Thursday, January 21, 2010

Tales of Bangor #4 - Llanfairpwllgwyngyll...*GASP*..gogogoch

Nach einem kleinen social gathering bei Cider und Oreos in Miriams Studentenheimzimmer gestern Abend beschlossen wir die Exkursion nach Llanfairetc auf heute zu verlegen, da wir befanden, dass ein halber Tag dafür wohl ausreicht.

Am Weg vom hübschen Unigebäude in die Stadt, trafen wir Marie-Caroline, ihres Zeichens Austauschstudentin aus Lyon, und luden sie - da sie so alleine und verloren schien - gleich ein uns zu begleiten.

The Main Arts Building - my future haunt


Bevor wir aufbrachen stand für mich allerdings noch ein Besuch bei einem der Mobiltelefonanbieter an, da Rebecca - ebenfalls Erasmusstudentin, aus D. - mir von einem sehr günstigen Angebot erzählt hat, mit dem man um lächerliche 4p aufs europäische Festnetz telefonieren kann. Man zahlt für die SIM-Card lediglich 14 Pfund, wobei man 10 davon gleich als Guthaben nutzen kann. Der Betreuer im Geschäft war überaus kompetent und freundlich, erzählte mir von seinen alljährlichen Österreichbesuchen und schenkte mir schließlich zu meiner neuen SIM-Card auch gleich ein Handy dazu. Many thanks!

Nach einem schnellen Kaffee machten wir uns bei relativ starkem Wind und ein bisschen Sonnenschein auf den Weg nach Anglesey - vorbei an den Studentenheimen, die ca 2 km außerhalb liegen(bin ich froh, dass ich da nicht wohne!) und über Menai Bridge auf die Insel Anglesey. Ein Blick zurück über Menai Strait lässt mich zum ersten Mal die Gipfel vom Gebirge Snowdonia erblicken, das seinem Namen zu dieser Jahreszeit alle Ehre macht.

Man möge die miese Qualität der Bilder verzeihen - meine alte Kamera kann nicht besser, schon gar nicht bei dem Wetter.

Vom Ort Menai Bridge selber zweigen allerlei Straßen ins Inselinnere ab und führen zu verschiedenen Burgen, Kultstätten und anderen Sehenswürdigkeiten. Doch dafür haben wir keine Zeit, wir wollen in den Nachbarort, der eigentlich überhaupt nichts zu bieten hat, außer dem längsten Namen der Welt:

Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.*

Das muss man sich einfach langsam auf der Zunge zergehen lassen (wenn man kann).

Was aussieht wie eine willkürliche Aneinanderreihung von Silben (oder scheinbaren Konsonanten) hat in Wahrheit sogar eine Bedeutung, nämlich "St Mary's Church in the hollow of white hazel near a rapid whirlpool and the Church of St Tysilio near a red cave". Hübsch. (Laut einem meiner Mitbewohner müssen walisische Schulkinder das in der Volksschule lernen. Er kann es allerdings nicht mehr.)

Lang heißt der Ort noch nicht so, erst seit ca. 130 Jahren als ein Schneider den ursprünglichen Ortsnamen (Llanfairpwllgwyngyll) ein bisschen ausbaute um Touristen anzulocken. Was offensichtlich funktioniert. Schließlich haben auch wir nur deshalb den >1-stündigen Marsch auf uns genommen.
Das Explorerteam: Rebecca, Marie-Caroline, Fiepje, Elzelien und Miriam



Wie gesagt, der Ortsname ist recht lang.... (man missachte die Möbel, die unmotiviert im Vordergrund herumstehen).

Tja, mehr gibt der Ort auch gar nicht mehr her und deshalb waren wir nur mehr essen und sind dann zurückgewandert: Pünktlich zum Einbruch der Dunkelheit und dem Beginn des Regens.

The End.


P.S.: Mein nächstes Projekt ist es die Küche aktiver zu nutzen und zu kochen zu beginnen. Aus Angst, dass ich dieses Vorhaben noch ein paar Wochen hinausschieben und dann im Endeffekt nie verwirklichen könnte habe ich mich heute ganz brav mit vergänglichen Lebensmitteln eingedeckt: die müssen in den nächsten Tagen weg. (Und für den Notfall stehen auch 2 Packungen Cup-a-Soup in meinem Kästchen...)


*anzuhören unter http://www.llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk/say.php

7 comments:

David said...

Sehr schöne Berge! Wie sind die Temperaturen auf der Insel so gewesen? ;-)

Kristina said...

Angenehm :). Das ist hier eh alles so ein Temperatureneinheitsbrei... Aber ich mag's. Man ist immer richtig angezogen :D.
(Aja, die Berge sind nicht auf der Insel, sondern hinter Bangor, von der Insel aus gesehen)

Anonymous said...

vielen dank für den überaus hilfreichen link: hab mich schon immer gefragt wie und ob man überhaupt den längsten namen aussprechen kann - nicht dass ich es jetzt kann, aber es ist möglich ;) vlg vicy

Kristina said...

Ja, ich bin froh, dass ich das gefunden hab. War mir vorher nicht sicher, wo die Betonungen liegen. Jetzt sag ich's mir täglich vor, damit ich's kann wenn ich heimkomm ^^.

Anonymous said...

Ah, jetzt weiß ich endlich, wo Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch liegt! Pete, einer meiner Erasmus-Bekanntschaften, konnte den Namen auswendig aufsagen, worauf er auch recht stolz war, u. es deshalb oft und gerne getan hat ;)

Kristina said...

Pete war aber nicht aus Wales,oder? Yorkshire? Oder erinnere ich mich falsch. Hat er's dir beigebracht?

Anonymous said...

Nein, ich merk mir nur den iogogogoch-Teil, falls ich da mal hinfahren will, reicht das hoffentlich zur Wegfindung. "Excuse me, is this the road to llanmmmmumblemumblemumblemumblemumblemumbleiogogogoch?".
Er war eigentlich aus Oxford, hat aber in York studiert.
Ahja, danke auch für's mich-Erkennen, zu später Stunde vergisst man schon mal die Unterschrift.

lg,
Gerfried