Wednesday, August 30, 2006

Are you experienced?

Wieder mal hab ich ein Buch gelesen. Und dieses von William Sutcliffe verfasste Werk schildert die Indienreise eines 19 jährigen Engländers (Dave), der in seinem "year off" nicht als Außenseiter dastehen will und nur deshalb verreist, weil alle es tun. Und weil er auf Liz steht, die Freundin seines besten Freundes. Denn deren Idee ist das Ganze.
Jedenfalls fliegen die zwei nach Indien (für 3 Monate) und beginnen sofort am ersten Tag zu streiten, bis sie dann irgendwann getrennte Wege gehen. Dave, dem die ganze Reise eigentlich total auf die Nerven geht, macht eine Menge Erfahrungen (Durchfall, Bus fahren mit Hindi Musik, etc etc.), lernt eine Menge Leute kennen, die er alle eigentlich nicht mag und fährt dann wieder heim, wo er dann froh ist, die Reise gemacht zu haben.
Ist recht lustig zum Lesen, das ganze - v.a. weil ziemlich viele Probleme des Back-packens irgendwie abgehandelt werden und die Geschichte eigentlich überhaupt nicht überzeichnet erscheint, sondern durchaus realistisch.
Sehr kurz(weilig).

Sunday, August 27, 2006

Laufen in Wien

Wenn man den ganzen Tag herumsitzt und lernt, dann muss man nachher die ganze aufgestaute Energie irgendwie loswerden und dazu eignet es sich hervorragend, laufen zu gehen.

Ich habe mich also der Herausforderung gestellt in Wien eine Laufstrecke zu finden, die möglichst auch bei meiner Wohnung beginnt. Zuerst habe ich die Brigittenauer Lände angesteuert: nett breiter Rad/Spazierweg, wo sich Läufer, Inline-Skater, Menschen mit Hunden, Radfahrer, Kinder, etc. tummeln, aber noch genug Platz ist, um sich fortzubewegen.
Also laufe ich, voller Euphorie, den Donaukanal entlang - vorbei an zwei Graffitti-Sprayern, die irgendetwas (noch) Undefinierbares in Violett-Schwarz an eine Mauer sprayen, und an Anglern, die gemütlich am gemauerten Ufer sitzen, in Konversation vertieft, als meine Eupforie jäh abgedämpft wird: Sackgasse.
"Bäh", denke ich mir und drehe um, laufe über die nächste Brücke auf die andere Seite, nur um festzustellen, dass es dort keinen schönen Weg gibt.
Na toll, 15 min so weit... da kann ich noch nicht zurück.
Da erblicke ich am Horizont viele Bäume - den Augarten. Da muss ich hin!
Ich warte also an der ewig-roten Ampel und laufe dann flott auf den Augarten zu. Diesen muss ich erst einmal zu einem Viertel umrunden, denn in der Mauer befindet hier sich keine Öffnung, um mich durchzulassen.
Aber dann irgendwann finde ich doch ein Tor, biege sehr abrupt um die Ecke, haarscharf an einem herausschiebenden Radfahrer vorbei. Vor mir tut sich eine breite, lichte Allee im Abendlicht auf. Spielende Kinder bevölkern Wiese und kleine Spielplätze, die die Allee säumen.
Schön.
Also auf zu Erkundung des Augartens! Die Allee entlang, Rechtskurve: vorbei an der Porzellanmanufaktur, geradeaus in einen eher schmalen Weg, der von geraden Hecken, die mich dreifach an Höhe überragen, gesäumt wird. Wie in einem Labyrinth gehen hin und wieder Wege nach links und rechts weg, die teilweise zu Toiletten (wechselweise für Hunde und Menschen), Spielplätzen oder Lichtungen führen. Hier will ich mich nicht nächtens herumtreiben...
Also suche ich meinen Weg aus dem Labyrinth hinaus und finde mich bald wieder in einer lichten Allee. Direkt vor mir im Abendlicht erhebt sich ein gewaltiges Monument: der Flakturm.
Eine Art erfürchtiges Staunen (oder erstaunte Ehrfurcht) ergreift mich im Anblick des hier scheinbar fehlplatzierten Turms.
Ich laufe links daran vorbei und suche ob der bereits verstrichenen 35 min. eine Maueröffnung um mich heimwärts zu bewegen.

Es ist nett, in Wien laufen zu gehen -- wäre nicht das Problem der roten Ampeln, die einen ständig zu einem abrupten Stop zwingen.

Wednesday, August 23, 2006

Von türkischer Musik und Maden

So, um die liebe Leserschaft nicht zu enttäuschen bin ich extra unter der Woche heimgefahren (*hüstel*) um einen Beitrag zu schreiben.

Dieser handelt von meiner Wohnung und ihren Um- und Be-wohnern.

Bin ich doch nach Wien gefahren, um dort in Ruhe lernen zu können (nämlich Analytik, das nicht unbedingt zu meinen absoluten Lieblingsfächern zählt) und setze mich gestern nach dem Frühstück also hin, lade den Couchtisch voll mit allen möglichen Büchern, Mappen und losen Zetteln und beginne, einen Anfang zu suchen.
Plötzlich erschallt laute türkische Musik, die es mir nicht gelingen will zu ignorieren, aus der Nachbarwohnung.
Ein Gewissenskonflikt beginnt (warten, dass die Musik aufhört oder rübergehen und anklopfen?). Ich gehe gedanklich einen Kompromiss ein, warte zehn Minuten und gehe dann hinüber zur Nebenwohnung.
Eine türkische Dame (aber ohne Tuch) öffnet mir und ich erläutere ihr mein Anliegen (... Man hört die Musik voll laut durch... muss lernen... bla..bla...). Sie entschuldigt sich freundlich mehrmals und macht die Musik leiser (eine Spur). Jetzt geht's halbwegs mit dem Lernen.
Komischerweise wird die Musik nach einer Stunde wieder lauter. "Na toll", denkt man sich... aber nochmal rübergehn kommt irgendwie blöd...
Also konzentriere ich mich mit all meiner Macht und hoffe, dass irgendwann wohl dieses Gedudel ein Ende nimmt.
Glücklicherweise wird dann tatsächlich um die Mittagszeit die Musik abgestellt und Ruhe kehrt wieder ein.
(Heute war sie nur leise zu hören - ein Glück.)

Als ich des Abends dann mir einen Apfel holen gehe, erschrecke ich mal ziemlich, denn auf meiner hübschen Mülltonne sitzt eine hübsche, pfirsichfarbene Made mit schwarzem Köpfchen, ungefähr 3 cm lang und grinst mich an (ok.. das mag jetzt übertrieben sein, aber sie hat frech ihr Köpfchen zu mir erhoben).
Als ich sie mit einem Stück Apfel - das ich aufgrund eines unästetischen, ungesund aussehenden schwarzen Flecks ausgeschnitten hab - wegzulocken versuche, dreht sie sich pikiert weg.
Daraufhin greife ich zu einem Taschentuch, hebe das Tierchen damit behutsam auf und werfe es (=die Made netto) aus dem Fenster. (Hoffentlich hat niemand sie draufbekommen...)
Bleibt nur die Frage, woher dieser pfirsichfarbene Wurm wohl gekommen ist...

So viel für heute - nächstes Mal vielleicht mehr.

Sunday, August 20, 2006

Kristina zieht nach Wien

Jetzt hätt ich ein Viertel meines Kleiderbestandes und die Hälfte meiner Unibücher plus alle Frequency-Nahrungsmittel-Reste (2 Pkg. Orangensaft, Dosenravioli,..) in einen Koffer gequetscht um morgen mittag nach Hause (wie das klingt...) zu reisen und dort mal probehalber eine Woche Lernferien zu machen.

Deshalb gibt's jetzt nicht täglich irgendwelche Blödeleien, sondern nur mehr hin und wieder. Denn ich hab in Wien keinen Internetanschluss - ergo: Mails werden verspätet beantwortet.

Also für den Fall, dass jemand mich erreichen wollen würde ==> Handy.

Das war dann auch schon alles, was ich sagen wollte -- wünsche eine schöne Woche!

Saturday, August 19, 2006

Shakespeare am Frequency

Das Frequency: eines der größten (oder sogar das größte) Festival des Sommers am Salzburgring. Ich war dabei!

Viel Müll, viele Leute (überraschenderweise mehr deutsche Mitarbeiter als österreichische...) und viel Musik!

1. Tag, Donnerstag: Sehr heiß - alles rinnt. Die Leute am Schöller-Standl freuen sich über den hohen Eiskonsum. Ebenso freuen sich die Bierverteiler (die selber dann nicht mehr so nüchtern waren). Die Stimmung war super. Ebenso die Bands. Angehört habe ich mir an diesem Tag Coheed and Cambria (nicht überzeugend), Kettcar, Blumfeld, Nada Surf, Wir sind Helden und die Scissor Sisters. Letztere und die Helden haben super Stimmung verbreitet und am Ende des Tages hatte ich dann schon einen Muskelkater in der schrägen Nackenmuskulatur (falls die so heißt...) vom vielen Mitklatschen.
Nach dem letzten Konzert strebten alle Leute dem Parkplatz zu und da es scheinbar irgendwelche koordinativen Probleme gab, war nur ein Weg Richtung Campingwiese freigegeben mit einem allgemein schlecht aufgenommenen Ergebnis: Stau.
Um die Leute dennoch bei Laune zu halten bediente man sich der Musik des steirischen Nationalsängers Alf Poier... fürchterlich - aber lustig.
Total k.o. sind wir dann in die Schlafsäcke gefallen und dank meiner Ohropax konnte ich die Brunftgeräusche (irgendsoein eigenartiges Urzeitgegröle, das alle 10 Minuten mal erklang) aus dem Nachbarzelt ausblenden und schlafen... ein bisschen nur denn es war SAUKALT und trotz meiner Skisocken, des dicken Pullis und der Decke hab ich gezittert.. wird Zeit, dass ich mir einen gescheiten Schlafsack zulege.

2.Tag, Freitag: Morgens: Es ist sieben Uhr: Ich muss aufs Klo. Herrlich - fast kein Andrang! Ich stelle fest, dass alle andern noch schlafen und leg mich auch noch mal für drei Stunden hin.
Als ich wieder aufwache regnet es. Nett, denke ich. Vor meinem geistigen Auge erscheinen Horrorvisionen von gatschbeschmierten Menschen und Autos, die mit Traktoren aus dem Parkplatz (=Kuhweide) gezogen werden müssen. Um mich zu beruhigen und mir die Zeit zu vertreiben lese ich Shakespeares "Was ihr wollt" ("Twelfth night"), das ich wegen dem praktischen Format eingesteckt habe...
Zum Glück hat der Nieselregen dann aufgehört und da es nicht so heiß war wie am Vortag, sind auch keine Leute mehr kollabiert.
An diesem Tag hab ich mir Tomte, We are Scientists, Arctic Monkeys (enttäuschend, weil sie das Publikum ignoriert haben), Kaiser Chiefs, Mando Diao, Bauchklang, Calexico und Franz Ferdinand angehört. Beinahe hätte ich vor lauter Stress aufs Essen vergessen - hab mir aber dann ein/eine (??) Crepe gekauft -- sehr grauslich und lieblos zubereitet (hab ich schon bessere gegessen..).

Ziemlich viele lustige Leute sind herumgelaufen: Flitzer, Schneemänner mit Luftgitarren, Leute mit Ottakringer-Schachteln am Kopf, Leute mit Riieesen-Wuschelperücken etc etc.

Ja, war sehr amüsant - vor allem das Aufgewecktwerden heute: "Guten Morgen meine Lieben. Das ist der automatische Weckdienst. Wir bitten euch, eure Sachen zu packen und abzureisen." und das ganze 20mal hintereinander - Dauerschleife. Super!

Einen Besuch war das Ganze auf jeden Fall wert - aber nach den 2 1/2 Tagen wollt ich nur mehr heim und duschen.

Jetzt geht's wieder.

Aja, mein Hörvermögen ist wieder hergestellt: Das Frequency dürfte meine Ohren ordentlich durchgeputzt haben :)

Wednesday, August 16, 2006

Ämter

Und schon wieder gibt es zwei Beiträge auf einmal (dafür dann die nächsten 2-3 Tage nix)...

Also ab heute bin ich offiziell Wienerin (und somit ist es nicht mehr falsch, mich als solche zu bezeichnen...).
Um dies zu bewerkstelligen habe ich eine volle Stunde (oder mehr) am Meldeamt Alsergrund zugebracht... toll, das. Während ich am Ausfüllen des Meldezettels bin (was in einem Raum VOR dem Warteraum zu machen ist) setzt sich eine Frau bereits in den Warteraum, ohne ihrerseits einen Zettel auszufüllen... aber macht nichts.
Ich nehme dann auch dort Platz und als nächstes mein Buch heraus (Zum Glück hab ich es mitgehabt!) und beginne zu lesen.
Eine ziemlich schlecht gelaunte Polizistin bereichert uns die ganze Zeit mit ihrem (unwahren) Wissen - was ich versucht habe zu ignorieren.. war schwierig.
Das nächste Problem: Wer ist vor wem gekommen und wofür hier (2 Optionen: Pass oder "Meldeangelegenheiten"). (Dieses hat die Polizistin dann in unglaublich höflichem Tonfall mit einer einfachen Frage gelöst.) Reihenfolge gibt es nämlich keine und die Leute warten wie die Geier, dass wieder mal die Tür aufgeht und die gestresste, etwas beleibte Dame "PASS?" schreit oder ein paradoxerweise gut gelaunter Herr mit unverminderter Lautstärke "MELDEANGELEGENHEITEN?".
Einer drängt sich frech gleich vor, wobei er sich vorher durchdachterweise direkt neben der Tür platziert hat, so dass ihn niemand aufhalten kann... so ein Ungustl!
Ja und dann, als ich an der Reihe gewesen wäre, erhebt natürlich die oben erwähnte Frau, die nach mir gekommen ist, Anspruch auf den Vortritt, den ich ihr natürlich abargumentiere.
Als ich dann endlich eintrete, werde ich komisch gemustert: "Was tun Sie da? Warten Sie, bis Sie
aufgerufen werden!"... "Äh... das wurde ich gerade." ... Sehr eigenartig, sind plötzlich alle Leute beschäftigt und will niemand gerufen haben.... Also wieder nach draußen.
Da werde ich erst mal komisch angeschaut und dann von der nun schon 2x erwähnten Frau um den Grund meines Wieder-Austritts gefragt. Ich unterhalte mich kurz mit meiner neuen Freundin, wobei sie sich ziemlich über die Bürokratie und die langen Wartezeiten erbost hat: "Und nur ein Amt für den ganzen 9. Bezirk!! Früher war die Meldestelle bei der Polizei und da ist man gleich drangekommen!!" (Hätte ich ihr sagen sollen, dass ich eigentlich im 20. Bezirk wohne und jedes dieser Ämter für alle Bezirke zuständig ist, was das Melden betrifft?...lieber nicht....).
Und wieder verstreicht eine halbe Stunde.... "MELDEANGELEGENHEITEN?" - "Ja, ich!"... endlich drinnen. Gut gelaunt pfeift der Mann vor sich hin (ein Linkshänder - sehr sympatisch) und schafft es tatsächlich, gute Laune zu verbreiten... ich wundere mich jetzt noch.

Der Rest geht ziemlich unkompliziert über die Bühne und 5 Minuten später bin ich schon wieder draußen.

So, weiter zur Uni: Archäologie als Zweitstudium anmelden.
Wieder eine Schlange: Buch heraus und geht schon. Hier geht's ein bisschen schneller, gibt es doch ganze 3 (!) Zuständige.
Als ich nach 20 minütigem Warten eintrete und mein Anliegen äußerte, blickt mich die dort sitzende Tussi mal finster an.
"Eingezahlt habens schon?", murrt sie.
"Ja, ich hab auch die Inskriptionsbestätigung und das Studienblatt und so mit...".
Ich fange an, das ganze Zeug auszupacken. Sagt nicht, was sie will. Da lege ich ihr mal den Studienausweis hin.
Sie greift ihn sich und tippt irgendwas ein.
"Was wollens noch studiern?"
"Äh, bitte?" (mein immer noch präsenter Gehördefekt [siehe gestriger Beitrag])...
"Was Sie noch studiern wollen!", fährt sie mich an.
Ich antworte eingeschüchtert mit "Archäologie" und warte dann mal ewig lange, bis sie das endlich eingetippt hat.
Nächste Frage: "Latein habens schon abgelegt?"
(Abgelegt??)
"..ssie meinen, ob ich damit schon fertig bin?"
(mit dem ganzen Studium, oder was??)
"Habens in Latein maturiert?"
"Ja... ich studier es ja..."
Böser Blick.
"Griechisch fehlt ihnen noch"
(ist das eine Frage?)
"Mach ich dieses Jahr."
Wieder böser Blick.
5 Minuten Schweigen und Computergetippsel.
Druckergeräusche.
"Da hams ihre Unterlagen."
Ich bedanke mich, packe mein Zeug ein, verabschiede mich höflich (an eine Antwort kann ich mich nicht erinnern....) und gehe.

Puh.

Wohin gehst du,....?

Seit zwei Tagen bereits überfällig ist mein Beitrag zum Bestseller "Quo vadis,...?".
Dieses Buch spielt zur Zeit des grausamen Kaisers Nero - inklusive Brand Roms - und behandelt das Thema des aufkommenden Christentums und dessen Verfolgung.
Um das Ganze anschaulich zu gestalten hat Henryk Sienkiewicz eine Liebesgeschichte eingebaut. Nämlich zwischen einem römischen Bürger und einer christlich erzogenen Kriegsgefangenen.
Ein Muss natürlich für alle Philologen* - ist doch eine Hauptperson der Satyrenschreiben Petron und kommen auch sonst lauter berühmte Leute vor (Seneca, Lukan,...). Alle Charaktere sind sehr detailliert und durchaus überlieferungsgetreu (Nero) gezeichnet und das Buch ist als Ganzes gut geschrieben und gut recherchiert... viele interessante Details eingebaut.

Ja, dieses Buch kann ich nur weiterempfehlen. Es bringt einen nicht zum Lachen, sondern vielmehr zum Weinen und zum Nachdenken, was ja auch nicht schlecht ist.

(Es ist außerdem ein wenig umfangreicher als "Pride and Prejudice" (600 und irgendwas Seiten).)

*sowie "Pompeji" von Robert Harris

Tuesday, August 15, 2006

Die grüne Mark - ein weiteres Mal

Und schon wieder ward das Wochenende in der Steiermark verbracht.
Und auch diesmal wollte das Wetter nicht. Da fühlte ich mich zu einem Vergleich inspiriert: Die Steiermark ist wie England. Es regnet oft, es gibt viel grün und man freut sich, wenn mal für ein paar Stunden die Sonne scheint (/scheinen würde), die Leute sind voll freundlich.... Nur das Essen ist in der Steiermark besser..

Diesmal waren wir in Aflenz. Wir wollten wandern gehen. Schön wäre es gewesen, hätte es nicht am ersten Tag geregnet und hätte ich nicht in der ersten Nacht so starke Ohrenschmerzen bekommen, dass mir nur 2 Stunden Schlaf vergönnt waren... Also hab ich den ganzen nächsten Vormittag verschlafen und die meiste restliche Zeit dann gelesen.
(Die Ohrenschmerzen waren dann eh weg, aber dafür hatte ich ein vermindertes Hörvermögen des linken Ohres - und das ist jetzt noch nicht ganz weg.)
Da ich also ob der Schlaflosigkeit so sehr geschwächt war und ob des dauernden Nieselregens, wurde es nichts mit dem Wandern.

Und natürlich heute, am Tag der Abreise: mir geht es wieder bestens und die Sonne strahlt vom Himmel, dass es eine Freude ist.... naja - was nicht sein soll soll halt nicht sein...

Aber ich werde wiederkehren!!

Friday, August 11, 2006

Hymnus: Bildung - speziell für die Steirer

Heute kommt noch ein zweiter Teil: Es muss sein.

Da ich ja nun die steirische Hymne kennenlernen durfte - deren Kenntnis ich natürlich unter keinen Umständen missen wollen würde - will ich es euch nun vergelt.... äh ... euch ebenfalls solche Ehren zuteil werden lassen.

Es folgt also die Niederösterreichische Landeshymne:

1. O Heimat, dich zu lieben, getreu in Glück und Not.
Im Herzen steht´s geschrieben als innerstes Gebot.
Wir singen deine Weisen, die dir an Schönheit gleich,
und wollen hoch dich preisen, mein Niederösterreich.

2. Im Rauschen deiner Wälder, in deiner Berge Glanz,
im Wogen deiner Felder gehören wir dir ganz.
Im Dröhnen der Maschinen, im Arbeitsfleiß zugleich,
wir müh'n uns, dir zu dienen, mein Niederösterreich.

3. Getreu dem Geist der Ahnen, wir schaffen uns das Brot
und halten hoch die Fahnen blau-gold und rot-weiß-rot.
Wenn sie im Winde wehen, an ernster Mahnung reich,
gilt es, zu dir zu stehen, mein Niederösterreich

Text: Franz Karl Ginzkey
Musik: Ludwig van Beethoven

... natürlich mit Hörprobe(n) [zum Mitsingen]:
http://www.noel.gv.at/service/k/k2/hymne_audio.htm
(besonders empfehlen möchte ich hier die Version der Sängerrunde & Stubenmusi Weißenkirchen-Perschling - natürlich alle Strophen... wenn das kein Ohrenschmaus ist...)

Nein, wahrlich brauchbar ist diese Version:
http://www.unheardbeethoven.org/midis/hess92.mid

Duftmassage

Ja, mit ätherischen Ölen massiert zu werden ist schon etwas feines. Gar selten lasse ich jemandem diese Ehre zuteil werden. Heute war es jedoch soweit. Man kann mit so einer Massage ein wahrliches Strahlen hervorrufen!

Eine geschlagene Stunde lang behandelte ich zärtlich den Körper meines Auserwählten mit nach Zitrus duftendem Öl - zwei Mal.

Heraus kam ein Ergebnis, auf das man sich stolz sein kann: Goldig glänzend steht es nun in meiner Wohnung - mein neues Bett. Bewundert wurde meine Arbeit auch von meinen Eltern (nun, ja so bewundernswert ist es wirklich nicht). Aber das vorher rohe Holz schaut jetzt was gleich und ist auch strapazierfähig.
Nächster Schritt werden ein leichtes Peeling.. äh... Abschleifen und eine weitere Ölung. Auf dass es nochmal heller strahle!

Wednesday, August 09, 2006

Pride and Prejudice

Dieses hab ich zu meinem momentanen (stets wechselnden) Lieblingsbuch erkoren bzw. in die Liste der dauerhaften Lieblingsbücher gereiht.
Ich werde hier jedoch keine Inhaltsangabe abliefern, da ich mich dafür für ziemlich inkompetent halte (was vermutlich auf meine Ungeduld zurückzuführen ist). Außerdem kann man die sowieso vielerorts nachlesen.
Vielmehr will ich hier anführen, dass Jane Austen die Charaktere genial überzeichnet und so Klischees schafft, die man teilweise 1:1 auf Freunde oder Bekannte übertragen kann und in denen man sich bruchstückhaft auch selbst wiederfindet.
Schon der Einleitungssatz ist sehr interessant - wie viele Bücher haben schon gute Einleitungssätze?
Generell würde ich sagen, ist das Buch vermutlich für Frauen interessanter als für Männer, da es von der weiblichen Perspektive aus erzählt (und Jane Austen ist ja auch eine Frau..).
Jedenfalls konnte mich das Buch mehrmals zum Lachen und Lächeln bringen, was ich an Büchern sehr schätze, und ich kann es nur weiterempfehlen.
(Bonus: Es hat mit 299 Seiten eine überschaubare Länge.)

Tuesday, August 08, 2006

Mein Lieblings-Reisebundesland oder Die Steiermark

Hier könnte nun eine Ode in Hexametern stehen, aber da ich mir das nicht zutraue und den lieben Lesern auch nicht zumuten will, gibt es nur einen Kurzbericht.

Man war also für 4 Tage in der Steiermark. Mit der lieben Familie. Eigentlich wollten wir baden... Nun, das Wetter war gegen uns...
Der erste Tag (das wäre der Samstag, 5.August) wurde in Graz verbracht, wo es neben rosa-gefärbtem Zitroneneis auch - meiner Meinung nach - auffällig riesige Ampeln gibt. Möglicherweise werden sie von den Grazern sonst nicht wahrgenommen...
Zuerst marschierte die komplette Familie (nach einem ausgiebigen Frühstück im Café Sorger) ins Volkskunde Museum, welches, nebenbei bemerkt, nicht das schlechteste ist.
Dort gibt es momentan eine Sonderausstellung namens "heilsam - Volksmedizin zwischen Erfahrung und Glauben". Dort habe ich gelernt, dass Gewürznelken gegen Kopfschmerzen und Rosinen gegen Hühneraugen zu verwenden sind. Zimt hingegen sollte man bei Niedergeschlagenheit einsetzen und Kümmel bei Flatulenz...

Danach habe ich die Herde verlassen und mich mit zwei Freunden, die ich ziemlich selten sehe (Gerfried und Michi), auf diverse Getränke (Kaffee, Tee, Cocktail) und ein Mittagessen getroffen .
Am Abend haben wir dann das Jazzfest (heißt das eh so?) aufgesucht - das sich als ziemlich laaang-weilig herausstellte, weshalb wir es frühzeitig verließen...
Hier sei ein Dank an Gerfried ausgesprochen, der mich dann heimchauffiert hat (durch irgendwelche komischen kleinen steirischen Dörfer...).
Dort, wo wir einquartiert waren (ein Bauernhof), bemühte man sich mit einem leckeren, ausgiebigen Frühstück um unser Wohlbefinden. Der Bauer versuchte uns ständig, sein "Stubenberger Wasser" anzudrehen - recht hochprozentig.... aber als "Kind" kann man sich da auch noch rausreden, wenn ein normales "nein" nichts bringt...

An den anderen Tagen besuchte ich cum familia die Riegersburg (sehr sehenswert: v.a. das Hexenmuseum) und Stift Vorau. Alle anderen geplanten Programmpunkte (Freilichtmuseum Gerersdorf, Maxoom [eine Art Imax] in Hartberg) mussten wir aufgrund des Wetters/wegen eigenartiger Spielzeiten leider streichen.

Gepriesen seien noch die Buschenschanken und das unglaublich deliziöse Essen, das einem in diesem kulinarisch-versierten Bundesland geboten wird (Backhendelsalat mit Kürbiskernöl, Riiieeesenbrote, Käferbohnensalat, Strauben, Erdäpfelwurst (!!), das Eis in Graz und Maria Fieberbründel, die Äpfel, die man praktisch überall vom Boden auflesen kann... und so fort...).
Wunderschön ist auch die Landschaft dort - nur vor den einheimischen Autofahrern muss man sich in Acht nehmen, die auch bei der schmälsten Straße mit Vollgas um die Kurve zischen...

Ja, das in aller Kürze - für größere Ausführungen bin ich nicht motiviert...

Thursday, August 03, 2006

Ötscherbär und Wachauertorte

Die letzten zwei Tage konnte ich leider zu dieser Seite nichts beitragen und das begründet sich auf meiner Abwesenheit: Ich war nämlich wandern. Wandern am Ötscher. Im Land der Mostbirnen und Hügel. Neblig wars, genieselt hat's, anstrengend wars auch - aber lustig! Ins Gipfelbuch (total grindiges, zerfleddertes Teil) haben wir uns natürlich nach dem anstrengenden Aufstieg (unser männlicher Teilnehmer hat die ganze Zeit nur ob des Wetters etc. gejammert) auf besonders intellektuelle Weise eingetragen - peinlich, das (somit kein weiteres Wort darüber). Den uns am Gipfelkreuz von motivierten Mitt-dreißigern (oder älter) angebotenen Schnaps haben wir ausgeschlagen und sind dann recht flott talwärts marschiert.
Der Abend ist dann im Scheibbser Bierpub ausgeklungen - für mich, die Touristin (was für ein seltenes Erlebnis für die Scheibbser...), hat der Besitzer sogar eine Karte ausgraben können, um mir die Getränkeauswahl zu erleichtern! Da hab ich mich dann sehr geehrt gefühlt...

Am nächsten Tag sind wir dann trotz beständigen Wasser-fallens zur Ruine Aggstein raufmarschiert und dank meines unglaublichen Charmes konnte ich zwei Freikarten organisieren (vielleicht ist es aber auch am Besitz der NÖ- sowie der Top-Ausflugsziele-Card gelegen,... aber ich glaube an These 1!). Sogar Audioguides bekamen wir gratis dazu und wurden so ständig mit Geschichte und Geschichten bereichert.
Als wir dann vollgesogen wie Schwämme in der Gaststube dort eingekehrt sind haben wir vielleicht so bedauernswert ausgesehen, dass die Wirtin den Cappuchino mit einem halben Becher Schlagobers bedacht hat. Die Wachauertorte, die wir dazu geordert haben, ebenso (was nicht notwendig gewesen wäre, war diese auch so fett genug!). Naja, die Wirtin hat's nur gut gemeint...
Ich will euch, liebe Leser, hiermit vom Konsum einer Wachauertorte (viel fettige Schokocreme und ein paar Mandelsplitter) abraten - denn sie schmeckt nicht gut und man bereut, dass man sich nicht doch für Topfentorte oder Marillenkuchen entschieden hat...

Tuesday, August 01, 2006

Dead man's chest und fortgehverträgliches Lernen

Ja, Teil 2 von Pirates of the Carribean ist nun im Kino zu sehen und dieses hab ich mir natürlich nicht entgehen lassen. 2. Reihe - Nackenstarre inklusive... aber es hat sich doch ausgezahlt.
Bis auf das Ende - über das kann man sich ja nur ärgern: es gibt nämlich keins und man ist wirklich gezwungen, sich auch den dritten Teil anzusehen (was ich ja sowieso tun würde)... sehr ärgerlich dennoch.
Da ich heute eine grandiose Prüfung in römischer Literatur zu bewältigen habe, musste ich natürlich gestern mit meinem Gewissen kämpfen: Kino oder lieber lernen? Doch da ich mir den Film mit einer Co-Philologin reingezogen habe, waren unsere Gespräche sehr literarisch geprägt. Genial nämlich sind sie, meine Karteikarten, die in jede Handtasche passen und alle wichtigen Infos über diverse antike Schriftsteller enthalten. So verging der Abend (ante und post Kino) mit Kartenziehen und Brainstorming -- sehr effektiv (v.a. wenn man manche Karten dauernd zieht...).

Doch es sollte noch spannender werden.... Als wir nämlich durch die düsteren Straßen Wiens, wo allerlei Gesindel herumlungert, heimwärts zogen hörte ich es prasseln und dachte es finge vielleicht zu regnen an. Leicht überrascht blieb ich stehen - was sich als sehr schlau erwies, da es nur auf den Fleck vor uns geprasselt hatte. Komisch war das und so umrundeten wir den Fleck und bekamen dabei noch einige Tropfen ab... Nach eingehender olfaktorischer Analyse konnten wir dann feststellen, dass es sich hierbei um Bier handelte: Jawohl, es regnet Bier in Wien! Manche mögen nun denken, dass Wien ein wahrhaftes Paradies sein muss - wir jedoch waren froh, nicht patschnass geworden zu sein.