Saturday, March 29, 2008

Neulich im Zug...

Also ich bin ja selbst ansatzweise recht konservativ und finde auch, dass Traditionen hochgehalten und gefeiert gehören (natürlich nicht alle, Gott bewahre!). Z.B. Sollte man die deutsche Sprache nicht zu sehr mit Anglizismen vermischen - shame on me, es passiert mir blöderweise selber immer wieder. (Aber ich könnt mich auf mein Studium ausreden...)
Aber halt! Ich schweife vom Thema ab:

Also neulich im Zug saß ich und schlief - bzw. hab ich es versucht, aber so bequem sind Züge auch wieder nicht. So, habe ich also an jeder Station die Augen kurz aufgemacht - offenbar ein Reflex, damit man nicht zu weit fährt (auch wenn Gänserndorf die Endstation ist).
Wie dem auch sei: Als ein neuerlicher Fahrgast einstieg, nahm ich diesen zuerst einmal olfaktorisch wahr - obwohl er sich, zum Glück, nicht zu mir gesetzt hat. Also hab ich kurz die Augen geöffnet und bin Zeugin von etwas geworden, dass ich - zumindest hier in den wohlbegüterten westlichen Landen, und vor allem in einer Stadt (geschweige denn einem Zug!!) - für ausgestorben gehalten hatte: Dem Bauernschneuzer. (Ich hoffe, ein jeder weiß sich mit dem Begriff etwas anzufangen, denn ich will ihn eigentlich nicht näher erläutern...)
Mit vor Schreck geweiteten Augen saß ich da, als jener alte, etwas versandelte Mann, von dem ich durch den Spalt zwischen Kopf- und Nackenlehne anfangs nur die schwarzen Lederhandschuhe sehen konnte, sich auf höchst unappetitliche Art und Weise seines Naseninhalts entledigte. Mahlzeit!

Man kann nur froh sein, ihm nicht gegenüber gesessen zu sein, denn das wäre vermutlich noch etwas ungustiöser gewesen....

2 comments:

D'Eva said...

Was meinst du, kann man solche Leute auf Schadenersatz zu klagen, wenn man von einem Rotzschwall getroffen wird?

Kristina said...

Ich denk schon... Sollt genug DNA drin sein, um zu beweisen, dass es DEREN Rotzschwall war.
(Wobei das Wort "Schwall" schon seeehhr grausig anmutet, in dem Zusammenhang...)