkt wurden, durch respektlose Verunstaltung durch "bird droppings".
Die Tauben über dem grauslichen vollgeschissenen Platz unter der Straßenbahnoberkabelkreuzung gleich neben der Uni, wo ich immer voller Furch blitzschnell durchhusch, da ich schon allerlei schlechte Erfahrungen mit Flügelwesen gemacht habe.
(Obwohl: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit noch ein viertes Mal innerhalb eines halben Jahres getroffen zu werden??)
Tauben als Symbol der Reinheit? Na ich weiß nicht...
Saturday, October 27, 2007
Sprung ins kalte Wasser
Aber zum Glück hab ich in meiner Wohnung wieder warmes Wasser, neue Perlatoren (hach, wieder ein Vokabel dazugelernt) und eine funktionierende Heizung... mühsam, mühsam... so Handwerkersgeschichten - aber solange das Resultat dann passt (nach 2 Anläufen an einem Tag!) bin ich schon ganz zufrieden. Muss ich nicht mehr wie die Römer das öffentliche Bad aufsuchen, damit ich warm duschen darf.... Soviel zu "Angewandtes Studium".
Egal, davon wollte ich ja gar nicht sprechen. Also nach dieser Praeteritio komme ich auch ohne Umschweife zum eigentlichen Ziel meines Schreibens (-- ich könnte noch die Waffelbackaktion gestern Abend erwähnen und die deprimierende Gebrauchsanweisung des dazu verwendeten Geräts, die uns nämlich partout glauben lassen wollte, dass unser Tun nicht erfolgsgekrönt sein wird, denn man darf die Zutaten nicht frisch aus dem Kühlschrank verwenden und man muss außerdem auf jeden Fall (!) alle Zutaten ganz genau abmessen und -wägen; letzteres ist ohne Waage leider schwer möglich..... aber nein, davon schweige ich: das Resultat war nämlich sehr zufrieden stellend):
Wieder mal ist mir das Glück in den Schoß gefallen bzw. hat mir der Zufall eine Entscheidung abgenommen, zu der ich mich sonst ewig lang wieder nicht durchgerungen hätte -- aus Feig- und Faulheit nämlich.
Es geht um's Arbeiten.
Konkreter darum, auch in meinem Zweitfach (i.e. Englisch) Nachhilfe zu geben.
Hab mich nämlich die ganze Zeit für inkompetent gehalten usw., dennoch aber mit dem Gedanken gespielt --> eh klar, man stelle sich mal eine zukünftige Englischlehrerin vor, die sich nicht mal Nachhilfe geben traut... peinlich....
Jedenfalls war die liebe Pia so nett mich an den lieben Jan weiter zu empfehlen, und dem hab ich dann zugesagt -- man mag ja einem alten Schulfreund nichts abschlagen :) -- Nun darf ich dessen liebe Schwester jetzt all-samstäglich quälen. Nein, wir hatten eh Spaß. Mit lieben Kindern arbeiten macht nämlich einfach viel Spaß!
Das war eh wieder mal so klar, dass es mir Spaß machen würde. Und deshalb bin ich ganz froh, dass der Zufall es wieder mal gut mit mir gemeint hat, und mich einfach so in's kalte Wasser geschubst hat!
Sunday, October 21, 2007
Backe, backe Kuchen!
Diesmal wollten wir alles richtig machen.
Wir verwendeten keine Äpfel.
Die Eva brachte ihre Waage mit.
Es wurde dennoch wieder recht experimentell, denn:
Wir haben wieder mal g'scheit geredet. Geprahlt. Die Erwartungen aller anderen hochgeschraubt. Von wegen, dass wir eine 4-Weltalter-Torte machen und dass die ja sooo genial wird, wir aber noch nichts weiteres verraten etc etc.
Wir hatten deshalb ein bisschen Angst, dass das ganze in die Hose gehen könnte -- tat es aber zum Glück nicht, nein, der Kuchen ist nicht mal oben aufgebrochen.
Ausgesehen hat das ganze so:
4 Schichten für die 4 Weltalter
(v. unten nach oben)
- gold: weiße Masse mit dunklen Schokostücken
- silber: blau mit weißen Schokostücken
- ehern/bronze: rot mit gerösteten Pistazien
- eisern: braun (Kakao mit relativ viel Rum) mit Mandelsplittern
Damit wir nicht alles vorher verraten und das Überraschungsmoment so richtig toll inszenieren - wär ja fad sonst - haben wir noch massig Schokolade drüberlaufen lassen, die dann einen kleinen See am Teller gebildet hat.
Obwohl die Schichten nicht umhin konnten, sich miteinander zu mischen (die Pistazien wollten unbedingt rauf und die Schokostückchen unbedingt runter) hat die Torte trotzdem noch sehr lustig ausgeschaut und ist auch gut angekommen. *freu*
Seitdem hat mich das Backfieber ergriffen und ich habe am Freitag anlässlich des Geburtstages eines Studienkollegen gleich noch ein römisches Brot fabriziert....
Backen macht Spaß!
(Rettet mich vor der Sucht!!!)
Tuesday, October 16, 2007
cold water
Das hat mich in weiterer Folge dazu veranlasst, im StudiVZ der Gruppe "Kalt duschen ist toll" beizutreten -- ich muss meine "Coolness" ja möglichst an die Öffentlichkeit tragen!
Jedenfalls hat mich ein Erlebnis kürzlich dazu veranlasst, diese Einstellung nochmal zu revidieren - und das kam so:
Dass meine Therme ein bisschen willkürlich arbeitet (-> nur ab und zu Warmwasser in der Küche) ist keine Neuheit.
Dass meine Therme sich weigert, mir meine Wohnung zu heizen, dagegen schon.
Diese neue Unart entdeckte ich vor Kurzem, als mir beim Lernen wieder mal kalt war, ich infolgedessen die Heizung aufdrehen wollte und dabei verwundert feststellte, dass die Heizung "an sich" eh aufgedreht ist.... theoretisch...
Gut, geht die Heizung also nicht, der Thermenmensch kommt eh in einer Woche - zieh ich mich halt warm an.
Abends bin ich dann mit einer Freundin spazieren gewesen.... lang.... kalt war's.... ich hab mich dann echt schon sehr auf eine warme Dusche gefreut. Noch unterwegs haben sich bereits langsam böse Vorahnungen eingeschlichen - die sich leider, trotz eines kurzen Stoßgebets, bewahrheiteten:
Kein warmes Wasser mehr in der Dusche.
Das ist bitter. Wirklich, wirklich bitter. Sehr.
Es ist ein Unterschied, ob man kalt duschen will, weil man sich abkühlen mag und eh weiß, dass man jederzeit die Möglichkeit hat, auf warmes Wasser umzusteigen, oder, ob man im halbdurchfrorenen Zustand dazu gezwungen wird.
Irgendwie hab ich das schließlich auch überlebt - mehr als 15 Grad dürfte das Wasser nicht gehabt haben - und mich sogleich im Bett vergraben, um ja nicht krank zu werden.
Tja, wie gesagt, der Thermenmann kommt eh schon - oder nun vielmehr ERST - in einer Woche ...
Friday, October 05, 2007
mal wieder
Im September (mal wieder) hauptsächlich auf diversen Maisfeldern. Dieses Mal jedoch nicht allein, sondern in der hoch geschätzten Begleitung meiner beiden Schulflanken Pia und Lilly -- das war vielleicht nett: Fernab von jeglicher Zivilisation - außer ab und zu passierenden Bundesheer-Wägen und ständig (!) über uns kreisenden Hubschraubern [wir sind uns sicher, dass das ein von der Firma gesandtes Spionageteam war, das unsere Arbeitsmotivation überprüfen wollte...] - haben wir 3 Wochen lang Kukuruz-Pflanzen gezählt. Vom taufrischen Morgen weg, bis zur Abenddämmerung. Herrlich!
Mitunter hat uns ein ordentlicher Regenguss erwischt - aber die Firma hat uns für diese Zwecke ja super ausgestattet (mit löchriger Regenkleidung), und so hat uns auch das nicht von unserem Eifer abgehalten.
Soviel dazu.
Ansonsten geht (mal wieder) die Uni los und auch darüber freue ich mich freilich. Vor allem, da mir jetzt ein unglaublich "putziges", "g'scheit cooles" Minirad für diverse Transportzwecke zur Verfügung steht und mir erlaubt, schneller zu sein als die Öffis (welch große Kunst!).
Einziges Problem dabei ist das fehlende Rücklicht - ein Problem, dessen brauchbare Lösung ich mir nicht ganz zutraue, und das ich wohl von meinem Vater im Winter beheben lassen werde.
Bis dahin hoffe ich, dass die Autos den Reflektorstreifen an meinem Bein sehen, und mich nicht gleich übern Haufen fahren -- wenngleich diese Hoffnung eventuell etwas gewagt ist, in Anbetracht der Tatsache, dass vor kurzem eine mir-entgegenkommende, links-abbiegende Autolenkerin bewiesen hat, dass nicht alle Wiener Autofahrer mit den Verkehrsregeln vertraut sind bzw. Radfahrer als gültige und somit beachtenswerte Verkehrsteilnehmer ansehen.
However: No risk no fun!
Mit diesem kurzen und (mal wieder) relativ unspektakulären, schlichtweg lückenfüllenden Beitrag verabschiede ich mich vorerst, bis ich (mal wieder) über ein beitragsfähiges Thema stolpere...