Tuesday, July 30, 2013

Villae Rusticae - Wettrüsten auf dem Lande

[...] Extruxerunt quidem villas [...], sed illas imposuerunt summis iugis montium: videbatur hoc magis militare, ex edito speculari late longeque subiecta. […] Scies non villas esse sed castra
Sie bauten genauso Villen [...], aber sie stellten sie auf die höchste Spitze der Berge: dies schien mehr kriegerisch, aus der Höhe weit und breit die Niederungen zu überblicken. […] Man wird den Eindruck haben, dass das keine Villen sind, sondern Militärlager. (Seneca, epistulae morales 51, 10)

Seneca schreibt über die Prunkbauten reicher Leute in der Ferien- und Luxusregion Baiae zu Römerszeiten, doch darum soll's nicht gehen. Es geht um's Land - kein politisches Land mit Staatsgrenzen, sondern um "das Land", auf dem ich aufwuchs, bevor ich zuerst in eine Kleinstadt und kurz darauf in die Großstadt zog. In die Großstadt, die lauter, schneller, unruhiger, oberflächlicher, voller und naturloser ist als das Land, sodass ich mich oft frage, ob ich hier wirklich bleiben will oder nicht lieber wieder raus und weit weg will, ins Grüne, wo ich einen Garten bewirtschaften, Bienen und Hühner halten und meine Ruhe haben kann. In der Stadt, so heißt's, schert sich der eine nicht um den anderen - niemand grüßt, jeder geht seiner Wege und hin und wieder geraten zwei aneinander und stänkern und prügeln sich ihr Recht aus, doch generell ist jedem egal, was der nächste so tut.
Nicht so am Land: hier kümmert man sich um einander. Hier käme es nicht vor, dass jemand unbemerkt stirbt und in seiner Wohnung zur Halbmumie vertrocknet. Hier ist man einander wichtig. 
So sagt man. 
Hier ist man einander so wichtig, dass man immer an der Meinung der anderen interessiert ist und ebenso genügend Meinung über die anderen hat, da man ja viel "Wissen" hat, auf das man seine Meinungskonstrukte bauen kann. Die anderen sollen aber bitte möglichst gut von einem denken und um ihnen die Meinungsbildung zu erleichtern, versorgt man sie auf mehr oder weniger direkten Wegen mit Fakten:

Man baut beispielsweise ein Haus von beachtlicher Größe - lieber etwas größer als notwendig, denn man weiß ja nie, wieviele Dutzend Kinder man mal haben wird - mit mehreren Kinderzimmern, Terrasse, Balkon, Whirlpool, Sauna, Wirtschaftsräumen, doppelter Garage für den Erst- und Zweitwagen und einem großen Garten. Wenn möglich auch gleich ein Passiv- oder Niedrigenergiehaus, denn man ist ja am Puls der Zeit. Dieses stellt man möglichst erhaben auf, beispielsweise auf einen Berg, von dem es herabschauen kann (bzw. den andere hinaufschauen können). Hat man es dann gebaut, darf man zurecht stolz auf seine Leistung sein und da Freude gleich schöner erblüht, wenn man sie teilen kann, zeigt man sein Kunstwerk natürlich her. Das hat freilich den Vorteil, dass man mit den Mitmenschen kommunizieren kann und man demonstriert gleichermaßen, dass man fähig ist, mit den Moden des Dorfes mitzuhalten, wenn nicht ihnen gar voraus zu sein. Man kann den eigenen Ideallebensstil gleich akribisch vordozieren und seine Vorrangstellung implementieren: der Besucher ist entweder beeindruckt, weil er solch großartiges Gebilde nicht selber erschaffen hat, oder stand schon zuvor auf der von den Hausbesitzern neu-erreichten Stufe. Da schau, da kannst dir anschaun, wie man sowas macht - so muss das sein!

So entsteht durch diesen optischen Informationsaustausch, das Vorleben von anzustrebenden Werten und das permanente Bedürfnis, mit allen anderen mitzuhalten ein regelrechtes Wettrüsten in den Kategorien "Haus", "Auto", "Technik", "Gartenpflege", "Tortenfertigungskunst" und - nicht zuletzt - "Kaffeemaschinen". Kaum wird die erste Kapselmaschine feierlich in einem der dortigen Haushalte auf die blank geputzte Küchenoberfläche gestellt, zieht über die nächsten 5 Jahre kein Weihnachten, kein Geburtstag und keine 50er-Feier vorüber, an der nicht ganzenorts nachgerüstet wird. Es ist ein unausgesprochener Imperativ.

Neulich geschah es, dass meinen Eltern, als sie sich aus sozialen Gründen eines dieser neusanierten Prunkhäuser ansehen gingen, beinahe kein Kaffee angeboten wurde, was, wenn man wirklich Wert drauf legt und sittentreu lebt, per se schon ein mittleres Drama ist, gehört schließlich das Anbieten von Kaffee zu jeder Tages- und Uhrzeit zum guten Ton, dessen Einhaltung ungeschriebenes Gesetz ist. Also es wurde beinahe eine der Grundregeln der Gastfreundlichkeit am Lande gebrochen. Es wurde herumgedruckst. Und schließlich kam heraus,  dass die liebe und bemühte Gastgeberin sich des altmodischen Kaffeebräugeräts schämte. Es sei nur eine Filtermaschine wurde sich da peinlichst entschuldigt, als wäre das ein funktionsuntüchtiges, veraltetes und hygienisch bedenkliches Gerät. Meine Mutter riss vermutlich die Augen ebenso ungläubig auf wie ich, als sie mir die Geschichte erzählte. Ich war blauäugig genug kein soziales Stigma darin zu orten, nicht zur Elite der Kapselmaschinenbesitzer zu gehören. (Oder zumindest einer Maschine mit eingebautem Mahlwerk, die genauso individuell Kaffee in der richtigen Dosierung mit dem richtigen Mahlgrad und der richtigen Menge Wasser rauslässt.) Filterkaffee ist scheinbar nicht mehr gut genug, um Leute zu bewirten, sodass man dafür sogar beinahe das eherne Gesetz der Gästegrundversorgung bricht. (Dass in der Stadt bereits seit kurzer Zeit die Zubereitung des Filterkaffees zur Wissenschaft erhoben wurde und dieser dadurch in Wirklichkeit und ganz heimlich noch viel mehr in ist als die Kapselmaschinen ist freilich noch nicht durchgedrungen.)

Der Wettstreit um den vorzeigbareren Lebensstil, der von der Bevölkerung an peripheren Orten oft betrieben wird, lässt einem das Blut in den Adern aufkochen: als wären die Größe des Hauses und die Marke und Funktionsweise der Kaffeemaschine ein Gradmesser von Lebensqualität oder - noch schlimmer - Personengüte! Gibt es wirklich keine wichtigeren und relevanteren Gesprächsthemen als das neueste Gerät X im Haushalt Y oder die neueste Tortenkreation von Frau U beim letzten Feuerwehrball? Ist das Bedürfnis mit bestimmten Koryphäen der ländlichen Innovation Schritt zu halten wirklich so groß, dass man beginnt, sich für Abweichungen von diesem "Ideal" innerlich selbst zu geißeln und zu entschuldigen?

Meine Traumvorstellungen vom bukolischen Landleben zerbröseln vor meinem geistigen Auge und ich beginne das Stadtleben wieder mehr zu schätzen. Ich lobe es mir, dass außer meinem Freundeskreis, der von mir weder eine standardisierte Bewirtung erwartet, noch meinen Aufwand (sollte ich mir einen machen) von oben herab kommentieren würde, niemand weiß, wie ich in der Stadt lebe und daher darüber nicht urteilen kann, denn im materialismusgesteuerten Ringkampf um Rang und Anerkennung als gute Hausfrau hätte ich wohl eher schlechte Karten...

Monday, July 22, 2013

Bewegte Sauna - Schwitzen für Motivierte

Es ist der Sommer der Sportversuche, eingeläutet durch eine Einheit im Vienna City Bootcamp doch nach diesen Drillstrapazen war mir nach etwas Ruhigerem. Da ich Yoga jetzt schon eine Weile mache, befand ich es sei an der Zeit, neue Varianten auszuprobieren. Ausschlaggebend war die Yogaconvention im Frühjahr, bei der die Augartenwiese von ausschließlich herabschauenden Hunden bevölkert wurde. Ebendort war neben einem Stand von entbehrlichen und geschmacksentbehrenden Sojaprodukten auch das Bikram Yoga College vertreten und verteilte Flyer an meine Schwester und eine Freundin, während ich nur schnell mein Fahrrad holen war. Das Angebot, von dem man uns bei meiner Rückkehr erzählte, klang verlockend: um einmalig €10 kann man zehn Tage lang jeden Kurs in den heiligen Hallen des Bikram College besuchen.

Falls jemandem der Begriff Bikramyoga nichts sagt sei er hier schnell erklärt: Man verbringt bei einer Raumtemperatur von dampfigen 38-40°C neunzig Minuten damit, sich durch 26 verschiedene Yogapositionen zu biegen. Das soll den Körper entgiften und die Dehnungsarbeit beschleunigen und unterstützen.

Ich muss sagen: der Gedanke an garantiertes Schwitzen in geschlossenen Räumlichkeiten entlockt mir normalerweise keine motivierten Begeisterungsstürme und ist auch mit ein Grund, warum mir Fitnesscenter noch nie eine attraktive Sportoption erschienen sind, doch neugierig war ich irgendwie trotzdem und da ich ein kleines bisschen dehnungssüchtig bin und außerdem meinen schwachen Kreislauf mal ein bisschen abhärten wollte und weil weiters das Angebot zu gut schien, um es nicht auszunutzen heuerte ich als sweat partner die liebe Mo an und wir gingen hin.

Die Räumlichkeiten sind schön und man fühlt sich sofort wohl. Schuhe werden ausgezogen, Matten kann man sich ausleihen, Handtücher braucht man mit. Man wies uns an im hot room eine Stelle weit voneinander entfernt und nahe an den Fenstern zu wählen (hin und wieder erbarmen sich die Instruktoren, diese mal kurz zu kippen oder gar zu öffnen). Unser Ziel als Neulinge sei es nun, die 90 Minuten im Raum auszuhalten und ihn nicht zu verlassen: klingt soweit ganz ok.

Ein Gong erschallt, alle erheben sich und es geht los. Die erste Übung ist eine einfache Atemübung - nicht anstrengend, finde ich, doch es ist ungewohnt und ein bisschen schmerzhaft, den Kopf so weit in den Nacken zu legen: ich entblöße meine Kehle nicht gerne. Nach bereits 5 Minuten bloßen Atmens standen allen Teilnehmern, die im Übrigen zu meiner Irritation dicht wie Sardinen geschichtet waren, Schweißperlen am Rücken und im Gesicht. *tropf-tropf-tropf*
Es folgten ein paar Übungssets im Stehen: gefördert und gefordert wurden Rückendehnung, Beindehnung und Balance. Mir ist in dieser ersten Einheit permanent schwindlig, aber ich will nicht klein beigeben und Pause machen (was man jederzeit darf). Stattdessen versuche ich krampfhaft, meine Stirn mit dem Knie zu verbinden - bzw eher umgekehrt, weil ich nicht gedehnt genug bin - und ärgere mich, weil mir der Schweiß in die Nase und die Augen rinnt. Wäh! Zum Glück muss man die Positionen nicht lange halten.

Ich freue mich, dass man zwischendurch trinken darf. Ich freue mich weniger, dass manche Elemente drillmäßig durch ein Klatschen der Instruktorin geleitet werden - im Yoga soll man sich doch entspannen?

Ah, Entspannen. Darum geht's im Liege- und Sitzteil, wo uns nach jeder kurzen Einheit "zwanzig Sekunden" (mal waren's wohl 30 und manchmal nur 5) Ruhepause am Rücken gegönnt werden, in denen sich das Handtuch mit dem ganzen überflüssigen Schweiß vollsaugt.
*klatsch* "Sit up!" Alle schnellen zum Sit-up hoch und die Menschen um uns herum pfauchen sich lautstark die Luft aus den Lungen: Ruhephase beendet - es geht weiter: wir stärken unsere Arm-, Bein- und Rückenmuskeln und verbiegen unsere Wirbelsäule in alle Richtungen.

So vergehen neunzig Minuten: die letzte ist eine Hyperventilierübung, begleitet - natürlich - vom Klatschen der Instruktorin. ("Ist ja kein Wunder, dass man sich danach so gut fühlt, wenn man am Schluss derart hyperventiliert." [o-Ton Mo]). Dann kommt noch ein längeres Savasana (= am Rücken Liegen und Entpannen). Letzteres sollte den Geist eigentlich frei machen, aber das wird mir erschwert durch die Stimme, die uns anleitet, nicht an die Aufgaben und Probleme zu denken, die nach der Yogaeinheit auf uns warten. Danke auch, bisher hatte ich das nicht gemacht. Jaja, denk nicht an rosa Elefanten....

Es folgt das Schälen aus der Kleidung, eine erfrischende Dusche und ein entspanntes Frühstück - einer meiner Lieblingsteile unserer konsequenten Trainingswoche (an 7 von 10 Tagen haben wir es immerhin geschafft, um 9 Uhr im Studio zu sein).

Fazit: Obwohl mir die Schwitzerei nicht taugt, ich das Schleppen einer riesigen Sporttasche gar nicht mag und mich nervt, dass der Saal oft bis zur Auslastungsgrenze angefüllt ist, stelle ich doch nach mehreren Tagen fest, dass ich ein bisschen süchtig geworden bin: ein Dehnfortschritt ist klar bemerkbar, mein Kreislauf hat sich innerhalb nur einer Woche an die Temperaturen gewöhnt hat und ich muss von Einheit zu Einheit weniger trinken. Außerdem fühle ich mich danach wirklich immer gut: ausgelaugt, entspannt und ungewillt, meinem Körper irgendwas Ungesundes an Nahrung zuzuführen. Den Entzug übers Wochenende habe ich ausgeglichen, indem ich unseren Wintergarten auf Bikramtauglichkeit getestet und festgestellt habe, dass das teilweise angenehmer ist, weil einem keiner dazwischenredet. (Blöderweise wird man halt in den Positionen nicht korrigiert).
Ja, die Kombination aus Yoga und Schwitzen auszuprobieren war ein guter Versuch und ich spiele mit dem Gedanken, den in irgendeiner Form weiterzuführen. Eigentlich ist das ein sehr guter Einstieg in den Tag. Und ich vermisse die Frühstücksstunde hinterher...

Friday, July 12, 2013

Silently raging against the world

is probably as carcinogenic as a bag of crisps, sunbathing and drinking from plastic bottles, which is why I need to let it all out using this virtual wall as my punchbag (as people usually get bored listening, so I stopped talking).

This entry is fuelled entirely by pent-up rage and might, therefore, not be 100% accurate in details, as it is solely an expression of my impressions. Also, it is hypocritical. It couldn't not be. It's also really badly structured - but it's a rant, so I am going to excuse myself.

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There are times, like now, when I am in a permanent state of high concentration, focused on keeping all the strings of events in a firm grip. I am (co-)organising three things at once, whilst striving to fullfill my own expectations of a mix of vita activa and vita contemplativa*. Not really stressed out but strung like a bowstring with the effort of idea-juggling, my patience with "the world" is somewhat more limited than on other days.
*i.e. a fair amount of exercise and keeping up with world news to some extent

Today I went shopping. Just as I did the day before yesterday, because I was in need of certain accessories for a certain event. I realised how much I actually detest shopping, especially if it is "necessary"*: Hunting for hours for a certain item - which hopefully has a practical function to make it more bearable - tires me. Not only physically. (Admittedly, there is an element of fun to it too, especially when the time is spent with a really good friend and we're trying on hats, but I shall focus on ALL the negatives for now).
* i.e. something specific is needed for a specific purpose; if it is truly necessary is often debatable

Somehow my radar for irritating phenomena is significantly more sensitive on days like the ones described above: I walk around in public more, am exposed to more marketing nonsense and attempts of consumer-manipulation, I see lots of other people buying into said nonsense, happily emptying their purses for worthless trash just to be worried later-on about how to make ends meet. It's twisted.

Sale-Signs scream at passers-by: Come in or you might regret it in a few weeks time! It does make me nervous: What if I realise a few weeks from now that I wanted a certain skirt, but was too "lazy" to go and buy it when a) it was still available or b) it was still cheap? I swallow hard, cursing myself for even letting myself be affected by a last-minute spell of panicky greed and walk on (or not). Whilst other people stream in and out of shops, bags continuously swelling.
Ooh, and all the plastic! For every pair of undies you get a separate plastic bag. Sometimes things are wrapped doubly: clearly, this is more elegant and exclusive and, therefore, a sign of prestige etc. etc. All those plastic bags will sooner or later end up in a seagull's stomach or wrapped around a sea lion's neck, slowly strangling it. What is it with all those naughty activists: they put pictures like that in our heads. We need to blank them out, when shopping! But, fuelled by reports about all the things wrong with this world, I register more little signs of these wrong conditions everywhere and that makes me furious and depressive simultaneously and I want to scream.

I am starting to understand why people avoid watching documentaries like "Plastic Planet", "We feed the World" or "More than Honey", because they do take all the "fun" out of life. How the hell am I supposed to enjoy myself when I am constantly being made aware of how my unreflected behaviour has severe consequences on
a) the environment,
b) people with the bad luck of having been born at the bottom end of the power-pyramid and are forced to poison themselves providing us with stuff we don't actually need,
c) the global climate and
d) eventually myself: my body and my psyche??
Save the bees, eat healthily, say "no" to plastic, stop people from murdering one another, protect the rainforest, aid immigrants, don't throw away food, wear only clothing made organically-grown resources, produced under ethically correct and humane conditions, eat only organically and locally grown food free of herbi-, pesti- and fungicides, as well as other toxic substances - vegetarian or vegan, if you can; watch your carbon footprint: don't travel by plane too much and best don't own a car. Frustrating.
I do get why people ignore all that and stick to media that deal with lighter topics or are at least easy to consume, because they blame it all on politicians and various other people, thereby offering a comprehensible and easily adoptable (hardly biased) stance which is - how practical! - shared by thousands of other people, so that (obviously) they are all right in not supporting these mad new ideas some people have.
So let's ignore it all and shop away, because a new dress will make me happier than trying to correctly recycle my waste. And the cheaper it is, the better - then I don't have to consider if I really like it or if I have shoes and a jacket to go with it, because I can just buy them really cheaply too. (Because it's obviously not my fault the workers don't get paid or that buildings collapse over their heads. I mean: why don't the companies do anything about it? It's an OUTRAGE! but not my fault, so... I take those two shirts as well. They're kinda cute and only cost €7 each.)

So. I went shopping today. But before I did, I decadently had breakfast at a bakery - reading my newspaper while sipping my coffee: all proper Viennese style. The interior was posh and done-up to make people feel at home or conjure in their minds an alpino-rural idyllic picture: the smell of summer and hay, the milk freshly milked and foamy, country-side eidyllion. (Thanks to dark wood and mugs and plates in sunny yellow and a checkered rural blue and white pattern). So much for the interior. Now for the personnell: They were slow, but stressed out, understaffed, forgot parts of my order and needed to be reminded of them twice (which was not easy, because they were unattentive enough to let me wait for several minutes until they showed up in eyeshot again). When addressed, they gave me an annoyed look, even though I was being both friendly and patient (in my opinion, at least). Idyll destroyed. I had time enough, though, and didn't bother much - but it registered.
Is it really so hard to be friendly to customers instead of treating them like an unwelcome nuisance? Apparently it is. (I remember, from my days as a breadseller, an old woman who thanked me for being "so kind and friendly", which I consider standard-behaviour, especially at a job where one has to deal with people every day. "It's rare that people smile at one, nowadays." I was startled. Now I see what she meant.)
Why is everyone too stressed to be friendly?

So, then I went shopping. But first I went to meet my mum at a shop for sports gear. The shop assistant was busy with her iphone. She didn't even notice me when I walked in. Since all I had to do was to wait for my mum, I watched her. For about 10 minutes. She only briefly put the phone down, when one of her colleagues needed her help. Then she returned to texting, or whatever she was doing. (Mum then told me that she'd asked her for help earlier on and she had barely given a useful answer and rather given the impression that she wanted to get away as quickly as possible).
Why don't you pay attention to what is going on around you? Instead of whiling away the time on the net - and get paid for it. That hurts a bit - especially, since I have a job that continuously gets dragged through the dirt and we have a reputation of "not working enough". Nice - hold the punchbag for me, please?

So, then I finally did go shopping and not even far. Actually I only needed earplugs, so I went to the drugstore. Mum wanted to be quick and efficient about it and asked one of the saleswomen there, if she could tell us where to find them. Instead of showing us, she hurriedly (also slightly annoyed) pointed into the general direction of the middle of the shop and quickly turned around again to carry on re-stacking the shelf. (Did you understand what she mumbled?.. Me neither.) It took us several minutes to find the right shelf.

By then I was already HATING shopping centres, shopping streets and other places whose only purpose it is to make people spend money, WITH ALL MY HEART. They are not places that make people happy and it's not fun to spend time there: it's exhausting for everyone involved: shopkeepers and customers alike. Plus it seems that quite a lot of people have forgotten that it is also possible to spend time in other ways than shopping and that makes me sad.

I realise it is about time for me to take a break from the city again and spend some time... on the road. Or in a field...