Wednesday, August 23, 2006

Von türkischer Musik und Maden

So, um die liebe Leserschaft nicht zu enttäuschen bin ich extra unter der Woche heimgefahren (*hüstel*) um einen Beitrag zu schreiben.

Dieser handelt von meiner Wohnung und ihren Um- und Be-wohnern.

Bin ich doch nach Wien gefahren, um dort in Ruhe lernen zu können (nämlich Analytik, das nicht unbedingt zu meinen absoluten Lieblingsfächern zählt) und setze mich gestern nach dem Frühstück also hin, lade den Couchtisch voll mit allen möglichen Büchern, Mappen und losen Zetteln und beginne, einen Anfang zu suchen.
Plötzlich erschallt laute türkische Musik, die es mir nicht gelingen will zu ignorieren, aus der Nachbarwohnung.
Ein Gewissenskonflikt beginnt (warten, dass die Musik aufhört oder rübergehen und anklopfen?). Ich gehe gedanklich einen Kompromiss ein, warte zehn Minuten und gehe dann hinüber zur Nebenwohnung.
Eine türkische Dame (aber ohne Tuch) öffnet mir und ich erläutere ihr mein Anliegen (... Man hört die Musik voll laut durch... muss lernen... bla..bla...). Sie entschuldigt sich freundlich mehrmals und macht die Musik leiser (eine Spur). Jetzt geht's halbwegs mit dem Lernen.
Komischerweise wird die Musik nach einer Stunde wieder lauter. "Na toll", denkt man sich... aber nochmal rübergehn kommt irgendwie blöd...
Also konzentriere ich mich mit all meiner Macht und hoffe, dass irgendwann wohl dieses Gedudel ein Ende nimmt.
Glücklicherweise wird dann tatsächlich um die Mittagszeit die Musik abgestellt und Ruhe kehrt wieder ein.
(Heute war sie nur leise zu hören - ein Glück.)

Als ich des Abends dann mir einen Apfel holen gehe, erschrecke ich mal ziemlich, denn auf meiner hübschen Mülltonne sitzt eine hübsche, pfirsichfarbene Made mit schwarzem Köpfchen, ungefähr 3 cm lang und grinst mich an (ok.. das mag jetzt übertrieben sein, aber sie hat frech ihr Köpfchen zu mir erhoben).
Als ich sie mit einem Stück Apfel - das ich aufgrund eines unästetischen, ungesund aussehenden schwarzen Flecks ausgeschnitten hab - wegzulocken versuche, dreht sie sich pikiert weg.
Daraufhin greife ich zu einem Taschentuch, hebe das Tierchen damit behutsam auf und werfe es (=die Made netto) aus dem Fenster. (Hoffentlich hat niemand sie draufbekommen...)
Bleibt nur die Frage, woher dieser pfirsichfarbene Wurm wohl gekommen ist...

So viel für heute - nächstes Mal vielleicht mehr.

2 comments:

Pia said...

Also ursprünglich wollte ich micht diesbezüglich meiner Meinung enthalten. Als ich allerdings nachdem ich deine Maden-Doku gelesen hatte, aufstand und mich in die Küche begeben wollte, begegnete mir eine (wie du so nett beschrieben hast)pfirsichfarbene Made mit braunem Köpfchen, die da einfach an der Wand klebte und herumrobbte. Meine Methoden waren allerdings etwas radikaler als deine. Ich nahm den nächstbesten Zettel, eine A1 Werbung, kratzte das Vieh damit von der Wand und zerdrückte es. Das hinterließ einen milchig-wässrigen Fleck und ein bisschen Madenhaut auf der Handywerbung. Die liegt jetzt ganz obenauf am Poststapel, mal sehen, wer reingreift!
Soviel noch zur Madenproblematik: entweder es handelte sich in deinem Fall um eine Obstmade, harmlos und meist nur ein vorübergehendes Problem. Oder du solltest deine Lebensmittellagerbestände mal auf Mottenbefall überprüfen. Die können ziemlich lästig sein, und haben auch so grindige Maden. Allerdings sind diese meist eher faul und bewegen sich nicht so eifrig, und schon gar nicht heben sie ihr Köpfchen (geht aus meinen Beobachtungen hervor ;-) )
Also! Viel Spaß noch mit deinen Mitbewohnern!
Lg Pia

Kristina said...

Na im Angesicht des Todes würd ich auch mein Köpfchen nicht heben! Das arme Viech!! Das war ja so lieb!!