Saturday, January 13, 2007

The bluest of eyes

oder "Sehr blaue Augen" von Toni Morisson war ja das letztjährige Gratisbuch der Stadt Wien und in den Ferien bin ich endlich dazu gekommen, es zu lesen.
Hauptperson in dem Buch ist ein kleines schwarzes Mädchen im Amerika der 40er Jahre, das sich von allen Leuten abgestoßen fühlt. Die Mutter verwirklicht ihren Traum vom perfekten Leben mit großem Haus etc als Nanny bei einer reichen weißen Familie, der Vater ist dem Alkohol verfallen und streitet ständig mit der Mutter, was dazu führt, dass der Bruder dauernd wegrennt. Pecola, so der Name des Mädchens, hat dann zwar Freundinnen, aber fühlt sich nach wie vor unverstanden und abgelehnt - alles eine Sache der Einstellung. Sie schiebt die Schuld auf ihre Hässlichkeit (die sie sich einredet) und wünscht sich nichts mehr, als blaue Augen; denn kleine blonde Mädchen mit blauen Augen sind niedlich und werden von allen gemocht.
Erzählt wird die Geschichte in einem recht abfälligen Ton von einer von Pecolas Freundinnen, Claudia, die auch schwarz ist. Der Handlungsstrang wird unterbrochen, um Lebensläufe und Denkweisen von anderen Personen (u.a. Pecolas Eltern) einzubauen und so dem Leser ein möglichst detailreiches Bild zu zeichnen.

Wieder mal so ein Psychobuch, aber wieder mal kein schlechtes! Sogar ein wirklich gutes.

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