Wednesday, April 09, 2008

Reisefieber

Warm wirds.
Die Vögel zwitschern.
Die Blüten auf den Bäumen duften.
Die Radlfahrer fahren einen über'n Haufen.
Die Jogger rennen einen nieder.
Alle wollen raus.

Und ich will fort.

Nicht, dass ich es hier nicht aushalten würde - ganz im Gegenteil, ich bin so vergnügt und fröhlich wie seit dem letzten sonnigen Herbsttag nicht mehr. Und auch ich habe mein Rad ausgegraben und mähe seitdem gnadenlos Fußgänger um.

Allerdings habe ich auch wieder Lust bekommen zu verreisen. (In 3 Wochen wird dieser Wunsch dann in Form einer Exkursion in Erfüllung gehen.)

Alle meine Gedanken kreisen nun um den Sommer und meine bislang längste Abwesenheit von home, sweet home. (Das dient dazu, den aufkommenden Unistress zu verdrängen und ein Ziel vor Augen zu haben.)

Was erwartet mich dort? Wie werden die Leute sein? Wie wird mir die Arbeit gefallen? Wird mir auf der kleinen Insel fad? Stimmen diese ganzen Hotelgerüchte, die mir meine Mutter immer wieder erzählt? etc. etc.
Hauptsächlich ist da eine riesige Vorfreude und Neugierde.

Um letztere zu bekämpfen hat wieder mal der Zufall zugeschlagen, der es so wollte, dass vor einer uninahen Buchhandlung, an der ich vorbeimusste, recht viele Reiseführer zu einem sehr günstigen Preis feilgeboten wurden und freilich auch einer von den Kanalinseln dabei war.
Da musste ich zuschlagen, denn man kann ja nicht ganz und gar unvorbereitet und unwissend unbekannte Lande aufsuchen.

Also hab ich nachgelesen und bin jetzt gescheiter:

Herm ist 2 Quadratkilometer groß, es gibt ca. 10 Familien dort, 2 Restaurants, ein Caf'e und eine Post. Außerdem eine Kirche, wo jeden Sonntag eine 30minütige Messe abgehalten wird und natürlich - nicht zu vergessen - das White House Hotel.
Landschaftlich dürfte das Fleckerl ein breites Spektrum bieten: sowohl etliche Sandstrände (tw. mit vielen Muscheln) als auch bis zu 70 m hohe Klippen. --- gut, das hab ich vorher schon gewusst.

Aber das ist neu:
Es gibt Austern. Es gibt Kühe. Es gibt keine kleinen Känguruhs mehr *schnief*.
Die Kühe geben viel Milch, sodass diese auf die Nachbarinsel Guernsey exportiert wird.
Die kleinen Känguruhs sind tot weil der besoffene Koch und der besoffene Butler sie abgeknallt haben *schnief*, obwohl der Inselbesitzer Schießverbot erteilt hatte.
Die Austern machen glaub ich gar nix Spannendes, aber man kann sie essen.

Auch die Pflanzen dort sind interessant: Wälder, Palmen, Farne, Hyacinthen (oder so)...

Es gibt keine Autos, man darf nicht im Freien Radio hören und überhaupt ist es ruhig, beschaulich und entspannend.

Den Großteil der Bevölkerung machen im Sommer Saisonarbeiter aus *g*

*Märchenbuch-zuklapp*


Das könnte also recht nett werden - aber um die kleinen Känguruhs tut's mir leid...

Bis ich allerdings mich dorthin begebe, steht mir ein Haufen Stress bevor, den ich einfach ausblenden werde, indem ich in diversen Parks herumliege oder mit dem Rad weiterhin Menschen erschrecke :o).

2 comments:

Eva non Efa said...

Jedesmal, wenn ich heute im Laufe des Tages aus dem Fenster geschaut habe, sah ich..tatarata: ein Flugzeug, dass gerade von Schwechat in den Himmel aufstieg...Ist das ein Zeichen?!?

Kristina said...

najaaa... wenn man bedenkt, dass du mim Zug am Flughafen vorbeigefahren bist....